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Rottum Bote 10.03.2021

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Rottum Bote OCHSENHAUSEN Mittwoch, 10. März 2021 OCHSENHAUSEN (sz) - Mit einem gemeinsamen Begrüßungslied und einem kleinen Theaterstück für die Kinder ist der neue Naturkindergarten Fürstenwald in Ochsenhausen gestartet. Wegen der Corona- Pandemie wurde auf eine offizielle Eröffnung der neuen Einrichtung verzichtet. Trotzdem hatten sich zum Start einige Gäste angesagt, darunter Bürgermeister Andreas Denzel und Michael Schmid-Sax aus dem Ochsenhauser Rathaus sowie Gemeinderat Gerhard Gruber, der das Projekt als Pate begleitet. Auch Vertreter der Elterninitiative, die die Einrichtung des Waldkindergartens angeregt hatten, waren gekommen. Nach der Begrüßung durch Kindergartenleiterin Melanie Rodi-Schiedel ließ Bürgermeister Denzel kurz den Werdegang des neuesten städtischen Kindergartens Revue passieren. Nachdem die Elterninitiative im Herbst 2019 mit dem Wunsch nach der Einrichtung eines Waldkindergartens auf die Stadt zugekommen sei, habe der Gemeinderat bereits ein halbes Jahr später grünes Licht für das Vorhaben gegeben. Parallel dazu habe man sich auf die Standortsuche gemacht, die nicht ganz einfach gewesen sei. Der jetzige Standort im Für- Naturkindergarten Fürstenwald eröffnet Neue Einrichtung der Stadt Ochsenhausen startet mit sieben Kindern Herzlich willkommen: Mit einem symbolischen Scherenschnitt geben zwei Kinder den Weg zum neuen Naturkindergarten Fürstenwald frei. Links im Bild Kindergartenleiterin Melanie Rodi- Schiedel, rechts eine Vertreterin der Elterninitiative, die die Einrichtung des Waldkindergartens angeregt hatte. FOTO: MICHAEL SCHMID-SAX stenwald sei der dritte, nachdem die beiden anderen angedachten Plätze vom Naturschutz nicht genehmigt worden seien. Wegen der schwierigen Standortsuche und der langen Lieferfristen für den Wagen habe auch der ursprünglich bereits für den vergangenen Herbst geplante Start des Waldkindergartens verschoben werden müssen. Doch das Warten habe sich gelohnt, denn der Naturkindergarten Fürstenwald sei „wirklich sehr schön“ geworden und die Stadt sei stolz auf ihre neue Einrichtung. Denzel dankte allen, die zum Gelingen des Waldkindergartens beigetragen hätten: der Elterninitiative für ihre konstruktive Begleitung, dem Gemeinderat für die Mittelbereitstellung, dem Forst Baden- Württemberg als Waldeigentümer für die Überlassung des Waldgrundstücks, Kindergartenleiterin Melanie Rodi- Schiedel und ihren beiden Mitarbeiterinnen Claudia Kösler und Gabriele Buschle für ihre engagierte Aufbauarbeit sowie Michael Schmid-Sax, dem Bauhof und allen städtischen Mitarbeitern für ihren Einsatz für den neuen Waldkindergarten. Ein besonderer Dank des Bürgermeisters galt Gemeinderat Gerhard Gruber. Dieser habe sich nicht nur im Gemeinderat und in der vom Gemeinderat eingesetzten Arbeitsgruppe Kindergarten für den Waldkindergarten stark gemacht, sondern das Projekt von Anfang an tatkräftig begleitet. Dutzende an Arbeitsstunden habe er draußen im Wald und in seiner Werkstatt aufgebracht, indem er Möbel für den Wagen geschreinert und sich um Heizung, Toilette, Photovoltaik-Anlage und vieles