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Rottum Bote 24.03.2021

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Rottum Bote OCHSENHAUSEN Mittwoch, 24. März 2021 Von Tobias Rehm ● OCHSENHAUSEN - Die 58. Auflage von „Jugend musiziert“ ist eine besondere. Sie ist die erste des großen musikalischen Jugendwettbewerbs, die – gezwungenermaßen – in digitaler Form angeboten wird. 1763 der besten Nachwuchsmusiker aus dem ganzen Land haben ihre Beiträge für den Wettbewerb eingereicht. Diese Videos wurden vergangene Woche von knapp 100 Juroren an der Landesakademie Ochsenhausen und der Bundesakademie Trossingen gesichtet und bewertet. Ein erstes Fazit der Verantwortlichen fällt positiv aus. „Es ist erstaunlich, was die jungen Leute auf die Beine gestellt haben“, sagt Harald Maier, Generalsekretär des Landesmusikrats, der den Wettbewerb in Baden-Württemberg organisiert. Im vergangenen Jahr hatten die Regionalwettbewerbe noch wie geplant stattfinden können, doch dann stoppte die Pandemie die Entscheidungen auf Landes- und Bundesebene. „In diesem Jahr konnten wir uns vorbereiten, wir wussten ja, dass es keine Präsenzwettbewerbe geben wird“, erzählt Harald Maier. Und da die Regionalwettbewerbe im Januar nicht hätten stattfinden können, seien die Regional- und Landesebene zusammengefasst worden. Vor einigen Wochen sei dann entschieden worden, auf Videoformate zu setzen, die die Teilnehmer bis zum 7. März selbst hatten drehen und einreichen müssen. „Damit sind wir in bester Gesellschaft, auch die großen renommierten Wettbewerbe haben sich für diese Form entschieden“, ergänzt der Generalsekretär des Landesmusikrats. 1763 Nachwuchsmusiker spielen online vor „Jugend musiziert“ findet in ungewohnter Form statt – Jurys sitzen auch in Ochsenhausen Bernd Ballreich (v. l.), Christian Segmehl, Franziska Lee und Klaus Weigele bilden die Saxophon-Jury. 1250 Videos seien von 1763 Nachwuchsmusikern aus ganz Baden-Württemberg hochgeladen worden. „Es hat mich sehr berührt, dass so viele den Aufwand nicht gescheut und gezeigt haben, wie wichtig ihnen dieser Wettbewerb ist“, sagt Harald Maier. Dieses Jahr sind die Solokategorien Blasinstrumente, Zupfinstrumente, Bass (Pop), Musical und Orgel an der Reihe. In den Ensemblewertungen sind Duo Klavier und ein Streichinstrument, Klavier vierhändig, Duo- Kunstlied und Zupf-Instrumente vertreten. Insgesamt wurden von den Teilnehmern zwei Terabyte Daten hochgeladen. Diese zu ordnen und zu bewältigen, ist laut Harald Maier zwar eine Herausforderung gewesen. Es sei den Veranstaltern jedoch ein großes Anliegen gewesen, dass die Kinder und Jugendlichen, die monatelang geübt hätten, nicht enttäuscht werden und ihre Stücke präsentieren dürfen. Die Aufnahmequalität der eingereichten Beiträge sei „erstaunlich gut“, sagt Harald Maier. „Unsere Juroren können anhand eines solchen Videos problemlos beurteilen, wo jemand künstlerisch steht.“ Dies taten sie fünf Tagelang in Ochsenhausen und Trossingen. „Wir freuen uns, dass wir diesen für den musikalischen Nachwuchs so wichtigen Wettbewerb durch unsere Arbeit unterstützen können“, sagt der Ochsenhauser Akademiedirektor Prof. Dr. Klaus K. Weigele. Für die jungen Musikerinnen und Musiker sei es wichtig, dass dieser Wettbewerb auch Bellamonter Kindergarten wird erweitert STEINHAUSEN AN DER ROT- TUM (böl) - Der Kindergarten in Bellamont erhält einen zweigeschossigen Anbau. Künftig wird es in dem Teilort von Steinhausen an der Rottum zwei Regelgruppen für jeweils 25 Kindergartenkinder und eine Krippengruppe für zehn Kinder geben. Zudem entstehen in dem Anbau Räumlichkeiten, in denen die Kinder ein Mittagessen einnehmen können. Das hat der Gemeinderat so beschlossen. Hintergrund ist, dass schon jetzt nicht mehr alle Kinder aus Bellamont, die den Kindergarten besuchen wollen, dort aufgenommen werden können. Bisher gibt es dort nur eine Kindergartengruppe. Noch kann der Anspruch auf einen Kindergartenplatz jedoch seitens der Gemeinde erfüllt werden, wenn auch nicht in der Wunscheinrichtung. Wenn die Prognosen stimmen, dann