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Rottum Bote 24.02.2021

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Rottum Bote RUND UM OCHSENHAUSEN Mittwoch, 24. Februar 2021 EROLZHEIM - Schlafen, kochen, wohnen – wer Möbel für sein Zuhause sucht, ist beim Einrichtungshaus Kohler in Erolzheim richtig. Doch es sind nicht irgendwelche Möbel. Das Haus ist auf eine bestimmte Art von Möbeln spezialisiert. „Wir sind das größte Naturmöbelhaus Süddeutschlands“, sagt Inhaber Peter Kohler selbstbewusst. 1996, also vor genau 25 Jahren, machte er sich mit dem Möbelhaus selbstständig. Gäbe es die Corona-Pandemie nicht, wäre das Jubiläum in diesem Jahr unter anderem mit dem „Kohler-Festival“, das seit 2016 regelmäßig stattfindet, auch gebührend gefeiert worden. „In diesem Jahr sind es schwierige Voraussetzungen für das Festival. Das ist schade“, sagt Julian Kohler, Sohn von Peter Kohler. Wie sein Vater hat auch er Grund zum Feiern. „49 Prozent des Unternehmens sind im Dezember an mich übergegangen“, sagt der 33-Jährige. Die übrigen 51 Prozent hält Peter Kohler, der im vergangenen Jahr 60 Jahre alt wurde. „Zu meinem 65. Geburtstag bekommt Julian den kompletten Rest“, sagt Peter Kohler. Dann wird der Inhaber des Erolzheimer Einrichtungshauses Julian Kohler heißen. Trotz Pandemie sieht Julian Kohler dem Jahr 2021 positiv gestimmt entgegen. „2020 herrschte auch bei uns große Verunsicherung. Und am Ende des Jahres stellte sich heraus: Es war das beste Jahr in der Firmengeschichte. Daher habe ich keine Angst. Ich bin sicher, dass es in diesem Jahr ähnlich weitergeht wie letztes Jahr.“ Ähnlich sieht es auch sein Vater. „In 2020 hatten wir mit hohem Abstand das beste Gewinnergebnis. Dabei hatten wir im vergangenen Jahr aufgrund der Lockdowns insgesamt sieben Wochen geschlossen.“ Das Unternehmen „Kohler – natürlich einrichten“ gründete Peter Kohler 1996. „Ich hab darauf gebrannt, selbst etwas zu machen“, berichtet Peter Kohler, der aus Erolzheim stammt. Seinen ersten Standort hatte das Einrichtungshaus in Berkheim in einem gemieteten Gebäude. Der gelernte Industriekaufmann hatte zu diesem Zeitpunkt schon Erfahrungen in der Möbelbranche gesammelt. Einrichtungshaus Kohler hat neuen Miteigentümer Erolzheimer Betrieb feiert sein 25-jähriges Bestehen – So plant Firmengründer Peter Kohler die Übergabe an die nächste Generation Von Sybille Glatz ● Aktuell gehört ihnen das Einrichtungshaus gemeinsam: Peter Kohler (v.l.) und sein Sohn Julian. In etwa fünf Jahren soll sich das ändern. FOTO: GEORG DREXEL Doch warum Naturholzmöbel? „Naturholzmöbel haben ganz gut zu mir gepasst“, sagt Peter Kohler. Für ihn war schnell klar, dass es beim Berkheimer Standort nicht bleiben soll. „1997 habe ich mir das Ziel gesetzt, einmal ein Naturholzmöbelhaus mit 1000 Quadratmetern Fläche zu bauen“, sagt Peter Kohler. Elf Jahre später ist es so weit. Das Einrichtungshaus zieht 2008 in einen eigens errichteten Neubau im Erolzheimer Gewerbegebiet. Das Gebäude ist ein Passivhaus und ökologisch nachhaltig gebaut. „Wir haben mehrere Auszeichnungen für das Gebäude bekommen, darunter den Umweltpreis Baden-Württemberg“, sagt Peter Kohler. Aktuell ist das Gebäude für Kunden geschlossen. Doch sobald es die Corona-Verordnung wieder zulässt, werden Besucher durch die 1000 Quadratmeter große Ausstellungsfläche des Möbelhauses schlendern können. Die Ausstellung ist das Werk von Julian Kohler. Dass seine berufliche Laufbahn ihn einmal an die Spitze des väterlichen Unternehmens führen würde, war zu Beginn keineswegs abzusehen. Der 33- Jährige ist gelernter KfZ-Mechatroniker und Automobilkaufmann. Nach seiner Ausbildung sammelte er Erfahrungen in der Automobilbranche. Doch im Laufe der Jahre wurde ihm klar: „Ich will mehr machen“, berichtet Julian Kohler. „In dem Betrieb, in dem ich war, konnte ich das jedoch nicht.“ 2012 orientiert sich Julian Kohler neu – und macht ein Praktikum im Möbelhaus seines Vaters. „Wir mussten erst sehen, ob das klappt. Wir hatten noch nie zusammengearbeitet“, sagt Peter Kohler. Es klappte. „Nach einer Woche hab ich gemerkt: Das könnte mir gefallen“, sagt Julian Kohler. Er kündigte bei seinem alten Arbeitgeber und stieg in den Betrieb ein. „Es war ein glücklicher Weg“, sagt Peter Kohler. „Ich bin froh, dass er da ist.