mehr gekümmert habe. Denzel bat Gerhard Gruber, den Waldkindergarten auch weiterhin als Pate und guter Geist zu unterstützen. Der Naturkindergarten Fürstenwald ist zunächst mit sieben Kindern gestartet und wird stufenweise bis zur maximalen Gruppenstärke von 20 Kindern aufgebaut. Er ist von Montag bis Freitag jeweils von 7.30 bis 13.30 Uhr geöffnet. Aufgenommen werden Kinder ab drei Jahren. Ansprechpartner für den Naturkindergarten ist im Ochsenhauser Rathaus Michael Schmid-Sax (Telefon 07352/922022, E-Mail schmid-sax@ochsenhausen.de). Er nimmt auch weitere Anmeldungen für den neuen Kindergarten entgegen. Zehnte Bildungspartnerschaft steht Silvia Geppert von der IHK Ulm, Werner Egger Rektor der AHVS, Rene Ziesel und Franzi Kimpfler von der Firma Marbeton Fertigteilbau (von links) besiegeln die Bildungspartnerschaft. FOTO: PRIVAT ROT AN DER ROT (sz) - Die Abt-Hermann-Vogler-Schule (AHVS) Rot hat Anfang März ihre zehnte Bildungspartnerschaft mit der Firma Marbeton GmbH Fertigteilbau aus Aitrach unterschrieben. „Jede Bildungspartnerschaft ist eine Bereicherung für uns.“, erklärte Schulleiter Werner Egger, „denn wir sind die Schule, mit Schülern, die lieber mit den Händen denken.“ Obwohl die Partnerschaft erst jetzt offiziell wurde, werde sie bereits in vollem Umfang gelebt. So seien die Projekte zwischen Marbeton und der Schule längst in vollem Gange und Marbeton habe bereits einen neuen Auszubildenden für sich gewinnen können. Silvia Geppert von der IHK Ulm lobte ebenfalls die Verbindung und bekräftigt, dass man mehr auf technische Berufe aufmerksam machen müsse. Oft könne man erst im praktischen Handeln bei Schülerinnen und Schülern Qualitäten entdecken, die man im Schulalltag nicht sieht. Sie weist darauf hin: „Man ist stolz auf das, was man in einer Firma erreichen kann und identifiziert sich dann automatisch mit seinem Betrieb.“ Rene Ziesel von der Firma Marbeton bestätigt: „Das theoretische Erfassen eines Themas kommt oft durch das Tun. Man kann mit einer handwerklichen Ausbildung anfangen und sich dann weiterentwickeln. So kann man Ziele erreichen, die man sich nicht zugetraut hätte. Aber mit einer Ausbildung habe ich die Grundlage für eine weitere Entwicklung geschaffen.“ Egger ergänzt: „Ein Hauptschulabschluss und eine handwerkliche Ausbildung sind für viele die Möglichkeit zu gutem Erfolg.“ SV Mittelbuch ● Neue Berg-Wandergruppe MITTELBUCH (sz) - Im Sportverein Mittelbuch startet eine neue Berg-Wandergruppe. Hauptziele sind leichte bis mittelschwere Bergwanderungen in den Allgäuer- und Österreichischen Alpen. Bei Bedarf können diese Ziele aber auch erweitert und angepasst werden. Vorgesehen sind Wanderungen zu vorher festgelegten Terminen, welche ohne Anmeldungen an einem vereinbarten Treffpunkt zur Bildung von Fahrgemeinschaften startet. Die Leitung übernimmt Wolfgang Kramer mit Unterstützung von Karin Ruedi. Sobald es Pandemie bedingt möglich ist wird hierzu eine Infoveranstaltung stattfinden. Diese wird rechtzeitig über die Medien bekannt gegeben. Auch Nicht-Mitglieder können an den Wanderungen jederzeit teilnehmen. Fragen dazu können an Wolfgang Kramer, Tel. 07352/2746 oder per e-mail wolfgang.kramer1 @t-online.de gerichtet werden.

