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Rottum Bote 24.02.2021

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Rottum Bote OCHSENHAUSEN Mittwoch, 24. Februar 2021 „Markt für technische Konsumgüter hat sich schnell erholt“: Ein Liebherr-Mitarbeiter bei der Qualitätsprüfung in Ochsenhausen. FOTO: LIEBHERR Liebherr profitiert vom Fokus auf das eigene Zuhause Hausgeräte-Sparte zieht für 2020 positive Bilanz – Geräte zur Impfstoff-Lagerung spielen derzeit eine große Rolle Von Tobias Rehm ● OCHSENHAUSEN - Medikamentenkühlgeräte, Laborkühlgeräte und Ultratiefkühlschränke: Bei der Hausgeräte- Sparte der Firma Liebherr rücken in der Corona-Pandemie verstärkt Produkte in den Fokus, die empfindliche Impfstoffe lagern können. „In der aktuellen Situation spielen diese Geräte für die Sparte Liebherr- Hausgeräte eine wichtige Rolle“, sagt Steffen Nagel. Grundsätzlich werde für das laufende Jahr „verhalten optimistisch“ geplant, so der Geschäftsführer Sales und Marketing der Spartenobergesellschaft Liebherr- Hausgeräte GmbH. „Die Pandemie hat uns allerdings auch gezeigt, dass valide Vorhersagen in diesen herausfordernden Zeiten sehr schwierig sind.“ Sowohl Steffen Nagel als auch Matthias Zettler, Geschäftsführer Finance und Administration der Liebherr- Hausgeräte Ochsenhausen GmbH, lassen in ihren Antworten auf Fragen, die die „Schwäbische Zeitung“ gestellt hatte, durchscheinen, dass das vergangene Jahr ein gutes für die Hausgeräte-Sparte mit Hauptsitz in Ochsenhausen war. Zwar sei 2020 ein Jahr „mit Höhen und Tiefen“ gewesen, „doch im Steffen Nagel FOTO: LIEBHERR Gegensatz zu anderen Wirtschaftssektoren hat sich der Markt für technische Konsumgüter schnell erholt“, erklärt Steffen Nagel. Konkrete Zahlen zum Umsatz oder zu den in Ochsenhausen im vergangenen Jahr produzierten Geräten nennen die Verantwortlichen zwar nicht, Matthias Zettler spricht aber von einer „positiven Bilanz“ für Ochsenhausen. „Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen wir sogar einen moderaten Zuwachs.“ Als Richtwert nennt das Unternehmen auf seiner Homepage eine Jahresproduktion „von etwa 827 000 Geräten“ in Ochsenhausen. Die Gründe für die gestiegene Nachfrage liegen für Steffen Nagel auf der Hand. „Größter Umsatztreiber ist der starke Fokus auf das eigene Zuhause.“ Das vermehrte Kochen in den eigenen vier Wänden und die damit verbundene stetige Nachfrage nach Geräten für die Lagerung von Lebensmitteln seien dabei von „zentraler Bedeutung“. Die Menschen seien darauf bedacht, seltener Lebensmittel einzukaufen und frören beispielsweise auch mehr Vorräte ein. Denkbar sei zudem, dass der gute Absatz und die Mehrwertsteuersenkung in einem Zusammenhang stehen. „Bei einem hochwertigen Kühloder Gefriergerät spürt der Endkunde diese monetäre Entlastung natürlich schon deutlicher als bei anderen Dingen des täglichen Lebens“, so Steffen Nagel. Aber nicht nur der deutsche Markt, sondern auch der europäische insgesamt habe sich „erfreulich entwickelt“. Abseits von Geräten für das Zuhause entwickelt und produziert Liebherr eigenen Angaben zufolge „seit vielen Jahren auch für den Bereich Scientific und Health Care“, sprich Biotechnologie, Pharmaforschung oder Gesundheitswesen. So stellt das Unternehmen Medikamentenkühlgeräte für Apotheken, Arztpraxen