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Rottum Bote 20.01.2021

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Rottum Bote RUND UM OCHSENHAUSEN Mittwoch, 20. Januar 2021 Von Tanja Bosch, Sybille Glatz und Andreas Spengler ● BIBERACH/REGION - Homeschooling statt Präsenzunterricht: Die Schulen haben am Montag auch in der Region wieder mit dem Unterricht begonnen. Gleich zum Schulstart am Morgen gab es einige Meldungen über Probleme mit digitalen Lernplattformen wie beispielsweise Moodle, laut der Internetplattform „netzwelt.de“ wurde Baden-Württemberg als komplett rote Zone markiert. Wie es in der Region mit dem ersten Fernunterricht nach den Weihnachtsferien geklappt hat, das wollte die SZ stellvertretend von einigen Schulleitern wissen. „Es gab keine Katastrophen, bei uns verlief es eher ruhig“, sagt Achim Schwarz, Leiter des Staatlichen Schulamts Biberach. Einzelne Schulen hätten allerdings doch technische Probleme gemeldet, „aber das war eher die Ausnahme“. Zudem würden die Schulen unterschiedliche digitale Plattformen verwenden, bei den einen konnten die Probleme schneller behoben werden als möglicherweise bei anderen. „Wir müssen die Situation einfach so annehmen wie sie gerade ist und das Beste daraus machen“, sagt Achim Schwarz und ist aber zuversichtlich: „Unsere Schulen sind mittlerweile für viele Eventualitäten gerüstet und vorbereitet.“ Beim Schulstart an der Dollinger-Realschule in Biberach So klappt es mit dem Fernunterricht Zum Schulstart gab es technische Probleme – Laut Schulamt war das aber die Ausnahme Die Schülerinnen und Schüler nehmen aufgrund der aktuellen Corona-Verordnung online am Schulunterricht teil. FOTO: DPA hat es am Montag keine Probleme gegeben, berichtet Schulleiter Marcus Pfab. „Bei uns hat alles reibungslos funktioniert, pünktlich um 7.30 Uhr ging es mit dem Unterricht los. Microsoft sei Dank auch ohne Komplikationen.“ Mit dem Unterschied zur ersten Homeschooling-Phase unterrichten die Lehrerinnen und Lehrer jetzt online nach dem Stundenplan. „So kommen wir mit dem Lehrplan auch gut voran“, sagt Marcus Pfab. Vermitteln werden könnten die Inhalte auch online gut, die Frage sei aber wie die Schüler das online aufnehmen. „Ich wünsche mir den Präsenzunterricht natürlich ab sofort zurück“, so der Schulleiter der Dolli. „Aber das hängt alles von den Zahlen und der Entwicklung der Lage ab.“ Soziale Kontakte seien auch für die Schülerinnen und Schüler sehr wichtig, „und zwar nicht nur, wenn es um gelingendes Lernen geht“. Elke Ray, Schulleiterin des Gymnasiums Ochsenhausen, berichtet von technischen Problemen am Montagvormittag. „Vieles lief gut, aber um neun Uhr bekam ich Anrufe von Kollegen, die sagten, dass es bei Videokonferenzen Probleme gebe. So könnten sie zwar Schüler sehen, aber nicht hören.“ Für den Fernunterricht nutzt die Schule die Schulplattform Iserv. „Die Schüler arbeiten nach dem aktuellen Stundenplan“, erklärt Ray. Das heißt, wenn der Deutsch-Unterricht laut Stundenplan morgens um 7.55 Uhr beginnt, müssen sich die Schüler auch um diese Zeit auf Iserv anmelden. „Die Schüler gehen auf Iserv und setzen ein Häkchen bei ,Ich beginne jetzt mit meiner Arbeit.’ Die Sportkollegen, die keinen fachpraktischen Unterricht geben dürfen, kontrollieren das. Wenn sich ein Schüler oder eine Schülerin zu spät oder gar nicht anmeldet, rufen die Kollegen zu Hause an.