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Rottum Bote 24.03.2021

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Rottum

Rottum Bote RUND UM OCHSENHAUSEN Mittwoch, 24. März 2021 45 „stumme Stühle“ für Geflüchtete Aktion des Bündnisses für Demokratie und Toleranz im Landkreis Biberach Kreisjugendring ● Jugendliche für Orga-Team gesucht REGION (sz) - Wer mindestens 15 Jahre alt ist und Lust hat, zusammen mit anderen Jugendlichen Themen für eine digitale Jugendkonferenz festzulegen und Interesse hat Moderator*in oder Influencer*in für die Jugendkonferenz zu werden? Dann komm in unser Orga-Team. Unser erstes Treffen findet am 7. April um 19 Uhr über zoom statt. Schreib einfach eine Mail an info@kjr-biberach.de, dann bekommst du den Link. Liebe Leserinnen, liebe Leser, Beachten Sie bitte, dass der Redaktionsschluss für redaktionelle Beiträge freitags um 18 Uhr ist. Berkheim, evangelische Kirchengemeinde FOTO: PRIVAT LANDKREIS BIBERACH (sz) - Das Bündnis für Demokratie und Toleranz im Landkreis Biberach hat mithilfe vieler Mitstreiter eine symbolische Aktion auf die Beine gestellt – auf Stuhlbeine. Wie das Bündnis für Demokratie und Toleranz im Landkreis Biberach in einer Pressemeldung mitteilt, sollen die „stummen Stühle“ im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vom 15. bis 28. März auf die verheerende Situation in den Flüchtlingslagern aufmerksam machen. Insgesamt 45 aussagestarke Stühle wurden an vielen Orten des Landkreises aufgestellt. Ziel der Aktion ist es zu verdeutlichen, dass genau so viele Geflüchtete im Landkreis Biberach aufzunehmen wären, würde das gesamte Lager Moria, das im Dezember brannte, nach dem Königsteiner Schlüssel auf Deutschland verteilt. Aus der Sicht des Bündnisses und der vielen verschiedenen Stuhlgestalterinnen und -gestalter sei das machbar. Die Geflüchteten in Griechenland sind inzwischen in Lagern wie Kara Tepe auf Lesbos. Hilfsorganisationen und Politiker, die dort waren, berichten von menschenunwürdigen Verhältnissen und Kindern, die seit ihrer Geburt einen Alltag mit Angst und Unsicherheit statt Geborgenheit erleben. Meist sind es einfache Stühle, die mit eindringlichen Texten erstellt wurden, die nachdenklich machen. In Ummendorf steht beispielsweise ein Stuhl mit einem angekokelten Bein, aber ein Zweig sprießt aus der Lehne und verheißt Hoffnung. „Leider wurde auch schon einer der ,stummen Stühle‘ in Biberach am Viehmarkt mutwillig zerstört“, berichtet das Bündnis. Dies verurteilt das Bündnis aufs Schärfste und sieht sich in der Notwendigkeit bestärkt, sich weiterhin für Demokratie und Toleranz im Landkreis einzusetzen. Weitere Bilder von „stummen Stühlen“ aus dem Landkreis Biberach gibt es auf www.schwäbische.de/ stuehle. Weitere Informationen sind auch auf www.demokratie-toleranz-bc.de zu finden. DRK ● Blutspende in Ochsenhausen am 25. März in der Kapfhalle OCHSENHAUSEN (sz) - Das DRK veranstaltet am Donnerstag, 25. März, von 14 bis 19.30 Uhr eine Blutspende in der Kapfhalle in Ochsenhausen. Um den erforderlichen Abstand zwischen allen Beteiligten gewährleisten zu können und Wartezeiten zu vermeiden, findet die Blutspende ausschließlich mit vorheriger Terminreservierung unter www.terminreservierung. blutspende.de