“ Auch Julian Kohler ist mit seiner Wahl zufrieden. „Es ist ein abwechslungsreicher und vielseitiger Beruf. Für mich ist klar: Es ist mein Traumjob.“ Die Selbstständigkeit gebe ihm die Freiheit, sich selbst zu verwirklichen, sagt Julian Kohler. Auch sein Vater lässt ihm die Freiheit. „Er darf und er soll auch machen. Er soll seine eigenen Projekte und Visionen umsetzen“, sagt Peter Kohler. „Den Fehler, den viele Unternehmer machen, den wollte ich nicht machen.“ In einem „schönen langsamen Übergang“, wie Peter Kohler es nennt, bekam sein Sohn immer mehr Aufgaben und Verantwortung. „Zu meinem 30. Geburtstag hat er mir die Prokura gegeben“, sagt Julian Kohler. Je mehr sein Sohn übernimmt, desto mehr gibt Peter Kohler ab. „Ich habe schon reduziert. Mittlerweile bin ich noch drei Tage im Betrieb“, sagt der 60-Jährige. Für die Zukunft hat der 33- Jährige schon mehrere Ideen. „Ich möchte für uns gern jüngere Berufstätige als Zielgruppe erschließen“, sagt er. So könnte er sich einen Mitnahme-Markt, eine Art „Kohler-to-go“ vorstellen, in dem Möbel zu günstigeren Preisen verkauft werden. Doch es sollen weiterhin Naturholzmöbel bleiben. Das Einrichtungshaus bietet nur Möbel an, die aus Massivholz gebaut worden sind. „Es gibt hier keine Lacke, nur geölte Oberflächen“, sagt Peter Kohler. Das Rekordergebnis inmitten der Pandemie erklärt er sich ein Stück weit mit einem durch die Corona-Pandemie veränderten Bewusstsein der Kundschaft. „Die Menschen verbringen viel Zeit zu Hause. Dieses Zuhause wollen sie sich schöner machen“, sagt Peter Kohler. „In diesen unsicheren Zeiten investieren die Menschen zudem lieber in bleibende Werte. Gleichzeitig gibt es einen Trend zu mehr Natur und gesundem Wohnen.“ Obwohl dem Möbelhaus durch den zweiten Lockdown Einnahmen fehlen, blickt Peter Kohler gelassen in die Zukunft. „Wir haben noch ein gutes Auftragspolster aus 2020“, sagt er. Zur Feier des Firmenjubiläums entschieden er und sein Sohn sich dafür, Geld für wohltätige Zwecke zu spenden. „Wir haben 25 Mal 250 Euro gespendet. Das Geld ging an sechs Projekte in der Region. Damit wollen wir etwas von unserem Erfolg an die Region zurückgeben“, sagt Peter Kohler. Ochsenhausen ● Land unterstützt den Breitbandausbau OCHSENHAUSEN (sz) - Rund 3,6 Millionen Euro Fördergelder erhält die Stadt Ochsenhausen vom Land für den Ausbau des schnellen Internets. Die Breitbandförderung des Landes ergänzt dabei die bereits vom Bund zugesagten Mittel in Höhe von rund 4,4 Millionen Euro. Mit der Förderung sollen die sogenannten weißen Flecken die Möglichkeit bekommen an das Breitbandnetz anschließen zu können. In Ochsenhausen fließen 800 000 Euro in die FTTB- Erschließung von Gewerbegebieten und 2,79 Millionen Euro in die Erschließung der Schulen und der Infrastruktur im gesamten Stadtgebiet. Im Rahmen einer Videokonferenz hatte Digitalisierungsminister Thomas Strobl am 1. Februar insgesamt 77 Förderbescheide an 51 Antragsteller aus 21 Landkreisen übergeben. „Wir kommen unserem Ziel, einer flächendeckenden Gigabitversorgung, so immer näher“, erklärte der Stellvertretende Ministerpräsident. Bürgermeister Andreas Denzel zeigte sich sehr erfreut über den Förderbescheid, „denn damit bringen wir die Digitalisierung in unserer Stadt einen entscheidenden Schritt voran.“ Zwar hatte die Verwaltung gehofft, dass der von Bund und Land gemeinsam geförderte Breitbandausbau möglichst hoch ausfallen würde, „aber die Förderung mit nun 90 Prozent übertrifft unsere Erwartungen bei weitem“, so das Stadtoberhaupt. Nun müsse entschieden werden, wie die Ausschreibung durchgeführt werden soll, damit die Planung vorangetrieben werden könne. Sobald die Planung abgeschlossen sei, könne der endgültige Förderantrag gestellt und anschließend mit dem Bau begonnen werden. Liebe Leserinnen, liebe Leser, gerne drucken wir Ihre eingereichten Beiträge ab. Beachten Sie bitte, dass der Redaktionsschluss für redaktionelle Beiträge immer freitags um 18 Uhr ist, da der Rottum Bote am Montag in den Druck geht. Später eingehende Beiträge können für die aktuelle Ausgabe leider nicht mehr berücksichtigt werden.

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