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Wir Abtsgmünder - November 2021

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GSCHWENDHOF GSCHWENDHOF

GSCHWENDHOF GSCHWENDHOF Hier stimmt die Chemie: Sebastian Horlacher mit Lebensgefährtin Klara und Tochter Paula, dahinter Gerrit und Wilfried Horlacher «Kuhten Tag» in Untergröningen TEXT: SANDRA RASPE/FOTOS: PETER SCHLIPF, PRIVAT Mitten durch den Wald schlängelt sich der Weg von Untergröningen rauf zum Gschwendhof. Unendlich lang denkt man vielleicht, doch einmal rechts abgebogen und schön eröffnet sich eine große Lichtung, in deren Mitte sich der Hof befindet. Er ist umgeben von großzügigen saftigen Wiesen mit grasenden Kühen. 130 sind es derzeit an der Zahl. Umsäumt wird die Lichtung von der eigenen Waldfläche der Familie. Es ist tatsächlich ein bisschen eine Bilderbuchkulisse und man fühlt, dass hier die Welt noch in Ordnung sein muss. Im Wort Geschwend steckt das Wort Schwenden, was so viel wie Roden oder eine Fläche durch das Abbrennen des Waldes als Nutzland brauchbar zu machen bedeutet. Betrachtet man Lage und Umgebung des Hofes kann man sich dieses Abroden einst gut vor Augen führen. Aber das ist wohl schon sehr lange her, denn mittlerweile kann die Familie Horlacher auf über 580 Jahre Hoftradition zurückblicken. 1438 wurde der Hof urkundlich das erste Mal erwähnt und wurde durch Einheirat zum Hof der Familie Horlacher. Das heutige Wohnhaus entstand schließlich um 1830 und wurde über die Jahre mehrfach umgebaut. „Gerade hier in der Küche war früher der Kuhstall. Meine Schwiegermutter hat hier noch gemolken“ erinnert sich Gerrit Horlacher beim Gespräch mit dem Gemeindemagazin, bei dem wir in genau dieser Küche sitzen. Die 55-jährige Landwirtin kam 1983 für ihre Ausbildung auf den Hof, verließ ihn dann nur kurz, um sich als landwirtschaftliche Hauswirtschafterin weiterzubilden, bis der Hof 1988 endgültig ihre Heimat wurde. Wilfried Horlacher hatte schließlich das Herz der gebürtigen Plochingerin gewonnen. Seit fünf Jahren sind die Horlachers nun Mitglied im Biolandverband. „Bereits im Jahr 2000 haben wir mal mit dem Gedanken gespielt“, erzählt der 56-jährige Wilfried Horlacher. Er erinnert sich, dass bereits damals auf ausreichend Platz für ➜ 10 11