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Rottum Bote 10.02.2021

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Rottum Bote RUND UM OCHSENHAUSEN Mittwoch, 10. Februar 2021 Die Verantwortlichen der Hospizgruppe Lydia Müller (l.) und Agnes Ohmann mit Renate Steur (r.), die sich nach fast 30 Jahren zurückzieht. FOTO: PRIVAT Wechsel in der Hospizgruppe Ochsenhausen-Illertal Renate Steur war 28 Jahre lang ehrenamtliche Sterbebegleiterin und hat die Hospizgruppe mit aufgebaut OCHSENHAUSEN/ILLERTAL (sz) - „Dem Leben nicht mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben geben.“ So lautet ein wichtiges Motto der deutschen Hospizbewegung. Und eine, die von Anfang an, seit 28 Jahren, dabei war, ist Renate Steur. Sie hat die Hospizgruppe Ochsenhausen-Illertal mit aufgebaut und war als ehrenamtliche Sterbebegleiterin lange auch stellvertretende Einsatzleitung. Nun zieht sie sich in den wohlverdienten Ruhestand zurück. Lydia Müller wird ihr nachfolgen. Bei der Jahresabschlussfeier kam die Verbundenheit der Hospizgruppe in der liebevollen Fürsorge zum Ausdruck, mit der Renate Steur bedacht wurde. Das sei „Hospiz“ im Bereich Ochsenhausen-Illertal, teilt die Hospizgruppe mit – Stark im „Dasein“ für Schwerkranke und ihre Angehörigen und „Aufmerksamsein“ im Umgang miteinander. Renate Steur habe etwas sehr Wertvolles mit aufgebaut. Sie sei mit großer Dankbarkeit verabschiedet worden, die sich auch im Überreichen der Martinus-Ehrennadel im Namen des Dekans Sigmund F. J. Schänzle ausdrückte. Realschule Erolzheim ● Viertklässler können sich online informieren EROLZHEIM (sz) - Die Kinder der vierten Klassen der Grundschulen hatten in den vergangenen Jahren immer die Möglichkeit, die weiterführenden Schulen vor Ort kennenzulernen: Alle Schulen boten Schnuppertage und Tage der Offenen Tür an. In dieser Form kann dies in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Stattdessen bietet die Realschule Erolzheim für interessierte Eltern sowie Schülerinnen und Schüler drei Online-Info- Veranstaltungen an. Die erste wird am Donnerstag, 18. Februar, von 18 bis 19 Uhr angeboten. Die weiteren Termine sind am Montag, 1. Jugendmusikschule ● März, von 19 bis 20 Uhr, und am Freitag, 5. März, von 18 bis 19 Uhr. Außerdem wurde für alle Eltern und Schülerinnen und Schüler der Klasse vier eine Infobroschüre zur Vorstellung der Schule erstellt. Diese wird in den nächsten Wochen in den Grundschulen verteilt werden. Auf der Homepage kann diese jetzt schon digital betrachtet werden. Die Anmeldetermine sind für alle weiterführenden Schulen am 10. und 11. März. Wie der Anmeldeprozess in diesem Jahr an der Realschule Erolzheim ablaufen kann, wird ebenfalls auf der Homepage bekanntgeben. Franz Habrik (links) und Jonathan Gräter (rechts) vom Freundeskreis der Jugendmusikschule übergeben der Leiterin der Musikschule Susanne Feix-Treß die neue digitale Ausrüstung. FOTO: JUGENDMUSIKSCHULE OCHSENHAUSEN Langjährige Mitarbeiter verabschiedet OCHSENHAUSEN (sz) - Die Landesakademie in Ochsenhausen hat zwei ihrer langjährigen Mitarbeiter in den Ruhestand verabschiedet. Wie es in einer Mitteilung der Akademie heißt, verabschiedete Direktor Klaus K. Weigele Küchenleiter Peter Zwerger und Hausmeister Georg Kammerlander in den Ruhestand. Mit Peter Zwerger verlasse ein Mitarbeiter die Landesakademie, der bereits seit Betriebsbeginn im Juli 1989 in der Küche tätig war und für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt habe, so die Mitteilung. „Als Urgestein haben Sie über Jahrzehnte hinweg unsere Gäste meisterhaft bekocht und maßgeblich neben unserer fachlichen Entwicklung wesentlich zum Erfolg unserer Akademie beigetragen“, sagte Weigele bei der Verabschiedung. Georg Kammerlander war seit 1998 an der Landesakademie tätig und zählt ebenso zu den langjährigen Mitarbeitern, die die Landesakademie zu dem heute landesweit bedeutenden Kompetenzzentrum Musik weiterentwickelt haben. FOTO: LANDESAKADEMIE Freundeskreis richtet Medienraum ein OCHSENHAUSEN (sz) - Der Freundeskreis der Jugendmusikschule Ochsenhausen treibt die Digitalisierung voran. Das geht aus einer Mitteilung der Musikschule hervor. Wie die Schule berichtet, konnte durch Gelder aus Veranstaltungen und Mitgliedsbeiträgen für die Jugendmusikschule Ochsenhausen im Januar ein Medienraum eingerichtet werden. Dafür wurde ein Unterrichtsraum im ersten Stock mit einem großen Touch- Bildschirm, einer Weitwinkelkamera, einem Konferenzmikrofon und einer Lautsprecheranlage ausgestattet. Der Bildschirm, mit integriertem Rechner, ist intuitiv zu bedienen und elektrisch höhenverstellbar, sodass ab sofort der Raum von allen Lehrkräften genutzt werden kann, um den momentan notwendigen Distanzunterricht auch in den Räumlichkeiten der Musikschule reibungslos und digital hochwertig zu ermöglichen. In Zukunft ist angedacht, die technische Ausstattung auch für Playback- Übungen, Aufnahmen, Werkanalysen und für den Theorieunterricht einzusetzen. Auch Live-Übertragungen von Auftritten und Konzerten wird durch die mobilen Geräte möglich. Die Instrumentallehrerinnen und -lehrer haben die Möglichkeit, auf digitaler Ebene kreativ zu werden und neue Einsatzmöglichkeiten zu entwickeln.