“ Dieses Vorgehen solle Eltern und Schüler dabei unterstützen, Struktur in den Tagesablauf zu bringen. Der Kernunterricht findet laut Ray vor allem vormittags statt. Sie vermutet, dass die Netze in Baden-Württemberg am Montagmorgen überlastet waren. „Die Technik war am Limit“, sagt sie. Die Schulleiterin betont, dass es nicht nur aus technischen, sondern auch aus pädagogischen Gründen wichtig sei, Präsenzunterricht nicht allein durch Videokonferenzen ersetzen zu wollen. „Wichtig ist ein guter Mix aus verschiedenen Formen: Übungsblätter und Arbeitsaufträge, Erklärvideos und Videokonferenzen.“ Die Nachfrage nach der Notbetreuung ist am Gymnasium Ochsenhausen überschaubar. Laut Ray sind fünf Schüler dafür angemeldet. Sascha Siladji, Schulleiter der Illertalschule in Bonlanden, berichtet hingegen von einem reibungslosen Schulstart. „Wir hatten den Auftrag, uns auf alles vorzubereiten, was kommen kann“, sagt Siladji. Der Start sei gut verlaufen. „Ich habe bisher nichts Gegenteiliges gehört“, sagt der Schulleiter am Montagmorgen. Ein einziges Kind sei in der Notbetreuung. „Alle anderen sind im Fernlernen“, sagt Siladji. In der Grundstufe, was den Klassen eins bis vier entspricht, haben die Schüler Lernpakete und den Wochenplan am Wochenende erhalten. Die Schüler der Hauptstufe nehmen am Online-Unterricht über die Software Jitsi teil. „Viele Lernpakete können die Schüler aber auch über unser Intranet abrufen“, sagt der Schulleiter. Für den Kontakt zwischen Schülern und Lehrern nutzt die Schule Threema als Alternative zu WhatsApp. „Relativ gut funktioniert“ hat der Schulstart auch am Caspar-Mohr-Progymnasium in Bad Schussenried, wie Schulleiterin Susanne Wehling berichtet. Nur zwei Schülerinnen hätten Probleme gehabt, Übungen über die Lernplattform Moodle hochzuladen. Vorsichtshalber aber habe die Schule die eigene Cloud genutzt, um größere Aufgabenpakete zugänglich zu machen. Die „Anfangsschwierigkeiten“ habe sie erwartet, meint Wehling, deshalb habe die Schule vorgesorgt. Moodle biete zwar technisch mehr Möglichkeiten als eine einfache Cloud, die Plattform sei allerdings „wahnsinnig sperrig und benutzerunfreundlich“. Als Schulleiterin stelle sie aber auch fest, dass viele Schüler bereits Erfahrung gesammelt haben mit dem Fernlernen. Zudem verteilten sich die Kurse, an denen die Schüler virtuell teilnehmen müssen, über den Tag. Auch dadurch werde das System entlastet. Für die Zukunft will Wehling dennoch weiter zweigleisig fahren und nicht nur auf ein System vertrauen: Neben Moodle soll auch die Cloudplattform genutzt werden können. Kindergärten in Ochsenhausen ● Anmeldungen für das nächste Kindergartenjahr OCHSENHAUSEN (sz) - Bei den Kindergärten in Ochsenhausen, Mittelbuch und Reinstetten können die Kinder für das kommende Kindergartenjahr 2021/22 angemeldet werden. Die Anmeldungen sind bis Ende Januar direkt bei der gewünschten Einrichtung vorzunehmen. Leider können wegen der derzeitigen Corona-Situation im Vorfeld keine Informationsveranstaltungen stattfinden, bei denen sich die Kindergärten vorstellen. Die Eltern werden deshalb gebeten, sich auf der Homepage über den Kindergarten ihrer Wahl zu informieren oder sich direkt mit dem Kindergarten in Verbindung zu setzen. Anmeldungen für den neuen zweigruppigen städtischen Kindergarten, der derzeit im Gebäude St. Walburga entsteht und im September eröffnet wird, sind bei der Leitung der gegenwärtig in der ehemaligen Kreisklinik