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Rottum Bote 18.03.2020

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Rottum Bote OCHSENHAUSEN Mittwoch, 18. März 2020 Im Dienst am Bollwerk für Artenvielfalt Von Luca Mader ● OCHSENHAUSEN - Natürliche Biotope gibt es in Deutschland immer weniger und mit ihnen sinkt die Artenvielfalt. Eine der letzten Oasen, die eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen beherbergen, sind die Streuobstwiesen, eine davon befindet sich zwischen Ochsenhausen und Hattenburg. Um auf den ökologischen Nutzen dieser Biotope aufmerksam zu machen, veranstaltete der Gartenbauverein Erlenmoos und der Naturschutzbund Ochsenhausen (Nabu) vergangene Woche die „Aktionstage Streuobstwiese“. Während unter der Woche die Besucher bei der Altbaumpflege tätig wurden, lernten rund 20 Interessierte bei einer Führung über die Streuobstwiese am Samstag viel über die Natur und die Geschichte der Wiesen. „Schon die alten Griechen und Römer betrieben Obstbau, vor allem für die Weinproduktion“, sagte Robert Wiest, Vorstand des Gartenbauvereins Erlenmoos und Leiter der Führung. Um die Besonderheiten von Streuobstwiesen hervorzuheben, gab er den Besuchern zunächst eine geschichtliche Einführung in das Thema. „Solche Wiesen versorgten die Bevölkerung über lange Zeit mit wichtigen Nährstoffen. Nach der Verwüstung durch den 30-jährigen Krieg etwa wurden sie besonders wichtig“, erklärt der 26-Jährige. Durch die deutsche und europäische Agrarpolitik in den 1950er-, -60er- und -70er-Jahren, sank die Zahl der Streuobstwiesen allerdings von zwölf Millionen auf 7,9 Millionen. Um Obstplantagen zu fördern habe der Staat in dieser Zeit Prämien für die Rodung von Streuobstwiesen gezahlt. „Es ist höchste Zeit etwas zu tun, sonst verlieren wir diese Bollwerke der Artenvielfalt“, sagte Wiest. Bei der restlichen Führung begutachteten die Besucher die vielen Obstbäume und Totholzstrukturen, die den verschiedensten Tierarten einen Lebensraum bieten. Insgesamt beherberge die Streuobstwiese zwischen 3000 und 5000 verschiedenen Tierarten, darunter viele Vögel. Der Vogelexperte des Nabu Ochsenhausen Jürgen Dämmgen identifizierte die diversen Vogelgesänge für die Besucher. „Hier gibt es Stieglitze, Kleiber, Meisen, Finken und viele andere. Es ist höchste Aktionstage widmen sich bei Ochsenhausen den Streuobstwiesen Beim Pflanzen von neuen Obstbäumen dürfen bei den Aktionstagen Streuobstwiese alle mitanpacken FOTOS: LUCA MADER Zeit, dass diese Wiesen gerettet werden“, sagte Dämmgen. Zur Veranschaulichung erhielten die Gäste Einblick in nicht mehr bewohnte Nistkästen der Vögel, um die Strukturen der Nester zu sehen. Doch nicht nur für Flora und Fauna sei die Streuobstwiese wichtig, sondern auch für den Menschen. „Die Insekten, die hier leben, sind die Grundlage der Nahrungskette“, sagte Robert Wiest. Wenn das Insektensterben so weiterginge, habe das langfristig negative Auswirkungen auf den Menschen. „Es drohen ganze Artenzusammenbrüche“, so Wiest. Darüber hinaus seien Robert Wiest weiß viel über fastvergessene Obstbaumsorten die Früchte der alten Obstbaumsorten um einiges gesünder als die heutigen. „Die Polyphenole im Obst sind sehr gesund, sie wirken krebsvorbeugend und entzündungshemmend“, erklärte der 26-Jährige. „Die neuen Obstsorten enthalten oft nur zehn Prozent so viel Polyphenol wie die alten.“ Um die Streuobstwiese bei Hattenburg weiter zu erhalten, pflanzten die Verantwortlichen am Samstag 13 neue Bäume. Darunter befanden sich viele alte Obstbaumsorten wie Elsbeere und Speierling. Diese zwei Bäume sind in der Vergangenheit fast in Vergessenheit geraten und deswegen besonders schützenswert. Beim Pflanzen der drei Jahre alten Obstbäume packten alle Besucher mit an. Dabei ging es um mehr, als nur den Jungbaum in ein Loch zu stellen. Robert Wiest zeigte den Interessierten dabei viele Tricks, um zu gewährleisten, dass die Bäume gut anwachsen. So schnitt er beispielsweise die Wurzeln speziell an. „Ich habe diesen Platz hier zwar schon öfters beim Vorbeifahren gesehen, aber ich war hier noch nie. Ich finde es super, dass sich der Verein hier so reinhängt“ sagte die Besucherin Andrea Wiest. Ihr achtjähriger Sohn Matthäus war ebenfalls mit dabei und zeigt, sich sehr interessiert: „Am besten hat mir das Bäume pflanzen gefallen.