statt. Spender werden gebeten, nur zur Blutspende zu kommen, wenn sie sich gesund und fit fühlen. Spender mit Erkältungssymptomen (Husten, Schnupfen, Heiserkeit, erhöhte Körpertemperatur), sowie Menschen, die Kontakt zu einem Coronavirus-Verdachtsfall hatten oder sich in den vergangenen zwei Wochen im Ausland aufgehalten haben, werden nicht zur Blutspende zugelassen. Sie müssen bis zur nächsten Blutspende 14 Tage pausieren. Bei Fragen rund um die Blutspende steht die kostenfreie Service-Hotline unter der Telefonnummer 0800/1194911 zur Verfügung. Kreisgesundheitsamt ruft zu eigenverantwortlichem Handeln auf Wer Kontakt zu einer engen Kontaktperson eines mit einer Coronavariante-Infizierten hatte, muss nun nicht mehr in Quarantäne Von Simon Schwörer ● LANDKREIS BIBERACH -Wer Kontakt hatte mit einer Kontaktperson eines mit einer Coronavariante-Infizierten, musste in Baden-Württemberg bislang ebenfalls in Quarantäne. Diese Regelung hat der Verwaltungsgerichtshof Mannheim nun einkassiert. Das wirkt sich auch auf den Landkreis Biberach aus. Wie Dr. Monika Spannenkrebs, Leiterin des Kreisgesundheitsamts, schriftlich auf Anfrage der „Schwäbischen Zeitung“ erklärt, bestand die Quarantänepflicht für die Betroffenen auch im Landkreis unmittelbar nach der Veröffentlichung des Gerichtsurteils nicht mehr. Die Gemeinden seien gebeten worden, die betroffenen Personen zu informieren. Wie viele Menschen das sind, kann Spannenkrebs allerdings nicht definieren. „Derzeit befinden sich rund 250 Personen als enge Kontaktperson zu einem Infektionsfall mit Virusvariante in Quarantäne“, sagte sie am Donnerstag. Allerdings sei dem Gesundheitsamt nicht bekannt, wie viele Haushaltskontakte diese hätten. Denn die Quarantäne der Haushaltskontakte sei zwar den engen Kontaktpersonen oder deren Sorgeberechtigten mitgeteilt worden, die Haushaltskontakte erhielten laut Spannenkrebs aber von den Ortspolizeibehörden gemäß der vor Ort vorliegenden Meldedaten die Quarantänebescheinigungen. Die Aufhebung der Regel könnte sich nun auf die Kontaktnachverfolgung der Corona-Fälle im Landkreis auswirken. Eine Binnenisolierung, also eine weitgehende Trennung der infizierten Person vom restlichen Haushalt, ist laut Spannenkrebs in Familien unrealistisch, vor allem wenn Kinder betroffen sind. „Gerade bei Virusvarianten lassen sich Folgefälle in den Familien beobachten“, sagt sie. Das Gesundheitsamt bittet Familienmitglieder einer engen Kontaktperson bei Vorliegen einer Virusvariante darum, sich wie weniger enge Kontaktpersonen zu verhalten und Kontakte zu minimieren. Geschwisterkinder sollen wenn möglich freiwillig zu Hause bleiben, bei der Arbeit möglichst auf Homeoffice oder ein Einzelzimmer am Arbeitsplatz gesetzt werden, sowie vulnerable Gruppen gemieden werden. „Die enge Kontaktperson selbst sollte getestet werden, wenn der Test positiv ausfällt, unterliegen die Familienmitglieder wiederum als enge Kontaktperson der Quarantänepflicht“, erläutert Spannenkrebs. Trotz der neuen Regelung macht Spannenkrebs deutlich: „Grundsätzlich sollte sich jeder selbst isolieren ab dem Moment, wo er Symptome bemerkt, die auf eine Infektion mit Sars-CoV-2 hindeuten und zügig beim Arzt einen Abstrich machen lassen.