werden aber auch in der Gesamtgemeinde die Plätze in naher Zukunft zu knapp. So werden im Kindergartenjahr 2022/23 voraussichtlich 20 bis 25 Kindergartenplätze für drei- bis sechsjährige Kinder fehlen. Die Gemeinde rechnet zudem mit einem Wachstum der Bevölkerung aufgrund der neuen Baugebiete. Und um dem entgegenzuwirken, soll nun gebaut werden. Verschiedene Varianten standen zur Diskussion. Die nun ausgewählte erschien dem Gremium die schlüssigste. Die Gemeinde stellt hierfür einen Zuschussantrag für das Bundesinvestitionsförderprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2020 bis 2021“ beim Regierungspräsidium Tübingen. FOTO: TOBIAS REHM unter Pandemie-Bedingungen stattfinden könne. Weigele ist Teil einer der 24 Jurys, die die Solo- und Ensemblewertungen vornehmen und entscheiden, wer eine Weiterleitung zum Bundeswettbewerb erhält. Dieser ist in den Pfingstferien in Bremen geplant. Gemeinsam mit Christian Segmehl, Bernd Ballreich und Franziska Lee bewertet Weigele die Saxofon-Beiträge. Zu viert sitzen die Jurymitglieder in einem großen Raum, jeder an einem Tisch. Die eingereichten Werke flimmern über einen Bildschirm, die Musik kommt aus zwei großen Lautsprechern. Weigele bestätigt Harald Maiers Einschätzung: Man könne den Leistungsstand der Musizierenden auch in dieser etwas ungewohnten Form erkennen. „Viele gehe souverän mit dem Medium um“, lobt der Akademiedirektor. Was aber fehle, sei die Atmosphäre. Diese vermisst auch Christian Segmehl. „Es ist ein Riesenunterschied, wenn man vor Publikum spielen muss.“ So wirke alles ein wenig bizarr. Harald Maier vom Landesmusikrat pflichtet den Jurymitgliedern bei. Wer eine Veranstaltung von „Jugend musiziert“ einmal live erlebt und Hunderte Kinder bei der Bekanntgabe der Ergebnisse jubeln gehört habe, wisse, was in diesem Jahr fehle. „Insofern ist dieses Format für uns keine Freude.“ Sein Wunsch für die kommenden Jahre: „Wir hoffen, dass der Wettbewerb in dieser Form eine einmalige Sache bleibt.“ Künftig wird es zwei Regelgruppen für jeweils 25 Kinder und eine Krippengruppe für zehn Kinder geben Liebe Leserinnen, liebe Leser, gerne drucken wir Ihre eingereichten Beiträge ab. Beachten Sie bitte, dass der Redaktionsschluss für redaktionelle Beiträge immer freitags um 18 Uhr ist, da der Rottum Bote am Montag in den Druck geht. Später eingehende Beiträge können für die aktuelle Ausgabe leider nicht mehr berücksichtigt werden.

Rottum Bote OCHSENHAUSEN Mittwoch, 24. März 2021 1,5 Millionen für Sanierung des Oberen Tors Gebäudekomplex ist ein wichtiges Wahrzeichen in Rot/Rot – Zuschuss kommt aus Berlin ROT AN DER ROT (sz) - Die Gemeinde Rot an der Rot erhält knapp 1,5 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“, um den Gebäudekomplex Oberes Tor zu sanieren. Das teilte Bürgermeisterin Irene Brauchle am Mittwoch mit. Das Obere Tor ist eines der Wahrzeichen in der 4600 Einwohner zählenden Gemeinde Rot an der Rot. Das Tor war Teil der ehemaligen Klosteranlage der Prämonstratenser-Reichsabtei Rot an der Rot und zugleich einer von zwei Eingängen in das Klosterareal. Im Zuge der Barockisierung der Klosteranlage wurde der Bau im Jahre 1714 erstellt und mit typischen Barockmalereien versehen, die 1911 erneuert wurden. Seither hat das Obere Tor unterschiedliche Nutzungen erfahren, auch das Rathaus war eine Zeit lang dort beheimatet. In den vergangenen Jahren wurde der Innenbereich im nördlichen Flügel saniert. Der Südflügel sowie auch der Turm müssen dringend saniert werden, ebenso die komplette Außenhülle. Derzeit ist ein Teil des Gebäudes Ausstellungsbereich und ein anderer Teil ist der Vereinsraum des örtlichen Albvereins. Dieser sehr aktive Verein soll auch zukünftig ansprechende Vereinsräume erhalten, das ist eine Grundvoraussetzung bei diesem Projekt. Das Obere Tor kennt jeder, der schon einmal in Rot war. „Wie und wo dies sein kann, ist noch eine Aufgabe, die es die nächste Zeit zu besprechen und lösen gilt. Die restlichen Teile stehen leer, eine Sanierung ist dort dringend notwendig, um die Substanz noch erhalten zu