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Rottum Bote 17.02.2021

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#ÄrmelHoch – das

#ÄrmelHoch – das Update zur Corona-Schutzimpfung IMPFSTOFFE FÜR DEUTSCHLAND Rund 3,3 Millionen Impfungen sind in den ersten sechs Wochen bereits durchgeführt worden – rund 1 Million Menschen haben auch schon ihre Zweitimpfung erhalten (Stand: 8. Februar 2021). Noch ist der Impfstoff knapp. Aber alle produzierenden Unternehmen, die EU, der Bund, die Länder und die vielen Menschen aus den Gesundheitsberufen geben alles und krempeln die #ÄrmelHoch – damit wir schneller impfen können. Der Etappenplan 2021: Wer wird wann geimpft? Impfstart 27.12.2020 Februar 2021 Frühling 2021 Sommer 2021 1. Etappe 2. Etappe 3. Etappe Ziel erreicht. Impfangebot für · Bewohner:innen von Pflegeheimen · über 80-Jährige Impfangebot für · alle älteren Menschen · exponierte Berufe (insbesondere Gesundheitsund Pflegeberufe) · Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen Impfangebot für alle Erwachsenen Durch hohe Impfquote alle schützen: Herdenimmunität erreichen Lieferung der drei Impfstoffe im 1. Quartal Gesamtmengen Deutschland aus EU-Bestellungen, gemäß Planzahlen der Hersteller, abhängig von Einhaltung der geplanten Liefertermine Durch die Zulassung des Impfstoffes von AstraZeneca können im Februar rund 1,7 Mio. Menschen zusätzlich ihre Erstimpfung erhalten. BioNTech/Pfizer ≈ 10,3 Mio. Moderna ≈ 1,8 Mio. + AstraZeneca ≈ 5,6 Mio. Fragen & Antworten, Videos, Downloads und Newsletter unter Corona-Schutzimpfung.de Stellen Sie Ihre Fragen beim kostenfreien Info-Telefon unter 116 117 Bleiben Sie auf dem Laufenden: bmg.bund bmg_bund Bundesministerium für Gesundheit bundesgesundheitsministerium Bundesgesundheitsminister Jens Spahn beantwortet mit seinen Gästen Ihre Fragen rund um die Corona-Schutzimpfung im Livestream am 20.2. um 14.00 Uhr auf ZusammenGegenCorona.de/live LIVE TALK

Rottum Bote RUND UM OCHSENHAUSEN Mittwoch, 17. Februar 2021 Von Volker Geyer ● Mit dem Kochlöffel gegen Corona Küchenchef aus Oberopfingen bietet spezielle Schlemmer-Boxen an KD Lokales Landgasthof Löwen in Oberopfingen Auf dem Foto v.li. Selma Tunc, Alexander Ruhland, Ole Wagner und Simone Striegel FOTO: SIEGFRIED REBHAN OBEROPFINGEN - Für Alexander Ruhland und sein Team sollte 2020 ein besonderes Jahr werden – und das wurde es auch. Allerdings auf eine vollkommen andere Weise, als es sich der Chef des Landgasthofs Löwen in Oberopfingen vorgestellt hatte. Die Fassade des Restaurants und Hotels war frisch renoviert, die Sanierung eines weiteren Gastraums fertig und die Eröffnung einer Kochschule mit eigener Küche geplant – doch dann kam Corona und mit dem Virus im März der erste Lockdown. „Wir wussten nicht, wie uns geschieht“, beschreibt der 37-jährige Küchenchef die damalige Situation: „Wir haben es einfach nicht glauben können, dass wir schließen mussten.“ Das sei psychisch sehr belastend gewesen. Gleichzeitig habe man immer gehofft, bald wieder öffnen zu dürfen. Doch daraus wurde nichts. Erst Ende Mai konnten die Restaurants unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften wieder Gäste in begrenzter Zahl bewirten. Dennoch waren die finanziellen Einbußen weiterhin groß. „Wir hatten ja auch viel weniger Hotelgäste als sonst“, sagt Ruhlands Lebensgefährtin Simone Striegel, die für den Service-Bereich des Gasthofs verantwortlich ist: „Es gab ja kaum noch Geschäftsreisende. Zudem blieben viele Stammgäste, die jedes Jahr auf dem Weg in den Urlaub bei uns einen Zwischenstopp mit Übernachtung einlegten, in diesem Sommer aus.