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Rottum Bote 25.03.2020

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Rottum

Rottum Bote RUND UM OCHSENHAUSEN Mittwoch, 25. März 2020 REGION - „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ Diese Bibelstelle zeigt: Dass sich Gläubige versammeln, ist ein zentrales Element des christlichen Lebens. Doch wegen des Coronavirus ist genau dieses Versammeln von mehr als zwei Menschen an einem öffentlichen Ort nicht mehr möglich. Um ihre Gemeindemitglieder dennoch zu erreichen, beschreiten Seelsorger und Kirchengemeinden in der Region ungewohnte Wege und lassen sich einiges Neues einfallen. Die modernen Medien spielen dabei eine wichtige Rolle, aber keine ausschließliche. Kirchenglocken läuten. Danach begrüßt Ulrike Ebisch, Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Kirchdorf, die Zuhörer. Sie stimmt sie ein auf den Gottesdienst. „Auf dem Altar in unserer Kirche habe ich die Kerzen angezündet“, sagt sie. Während sie spricht, steht sie in der evangelischen Kirche in Kirchdorf. Doch im Gegensatz zu anderen Gottesdiensten ist sie dort ganz allein. Einzige Begleiter sind zwei technische Geräte: ein Handy und ein CD-Player. Mit dem Handy nimmt sie den Gottesdienst auf, auf dem CD-Player spielt sie Musik ab. „Ich habe die Anregung von einer Kollegin in Ertingen bekommen“, erzählt die Pfarrerin im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“. Am vergangenen Wochenende gab es den ersten Audiogottesdienst, wie Ebisch die neue Form nennt. „Ich habe ihn am Samstag aufgenommen und am Samstagabend auf unsere Webseite gestellt“, berichtet sie. An manche Gemeindemitglieder verschickte sie den Gottesdienst auch per WhatsApp. „Ein Gottesdienst im Fernsehen ist schon schön. Aber ich denke, es macht einen Unterschied, ob man die Person, die den Gottesdienst abhält, kennt oder nicht“, sagt sie. „Die Menschen erkennen meine Stimme und wenn sie sie hören, haben sie mich quasi vor Augen. Das sorgt für Vertrautheit, schafft eine starke Verbindung. Das war meine Motivation, das auszuprobieren.“ Der Gottesdienst, der als MP3-Dokument die ganze Woche über auf der Webseite „Den Draht nach oben nicht verlieren“ Diese neuen Wege gehen Seelsorger und Kirchengemeinden, um trotz Coronakrise die Gläubigen zu erreichen Von Sybille Glatz ● Früher als geplant ging die neue Website der Seelsorgeeinheit Rot-Iller online. der Kirchengemeinde abrufbar ist, dauert knapp 13 Minuten. Sie werde versuchen, jede Woche einen Audiogottesdienst aufzunehmen und auf die Webseite zu stellen, sagt Ebisch. „Vielleicht kommt bei einem Gottesdienst noch ein Musiker dazu“, kündigt sie an. Die Gemeindemitglieder reagieren laut Ebisch positiv auf diese neue Form des Gottesdienstes. „Ich habe sehr nette Rückmeldungen von den Zuhörern bekommen“, berichtet sie. „Ein Gemeindemitglied sagte: ,So können wir trotzdem mit dir verbunden sein, obwohl wir am Frühstückstisch sitzen.’“ Verbundenheit trotz Coronakrise ist auch das Ziel von Alexander Weiß und Robert Gerner. Weiß ist der gewählte Vorsitzende des Gemeinsamen Ausschusses der katholischen Seelsorgeeinheit St. Benedikt Ochsenhausen. Robert Gerner ist der dortige Gemeindereferent. „Zusammenzustehen in Zeiten, in denen man Kontakte meiden muss, ist eine große Herausforderung für uns alle“, sagt Weiß. Gemeinsam mit Robert Gerner hat er einen Gebetsflyer entwickelt. Er trägt den Titel „In schweren Zeiten“. Die Gebete auf dem Flyer haben beide selbst geschrieben. „Als Kirche ist es uns wichtig, in dieser schweren Zeit bei den Menschen zu sein“, betont Gerner. „Da wir uns nicht gemeinsam treffen können, soll der Gebetsflyer das persönliche Gebet zuhause unterstützen.“ Die grafische Gestaltung sei an die Inhalte der Texte angepasst. „Die Härte einer Betonmauer trifft auf hoffnungsvolle harmonische Farben“, erklärt Weiß. „Es war uns wichtig, dass die Grafik die Emotionen der aktuellen Situation aufgreift.“ Der Gebetsflyer lädt die Gläubigen täglich um 12 Uhr und um 19 Uhr zum Gebet ein. Ab Mittwoch läuten jeden Tag um 19 Uhr die Glocken aller Kirchen in der Seelsorgeeinheit.. „Es ist ein Signal an die Gemeindemitglieder, innezuhalten und an die Kranken und die Verstorbenen zu denken und für die Eindämmung des Virus zu beten“, sagt Gerner. Ein Exemplar des Flyers bekommt jeder Haushalt in der Seelsorgeeinheit mit dem Benedikt-Boten zugestellt. Zudem liegen die Flyer in den Kirchen aus. „Die Kirchen sind nach wie vor offen“, sagt Gerner. Um die Gläubigen während der Coronakrise zu erreichen, nutzen die Kirchengemeinden auch die digitalen Medien. Per E-Mail, Download oder per Post können sich die Mitglieder der Seelsorgeeinheit St. Benedikt sogenannte Brief-Gottesdienste zuschicken lassen. „Die Gottesdienste für Kinder und Familien enthalten eine Geschichte, Gebete und eventuell ein Bastelangebot, mit Varianten für größere und kleinere Kinder“, sagt Gerner. „Er wird jeweils gegen Ende der Woche zugeschickt. Aber es gibt auch den klassischen Wortgottesdienst als Brief. Gemeindemitglieder können ihn über das Pfarramt bestellen.“ In der katholischen Seelsorgeeinheit Rot-Iller wurde wegen des Coronavirus die neue Webseite früher als geplant online gestellt. „Der ursprüngliche Termin war Mai“, sagt Pater Johannes. Die Webseite sei seit November vergangenen Jahres im Aufbau FOTO: SEELSORGEEINHEIT ROT-ILLER gewesen, schildert der Pater. „Alexander Hüber, ein Informatiker, hat sie ehrenamtlich gemacht. Ich habe ihn vor etwa zehn Tagen kontaktiert und gefragt, ob sie schneller fertig sein kann, weil sich die Corona-Situation zuspitzt.“ Am vergangenen Donnerstag war es soweit. Unter „se-rotiller.drs.de“ finden die Gemeindemitglieder aktuelle Informationen und Links zu Hausgottesdienst- und Streaming-Angeboten. „Es geht darum, auch in diesen Tagen den Draht nach oben nicht zu verlieren. Oder ihn sogar noch auszubauen“, sagt Pater Johannes. Liebe Leserinnen, liebe Leser, gerne drucken wir Ihre eingereichten Beiträge ab. Beachten Sie bitte, dass der Redaktionsschluss für redaktionelle Beiträge immer freitags um 18 Uhr ist, da der Rottum Bote am Montag in den Druck geht. Später eingehende Beiträge können für die aktuelle Ausgabe leider nicht mehr berücksichtigt werden.

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