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Rottum Bote 09.12.2020

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Rottum Bote OCHSENHAUSEN Mittwoch, 9. Dezember 2020 OCHSENHAUSEN (sz) - In einem normalen Jahr wäre das Jubiläum groß und mit vielen Gästen gefeiert worden: Vor 120 Jahren, im Jahr 1900, wurde die Eisenbahnstrecke zwischen Biberach und Ochsenhausen fertiggestellt. Bis heute fährt das „Öchsle“, die historische Dampfeisenbahn, auf der verbliebenen Strecke Warthausen–Ochsenhausen – an rund 75 Tagen im Jahr. 2020 endete die Saison bereits im Oktober, die beliebten Winter- und Nikolausfahrten wurden, wie auch der Weihnachtsmarkt im Kloster Ochsenhausen, abgesagt. Wie alle Monumente der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden- Württembergs ist das Kloster Ochsenhausen für Besucher aktuell geschlossen. Der Ursprung der historischen Schmalspurbahn reicht zurück bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts: 1850 wurde die Südbahn, die Verbindung zwischen Ulm und Friedrichshafen, fertiggestellt. Auch zwischen Biberach und Ochsenhausen wünschte man sich eine Eisenbahnstrecke. Aus diesem Grund beschäftigte sich die Königliche Württembergische Staatseisenbahn mit einem möglichen Schienennetz, das von Biberach über Ochsenhausen nach Memmingen führen Schüler lernen gesunde Ernährung kennen „Tag der Schulverpflegung“ fand dieses Jahr in anderer Form statt Lea Maucher (von links), Elisa Butscher und Lara Renner vom Mensarat zeigen in einem kurzen Erklärvideo, wie lecker und geschmacklich vielseitig Äpfel sind. FOTO: GYMNASIUM OCHSENHAUSEN Vor 120 Jahren fuhr das erste „Öchsle“ Bahnverbindung zwischen Ochsenhausen und Biberach wurde 1900 fertiggestellt Die beliebten Winter- und Nikolausfahrten können dieses Jahr coronabedingt nicht stattfinden. FOTO: STADT OCHSENHAUSEN OCHSENHAUSEN (sz) - Am Gymnasium Ochsenhausen gibt es in jedem Jahr den „Tag der Schulverpflegung“. Auch in diesem Jahr fand der Tag statt, doch wegen der Corona-Auflagen in anderer Form. Das berichtet die Schulleitung. Laut Bericht standen am Anfang alle Beteiligten vor einem schier unlösbaren Problem: Wie soll man einen Informationstag rund um das Thema Ernährung anbieten und gleichzeitig den Mindestabstand und all die anderen Hygieneregeln einhalten? „Das ist umso schwieriger, da ja bei unseren Mensa-Aktionen schon immer geschnippelt und Essen zubereitet wird“, berichtet Marion Geiß von der Mensa-Koordinationsstelle. Doch der Mensarat und das Fair-Trade-Team der Schule waren erfinderisch: Damit kein Schüler auf die Informationen rund um gesunde und nachhaltig produzierte Ernährung verzichten muss, können Interessierte noch bis Anfang Dezember ein Video auf der Homepage der Schule anklicken. Marion Geiß und die Referentin Angelika Romer von der Landesinitiative „Bewusste Kinderernährung“ berichten dabei Wissenswertes rund um das diesjährige Thema „Apfel“. Auch eine kleine Kochsequenz ist zu sehen. Romer bereitet Bratäpfel mit Vanillesauce zu und gibt nützliche Tipps, wie man Äpfel am besten lagert. Ob Haselnüsse oder Vanilleschoten – auch beim Einkauf kann man umweltbewusst und sozial ausgewogen handeln. Das Fair- Trade-Team der SMV informiert zum Abschluss des zehnminütigen Videos, wie das geht. Ein kleines Rezeptheft auf der Homepage lädt zudem zum Selberbacken ein. Bei so viel virtueller Präsenz konnten die Kinder dann doch noch selbst aktiv werden: Am Aktionstag konnten die Schüler die Apfelköstlichkeiten in der Mensa bewerten und wer möchte, kann Fotos von sich als Apfel-Bäckermeister einschicken. Als Preis für den besten Beitrag winkt ein Mensagutschein. sollte. Gebaut wurde schließlich die Verbindung von Biberach über Warthausen nach Ochsenhausen – als Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 750 Millimetern, die für Württemberg typisch war. Die erste Teilstrecke, von Warthausen nach Ochsenhausen, wurde bereits im November 1899 in Betrieb genommen. Ein Jahr später folgte die Verbindung zwischen Biberach und Warthausen: Sie wurde im März 1900 für den Bahnverkehr freigegeben. 