“ Im Herbst dann ein weiterer Rückschlag: Die zweite Coronawelle sorgte im November für die nächste Zwangsschließung. Ruhland hatte sich schon im ersten Lockdown nicht damit anfreunden können, warmes Essen in Kunststoffschalen zum Mitnehmen anzubieten. Das hätte auch nicht zur Küchenphilosophie des mehrfach ausgezeichneten Kochs und zu den Erwartungen seiner Gäste gepasst. So findet man den Oberopfinger Löwen zum Beispiel in den Restaurantführern Gault-Millau (13 Punkte) und Guide Michelin (Bib Gourmand-Auszeichnung). Seine Ausbildung hat Ruhland bei Sternekoch Christian Henze 2003 mit Auszeichnung abgeschlossen und danach Erfahrung bei namhaften Köchen wie Hans Haas im Tantris in München und Vincent Klink in der Wielandshöhe in Stuttgart gesammelt. 2011 übernahm er den Löwen von seinen Eltern und führt den Betrieb nun in vierter Generation. „Wir wollten aber unbedingt auch im Lockdown unseren Gästen etwas für zu Hause anbieten“, erzählt der Küchenchef. So entwickelten er und sein Team die „Löwen-Box“. Dabei werden die Komponenten eines Drei- bis Fünf-Gänge-Menüs so weit vorgegart und einzeln verpackt, dass man sie nur noch entsprechend erwärmen beziehungsweise fertiggaren muss. Eine verständliche und exakte Kochanleitung liegt jeder Box bei. Zudem findet man online kurze Videos, die zeigen, wie die einzelnen Gänge auf dem Teller angerichtet werden. Auf diese Weise möchte der Küchenchef erreichen, dass seine Kunden die Produkte am eigenen Herd in gleicher Qualität wie in seinem Restaurant zubereiten können. Jedes Wochenende und an Feiertagen gibt es eine neu kreierte Schlemmerbox. Das sei zwar eine Menge Arbeit und finanziell kein großer Wurf, dennoch lohne sich der Aufwand, sagt Ruhland. Und zwar in mehrerlei Hinsicht: So hätten er und sein Team weiterhin eine regelmäßige Aufgabe und könnten kreativ sein. Wobei die gesamte Löwen-Mannschaft in der Küche zum Einsatz kommt. Neben Koch Markus Hock und Hotelfachfrau Simone Striegel gehören zum fest angestellten Löwen-Team die beiden Auszubildenden Selma Tunc (Hotelfachfrau) und Ole Wagner (Koch). „Das Boxen-Kochen macht allen großen Spaß“, sagt Ruhland. Und jeder lerne etwas dazu – auch der Chef. Schließlich sei jede neue Box eine Herausforderung, da man ja keine Erfahrung darin habe, welche Speisen sich für diese spezielle Art der Zubereitung am besten eignen. „Man traut sich bei jeder Box aber etwas mehr zu“, sagt der Küchenchef. Und den Gästen schmecke es. Dies würden die vielen positiven Rückmeldungen zeigen. „Das motiviert uns alle enorm“, unterstreicht Ruhland mit einem Lächeln. Mit Blick nach vorn ist der 37- Jährige davon überzeugt, dass man den Lockdown jetzt nicht zu früh lockern sollte – auch wenn er ein Ende natürlich herbeisehne. Schließlich würde sich die finanzielle Situation täglich verschlechtern. „Aber was bringt uns ein verfrühtes Öffnen, wenn wir in ein paar Wochen wieder zusperren müssen, weil die Zahl der Infizierten erneut ansteigt.