Rottum Bote OCHSENHAUSEN Mittwoch, 10. Februar 2021 Von Tobias Rehm ● OCHSENHAUSEN - Später als gewohnt startet das Ochsenhauser Bildungswerk ins erste Semester des Jahres 2021. Die Kurse sind ab dem 1. März geplant – sollten es die Corona- Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen zulassen. Andernfalls könnten Kurse verschoben oder auch online angeboten werden. Doch zunächst setzen die Verantwortlichen überwiegend auf Präsenzveranstaltungen. Lediglich vier der 156 Kurse sind von vorneherein als Online- Unterricht vorgesehen. Bereits die beiden vorherigen Semester des Bildungswerks waren durch die Pandemie kräftig durcheinandergewirbelt worden. Nachdem Geschäftsführerin Christina Pappelau und Vorstandsvorsitzender Matthias Wiest zu Beginn des Herbstsemester im September noch auf einen einigermaßen geregelten Ablauf gehofft hatten, musste gegen Ende des Jahres der Kursbetrieb großteils eingestellt werden. Zunächst die Sport- und Bewegungskurse Ende Oktober, dann die restlichen Angebote Mitte Dezember. Generell seien die Kurse weniger gut gebucht gewesen als zu normalen Zeiten, berichtet Christina Pappelau. „Es war schon eine gewisse Zurückhaltung zu spüren.“ Auf der anderen Seite habe es aber auch enttäuschte Teilnehmer gegeben, die nicht an ihrem gewünschten Kurs hätten teilnehmen können, weil es aufgrund der Hygiene- und Abstandsregeln weniger Plätze gegeben habe. Auch wenn dies für das Bildungswerk im Umkehrschluss OCHSENHAUSEN/ILLERTAL (sz) - Trotz oder gerade wegen der Pandemie und ihrer Auswirkungen unterstützt der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) die Solibrot-Aktion. Sie findet bundesweit in der Fastenzeit vor Ostern statt und steht unter dem Motto „Backen. Teilen. Gutes tun.“ Die Aktion wird seit 2013 vom KDFB-Bundesverband und dem Katholischen Werk der Entwicklungszusammenarbeit Misereor gemeinsam getragen. Der Aktionszeitraum dauert von Bildungswerk setzt weiter auf Präsenz Semesterstart am 1. März geplant – Nur einige wenige Kurse soll es online geben „Was wird ab März wieder möglich sein?“: Matthias Wiest (l.) und Christina Pappelau hoffen, dass möglichst viele Kurse des Ochsenhauser Bildungswerks wie geplant stattfinden können. FOTO: TOBIAS REHM weniger Einnahmen bedeutet, betont Matthias Wiest: „Uns war auch wichtig, unsere Dozenten und Honorarkräfte nicht im Regen stehen zu lassen.“ Die große Frage sein nun: „Was wird ab März wieder möglich sein?“ Trotz der ungewissen Ausgangslage sei „das Grundgerüst das gleiche“, erklärt Christina Pappelau – von Koch- über Fitness- bis hin zu Sprachkursen. Lediglich auf Vorträge werde weiterhin verzichtet. Ausnahmsweise gebe es in diesem Frühjahrssemester die Prüfungsvorbereitung, nachdem diese in den Weihnachtsferien hatte ausfallen müssen. Neu im Programm sind unter anderem „Geocaching – eine Schatzsuche für Jung und Alt“, „Lieblingsteil selber stricken“, „Mut und Selbstvertrauen durch Interaktion mit Pferden“, und „Wunderbar, ein Darmseminar“, wo es mit Koch und Ernährungsberater Hermann Haas um die Ernährung bei Darmerkrankungen geht. Entspannung wird nicht nur bei Pilates und Yoga, sondern auch beim Waldbaden angeboten. Wie PC, Tablet und Smartphone funktionieren, können Senioren bei Einsteigerkursen lernen. Und wer das Gefühl hat, in Corona-Zeiten das Ein-maleins des Small Talks verlernt zu haben, ist beim Kurs von Heidrun Edel richtig. Eine Rubrik mit Online-Angeboten wird zu diesem Semester neu eingeführt. Vier Kurse sind darin enthalten: Englisch, Deutsch, Hatha Yoga und Zumba. „Wir sind mittlerweile in der Lage, auch weitere Kurse ganz schnell online anbieten zu können“, sagt Christina Pappelau. Generell seien aber Präsenzveranstaltungen das Ziel. „Das sehen wir auch als unsere Stärke an.