Rottum Bote RUND UM OCHSENHAUSEN Mittwoch, 10. März 2021 Pakilia will Hoffnung und Trost spenden Das Start-Up-Unternehmen aus Bellamont vertreibt handgemachten Silberschmuck aus Mexiko zu fairen Preisen Lastwagen stehen vor einer Kontrolle kurz nach der deutsch-tschechischen Grenze im Stau. Die verschärften deutschen Einreiseregeln an der Grenze zu Tschechien zum Schutz vor gefährlichen Varianten des Coronavirus sind in der Nacht zum 14. Februar in Kraft getreten. FOTO: DPA/ARMIN WEIGEL So bremst die Pandemie die Produktion Lieferschwierigkeiten führen bei Liebherr Hausgeräte zu Beeinträchtigungen im Ablauf Von Sybille Glatz ● OCHSENHAUSEN - Die Corona-Pandemie trifft die Unternehmen in der Region sehr unterschiedlich. Während die einen wie Gastronomen oder Modehäuser unter den Einschränkungen stark leiden, verzeichnen andere Unternehmen steigende Absatzzahlen. Eine der Firmen, deren Produkte in der Pandemie stärker als vorher nachgefragt werden, ist Liebherr Hausgeräte in Ochsenhausen. Dort werden Kühl- und Gefriergeräte produziert. „Die Lage bei uns ist sehr gut“, sagt Markus Möhrle, Betriebsratsvorsitzender der Liebherr Hausgeräte GmbH bei einem Online-Pressegespräch der IG Metall Ulm. Doch auch bei Liebherr Hausgeräte spürt man die Auswirkungen der Pandemie, aber auf eine andere Art und Weise. „Es gibt immer wieder Lieferschwierigkeiten“, sagt Möhrle. Wie er berichtet, beeinträchtigen diese Schwierigkeiten die Produktion in Ochsenhausen mal mehr, mal weniger. „Es schwankt von Woche zu Woche“, sagt er. „Seit etwa einem Jahr haben wir Vollauslastung“, berichtet Möhrle. „Die Krise hat uns Aufträge gebracht. Viele Leute haben ihr Zuhause renoviert.“ Das Unternehmen reagierte auf die steigenden Auftragszahlen. „Wir haben im vergangenen Jahr recht schnell die Produktion wieder hochgefahren“, sagt Möhrle. Doch damit nicht genug. „Wir haben eine Nachtschicht aufgebaut und es wurden neue Mitarbeiter eingestellt.“ Laut Möhrle ist der Betrieb damit gut aufgestellt. „Wir könnten rund um die Uhr produzieren“, sagt er. Doch Lieferschwierigkeiten verhindern das. Die Gründe für diese Schwierigkeiten sind an mehreren Stellen. „Es hängt an den Grenzen zu Österreich und Tschechien. Aber auch China spielt eine Rolle“, sagt Möhrle. Der Hintergrund: Die Bundesregierung hatte am 14. Februar Tschechien, die Slowakei und weite Teile Tirols in Österreich zu sogenannten Virusvariantengebieten erklärt. Lastwagenfahrer mussten nun für die Einreise nach Deutschland einen negativen Corona-Test vorzeigen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Diese Regelung wurde bis 3. März verlängert. Wie Möhrle ausführt, liegt es in manchen Fällen auch an den Zulieferern der Lieferanten, die wiederum das Werk in Ochsenhausen beliefern. Aufgrund der Lieferschwierigkeiten komme es manchmal vor, dass Beschäftigte früher Feierabend machen müssten, weil die notwendigen Materialien fehlten. Doch laut Möhrle ist das für die Beschäftigten kein Grund zur Freude. „Es ist ärgerlich, damit ist keiner glücklich, weder die Geschäftsleitung noch die Mitarbeiter“, sagt der Betriebsratsvorsitzende. Markus Möhrle ist in der Gewerkschaft aktiv und Mitglied des Ortsvorstands der IG Metall Ulm. Dass die IG Metall bei den Tarifverhandlungen in diesem Jahr „ein Volumen von vier Prozent zur Stärkung der Einkommen für zwölf Monate“ fordert, unterstützt er. „Die vier Prozent halte ich für vollkommen richtig. Auch für uns in Ochsenhausen ist das angemessen. Das wird von der Belegschaft auch so kommuniziert.