“ Das würde den Gastronomen am Ende nur noch mehr schaden – zumal er und etliche seiner Kollegen von den versprochenen finanziellen, staatlichen Hilfen noch nicht viel gesehen hätten. Von Sybille Glatz ● Neuer Pfarrer für Erolzheim-Rot Jonathan Wahl kommt am 1. März als evangelischer Pfarrer nach Rot an der Rot Jonathan Wahl FOTO: PRIVAT EROLZHEIM/ROT AN DER ROT - Die evangelische Kirchengemeinde Erolzheim-Rot bekommt einen neuen Seelsorger. Pfarrer Jonathan Wahl wird die Pfarrstelle zum 1. März übernehmen. Seit dem Weggang von Maximilian Jaeckel im Sommer 2019 war die Stelle vakant gewesen. Pfarrerin Margit Bleher hatte in dieser Zeit die Vertretung übernommen. Für Pfarrer Wahl ist es seine erste eigene Pfarrstelle nach seiner Praxisausbildung, die zweieinhalb Jahre dauerte. Noch wohnt der 34-Jährige in Großerlach im Rems-Murr- Kreis. Doch zusammen mit seiner Frau und seinen vier Kindern wird er demnächst in das Pfarrhaus in Rot an der Rot umziehen. „Wir freuen uns gemeinsam auf den Umzug nach Rot“, sagt der Pfarrer. Zwar hätten er und seine Familie sich in Großerlach wohlgefühlt, aber „es ist so wie in anderen Berufen auch“, meint Wahl. „Wenn der Beruf den Ort wechselt, geht die Familie mit.“ In Großerlach hat sich der junge Pfarrer bisher auch ehrenamtlich engagiert und zwar als aktives Mitglied der freiwilligen Feuerwehr. In seiner neuen Kirchengemeinde werde er schauen, was es vor Ort gibt, sagt Wahl. Der Kontakt zu den Menschen ist ihm wichtig. „Ich werde nicht darauf warten, dass die Leute in die Kirche kommen, sondern ich gehe dorthin, wo die Leute sind.“ Eine echte Verbindung mit den Menschen liegt dem Seelsorger am Herzen, „in aller Menschlichkeit“, sagt Wahl. „Ich verstecke mich nicht hinter meinem Talar.“ Kontakt sucht Wahl dabei nicht nur im realen Leben, sondern auch in der virtuellen Welt. Der 34-Jährige bezeichnet sich selbst als „techniknah“. „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auch online echte Begegnung möglich ist“, sagt Wahl. Er spricht sich dafür aus, dass in der Corona-Pandemie „wir das Wenige, was wir tun können, auch tun“. Sein bisheriger Lebensweg führte nicht geradlinig zu seiner neuen Stelle. „Ich habe evangelische Theologie studiert. Danach habe ich eine Zeit lang als Kommunikationstrainer gearbeitet“, sagt Wahl. Erst später folgte die Entscheidung: „Ich nehme meine Skills und bringe sie in die Kirche ein.“ Für den Theologen, der am Bodensee aufgewachsen ist, ist Glaube nichts Selbstverständliches. Er sei mit 14 Jahren zum Glauben gekommen, berichtet der Pfarrer – also in einem Alter, in dem der eine oder andere sich schon wieder von der Kirche entfernt. „Ich kann gut nachvollziehen, weshalb sich manche von der Kirche abwenden“, sagt Wahl. Er fände es gut, wenn die Kirche wieder ein starkes Profil finden würde. Zwei Punkte sind es in seinen Augen, die dieses Profil ausmachen: das Evangelium und spirituelle Praxis. „Ich möchte, dass die Kirche ein offenes Haus ist, das den Leuten die Möglichkeit bietet, Glauben zu leben und zu entdecken“, sagt Wahl. „Glauben entdecken“ ist dabei durchaus wörtlich zu verstehen. „Ich erwarte von niemandem, der kommt, dass er von vornherein glaubt“, sagt Wahl. Offen zeigt sich der Pfarrer auch gegenüber anderen Konfessionen. „Ökumene ist ein zentraler Bestandteil meines Glaubens“, sagt Wahl. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den anderen Kirchen.“ Ein erstes Bild von seiner neuen Kirchengemeinde hat sich Wahl bereits machen können. „Ich habe den Kirchengemeinderat kennengelernt, als das noch möglich war.“ Er hatte dabei ein „gutes Gefühl“. „Die Kirchengemeinde ist sehr lebendig. Es gibt schon relativ viel vor Ort“, sagt Wahl. Als Pfarrer sieht er sich als Teil eines Teams. „Ich frage: Was braucht ihr von mir, wo kann ich helfen? Ich habe keinen Masterplan für die Gemeinde. Ich habe meine Fähigkeiten und ein großes Herz für die Probleme der Leute.“ Und er betont: „Als Einzelkämpfer haben wir im Reich Gottes selten eine Chance.“ Der Vorstellungsgottesdienst ist am 7. März um 10 Uhr in Rot an der Rot.