Ochsenhausen untergebrachten Übergangslösung vorzunehmen. Kinder für den neuen Naturkindergarten Fürstenwald, der am 1. März seine Pforten öffnet, können bei der Stadtverwaltung Ochsenhausen (E-Mail: schmidsax@ochsenhausen.de) angemeldet werden. Elternabend ● Streit unter Geschwistern ist Thema FÜRAMOOS (sz) - Die Katholische Erwachsenenbildung Dekanate Biberach und Saulgau bietet in Kooperation mit dem Kinder- und Familienzentrum St. Nikolaus in Baltringen und dem Kindergarten Riedzwerge in Füramoos einen Elternabend zum Thema „Geschwister haben sich zum Streiten gern – Kinder und Eifersucht und Streit“ an. Die Veranstaltung findet als Videokonferenz am Dienstag, 26. Januar, um 20 Uhr (Technikcheck 19.30 Uhr) statt. In der Auseinandersetzung unter Geschwistern/ Spielgefährten üben die Kinder ihre sozialen Kompetenzen wie Toleranz, Behauptung, Akzeptanz, Kompromisse schließen, Nachgeben, Mitgefühl, Konfliktbewältigung, Zielsetzung, Umgang mit Gefühlen und Abgrenzung untereinander. Die Kinder darin zu unterstützen, ist für die Eltern nicht immer einfach. Wann entstehen Streitigkeiten, warum Auseinandersetzungen wichtig sind, wie Eltern die Eifersucht/Rivalität unter Geschwistern klein halten und mit Geschwister-/ Kinderstreit umgehen können, ist Inhalt des Abends. Referentin ist Gertrud Menz, Elternberaterin frühe Kindheit und Fachkraft für Emotionelle Erste Hilfe (EEH) aus Neu-Ulm. Die Teilnahmegebühr beträgt fünf Euro. Eine Anmeldung ist bis spätestens 21. Januar bei der Katholischen Erwachsenenbildung, Telefon 07371/ 93590, E-Mail info@keb-bcslg.de oder unter www.kebbc-slg.de erforderlich. Liebe Leserinnen, liebe Leser, gerne drucken wir Ihre eingereichten Beiträge ab. Beachten Sie bitte, dass der Redaktionsschluss für redaktionelle Beiträge immer freitags um 18 Uhr ist, da der Rottum Bote am Montag in den Druck geht. Später eingehende Beiträge können für die aktuelle Ausgabe leider nicht mehr berücksichtigt werden.

Rottum Bote RUND UM OCHSENHAUSEN Mittwoch, 20. Januar 2021 Von Tobias Rehm REINSTETTEN/LAUBACH/GU- TENZELL/HÜRBEL - Die Kirchengemeinden St. Urban Reinstetten, Mariä Opferung Laubach, St. Kosmas und Damian Gutenzell sowie St. Alban Hürbel bilden die Seelsorgeeinheit St. Scholastika. Deren Pfarrstelle ist seit März vergangenen Jahres vakant – Pfarrer Thomas Augustin starb überraschend im Alter von 57 Jahren. Ein Nachfolger konnte bislang nicht gefunden werden, die ersten beiden Ausschreibungsrunden verliefen erfolglos. Pfarrer Martin Ziellenbach aus Schwendi, seit März als Administrator für die Seelsorgeeinheit St. Scholastika zuständig, hofft nun auf die dritte Ausschreibung im Kirchlichen Amtsblatt der Diözese, die demnächst veröffentlicht wird. „Nachdem nun in der zweiten Ausschreibung noch immer kein geeigneter Bewerber gefunden wurde, macht sich Mutlosigkeit langsam breit“, hatte Martin Ziellenbach in seinem Weihnachtsgruß an die rund 3000 Katholiken in Reinstetten, Laubach, Gutenzell und Hürbel geschrieben. Im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“ schildert er, dass es zwar nicht überraschend gewesen sei, bei der ersten Stellenausschreibung noch keinen neuen Pfarrer gefunden zu haben. „Es gibt nun mal wesentlich mehr freie Stellen als Bewerber.