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Wir Abtsgünder 20.03.2020

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WOHNGEMEINSCHAFT

WOHNGEMEINSCHAFT ABTSGMÜND «Für mich bedeutet Ehrenamt auch gegenseitiges Ehren» Zehn Jahre Ehrenamt - Wohngemeinschaft Abtsgmünd Das Gute, das du anderen tust, tust du immer auch dir selbst! TEXT: SANDRA RASPE, FOTOS: PETER SCHLIPF, GEMEINDE ABTSGMÜND In diesem Zitat des russischen Schriftstellers Leo Tolstoi muss einfach viel Wahrheit stecken. Anders ist dieses besondere Engagement der gut zehn Abtsgmünderinnen und Abtsgmünder, die sich seit Jahren in der Wohngemeinschaft einbringen, nicht zu erklären. Gemeinsam mit den Mitarbeitenden der Stiftung Haus Lindenhof und natürlich den derzeit acht Bewohnerinnen und Bewohnern der WG für Menschen mit Behinderung bringen die Ehrenamtlichen jede Menge Leben in das Haus in der Kolpingstraße. Und das seit inzwischen zehn Jahren. Im September 2019 wurde groß gefeiert. „Wir sind froh über die tolle Unterstützung“, betonen auch Gebhard Bieg, Leiter der Wohngruppe, und Inge Brenner, Assistentin vor Ort. An die sechs Mitarbeiter der Stiftung Haus Lindenhof stehen den Bewohnern zur Seite. Neben Inge Brenner gehören noch Tanja Stippler, Melanie Frey, Angelika Ziegler und Jan Rix zur Kernmannschaft in Abtsgmünd. Beim Besuch erlebt man ein offenes und buntes Haus, in dem viel gelacht wird und ein harmonisches Miteinander im Vordergrund steht. Berührungsängste gegenüber den Menschen mit Behinderung werden schnell über Bord geschmissen, zu herzlich ist der Umgang miteinander. Das bestätigen auch die Ehrenamtlichen der WG im Gespräch. Einmal im Monat steht Qi-Gong auf dem Stundenplan – natürlich angeboten im Rahmen des Ehrenamtes. Brigitte Charlotte Karus schafft es beim Qi-Gong mühelos, die zuvor noch unruhige Truppe zur Einkehr zu bewegen. „Für mich bedeutet Ehrenamt auch gegenseitiges Ehren“, unterstreicht die ehemalige Erzieherin und spricht von einer „Berufung“ für sie. Auch Renate Remmler ist seit Jahren mit dabei. Die Abtsgmünderin, die mehrere Jahre in Peru und Spanien gelebt hat, kam während ihrer Auslandsaufenthalte auf den Geschmack des Ehrenamts. Als aktives Kolpingmitglied gehört ihr unentgeltlicher Einsatz einfach zu einem ausgefüllten Leben dazu. „Man bekommt so viel Freude zurück“, betont die Absolventin des Sozialführerscheins und erzählt von unvergesslichen Erlebnissen wie dem Café im Rathaus zum Abtsgmünder Frühling. „Da ist die Wohngemeinschaft auch mit dabei und backt sogar Kuchen“, so Renate Remmler. Gertrud Ocker, seit 2017 Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, kam über selbigen mit der Wohngemeinschaft in Kontakt. „Die Wohngemeinschaft fährt alle zwei Jahre mit nach Castel Bolognese und gehört einfach dazu“, so die Pommertsweilerin. Seit 2011 ist die Wohngemeinschaft sogar Ehrenmitglied im Partnerschaftsverein. Gertrud Ocker spricht von einer Win-win-Situation und erklärt, dass es einfach die herzliche und freundschaftliche Art der Menschen ist, die den Ehrenamtlichen eben sehr viel zurückgibt. Mann der ersten Stunde ist unter anderem auch Ludwig Köble, der 2009 bei Eröffnung der WG durch sein Engagement vor allem ein Zeichen setzen wollte, keine Vorbehalte haben zu müssen. „Gemeinschaftlichkeit schaffen“ 14 15