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Rottum Bote 24.06.2020

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Rottum

Rottum Bote ILLERTAL Mittwoch, 24. Juni 2020 90. Geburtstag ● Gründer des Oberschwäbischen Chorverbands Alois Heim geehrt KIRCHBERG - (sz) - Kürzlich besuchte eine Abordnung der singenden Vereine aus dem Iller-, Rot- und Rottumtal einen der Gründer der „Region Iller“ des Oberschwäbischen Chorverbands Alois Heim auf seiner Terasse und gratulierte im Namen aller Chöre zu seinem 90. Geburtstag. Leider ohne Ständchen und mit dem notwendigen Ab- stand, aber immerhin mit Wein und Blümchen konnten die Gratulanten feststellen, wie fit singen hält. Alois Heim ist täglich auf dem Fitnesstrainer und spielt täglich auf der heimischen Orgel. Unser Bild zeigt die Gratulanten bei Alois Heim. Von links: Willi Fischer, Region; Wolgang Paul, Männerchor; Alois Heim, Jubilar und Uli Haar, Region. FOTO: PRIVAT Von Roland Ray und Sybille Glatz ● KIRCHDORF/KIRCHBERG/ TANNHEIM/ACHSTETTEN - Die Schalter der Filialen der Volksbank Raiffeisenbank Laupheim-Illertal in den vier Gemeinden Kirchdorf, Kirchberg, Achstetten und Tannheim sind wegen der Corona-Pandemie schon seit Längerem geschlossen gewesen. Doch im Gegensatz zu Filialen in anderen Orten werden sie auch nicht wieder geöffnet. Denn die Bank hat sie in sogenannte SB-Stellen umgewandelt. Servicepersonal am Schalter und Beratungsgespräche solle es dort dauerhaft nicht mehr geben, sagt die Bank. Erhalten bleiben Geldautomat, Kontoauszugsdrucker und Briefkasten. Der Vorstand der Genossenschaftsbank begründet die Umwandlung der vier Filialen in SB-Stellen vor allem mit dem veränderten Kundenverhalten. Schon seit einigen Jahren nutzten die Kunden verstärkt Online-Banking und andere digitale Serviceleistungen, die SB-Bereiche und das hauseigene Service-Center. Aktuell werde der digitale Umbruch in der Finanzbranche durch die Corona-Pandemie nochmals stark beschleunigt. Aufgrund dieser Entwicklung lasse sich das bisherige Angebot in Achstetten, Kirchberg, Kirchdorf und Tannheim nicht aufrechterhalten, teilt die VR-Bank mit. Die Reaktionen der Kunden und der Bürgermeister fallen in den Orten unterschiedlich aus. Nicht überrascht über die Umwandlung, aber überrascht über den Zeitpunkt ist Kirchbergs Bürgermeister Jochen Stuber, als „in mehrfacher Hinsicht richtig bitter“ bezeichnet „Wie ein unerwarteter Schlag ins Gesicht“ VR-Bank wandelt Filialen in SB-Stellen um – Das stößt nicht überall auf Verständnis Die Volksbank Raiffeisenbank Laupheim-Illertal wandelt vier Filialen in SB-Stellen um. FOTO: ARCHIV Kirchdorfs Bürgermeister Rainer Langenbacher den Schritt „alles andere als glücklich“ ist Tannheims Bürgermeister Thomas Wonhas. Er kritisiert vor allem die Art und Weise, wie die Bank im Vorfeld die Entscheidung an Kunden und Gemeinden kommunizierte: nämlich gar nicht. „Eine ältere Dame kam zu mir und sagte: ,Da ist so eine Tafel in der Bankfiliale’“, berichtet Wonhas. Auf diese Weise habe er als Bürgermeister von der Umwandlung der Tannheimer Filiale in eine SB- Stelle erfahren. Für Wonhas kam die Entscheidung so überraschend wie für die Kunden. „Die Umwandlung der Filiale galt ab sofort. Es gab keine Vorankündigung“, sagt Wonhas. Die ältere Dame vom Anfang blieb nicht die einzige, die sich wegen der Filialschließung an den Bürgermeister wandte. „Viele waren verärgert. Vor allem ältere Leute kamen auf mich zu und baten mich, dafür zu sorgen, dass die Filiale erhalten bleibt.