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Rottum Bote 24.06.2020

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Rottum

Rottum Bote RUND UM OCHSENHAUSEB Mittwoch, 24. Juni 2020 „Es war eine ganz intensive Zeit“ Marion Hohenhorst und Ella Emmerling erhalten höchste Auszeichnung Von Sybille Glatz ● EROLZHEIM/ROT AN DER ROT - Der evangelische Gottesdienst am kommenden Sonntag in Rot an der Rot wird aus zwei Gründen ein ungewöhnlicher: Zum einen findet er „im Grünen“ statt, das heißt Pfarrerin Margit Bleher und die Gottesdienstbesucher versammeln sich ab 10 Uhr im Garten der Christuskirche. Zum anderen wird Bleher zweimal die Johannes-Brenz- Medaille verleihen. Die Medaille ist die höchste Auszeichnung der württembergischen Landeskirche und benannt nach dem evangelischen Theologen und Reformator Johannes Brenz (1499–1570). Gestaltet hat die Medaille 1992 der renommierte Baden-Badener Medailleur Victor Huster. Die Landeskirche verleiht die Medaille an Gemeindemitglieder, die mindestens 30 Jahre lang ehrenamtlich in der Kirchengemeinde tätig waren. Je eine Brenz-Medaille in Bronze werden am Sonntag die zwei Kirchengemeinderätinnen Marion Hohenhorst und Ella Emmerling erhalten. Zusammengerechnet sind sie seit 62 Jahren ehrenamtlich in der evangelischen Kirche aktiv. Im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“ blicken sie auf drei bewegte Jahrzehnte zurück. „Der Pfarrer hat mich beim Taufgespräch für unseren zweiten Sohn angesprochen und gefragt, ob ich nicht für den Kirchengemeinderat kandidieren möchte“, berichtet Hohenhorst. Das war 1989. Hohenhorst, damals 30 Jahre alt, zögerte etwas. „Wer soll mich denn hier wählen?, hab ich mich gefragt. Hier kennt mich doch niemand“, erzählt sie. Hohenhorst stammt aus dem Münsterland und kam aus beruflichen Gründen zusammen mit ihrer Familie nach Oberschwaben. Sie ist kirchliche Religionspädagogin und unterrichtet als Religionslehrerin an Schulen. „Wir hatten hier keine Verwandten, kannten sonst niemanden“, berichtet Hohenhorst. Trotz ihrer Bedenken sagte sie zu und kandidierte. Wie sich herausstellte, waren ihre Zweifel unberechtigt. „Ich erhielt mehr Stimmen als Kandidaten, die schon im Rat waren“, erinnert sie sich. Hohenhorst wurde Zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderates (KGR), allerdings nicht der Kirchengemeinde Erolzheim-Rot, sondern von Kirchdorf-Rot. Denn die Kirchengemeinde Marion Hohenhorst (v. li.) und Ella Emmerling werden am Sonntag mit der Brenz-Medaille ausgezeichnet. FOTO: SYBILLE GLATZ Erolzheim-Rot gab es damals vor 31 Jahren noch nicht. Sie wurde erst später gegründet, 2005. Die Gründung der neuen Kirchengemeinde erlebte Hohenhorst hautnah mit. „Es war eine ganz intensive Zeit“, berichtet sie. Hohenhorst wechselte in den KGR der neu gegründeten Kirchengemeinde Erolzheim- Rot, zu der Erlenmoos, Erolzheim, Gutenzell-Hürbel, Rot an der Rot und Steinhausen an der Rottum gehören. Dort wurde sie abermals Zweite Vorsitzende. Im neu gebildeten Gremium sitzt auch Ella Emmerling. Wie Hohenhorst kommt Emmerling ebenfalls ursprünglich nicht aus Oberschwaben. 