können“, erklärte Brauchle in einer Pressemitteilung. Auch außen nage der „Zahn der Zeit“, was bei genauerem Hinsehen an vielen Stellen erkennbar sei. „Durch die nun auch finanziell mögliche Sanierung soll das Obere Tor wieder einer gesamten Nutzung zugeführt werden. Dies ist Aufgabe und Herausforderung zugleich, der wir uns aber gerne stellen“, sagte Bürgermeisterin Irene Brauchle. Die Gesamtinvestition beträgt rund 2,17 Millionen Euro. 1,45 Millionen Euro hiervon werden über den Bund gefördert. „Durch die Förderung kann das Projekt überhaupt erst umgesetzt werden. Die Gemeinde wäre finanziell nicht in der Lage, diese Maßnahme ohne die FOTO: SIMONE SIGG Unterstützung umzusetzen, sind doch noch viele andere notwendige Projekte in der Planung und Umsetzung“, freute sich Brauchle über die Nachricht aus Berlin. Sie dankte den beiden Bundestagsabgeordneten Josef Rief und Martin Gerster, die das Projekt von Anfang an positiv unterstützt und befürwortet hätten. „Durch diese Förderung wird nicht nur eines der prägnantesten Gebäude im Ort saniert, mit neuem Leben gefüllt und für die Nachwelt erhalten, sondern es soll in Zukunft dazu beitragen, dass der Ort lebendig bleibt und Menschen aus nah und fern zum Verweilen und Aufenthalt einlädt“, so Brauchle. Die Förderzusage sei der Startschuss für dieses schöne, aber auch herausfordernde Projekt. Zeitnah werde die Sanierung mit den Bau- und Denkmalbehörden angegangen, sodass pünktlich zum 900- jährigen Gemeindejubiläum im Jahr 2026 das Obere Tor wieder im alten Glanz erstrahlen könne. „Es ist wirklich schön zu sehen, dass das intensive Bemühen um eine Sanierung des Oberen Tores jetzt Erfolg hatte. Es ist sehr schwer, ein Projekt erfolgreich zu platzieren, wenn bundesweit nur 24 Projekte gefördert werden können“, sagte Josef Rief. Rot an der Rot sei das erste Projekt im Kreis Biberach, das im Rahmen der nationalen Städtebauprojekte gefördert werde. „Ich freue mich sehr, dass dieses Juwel an der Oberschwäbischen Barockstraße nun saniert werden kann und gleichzeitig mit der Aufnahme in das Förderprogramm ‚geadelt‘ wurde“, so Martin Gerster. Für die Gemeinde allein sei ein solches Projekt nicht zu stemmen gewesen. Beide Politiker schrieben in ihren Pressemitteilungen, dass sie sich für das Projekt in Berlin eingesetzt hätten. REGION (sz) - Der Verein bela e.V. in Biberach bietet im Landkreis Biberach seit über 30 Jahren Betreutes Wohnen in Familien an. Diese individuelle Wohnform ist für Menschen gedacht, die bei der Bewältigung ihres Alltags dauerhaft Unterstützung und Begleitung benötigen. Neue Gastfamilien (Familien, Paare oder Einzelpersonen) sind stets gesucht. Um einen Mitbewohner aufnehmen zu können, ist für diesen ein eigenes Zimmer zur Verfügung zu stellen und die Familie muss bereit sein, den Bewohner in das Familienleben einzubeziehen. Der Bewohner kann sich durchaus Betreutes Wohnen in Familien Der Verein bela e.V. in Biberach sucht Gastfamilien Die Familie muss bereit sein, den Bewohner in das Familienleben einzubeziehen. FOTO: VEREIN BELA an kleineren Tätigkeiten innerhalb des Familienlebens beteiligen und dadurch den Alltag aktiv mitgestalten. Vor allem jüngere Bewohner haben oft eine Tagesstruktur, beispielsweise durch die Arbeit in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Die Gastfamilie erhält derzeit eine monatliche Aufwandsentschädigung von circa 1075 Euro für Betreuung, Unterkunft und Verpflegung. Diese Einkünfte sind steuerfrei. Hat der Bewohner einen Pflegegrad, ist die Vergütung entsprechend höher. Darüber hinaus hat die Gastfamilie Anspruch auf 28 Tage betreuungsfreie Zeit im Jahr. Die professionelle Begleitung übernehmen die Mitarbeiter des Fachdienstes Betreutes Wohnen in Familien. Es finden regelmäßig angemeldete Hausbesuche statt und bei Fragen oder wenn einmal Probleme auftreten, sind die Mitarbeiter telefonisch erreichbar. Bei Interesse können Sie einfach mal unverbindlich anrufen unter der Telefonnummer 07351 3741805, bela e.V., Betreutes Wohnen in Familien Berliner Platz 5, 88400 Biberach www.bela-ev.com