“ Und Matthias Wiest ergänzt, dass darauf auch viele Teilnehmer Wert legten. Gelebte Frauensolidarität auch in Krisenzeiten Aschermittwoch (17. Februar) bis Karsamstag (3. April). Der KDFB-Bezirk Ochsenhausen/ Illertal beteiligt sich wieder in Kooperation mit den beiden Ochsenhauser Bäckereien Grieser und Hampp und der Bäckerei Huber aus Berkheim an der Aktion. Die Bäckereien Grieser und Hampp erklären sich bereit, während der Fastenzeit ein „Solibrot“ mit einem Solidaritätsanteil von 50 Cent zu verkaufen. Die Bäckerei Huber stellt Spendenboxen auf. Die Kunden unterstützen dadurch das Projekt „Für den Erhalt des Amazonas“ in Brasilien. Dieser sei nicht nur entscheidend für unser Klima, sondern auch die Heimat vieler indigener Völker, heißt in einer Pressemitteilung. Um die Rechte der Kleinbauern, Indigenen, Quilombolos und kleinen Gemeinden an den Ufern der Flüsse stehe es schlecht. Setze Präsident Bolsonaro seine angekündigte Politik um, drohten diesen Menschen Gewalt, Vertreibung und Elend. Frauen und Familien in Ländern des globalen Südens seien häufig besonders stark von den Auswirkungen der Pandemie betroffen. „Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, Solidarität zu zeigen und sich für die Menschen stark zu machen, die besonders unter der aktuellen Situation leiden“, erklärt Ulrike Kirchenmaier vom Frauenbund Kirchdorf/Oberopfingen. Viele Familien und Frauen in schwierigen Lebensumständen könnten, getragen von der erfahrenen Solidarität und der Unterstützung, ihre Zukunft wieder Nichtsdestotrotz habe ein Student eine Arbeit verfasst, in der es um die Umsetzung eines digitalen Lehrkonzepts für das Bildungswerke gehe. Auf diese Ergebnisse habe man teilweise bereits zurückgegriffen – beispielsweise bei Anleitungen für die Dozenten. Der Blick nach vorne fällt für das Bildungswerk nicht nur coronabedingt etwas ungewiss aus. Auch die Raumfrage drängt sich – mal wieder – auf. Nachdem die Stadt einst das Mietverhältnis für das Gebäude St. Walburga gekündigt hatte, wurden dem Bildungswerk vor drei Jahren unter anderem Räume im Fürstenbau zur Verfügung gestellt. Doch diese können nur noch bis Ende Juli 2022 genutzt werden, hat die Stadt doch auch diesen Vertrag mit dem Land gekündigt. Bislang, sagt Matthias Wiest, habe er in dieser Angelegenheit seitens des Gemeinderats „breite Unterstützung“ erfahren: „Wenn der Fürstenbau nicht mehr zur Verfügung steht, muss es auch eine Lösung für das Bildungswerk geben. Wir vertrauen darauf, dass es diese gibt.“ Anmeldungen für das kommende Semester werden ab Mittwoch, 10. Februar, entgegengenommen. Im Internet unter www.bildungswerk-ochsenhausen.de, telefonisch unter 07352/ 202893 sowie in der Geschäftsstelle (Bahnhofstraße 22 in Ochsenhausen). Die Verantwortlichen bitten die Kursteilnehmer darum, regelmäßig ihre E-Mails abzurufen, um über mögliche Verschiebungen oder Absagen informiert zu sein. Bezirk Ochsenhausen/Illertal des Katholischen Deutschen Frauenbunds beteiligt sich wieder an Solibrot-Aktion in die eigene Hand nehmen und neue Perspektiven finden. „Aus Überzeugung und Solidarität setzt sich der KDFB für gerechtere Lebensbedingungen in den Ländern des Südens ein. Brot ist mehr als ein Nahrungsmittel: Es ist Not-Wender und Ausdruck von Frieden und Gerechtigkeit. Wir wollen mitverantwortlich sein für eine lebenswerte Welt. Deshalb beteiligt sich unser Frauenbundbezirk an der Solibrot-Aktion“, sagt die Bezirksvorsitzende Roswitha Kienle.