“ Wonhas wurde aktiv und suchte das Gespräch mit der Bank. Er telefonierte mit dem Vorstandsvorsitzenden Dieter Ulrich. „Bei einem Telefonat mit Herrn Ulrich brachte ich die Kritik an den nun geplanten Änderungen zum Ausdruck“, sagt Wonhas. Die Kritik: Vor nicht allzu langer Zeit sei der Gemeinde der Erhalt der Filiale für die nächsten paar Jahre zugesagt worden. „Bei einer genossenschaftlichen Bank sollten solche gravierenden Entscheidungen nicht in dieser Art und Weise durchgeführt werden. Vor allem unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger, die wenig mobil sind oder sich am PC nicht auskennen, trifft diese Entscheidung hart“, sagt der Bürgermeister. Beim Telefonat mit Ulrich habe er für eine gewisse Fortsetzung der Präsenzzeit in der Tannheimer Filiale geworben, berichtet Wonhas. Doch dieses Ziel erreichte der Bürgermeister nicht. „Herr Ulrich versicherte mir gegenüber, dass die SB-Bestandteile mit Geldautomat, Kontoauszugsdrucker und Briefkasten erhalten bleiben“, sagt er. Dass die Filiale auf diese Art, nämlich „still und leise“, im Anschluss an die Schließung wegen der Corona-Pandemie zugemacht worden sei, kritisiert Wonhas am meisten. „Es hätte viele andere Wege gegeben, diesen Schritt zu kommunizieren, über ein Schreiben an die Mitglieder, über die Medien und das Mitteilungsblatt, aber nicht mit nur so einer Tafel in der Filiale. Ich habe den Ärger der Bürger abbekommen“, meint Wonhas. Schließlich habe er sich genötigt gesehen, eine Stellungnahme im Mitteilungsblatt zu veröffentlichen. In dieser bittet er die Bürger, „ihre Stellungnahmen und Anfragen zu den angekündigten Änderungen der Bank nicht über das Rathaus, sondern direkt an die Volksbank Raiffeisenbank Laupheim-Illertal zu übermitteln“. Ähnlich war es in Achstetten: Die Umwandlung der Achstetter VR-Filiale in eine SB-Stelle sei ihm in einem Schreiben, ohne vorherige persönliche Ankündigung, mitgeteilt worden, informierte Bürgermeister Kai Feneberg den Gemeinderat in der jüngsten Sitzung. Auch Kirchdorfs Bürgermeister Rainer Langenbacher war im Vorfeld nicht über den Schritt informiert worden. „Es ist wie ein unerwarteter Schlag ins Gesicht, es kam ohne Vorankündigung“, sagt Langenbacher. Für ihn sei die Entscheidung „unerklärlich“. „Die örtliche Verankerung der Bank langfristig abzusichern, war ein Versprechen und ein Ziel bei der Fusion der Volksbank Laupheim mit der Raiffeisenbank Illertal vor sieben Jahren“, sagt Langenbacher. „Die Entscheidung kommt überraschend und unerwartet. Wir sind ja keine kleine Gemeinde. Ich habe nicht damit gerechnet.“ In den Gesprächen mit Bürgern sei eine riesengroße Enttäuschung zu spüren, berichtet er. Weniger überrascht ist Kirchbergs Bürgermeister Jochen Stuber. „Aus meiner Sicht kam der Schritt nicht überraschend, es war absehbar. Aber der Zeitpunkt ist überraschend. Nach der Umstrukturierung vor drei Jahren haben wir uns darauf verlassen, dass die Filiale bis 2022 so bleibt.“ Reaktionen von Bürgern habe es keine gegeben, sagt Stuber. Auf Nachfrage der „Schwäbischen Zeitung“, warum gerade an den vier genannten Standorten Handlungsbedarf gesehen wurde, erklärte Vorstandsmitglied Markus Langner: „Wir evaluieren regelmäßig alle unsere Geschäftsstellen.“ Detaillierte Zahlen zu den einzelnen Filialen könne man wegen der Wettbewerbssituation nicht nennen. „In den letzten fünf Jahren haben sich allerdings beispielsweise unsere Auszahlungen am persönlichen Service auf unseren Geschäftsstellen um knapp 50 Prozent reduziert.“ Als einen weiteren Punkt, der Anpassungen erforderlich mache, nannte Markus Langner den Fachkräftemangel in der Bankenbranche. Auch dieser Umstand und die damit verbundenen Schwierigkeiten, Servicestellen zu besetzen, nötigten die VR-Bank, „die Struktur unseres Geschäftsstellennetzes zu optimieren“. Die Immobilien der Bank in Ach-stetten, Kirchberg, Kirchdorf und Tannheim bleiben vorerst im Eigentum des Geldinstituts. Aktuell gebe es keine Pläne für Änderungen an anderen Standorten.

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