1920 übernahm die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft das „Öchsle“ und modernisierte in Teilen die Infrastruktur der Bahnstrecke. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlagerte sich der Verkehr zunehmend von der Schiene auf die Straße. Man fuhr lieber mit dem eigenen Auto, und Verkehrsmittel wie die Schmalspurbahn gerieten „aus der Mode“. Der letzte Öchsle-Personenzug fuhr 1964, die Strecke wurde kaum befahren und sollte ab 1981 stillgelegt werden. Zu der Zeit erkannte man den Wert der Schmalspurbahn als technisches Denkmal: Seit 1982 kümmert sich der Öchsle-Schmalspurverein um Schienenstrecke, Fahrzeuge und Gebäude. Rund 50 aktive Mitglieder halten das Öchlse am Laufen und führen an gut 75 Tagen im Jahr Fahrten mit der historischen Dampflokomotive durch. Im September dieses Jahres wurde der Verein für sein bürgerschaftliches Engagement mit dem Bürgerpreis der Denkmalstiftung Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Rottum Bote OCHSENHAUSEN Mittwoch, 9. Dezember 2020 Südpack bietet Mitarbeitern Corona-Tests an An drei Standorten können sich Mitarbeiter testen lassen – wie viele das bislang genutzt haben Bei Südpack können sich Mitarbeiter testen lassen, 15 Minuten später liegt das Ergebnis vor. FOTO: SUEDPACK OCHSENHAUSEN (sz) - Der Ochsenhauser Folienhersteller Südpack bietet ab sofort für alle Mitarbeiter einen Covid-19- Schnelltest an. Wie aus einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, werden die Tests durch „qualifizierte Fachkräfte unter strikter Einhaltung der erforderlichen Hygieneregeln“ an den Standorten in Ochsenhausen, Erolzheim und Schwendi gemacht. „Die Gesundheit der Mitarbeitenden besitzt für Südpack höchste Priorität“, teilt das Unternehmen mit. Bereits seit einigen Wochen bietet der Folienhersteller eigenen Angaben zufolge daher verstärkt Tests für Mitarbeitende an, die einen direkten oder indirekten Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten. Nun seien die Testkapazitäten an den deutschen Standorten nochmals massiv ausgebaut worden, um Mitarbeitern, die sich regelmäßig an den Südpack-Standorten aufhalten, mindestens einmal pro Woche Alle Jahre wieder: Utz spendet einen Test zu ermöglichen. „Damit wollen wir zugleich verhindern, dass sich Infektionsketten unerkannt in den Standorten ausbreiten“, wird Erik Bouts, Sprecher der Geschäftsführung von Südpack, zitiert. Der freiwillige Test kann laut Angaben der Firma von jedem Mitarbeitenden im „Corona-Kalender“ durch Eingabe des Namens direkt gebucht werden. Getestet wird jeweils in einer eigens dafür eingerichteten „Minipraxis“. Die Tests machen zwei medizinische Fachangestellte, die extra für diese Aufgabe von Südpack eingestellt wurden. „Bereits nach 15 Minuten liegt das Testergebnis dann vor“, schreibt Südpack in seiner Mitteilung. Die Resonanz der Belegschaft sei bislang überaus positiv. Seit dem Start des Corona- Testzentrums Anfang November hätten sich rund 450 Mitarbeitende testen lassen. Ab Januar 2021 sollen die Testkapazitäten nochmals erhöht werden, um im Bedarfsfall auch Angehörigen einen Test anbieten zu können. OCHSENHAUSEN (sz) - Im Jahr 2020 bleibt nicht Vieles beim Alten. Trotz der von der Pandemie ausgelösten Wirtschaftskrise bleibt die Ochsenhauser Firma Utz aber bei ihrer Tradition, statt Weihnachtsgeschenken für Kunden und Partner lieber caritative Einrichtungen aus der Region zu unterstützen. „Wir haben die jeweils 2.500 Euro auch heuer persönlich übergeben“, so Firmeninhaber Rainer Utz. „Und die persönlichen Gespräche in Corona-konformer Haltung mit den Vertretern der Einrichtungen waren in Zeiten von Online-Meetings und Telefonkonferenzen besonders bereichernd.