1974 zog sie von Heidelberg nach Ochsenhausen, weil sie dort eine Lehrerstelle bekam. „Ich kam nicht freiwillig ins Oberland“, sagt sie. Emmerling unterrichtete lange Zeit an der Realschule Ochsenhausen. „Als ich nach Ochsenhausen kam, war die Stadt noch sehr ländlich. Auf den Stufen des Rathauses saß eine Ente“, erinnert sie sich. Auch in anderer Hinsicht unterschied sich Ochsenhausen in den 1970er-Jahren von heute. So waren die Unterschiede zwischen den Konfessionen noch stärker spürbar. „Eine Nachbarin fragte mich einmal, ob ich ,wüschtgläubig’ sei. Ich wusste gar nicht, was das Wort heißt, ,wüschtgläubig’“, erinnert sich Emmerling. Ebenso wie Hohenhorst wird auch sie 1989 gefragt, ob sie nicht für den KGR der Kirchengemeinde Ochsenhausen kandidieren möchte. Emmerling, damals 37 Jahre alt und in der Jugendarbeit der Gemeinde aktiv, zögert nicht. „Ich habe sofort ja gesagt, weil ich das Gremium kannte.“ Weil sie in Steinhausen wohnt, wechselt auch sie 2005 in den KGR der neuen Kirchengemeinde Erolzheim-Rot. Hohenhorst und Emmerling sind seither beide ohne Unterbrechung im Gremium. Als eine große Herausforderung beschreiben sie den Bau des neuen Pfarrhauses in Rot, der 2010 abgeschlossen wurde. „Es hat sehr viel Zeit und Mühe gekostet, wir hatten sehr viele Sitzungen“, sagt Hohenhorst. Im Rückblick sehen sowohl Hohenhorst als auch Emmerling einen entscheidenden Faktor in der Arbeit des KGR: „Es hängt sehr vom Inhaber der Pfarrstelle ab“, sagt Emmerling. Diese Sicht teilt Hohenhorst. „Es war unterschiedlich, wie stark wir als KGR in die Arbeit in der Kirchengemeinde eingebunden waren. Das war sehr vom jeweiligen Pfarrer abhängig“, sagt sie. Aktuell ist die Pfarrstelle in Erolzheim-Rot unbesetzt. Der vorherige Pfarrer Maximilian Jaeckel verließ Erolzheim-Rot zum 1. September 2019. Seither kümmert sich Pfarrerin Margit Bleher vertretungsweise um die Gemeinde. Bisher habe sich noch niemand auf die Stelle beworben, sagt Bleher. Das Wissen, dass die Kirchengemeinde unter Umständen noch längere Zeit ohne Pfarrer auskommen müsse, sei für sie einer der Gründe gewesen, weshalb sie 2019 noch einmal kandidierte, sagt Hohenhorst. „Die Kirchengemeinde liegt mir sehr am Herzen. Ich habe viel Zeit und Arbeit in ihre Gründung investiert“, erklärt sie. „Man kann sich nicht hinsetzen und erwarten, dass andere alles machen und die Welt gut wird“, beschreibt Emmerling ihre Motivation. Auch sie kandidierte 2019 erneut. „Eine Kirchengemeinde könnte nicht existieren ohne Menschen wie Frau Hohenhorst und Frau Emmerling. Ich habe großen Respekt davor“, sagt Bleher. Daher habe sie beide bei der Landeskirche für die Brenz-Medaille vorgeschlagen. SV Ochsenhausen ● Anmeldung zur Jahreshauptversammlung OCHSENHAUSEN (sz) - Der Kneipp-Verein Ochsenhausen hat am vergangenen Montag, 15. Juni, um 23.59 Uhr sein Preisausschreiben „Samenmischungen für langjährige Blumenwiesen“ beendet. Wie der Verein mitteilt, haben rund 250 Personen daran teilgenommen. Als nächstes werden nun die Gewinner ermittelt und ausgelost. Die Preise werden bei einer Veranstaltung in der Volksbank Ochsenhausen gegen Ende Juni oder Anfang Juli übergeben. Die Gewinner OCHSENHAUSEN (sz) - Der Sportverein Ochsenhausen hält am Freitag, 3. Juli, ab 20 Uhr im Vereinsheim seine Jahreshauptversammlung ab. Auf dem Programm stehen die Berichte aus den Abteilungen und der Kassenprüfer, sowie die Neuwahlen der Vereinsleitung. Anträge zur Tagesordnung können bis zum 26. Juni schriftlich eingereicht werden. Der Verein bittet alle Interessierten, sich bis 26. Juni verbindlich anzumelden. Anmeldungen sind möglich per E-Mail an a.rehm@svochsenhausen.de Kneipp-Verein Ochsenhausen ● Verein beendet Preisausschreiben werden nach der Auslosung persönlich benachrichtigt und können an der Ausgabe der Hauptpreise in der Volksbank teilnehmen oder die Gewinne später abholen. Zu gewinnen gibt es laut Verein Samenpäckchen für insgesamt 1000 Quadratmeter Blumenwiese. Sie wurden von der Volksbank Ulm-Biberach gesponsert. Das Preisausschreiben ist Teil eines Projekts des Vereins, das die Bewahrung und Vergrößerung der Artenvielfalt in und um Ochsenhausen zum Ziel hat. Stadt Ochsenhausen ● Betreuungsangebot in den Sommerferien Herzsport SV0 ● Herzsportgruppe entfällt Ochsenhausen (sz) - Aufgrund OCHSENHAUSEN (sz) - Auf Beschluss des Gemeinderats bietet die Stadt Ochsenhausen auch in diesen Sommerferien eine Ferienbetreuung an. Den Eltern soll dadurch die Betreuung ihrer Kinder während der Ferien erleichtert werden. Die Betreuung erfolgt in den letzten beiden Ferienwochen vom 31. August bis zum 11. September. Dabei werden die Kinder von Montag bis Freitag täglich von 9 bis 17 Uhr betreut. Bei Bedarf ist die Betreuung morgens bereits ab 7 Uhr möglich. Das Angebot richtet sich an Kinder aus Ochsenhausen und den Teilorten Mittelbuch und Reinstetten im Grundschulalter beziehungsweise bis zur jetzigen sechsten Klasse. Mit der Durchführung hat die Stadt Ochsenhausen den Verein Lernen Fördern Biberach beauftragt, der in Ochsenhausen unter anderem bereits für die Schulsozialarbeit zuständig ist. Die Betreuung erfolgt durch pädagogisch geschultes Personal in den Räumen der Grundschule Ochsenhausen. Für die Teilnahme fällt eine Teilnahmegebühr in Höhe von 100 Euro pro Woche an. Darin sind die Kosten für das Essen enthalten. Die Anmeldungen sind an die Außenstelle des Vereins Lernen Fördern in Ochsenhausen zu richten (Telefon 07352/67 99 555, Mail: kigaox@lefoe-bc.de). Sollten mehr Kinder angemeldet werden als Plätze zur Verfügung stehen, erfolgt die Vergabe der Plätze nach dem Zeitpunkt der Anmeldung. Das Anmeldeformular wird auch unter www.ochsenhausen.de bereitgestellt. der Corona-Auflagen finden bis auf Weiteres keine Übungsstunden der Herzsportgruppe statt. Voraussichtlicher Beginn ist nach den Sommerferien.

