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SCHLICHEM HEUBERG BLICK 04.03.2020

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Nummer 4 | Mittwoch 4.

Nummer 4 | Mittwoch 4. März 2020B ubsheim · Egesheim 8 Narren ziehen durch den Ort Einen prächtigen Umzug erlebten die Bubsheimer am Fasnetsmontag. Die Kapelle des Musikvereins spielte einen Narrenmarsch am anderen, voraus liefen die Habermusweible, hinter den Musikern zogen die Bürglenarren durch den Ort. Übrigens scheinen auch unsere bei- den besonderen, vierbeinigen Zuschauer angetan von dem, was sie da sehen. Foto: Stier Was M ännlein von Weiblein unterscheidet Kurzweiliges Programm beim Bunten Abend in Egesheim / Tanzvorführungen begeistern Von Volkmar Hoffmann Egesheim. Gute Laune hat der Vorsitzende Matthäus Lis beim Bunten Abend in der Fasnetshochburg Egesheim versprochen. Die gab es auch bei einem kurzweiligen, straffen Programm. Zwei Früchtchen, die Traube Jörg Keller und die Banane Alexander Reiser, führten mit viel Witz durch die Auftritte. Begonnen hat traditionell die Kindergarde, geführt von Tanja Dreher und Daniela Stier. Gerade die kleine Garde verzückte das Publikum, ebenso wie der Narrentanz der Schellennarren von Inge Penz. Die Burgkinderhexen tanzten um den teuflischen Junker herum, und die Gäste forderten eine Zugabe. Alex, die Banane, kündigte einen weiteren, imposanten Tanz der Narrenfreunde Wehingen, den bekannten Narrentanz mit ihrem Gschell, an. Die Musik kam nicht zu kurz, denn der Narrenverein organisierte den Auftritt des Vater-Tochter-Duos Celin und Ray aus Spaichingen. Jede Menge Schlager brachten sie zu Gehör wie »Ich liebe das Leben« sowie von Celin den selbstgetexteten Song »Das unendliche Spiel zwischen Mann und Frau«. Der Narrenverein verpflichtete Celin als künftige Gardetrainerin der Egesheimer. Ein Blickfang war die große Garde, Einiges einfallen lassen sich die egesheimer für den Bunten Abend. der Spuck-Sketch zeigte die Auswirkung des zu viel getrunkenen Alkohols, einstudiert von Alexandra Frick, die auch verantwortlich für den Sketch »Zewa wisch und weg« war. Die Garde sang darüber, was man so alles mit Küchenkrepp machen kann. In der Pause ertönten von DJ Mike Lieder zum Schunkeln. Das Licht ging aus und der Kindershowtanz »Nightdancers« begann mit neonfarbigen Bändern: »Ich will noch nicht gehen, will noch tanzen«. Es folgte Foto: Hoffmann ein »Sketch ohne Worte«: Zwei Frauen zeigten, wie man mit Gegensätzlichkeiten die Wartezeit verkürzen kann. Die Hutsimpel Helmut Dreher, Matthäus Lis und Alexander Reiser zeigten, wie verschieden Hüte zu passender musikalischer Begleitung eingesetzt werden können: als Geistlicher, Cowboy, Torero oder als Napoleon. Gleich vier Frauen zeigten den »Unterschied« zwischen Frauen und Männern mittels Ablauf und Gepflogenheiten beim Duschen. An so einem närrischen Abend darf eine Büttenrede nicht fehlen: » Dr Butzer Sepp« (Alexander Reiser), er beleuchtete humorvoll das Dorfgeschehen. Das Programm endete mit »Chinesen auf Reisen«, dies war ein weiterer Showtanz, diesmal mit den TSV-Männern und der Garde. Es war nicht einfach, wie die Tänzer der Sonne hinterher tanzten. Das Publikum war begeistert, die Bühne wurde für alle Tanzfreudigen frei gemacht.