“ Im neuen Logistikzentrum des Lebensmittelhändlers bekamen Rainer und Matthias Utz dann auch präzise Einblicke, wohin die insgesamt 7.500 Euro fließen werden. In der Sozialstation Rottum-Rot-Iller kommt sie der Familienpflege zugute, die in schwierigen Lebenssituationen und bei der Betreuung von Kindern daheim hilft. Der Förderverein des heimischen Altenzentrums wird mit der Spende etwas mehr Abwechslung und Lebensfreude in den Alltag der Senioren bringen, beispielsweise mit dem allseits beliebten Weihnachtsbaum. Und im örtlichen St. Martins-Tafelladen, der ganz im Sinne des Spenders einen wichtigen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung leistet, fließt das Geld in Miete, Strom und Heizung. FOTO: UTZ Der Arbeitskreis „Spurwechsel – Junge Senioren“ in Ochsenhausen hat viel vor im kommenden Jahr: Die Sprecherinnen Ingrid Buri (links) und Beate Herold präsentierten das neue Programm. ARCHIVFOTO: MICHAEL HÄNSSLE Spurwechsel ist vorbereitet auf 2021 Sportliche, kulturelle, religiöse, lehrreiche und unterhaltsame Angebote stehen im Programm OCHSENHAUSEN (sz) - Der ökumenische Arbeitskreis Spurwechsel – Junge Senioren Ochsenhausen möchte mit seinem Jahresprogramm ältere Menschen motivieren, ihren gegenwärtigen Lebensabschnitt aktiv zu gestalten. Dazu gibt es sportliche, kulturelle, religiöse, lehrreiche und unterhaltsame Angebote. In den zurückliegenden Jahren haben viele Seniorinnen und Senioren das reichhaltige Angebot genutzt und die vielseitigen Veranstaltungen besucht. Die gemeinsamen Unternehmungen haben den Alltag bereichert und Gemeinschaft gestiftet. Kurse, Vorträge und Ausflüge haben den Horizont der Teilnehmer erweitert und bei gemeinsamen Gottesdiensten spirituelle Impulse gesetzt. Dann, im Frühjahr 2020, wurden die Angebote durch die Corona-Pandemie abrupt gestoppt. Besonders bedauert haben die Verantwortlichen, dass auch die Festveranstaltungen zum zehnjährigen Bestehen des Arbeitskreises Spurwechsel abgesagt werden mussten. Jetzt aber blicken die Mitglieder des Arbeitskreises Spurwechsel optimistisch in das Jahr 2021. Das Jahresprogramm ist fertig gestellt. Es wird im kommenden Jahr aber nicht in gedruckter Form als Flyer erscheinen. Auf der Internetseite unter www.spurwechsel-ochsenhausen.de können interessierte Seniorinnen und Senioren sich ab sofort über die verschiedenen Angebote informieren. Die Verantwortlichen des Arbeitskreises Spurwechsel wollen gesundheitliche Risiken für die Teilnehmer vermeiden. Sie halten sich streng an die jeweils aktuellen Vorgaben der Gesundheitsbehörden. Deshalb ist zu jeder Veranstaltung eine Anmeldung beim verantwortlichen Leiter notwendig. Veranstaltungen, die durchgeführt werden können, werden zum jeweiligen Zeitpunkt über die örtliche Presse bekannt gegeben. Spontane Fahrgemeinschaften in der bisherigen Form wird es auf absehbare Zeit nicht geben können. Bei Veranstaltungen außerhalb von Ochsenhausen wird im Programm stets der auswärtige Treffpunkt genannt. Hin -und Rückfahrt müssen die Teilnehmer in eigener Verantwortung regeln. Die Angebote des Arbeitskreises Spurwechsel sind offen für alle älteren Mitbürger, eine Mitgliedschaft ist nicht erforderlich. Die Mitglieder des Arbeitskreises Spurwechsel sehen voll Zuversicht in das Jahr 2021 und hoffen auf eine Entspannung der Corona-Beschränkungen. Sie würden sich sehr freuen, wenn viele Seniorinnen und Senioren am angebotenen Programm teilnehmen würden. Ansprechpartnerinnen für den Arbeitskreis Spurwechsel sind Ingrid Buri, Telefon 07352/8346 und Beate Herold, Telefon 07352/3715.