und Krankenhäuser, Kühlgeräte für Labore sowie Ultratiefkühlschränke, die für Temperaturen von minus 40 bis minus 86 Grad Celsius ausgelegt sind, her. „Somit sind sie Matthias Zettler FOTO: LIEBHERR geeignet, um einige der derzeit benötigten Impfstoffe zu lagern“, sagt Steffen Nagel über die Ultratiefkühlschränke. Er unterstreicht, dass in diesen Labor- und Forschungsbereichen „besonders hohe Anforderungen in puncto Temperaturstabilität, Sicherheit oder Dokumentation“ gestellt würden. „Wenn Geräte da nicht alle notwendigen Vorgaben erfüllen, können im Fall eines Geräteausfalls schnell hohe Schäden entstehen oder die Forschungsarbeiten mehrerer Jahre zunichte gemacht werden.“ Zu den Auswirkungen der generell gestiegenen Nachfrage auf die Produktion in Ochsenhausen verweist Matthias Zettler auf „einen festen Plan in puncto Produktionsmenge für das laufende Jahr“. Um hierfür die „geplante Erhöhung der Produktionsmenge“ umsetzen zu können, sei zum Februar „in größerem Umfang“ die Nachtschicht am Standort Ochsenhausen eingeführt worden. Dies verschaffe die Flexibilität, auf die gestiegene Nachfrage zu reagieren. Auch Personal- Einstellungen seien geplant. Aktuell erhöhe sich die Mitarbeiterzahl am Standort Ochsenhausen moderat, erklärt Zettler. „Wir suchen in Ochsenhausen aber in allen Unternehmensbereichen qualifiziertes Personal und werden unsere Belegschaft punktuell entsprechend erweitern.“ Die Liebherr-Hausgeräte GmbH ist eine von elf Spartenobergesellschaften der Firmengruppe Liebherr. Die Sparte beschäftigt mehr als 6200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie entwickelt und produziert am Hauptsitz in Ochsenhausen sowie in Lienz (Österreich), Marica (Bulgarien), Kluang (Malaysia) und Aurangabad (Indien).

Rottum Bote RUND UM OCHSENHAUSEN Mittwoch, 24. Februar 2021 Bedrohte Arten: Wer wird der Vogel des Jahres? Diese zehn Kandidaten stehen in der Endrunde der Wahl zum Vogel des Jahres – Noch bis 19. März abstimmen REGION (sz) - Der Countdown läuft. Noch bis zum 19. März kann für den Vogel des Jahres 2021 abgestimmt werden. Bereits seit 1971 küren der Naturschutzbund (NABU) und sein bayrischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV) alljährlich einen Jahresvogel, um auf die Gefährdung einer Vogelart oder eines Lebensraumes aufmerksam zu machen. Im Jubiläumsjahr anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Aktion kann dieser nun zum ersten Mal in einer öffentlichen Wahl von der Bevölkerung direkt gewählt werden. Nach einem ersten Wahldurchgang, bei dem 307 heimische Vogelarten zur Auswahl standen, stellen sich nun die zehn Kandidaten mit den meisten Stimmen einer Stichwahl. „Eigentlich hätte nahezu jede heimische Vogelart ein Anrecht auf den Titel“, sagt Nicole Jüngling, Ornithologin beim NABU Biberach. „Unsere Vogelwelt ist in einem miserablen Zustand. Deutschlandweit ist jede dritte Vogelart gefährdet, viele Arten sind unmittelbar vom Aussterben bedroht, und auch noch vermeintlich häufig vorkommende Arten sind inzwischen von Lebensraumverlusten und Nahrungsmangel bedroht oder werden zunehmend von Krankheiten befallen.