“ Dass die Steigerung auch für Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung zur Verfügung stehen soll, findet seine Zustimmung. „Beschäftigungssicherung ist wichtig.“ Bei den laufenden Tarifverhandlungen wird es zudem um die Auszubildenden gehen. Wie Manfred Fakler, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender des Liebherr-Werks in Biberach, erläutert, sind dual Studierende „nicht im Geltungsbereich des Tarifvertrags“. „Der Manteltarifvertrag für die Auszubildenden ist älter als 30 Jahre. Seither hat sich einiges geändert“, sagt Fakler. Er spricht sich dafür aus, dass die dual Studierenden unter das Dach eines Tarifvertrags kommen und ihnen damit eine Perspektive gegeben wird. Das sieht auch Möhrle so. „Das Thema muss angegangen werden. Die Zahl der dual Studierenden bei uns hat sich in den vergangenen acht Jahren verdoppelt.“ BELLAMONT (sz) - Pakilia ist ein junges, deutsches Start- Up-Unternehmen, gegründet von zwei Powerfrauen aus Bellamont und Freiburg, das handgemachten Silberschmuck aus Mexiko zu fairen Preisen nach Deutschland und in die angrenzende Länder bringt. Pakilia bedeutet auf der Aztekensprache Nahuatl „Freude geben“ – und genau das wollen die beiden Frauen mit ihrem Unternehmen erreichen. In einer Pressemitteilung heißt es: Gerade in der aktuellen Situation ist unsere Arbeit wichtiger denn je, denn unsere Bestellungen sichern den Kunsthandwerkern in Mexiko finanzielle Sicherheit und einen Arbeitsplatz. Unser Ziel ist es, die Kunsthandwerker*innen und ihre Familien auf ihrem individuellen Weg zu mehr finanzieller Sicherheit zu begleiten und gleichzeitig unsere Kund*innen mit einmaligen Silberschmuckstücken glücklich zu machen. Wir arbeiten in einem jungen, dynamischen, virtuellen Team zusammen, welches teilweise in Mexiko, teilweise in Deutschland ist, sodass wir ganz nah an Kunsthandwerker*innen und Kundschaft dran sind. Durch die Covid-19 Pandemie ist die Existenz unserer Kunsthandwerker*innen in Mexiko stark bedroht, da wegen des ausbleibenden Tourismus eine entscheidende Einkommensquelle ersatzlos wegfällt. Seit Mexiko am 24. Januar 2021 als Hochinzidenzgebiet eingestuft wird, spitzt sich die Lage weiter zu. Aus diesem Grund investieren wir noch mehr denn je in neue Bestellungen bei den Kunsthandwerker*innen, obwohl sich auch in Deutschland durch die Schließung des Einzelhandels und die abgesagten Messen und Events die Situation noch keineswegs entspannt hat. Doch nur Arbeitsaufträge und ein regelmäßiges Einkommen können unseren Partnern vor Ort Hoffnung und Trost geben. Mehr Infos gibt es auf auf der Pakilia Webseite und auf der Vereinshomepage von „pakilia wirkt! e.V.“. Auch auf Social Media sind Pakilia aktiv: Instagram und Facebook. Durch die Covid-19 Pandemie ist auch die Existenz der Kunsthandwerker*innen in Mexiko stark bedroht FOTO: PAKILIA Wahlkampf ● MdL Thomas Dörflinger auf dem Ochsenhauser Wochenmarkt OCHSENHAUSEN (sz) - Der CDU Landtagsabgeordnete und Landtagskandidat der CDU im Wahlkreis Biberach, Thomas Dörflinger, ist am Freitag 12. März von 10-12 Uhr präsent und steht für Gespräche zur Verfügung.