“ Mit Blick auf den Präsenzbetrieb in Kitas und Schulen sei nun noch mehr Eigenverantwortung bei den Familien gefragt, damit eine Infektion, die bei Kindern öfter symptomfrei verlaufe, nicht über Geschwisterkinder in andere Klassen, andere Schulen, Kindergärten oder Arbeitsstellen getragen werde. „Der umgekehrte Weg ist auch denkbar, dass von der Arbeitsstelle die Infektion in die Familien kommt und sich so in Schulen und Kindergärten weiterverteilt“, erklärt Spannenkrebs. Beim nicht mutierten Virus sei noch nie eine Quarantäne der Haushaltskontakte ausgesprochen worden, sodass sich solche Infektionsketten beobachten lassen. „Bei der ansteckenderen Virusvariante ist eher noch verstärkt damit zu rechnen“, verdeutlicht sie. Spannenkrebs appelliert an betroffene Familien, eigenverantwortlich ihre Kontakte zu reduzieren. Zudem solle ein Abstrich bei dem Familienmitglied gemacht werden, das enge Kontaktperson ist. „Gleichzeitig appelliere ich an alle Eltern, den Tests für die Kinder in der Schule zuzustimmen, wenn Schulen ein Testangebot haben, um Fälle frühzeitig zu finden.“

Rottum Bote ILLERTAL Mittwoch, 24. März 2021 Auf gute Zusammenarbeit: Roland Wild (l.), Christian Wild (2. v. l.) und Daniel Wild (r.) mit Franz Kissling (Mitte) und Zahid Graine von Vermeer. FOTO: TOBIAS REHM Von Tobias Rehm ● Selbst entwickelt und gefertigt Max Wild bringt erstmals eigene Entwicklung auf den Markt – weitere sollen folgen ILLERBACHEN - Das Bau- und Logistikunternehmen Max Wild aus Illerbachen geht neue Wege. Erstmals in seiner 66-jährigen Firmengeschichte verkauft das Familienunternehmen etwas selbst Entwickeltes und Hergestelltes: den „Mudcleaner-Truck“. Mit diesem kann Bohrschlamm, der beispielsweise bei der Unterbohrung von Flüssen und Autobahnen anfällt, direkt auf der Baustelle recycelt werden – nach Angaben von Max Wild „gründlich, nachhaltig und kosteneffizient“. Der Mudcleaner soll in diesem neuen Geschäftsfeld bei Max Wild aber nur der Anfang sein. In den kommenden Jahren sollen weitere Produkte folgen. Geschäftsführer Roland Wild ist seit 43 Jahren im Unternehmen. Er erzählt, dass man sich bei Max Wild schon immer zu helfen gewusst habe. „Wenn wir beispielsweise eine spezielle Baggerschaufel brauchen, machen wir das selbst.“ Im Bereich der Spülbohrungen, die bei Max Wild seit 1998 zur Anwendung kommen, habe man sich vor einigen Jahren die Frage gestellt, wie es weitergehen könnte, erzählt Christian Wild, ebenfalls Geschäftsführer. „So wie wir es bis dahin machten, war es nicht nachhaltig.“ Denn Bohrschlamm, der früher oftmals noch auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht wurde, muss heutzutage fachgerecht entsorgt werden. In den vergangenen Jahren griffen für den Abfallstoff immer strengere Deponieverordnungen. „Wir haben uns intensiv mit dem Bohrschlammrecycling befasst, haben überlegt, gebaut, geprobt und getestet“, berichtet Christian Wild. „Und nun haben wir unser erstes Produkt, das wir als Baufirma herstellen.