“ „Offenen Stunde“ ● Was geht ab im Jugendhaus Ochsenhausen? OCHSENHAUSEN (sz) - Was ein Jugendhaus ist, lässt sich schnell googlen. Was aber das jeweilige Jugendhaus im Speziellen ausmacht, lässt sich nur persönlich erfahren. Anlässlich des 5. Jahres, in dem sich das Jugendhaus Ochsenhausen befindet, hatten Hilde Schultheiß- Jucker (Ox-21) und Ute Bodenmüller (Sozialarbeiterin für die Offene Jugendarbeit unter der Trägerschaft von LERNEN FÖRDERN) am 11. März zur „Offenen Stunde“ eingeladen. Eine große Gruppe von 10-15- jährigen wartete gespannt, wen sie zum „Nagel schlagen“, Tischkickern oder Airhockey-Spiel herausfordern konnten. So freuten sich alle ungemein, als Bürgermeister Andreas Denzel, Herr Schmid-Sax (Amtsleiter im Bereich Kultur, Bildung und Betreuung, Schulen und Kindergärten), Herr Krug (1. Vorsitzender des Trägervereins LERNEN FÖREDERN) und etliche Vertreter des Gemeinderates Ochsenhausens sowie Eltern und Großeltern der Kinder den Jugendtreff in dieser Zeit besuchten. Nicht nur Spielerisches konnten die Gäste genießen – nein, sie wurden auch kulinarisch verwöhnt. Herzhaftes und Süßes aus Blätterteig oder Hefeteig, mit Speck oder Vegetarisch…..und am Ende noch gebrannte Mandeln. Das Team und die Jugendlichen vom Jugendhaus bedankten sich für die gezeigte Bereitschaft, künftig am Mittwochabend auszuhelfen und für die großzügigen Spenden, die sicherlich ganz bald hier im Jugendhaus einfließen werden. An Ideen fehlt es den Kindern und Jugendlichen nämlich nicht….. Schön, wenn man solche Menschen, wie an diesem Mittwochabend, in seiner Stadt findet. Liebe Leserinnen, liebe Leser, gerne drucken wir Ihre eingereichten Beiträge ab. Beachten Sie bitte, dass der Redaktionsschluss für redaktionelle Beiträge immer freitags um 18 Uhr ist, da der Rottum Bote am Montag in den Druck geht. Später eingehende Beiträge können für die aktuelle Ausgabe leider nicht mehr berücksichtigt werden.

Rottum Bote RUND UM OCHSENHAUSEN Mittwoch, 18. März 2020 MITTELBUCH (sz) - Hans Kramer, Roland Kramer und Hans Mader sind bei der vergangenen Jahreshauptversammlung des Musikvereins Mittelbuch zu Ehrenmitgliedern des Vereins ernannt worden. Alle drei Mitglieder können auf eine jeweils 50-jährige aktive Tätigkeit im Verein zurückblicken. Der Vorsitzende Wolfgang Spengler junior eröffnete die Versammlung mit seinem Bericht und einen Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr. So hatte der Verein im April zum dritten Mal das „Schwäbische Essen“ in der Turn- und Festhalle Mittelbuch organisiert, das für den Verein ein voller Erfolg war. Auch das Waldfest im August war ein besonderes Highlight, sagte Spengler. Im Oktober ergab sich ein Wechsel in der musikalischen Leitung: Christoph Mohr übernahm für das Weihnachtskonzert den Dirigentenstab des Musikvereins. Besonders stolz berichtete Wolfang Spengler über die weitere Zusammenarbeit mit Ehrungen für 150 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit Hans Kramer, Roland Kramer und Hans Mader sind neue Ehrenmitglieder Der Vorsitzende Wolfgang Spengler junior mit den Ehrenmitgliedern Roland Kramer, Hans Kramer, Hans Mader sowie Verena Zell und Silke Kekeisen (von links). FOTO: PRIVAT Christoph Mohr für das Jahr 2020. Katharina Hecht veranschaulichte das Vereinsjahr in ihrem Bericht der Schriftführerin. Im Bericht der Kassierer wurde deutlich, dass der Musikverein solide finanziell wirtschaftet. Dies bestätigen im Anschluss auch der Kassenprüfer Karl Eibofner. Christoph Mohr berichtete über seine Anfänge als Dirigent und das erfolgreiche Konzert und gab einen Ausblick auf das kommende Wertungsspiel beim Kreismusikfest in Mietingen. Gleichzeitig durfte er vier Kameraden beglückwünschen, die im vergangenen Jahr nur ein- oder zweimal in den Proben gefehlt hatten. Gustav Daiber, Wolfgang Spengler junior, Stefan Wohnhas und Lena Reinberger durften sich als Belohnung für ihre fleißigen Probenbesuche über ein kleines Präsent freuen. Bei den Wahlen unter der Wahlleitung von Karl Wohnhas (Ortsvorsteher Mittelbuch) wurden Vorstand Wolfgang Spengler, Andreas Herrmann und Franz Unsöld als Beisitzer in ihrem Amt wiedergewählt. Als Nachfolge von Julia Wohnhas als Beisitzer wurde Stefan Wohnhas einstimmig gewählt. ANZEIGE Ochsenhauser Mädchen sind Landessieger GÜGLINGEN/OCHSENHAUSEN (sz) - Die Mädchenmannschaft des Gymnasiums Ochsenhausen haben im Landesfinale in Güglingen den ersten Platz im Tischtennis beim Turnier „Jugend trainiert für Olympia“ gesichert haben und somit in ihrer Altersklasse Landessieger von Baden- Württemberg sind. Auf dem Bild sind v.l.n.r. obere Reihe Ina Huchler, Alissa Jerg und Pauline Merk, untere Reihe v.l.n.r. Lilly Richter und Lara Kübler abgebildet. FOTO: NICOLE KÜBLER