Nummer 4 | Mittwoch 4. März 2020 EGESHEIM · REICHENBACH 9 Egesheim lässt Gedenkmünze prägen Die Silbermedaillen kosten 35 Euro / Vorbestellung bis 30. April Egesheim (fawa). Die Gemeinde Egesheim wird zu ihrem Jubiläum silberne Gedenkmünzen herausgeben. In diesem Jahr feiert Egesheim 1250 Jahre seit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 770. Dies wird mit einer Medaille gewürdigt, die man noch bis zum 30. April im Rathaus vorbestellen kann, und die dann voraussichtlich am Festsonntag, 28. Juni, herausgegeben wird. Die Münzen werden eine Durchmesser von 30 Millimetern haben und aus Feinsilber 999/1000 bestehen. Das bedeutet, dass 999 Tausendstel der Menge aus Silber bestehen, die Medaille also eine Reinheit von 99,9 Prozent hat. Die Medaille zeigt auf der einen Seite das Wappen der Gemeinde mit der Umschrift »1250 Jahre Egesheim 770 - 2020« und auf der anderen Seite das Jubiläumslogo »Egesheim einmalig – seit 770« sowie eine Ansicht von Egesheim, in die Landschaft eingebettet. Gestaltet wurden die Münzmotive von Frank Dreher. Die Münze kostet 35 Euro. »Wir haben uns bewusst für eine begrenzte Auflage entschieden«, so der Egesheimer Bürgermeister Hans Marquart. Wie hoch die Auflage letztlich sein wird, das wird allerdings auch davon abhängen, wie groß die Nachfrage bei den Vorbestellungen sein wird. Es werden dann noch einige Münzen über die Zahl der Vorbestellungen hinaus geprägt werden, so dass die Münzen dann auch frei verkäuflich sein werden. »Ich denke, hier in der Gemeinde werden wir auf jeden Fall Abnehmer finden«, ist Bürgermeister Marquart überzeugt. Auch die Gemeinde selbst wird einige der Münzen erwerben, um diese etwa als Präsente während des Jubiläumsjahr übergeben zu können. Ob die Münzen dann über ihren Ausgabewert von 35 Euro künftig noch einen Sammlerwert bekommen werden, vermag Bürgermeister Marquart mangels Expertise allerdings nicht zu sagen – »ich bin ja kein Münzensammler«. »Die Idee kam über unseren Handwerkermarkt«, berichtet Hans Marquart. Der Handwerker, der auf dem Markt am Sonntag, 28. Juni, ein Schauprägen mit Fallhammer vorführen wird, hatte vorgeschlagen, eine Gedenkmedaille für das Gemeindejubiläum zu schaffen. Bei der Schauprägung am 28. Juni wird er freilich nicht die eigentlichen Silbermedaillen schlagen, sondern die Motive der Medaille in Zinnronden einprägen. n Bestellungen werden während den Öffnungszeiten des Rathauses oder per E-Mail an die Gemeinde unter info@egesheim.de entgegengenommen. Treffsicher u nd mit sportlicher Höchstleistung Narren präsentieren eine große Bandbreite beim »Bunta Obed« in Reichenbach Von Richard Moosbrucker Reichenbach. In olympischer Hochform haben sich die Reichenbacher Narren am Freitagabend in der Festhalle beim »Bunta Obed« gezeigt und dem närrischen Publikum eine Reihe von humorgespickten, theatralischen und sportlichen Disziplinen präsentiert. Das Moderatorengespann Swenja und Sebastian Held verstand es prächtig, die Programmhöhepunkte anzumoderieren, indem die beiden in verschiedene Rollen schlüpften und sich somit wandlungsfähig und eloquent in sportlichen Disziplinen zeigten. Im Vorspann marschierte der Elferrat samt einem Reichenbacher Weißnarren-Sextett auf die Bühne, und Uwe Junker durfte als Leader seiner American-Football- Crew die »Athleten der Welt« zu Höchstleistungen motivieren. Nach dem traditionellen Narrentanz der Schellennarren nahm der Abend mit dem ersten Auftritt der »Mittleren Garde« einen schwungvollen Auftakt. In Reichenbach wird der Gardetanz großgeschrieben: Die beiden Garden haben Die Tugendhaftigkeit der Mitbewohner haben diese Damen fest im Blick – Im Zweifelsfall gibt’s einen Schuss vor den Bug. Foto: Moosbrucker sich bei Wettbewerben in der Region durchaus einen Namen gemacht und den Schwerpunkt des olympischen Gebots, dass teilnehmen wichtiger ist als siegen, umgedreht. Die »Mittlere Garde« und die »Große Garde« haben sich auf regionalem Parkett zu Spitzenplätzen emporgearbeitet. Perfekte tänzerische Einlagen erfreuten das Reichenbacher Narrenherz. In eine ganz andere Richtung gingen die bigottisch-lästernden Kirchgänger Sarah Flad und Bernhard Bosch. Das eingespielte Familienduo beobachte beim Kirchenbesuch so manche Glaubensbrüder und -schwestern und diskutierte familienintern über so manchen häuslichen Zwist. Die »Große Garde« legte eine perfekte Tanzschau aufs Parkett. Die Dorfdusler Steffi Pau und Helen Marquart beobachteten auf ihrer Tour so manche lustige Episode und packten sie in ebensolche kleine Geschichten. Ganz rustikal kamen auch die gewehrgeschulterten alten Damen auf ihrem Hochsitz rüber. Brigitte Pau, Margit Quarleiter und Simone Sekler visierten mit ihren Donnerbüchsen so manchen lieben Zeitgenossen an und verspürten Lust, »wegen ihres Abdriftens vom Pfad der Tugend alle abzuknallen«. Dazu kam es letztlich doch nicht und sie verließen in friedlicher Mission ihren wunderfitzigen Hochsitz-Spähturm. Hinter »Jonimalimo« versteckten sich ein paar lustige Reichenbacher Nachwuchstalente, die auf den Spuren Aschenbrödels die Suche nach dem Wunschprinzen hinter weißer Leinwand durch kurze Auftauchmomente inszenierten. Die Theatergruppe mit den bewährten Originalen Sarah Flad, Ursula Wohlfahrt, Steffi Marquart, Silvia Schätzle, Sandra Marquart, Hubert Wittmer und Bernhard Bosch besang die Vorzüge des »Cewa-Wischtuchs« auf humorvolle Art, bevor die Mittlere Garde sich noch einmal zu Höchstleistungen emporschwang, in Museumsgefilde eintauchte und artistische Einlagen aufs olympische Parkett legte. Schließlich rundete ein von der befreundeten Narrenzunft Königsheim inszenierter Männertanz im »American-Football«-Stil und ein stimmungsvoller Finalauftritt der Guggenmusik Las Krachos den olympischen Reigen ab, bei dem sich alle Beteiligten wohl eine Goldmedaille verdient haben.