“ Das System bereite Bohrschlämme vollautomatisch auf und verbrauche 90 Prozent weniger Wasser. Außerdem gebe es weniger Abfall und die Entsorgungskosten seien geringer. Zwölf der bislang hergestellten 17 Mudcleaner-Trucks hat Max Wild selbst im Einsatz. „Wir sind zu 100 Prozent zufrieden“, sagt Roland Wild. Eine „bessere Testphase“ und eine „höhere Entwicklungsreife“ eines Produkts könne es nicht geben, sind sie in Illerbachen überzeugt. Den Worten von Vertriebsabteilungsleiter Volker Keck zufolge gibt es im Bereich des Bohrschlamm- Recyclingsystems eine große Nachfrage. Der Markt habe gerufen: „Max Wild, verkauf uns deine Technologie.“ Und mit der jüngst eröffneten neuen Werkstatt, die sich Max Wild einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag kosten ließ, könne diese Nachfrage bedient werden. Für den Vertrieb des Mudcleaner-Trucks hat sich Max Wild einen Partner gesucht. Bei der Frage, ob es jemanden gebe, der an den Kunden „bereits dran ist“, sei man auf Vermeer gestoßen, erklärt Keck. Erste Kontakte mit einem der weltweit führenden Hersteller von Maschinen, die unter anderem im Tief- und Erbau zum Einsatz kommen, habe es bereits 2009 gegeben, berichtet Christian Wild, der die Unterzeichnung der Vertriebsund Handelspartnerschaft mit Vermeer als „historischen Tag“ für Max Wild bezeichnet. Die Vermeer Deutschland GmbH gehört zur schweizerischen Kifour Holding AG. Deren Geschäftsführer Franz Kissling lobt die Entwicklung von Max Wild als „technisch sehr hochwertig, wir sind begeistert“. Sein Ziel: Auf dem Markt in Deutschland, Österreich, Ungarn sowie in der Schweiz „ganz vorne mitzuspielen“. Das Potenzial sei groß. „Deutschland und die Schweiz sind beim Thema Nachhaltigkeit führend, aber das wird noch in ganz Europa kommen“, so Kissling. Max Wild hat in diesem Jahr die Fertigstellung von zehn weiteren Mudcleaner- Trucks ins Auge gefasst. Einer kostet rund 400 000 Euro. Ein Betrag, der sich in drei Jahren durch die Ersparnis in vielen Bereichen wieder amortisiert hat, schätzt Josef Schad, Oberbauleiter Horizontalbohrtechnik bei Max Wild. Was Max Wild als Nächstes auf den Markt bringen will, sagen die Verantwortlichen noch nicht. Christian Wild verrät nur so viel: „Wir haben bei zehn bis 15 weiteren Produkten einen ähnlichen Weg eingeschlagen. Wir entwickeln sie in der Praxis und bringen sie dann auf den Markt.“ Kirchengemeinde Steinhausen ● Weihbischof Johannes Kreidler kommt zum Schmerzensfest STEINHAUSEN (sz) - Schon 1736 ist die Marienwallfahrt von Steinhausen als „uralt“ bezeichnet worden. Sie reicht mindestens bis ins erste Viertel des 15. Jahrhunderts zurück, in die Zeit um 1415, als das Gnadenbild von Steinhausen, die Pietá aufgestellt wurde. Heute erfährt die Wallfahrt zu „Unserer lieben Frau“ ihren jährlichen Höhepunkt am „schmerzhaften Freitag“, dem Fest „Mariä Schmerzen“. Auch dieses Jahr findet dieser Festgottesdienst am Freitag, den 26. März statt, Weihbischof em. Johannes Kreidler steht diesem vor und hält die Predigt. Eine kleine Schola des Kirchenchors Steinhausen-Muttensweiler wird unter der Leitung von Verena Westhäußer die „Steinhauser Messe“ zur Aufführung bringen. Diese hat sie eigens mit Melodien aus Marienliedern für zwei Stimmen, Cello und Orgel komponiert. Es gibt dieses Jahr vorher keine Beichtgelegenheit. Das Rosenkranzgebet leitet ab 8.45 Uhr über zu dem um 9.30 Uhr beginnenden Festgottesdienst. Eine Anmeldung für den Festgottesdienst ist erforderlich über das Pfarrbüro, Telefon 07583/2377.