“ Da sei es gut, dass durch die öffentliche Wahl des Jahresvogels das Thema Vogelschutz noch stärker in das Bewusstsein der Menschen gerückt wird. Aber wen soll man nun wählen, und welche Kriterien könnte man seiner Entscheidung zugrunde legen? Hier sind verschiedene Ansätze möglich. Möchte man eine Vogelart mit einem hohen Gefährdungsgrad auf den Thron heben, dann muss man sich für Goldregenpfeifer (vom Aussterben bedroht), Kiebitz (stark gefährdet), Feldlerche oder Rauschschwalbe (beide gefährdet) entscheiden. Und selbst der Haussperling reiht sich allmählich in diese Riege ein und belegt immerhin schon einen Platz auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Oder wünscht man sich eine Art, die noch nie Vogel des Jahres war? Dann wären Amsel, Blaumeise oder Straßentaube die passenden Kandidaten. Auf die Blaumeise fällt auch die Wahl von Martin Rösler, Vorsitzender des NABU Biber- Diese zehn Kandidaten stehen zur Wahl. Welcher Vogel trägt am 19. März die Krone? FOTO: NABU BUNDESVERBAND ach. „Immerhin hat das Leichtgewicht unter den Vogelarten im vergangenen Jahr erst das Blaumeisensterben durch eine bakterielle Infektion hinter sich gebracht und deutliche Bestandseinbrüche erlitten.“ Durch ihre Präsenz an Futterstellen und Nistkästen sei die Blaumeise zudem ein bekannter Gast in unseren Gärten und genieße hohe Sympathiewerte. Dies gilt auch für Amsel oder Rotkehlchen. „Solche bekannten Arten mit hohem Beliebtheitsgrad können als Jahresvogel viele Menschen für den dringend notwendigen Schutz unserer Vogelwelt sensibilisieren, wovon viele weitere Arten profitieren würden“, so Rösler. Das genaue Gegenteil in puncto Bekanntheitsgrad ist der Goldregenpfeifer, den man allenfalls als Zugvogel vom Nordseeurlaub kennt. Als Brutvogel kommt er nur noch mit einzelnen Paaren in Niedersachsen vor. Dennoch wäre er in den Augen von Nicole Jüngling eine gute Wahl. „Als Brutvogel in Hochmooren steht die Art stellvertretend für den Schutz von Moorgebieten, die unsere oberschwäbische Landschaft prägen.“ Moore hätten neben ihrer großen Bedeutung für seltene Tier- und Pflanzenarten auch eine wichtige Rolle beim Thema Klimaschutz. „Wenn der Schutz der Moore noch stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung rückt, und immer mehr Menschen torffreie Erde kaufen, findet der Goldregenpfeifer vielleicht auch bei uns irgendwann wieder geeignete Brutbedingungen vor“, hofft Nicole Jüngling. Aus einem ähnlichen Grund macht sich Markus Ludwig, der das NABU-Team seit Kurzem bei Führungen und Kinderaktionen unterstützt, für den Kiebitz als Jahresvogel stark. Als typischer Feuchtwiesenbewohner war diese Art ehemals ein Charaktervogel Oberschwabens, sei jedoch durch die Intensivierung der Landwirtschaft und den Verlust von Feuchtgebieten fast völlig aus unserer Landschaft verschwunden. Mit beispiellosem Einsatz wird er im Rahmen von speziellen Projekten geschützt und gefördert. „Mit der Wahl zum Jahresvogel würden diese Bemühungen sicherlich mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung erfahren“, so Ludwig. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Doch damit uns nicht bald ein Sommer ohne Schwalben droht, wäre auch die Rauchschwalbe eine geeignete Kandidatin. Das Verschwinden kleinbäuerlicher Tierhaltung und Hygienevorschriften in großen Ställen machen ihr das Finden geeigneter Nistplätze schwer. Da sie sich ausschließlich von Insekten ernährt und für den Bau ihrer Nester unbefestigte Flächen mit Lehmpfützen benötigt, steht sie für hochaktuelle Themen wie Insektensterben und Flächenversiegelung. Feldlerche und Eisvogel kamen bereits zweimal zu der Ehre des Jahresvogels, die Feldlerche zuletzt erst 2019. Doch die Tatsache, dass sie seit 1980 deutschlandweit mehr als 50 Prozent ihres Bestands eingebüßt hat, macht deutlich, dass das Thema Agrarwende noch viel stärker in den Fokus rücken muss. Die Stadt- oder Straßentaube schaffte es zur Überraschung vieler auch in die engere Kandidatenrunde. Sie stammt von der im Mittelmeerraum vorkommenden Felsentaube ab, aus der sie seinerzeit domestiziert wurde. Als kulinarische Delikatesse und als Postbotin war sie hoch geschätzt. Die zahlreichen Gefangenschaftsflüchtlinge begannen dann ihren Siegeszug in nahezu allen Siedlungsbereichen von Dörfern bis in die Weltmetropolen. Sollte die Stadttaube auch die Endabstimmung für sich entscheiden, könnten daraus die Chance auf einen konstruktiven Dialog zwischen Gegnern und Liebhabern sowie die Möglichkeit zur Weiterentwicklung der Konzepte zur Bestandsregulierung erwachsen. Online unter www.vogeldesjahres.de kann noch bis zum 19. März abgestimmt werden. Dabei können bis zu neun Stimmen vergeben werden, aber nur jeweils eine Stimme pro Vogelart. Am 19. März geben NABU und LBV dann den ersten von der Bevölkerung selbst gewählten Jahresvogel bekannt. Umfangreiche Informationen zu allen Kandidaten gibt es auch im Internet unter: www.nabu.de Ochsenhausen ● Neue Homepage des NABU OCHSENHAUSEN (sz) - Die Nabugruppe Ochsenhausen des Naturschutzbund Deutschland hat eine neue Homepage : www.nabu-ochsenhausen.de Diese wird ständig aktualisiert und umgebaut. Somit lohnt sich ein Klick immer. Die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen des Vorstandes findet voraussichtlich im Juni statt. Nähere Einzelheiten mit Tagesordnung bekommt jedes Mitglied rechtzeitig per Post. Das Nistkasten-und Vogelschutzmuseum bzw. Ausstellung des ersten Vorstandes Gerhard Föhr darf zur Zeit nicht besucht werden. Der Verkauf von Nistkästen und Futterhäuser und sonstiges Infomaterial zum günstigen Selbstkostenpreis ist unter kurzer Terminabsprache Tel.2579 an Einzelpersonen mit den bekannten üblichen Hygienebestimmungen möglich. Wahlkampf ● Haser lädt zu digitalem Vor-Ort-Gespräch ein REGION (sz) - Weil der persönliche Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern aufgrund der Corona-Beschränkungen so gut wie nicht möglich ist, bietet der CDU-Landtagsabgeordnete Raimund Haser die kommenden Wochen mehr als 30 digitale Ortsgespräche in seinem Wahlkreis an. „Mein Ziel ist es, Landespolitik mit Blick auf die Landtagswahl vor Ort zu erläutern und den Menschen in ihrem jeweiligen Ort zuzuhören. Das ist ganz bewusst ein Unterschied zu themenorientierten Diskussionsrunden. Denn die Themen, die die Menschen bewegen, variieren oft sehr deutlich von einem Ort zum anderen.“ Zu den digitalen Gesprächen ist keine Anmeldung nötig. Sie finden als Webinar statt, jeder entscheidet selbst, ob die Kamera aus oder an ist, und ob er oder sie Fragen stellen möchte oder nicht. Die Zugangsdaten zu den Konferenzen befinden sich am betreffenden Tag als Link auf der Internetseite unter www.raimundhaser.de unter dem Suchbegriff „Für Sie vor Ort“ und dann beim jeweiligen Ort.