Rottum Bote OCHSENHAUSEN Mittwoch, 24. Juni 2020 ANZEIGEN Von Sybille Glatz ● KFZ−Ankauf Kaufe Wohnmobile + Wohnwagen. 0 39 44/3 61 60, www.wm-aw.de Fa. Eintritt nur mit Erfassungsbogen Was Badegäste im Naturbad Ziegelweiher sonst noch so erwartet Baden im Naturbad Ziegelweiher ist auch in diesem Jahr möglich. Doch wegen der Corona-Pandemie gilt es für Badegäste einiges zu beachten. FOTO: STADTVERWALTUNG OCHSENHAUSEN OCHSENHAUSEN - Der Ziegelweiher ist offiziell seit 15. Juni wieder geöffnet – wenn es die Witterung zulässt. Wegen der Corona-Pandemie hat die Stadtverwaltung Ochsenhausen auf Grundlage der Corona-Verordnung ein umfangreiches Sicherheits- und Hygienekonzept erarbeitet. Dazu gehört die Erfassung von persönlichen Daten von allen Badegästen. Auch beim ehemaligen Café Seestern gibt es Veränderungen. Wie die Stadtverwaltung schreibt, sieht das Sicherheitsund Hygienekonzept unter anderem vor, dass jeder Besucher mit Namen, Telefonnummer, Datum und Uhrzeit seines Besuchs erfasst wird. „Jeder Badegast muss dazu einen Erfassungsbogen ausfüllen. Damit es deswegen nicht zu einem Stau bei den Besuchern kommt, kann der Bogen im Internet heruntergeladen, im Rathaus Ochsenhausen oder beim Besuch im Ziegelweiher in größerer Anzahl abgeholt werden“, heißt es in der Mitteilung. Jahreskartenbesitzer, die mit einem bereits ausgefüllten Bogen kommen, könnten dann auf einer eigenen „Express-Spur“ das Bad ohne Wartezeit betreten. Sollte jedoch annähernd die Höchstzahl Kommunikation und mehr. LEISTUNGSSTARK SCHWÄBISCH KOMPETENT FLEXIBEL PROFESSIONELL UNKOMPLIZIERT der Besucher erreicht werden, werde auch der Schnell-Zugang geschlossen. Tagesgäste sollten den Erfassungsbogen vor dem Erwerb der Eintrittskarten ausfüllen. Laut Verwaltung werden die Daten der Badegäste vier Wochen nach der Erhebung wieder gelöscht. Bürgermeister Andreas Denzel appelliert an alle Gäste, die gültigen Abstandsregeln zu beachten. Im Eingangsbereich sowie in den Umkleiden und Toiletten müsse ein Mundschutz getragen werden. Der neue Pächter des ehemaligen Café Seestern Reinhold Schmid öffnet in diesem Jahr zum ersten Mal das Café. Wie Schmid sagt, solle das Café einen neuen Namen bekommen, der stünde jedoch noch nicht fest. Auch beim Café gibt es Einschränkungen. „Die Terrasse ist geöffnet, aber es gibt keine Bedienung, sondern nur Selbstbedienung“, sagt Schmid. Die Gäste könnten sich Getränke an der Theke holen und sich dann hinsetzen. An der Theke werde auch verpacktes Essen wie Chips und Ähnliches ausgegeben. Essen, das zubereitet wird, wie beispielsweise Pommes frites, gebe es nicht. „Es ist wie Café und Kiosk in einem“, erklärt Schmid. Abends könnten sich die Gäste rein in den Gastbereich des Cafés setzen, doch wegen der Corona-Vorschriften sei die Anzahl der Cafébesucher begrenzt. Schmid rät daher Besuchern, die abends in das Café sitzen möchten, vorher anzurufen. „Es dürfen nicht zu viele auf einmal rein“, sagt Schmid. Die Öffnungszeiten des Cafés seien an die Öffnungszeiten des Bades angepasst. Es bestehe auch wieder die Möglichkeit, das Café für kleine Events wie Geburtstage oder Familienfeiern zu nutzen, sagt Schmid. „Bis zu 50 Personen sind erlaubt. Die Leute können sich telefonisch melden, wenn sie eine Feier planen.“ Unter der Telefonnummer 07352/938933 kann man sich informieren, ob der Ziegelweiher geöffnet ist. Das ehemalige Café Seestern ist unter der Telefonnummer 0176/10105015 erreichbar. dialog-plus GmbH & Co. KG Karlstraße 16 88212 Ravensburg Telefon: 0751/2955-5000 service@dialog-plus.com www.dialog-plus.com Fasanenweg 21 · 88410 Bad Wurzach