“ Doch nachdem sich auf die zweite Ausschreibung im Herbst jemand gemeldet hätte, sei Zuversicht aufgekommen. Als sich der Interessent aber für eine andere Stelle Martin Ziellenbach ● Schwierige Pfarrersuche Seelsorgeeinheit St. Scholastika ist nach wie vor auf der Suche nach einem neuen Pfarrer St. Urban in Reinstetten (Foto) und die drei weiteren Kirchengemeinden der Seelsorgeeinheit St. Scholastika warten weiterhin auf einen neuen Pfarrer. FOTO: TOBIAS REHM FOTO: ARCHIV entschieden habe, sei die Hoffnung auf ein Ende der Vakanz nur eine kurzzeitige gewesen. Martin Ziellenbach weiß natürlich, dass es mitunter Jahre dauern kann, ehe Pfarrstellen neu besetzt werden. Er verweist exemplarisch auf die Seelsorgeeinheit Rot- Iller, in der Pater Johannes- Baptist Schmid im September 2019 die zweijährige Vakanz beendet hatte. Auch ein Sprecher der Diözese Rottenburg-Stuttgart bestätigt, dass die nahtlose Neubesetzung einer Pfarrerstelle zwar „immer wieder“ vorkomme, jedoch „eher die Ausnahme“ bilde. „Auch in Städten kann es manchmal Jahre dauern“, teilt der Sprecher mit und unterstreicht damit, dass unbesetzte Pfarrerstellen kein ausschließliches Problem des ländlichen Raums sind. Letztlich hänge die Suche nach einem Nachfolger und deren Dauer davon ab, „welche Pfarrer gerade auf eine neue Stelle wechseln wollen und worauf sie den Schwerpunkt legen“ – beispielsweise Stadt oder Land, Anzahl der Kirchengemeinden in einer Seelsorgeeinheit oder Größe des Pastoralteams. Ein Blick in die September-Ausgabe des Kirchlichen Amtsblatts der Diözese, in der die Stellenausschreibung für St. Scholastika zum zweiten Mal abgedruckt worden war, verdeutlicht, wie groß der Bedarf an neuen Pfarrern ist. 14 offene Stellen für Pfarrer sind aufgeführt, sechs für Pfarrvikare. Noch vor Ostern wird feststehen, ob die dritte Ausschreibung für die Augustin- Nachfolge zum Erfolg geführt hat. Doch selbst dann wird der neue Pfarrer wohl erst im September in Reinstetten seinen Dienst antreten. Martin Ziellenbach versucht, das Positive darin zu sehen. „Je länger eine Vakanz dauert, desto leichter fällt es einem Nachfolger, an seiner neuen Stelle anzukommen.“ Für ihn bedeutet die Vakanz aber, mindestens achteinhalb weitere Monate zwei Seelsorgeeinheiten mit insgesamt zehn Kirchengemeinden unter einen Hut bekommen zu müssen. Als Administrator versuche er, die Seelsorgeeinheit St. Scholastika „so gut es geht am Laufen zu halten“. Die aktuelle Corona-Lage sei dabei eine „zusätzliche Herausforderung“. Im Moment erstellt Ziellenbach die Gottesdienstpläne bis Mai. Ostern, Erstkommunionsfeiern – all dies will langfristig geplant sein. Bei Letzteren ist Ziellenbach froh, von Pastoralreferent Karlheinz Bisch aus Ochsenhausen unterstützt zu werden. „Dabei haben wir coronabedingt keine Planungssicherheit“, sagt der Schwendier Pfarrer. „Die Sakramentenvorbereitung ist viel schwieriger als unter normalen Umständen.“ Unterstützung gibt es auch direkt aus den Kirchengemeinden selbst, wenn beispielsweise Wort-Gottes-Feiern abgehalten werden. Überhaupt sei er den Menschen in der Seelsorgeeinheit St. Scholastika sehr dankbar, sagt Martin Ziellenbach. „Sie unterstützen mich und gehen diesen Weg mit, das finde ich sehr berührend.“ Liebe Leserinnen, liebe Leser, gerne drucken wir Ihre eingereichten Beiträge ab. Beachten Sie bitte, dass der Redaktionsschluss für redaktionelle Beiträge immer freitags um 18 Uhr ist, da der Rottum Bote am Montag in den Druck geht. Später eingehende Beiträge können für die aktuelle Ausgabe leider nicht mehr berücksichtigt werden.