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Rottum Bote 09.09.2020

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Rottum Bote OCHSENHAUSEN Mittwoch, 9. September 2020 Besonderes Semester startet mit 125 Kursen Mehr Organisation, weniger Kurse: Semester am Bildungswerk beginnt am 9. September Von Tobias Rehm ● OCHSENHAUSEN - 139 der insgesamt 237 Kurse des Bildungswerks Ochsenhausen haben im zurückliegenden Semester aufgrund der Corona- Pandemie entweder abgebrochen oder abgesagt werden müssen. Im neuen Semester, das am 9. September beginnt, versucht das Bildungswerk, zu einem Stück Normalität zurückzukehren. „Im April hätte ich nicht gedacht, dass wir im September tatsächlich wieder ein Programm anbieten können“, zeigt sich der Vorstandsvorsitzende Matthias Wiest froh, den Betrieb zumindest mit gewissen Einschränkungen wieder aufnehmen zu können. Bei der Planung des Semesters lag der Fokus vor allem auf der Umsetzung der Abstands- und Hygieneregeln. Mitte März war der Kursbetrieb des Bildungswerks aufgrund der Corona-Pandemie zum Erliegen gekommen. Ein Teil der Kurse war zu diesem Zeitpunkt bereits beendet. 18 weitere, hauptsächlich Pilates und Yoga, konnten nach den Pfingstferien fortgesetzt werden. „Darauf ist natürlich keiner eingestellt gewesen“, sagt Geschäftsführerin Christina Pappelau rückblickend. „In der Verwaltung hatten wir in dieser Phase alle Hände voll zu tun.“ Immerhin hätten die Kursteilnehmer verständnisvoll reagiert. Auf dieses Verständnis hoffen Christina Pappelau und Matthias Wiest auch im neuen Semester, für das es ausnahmsweise kein Kursheft in gedruckter Form gibt. „Wir haben zwar ein Kursprogramm, wir wissen aber nicht, ob wir es in Gänze abhalten können“, erklärt Matthias Wiest. Die Gefahr, dass das Kursheft als solches oder zumindest Teile davon in wenigen Wochen oder Monaten wieder überholt sein könnten, sei zu groß. Unter diesen Vorzeichen setze man deshalb auf das Onlineangebot. 125 Kurse gibt es im Herbstsemester, normalerweise sind es rund 170. Vor allem bei den Vorträgen sei das Angebot deutlich zurückgefahren worden, erklärt Christina Pappelau, die jedoch hofft, am 30. November den langjährigen Landesrabbiner von Württemberg, Joel Berger („Der Mann mit dem Hut“), im katholischen Gemeindehaus be- Die Vorbereitungen auf das neue Bildungswerk-Semester sind für Christina Pappelau (v. l.), Matthias Wiest und Katja Bertsch in diesem Herbst etwas anders: Für die Dozenten werden Taschen mit Desinfektionsmitteln gepackt. FOTO: TOBIAS REHM grüßen zu können. Ansonsten liege der Fokus in diesem Semester weniger auf Neuem. Hauptaufgabe sei die Organisation der Kurse unter den derzeit möglichen Rahmenbedingungen. „Wir wollen unser Kernprogramm gut und sicher anbieten“, sagt die Geschäftsführerin. „Wir müssen unsere Räume soweit nutzen, wie es eben geht“ Zumindest über das Ausweichen in andere, größere Räume musste man sich im Bildungswerk keine Gedanken machen – weil es schlicht keine Alternativen gibt. „Wir müssen unsere Räume soweit nutzen, wie es eben geht“, weiß Matthias Wiest. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass in vielen Kursen die Teilnehmerzahlen verringert werden müssen, um die Abstände einhalten zu können. Eine Herausforderung werden laut Christina Pappelau vor allem die Kurse im Schwimmbad. Da es in Ochsenhausen nur zwei Umkleidekabinen gibt und auch dort die Abstände eingehalten werden müssen, werden die Kurse nach Geschlechtern getrennt angeboten. Außerdem dürfen deutlich weniger Teilnehmer als sonst kommen. Beim Aquafitness statt 21 nur zwölf, bei Schwimmkursen gar nur acht. Grundsätzlich könne dies laut Christina Pappelau dazu führen, dass langjährige Teilnehmer nicht mehr ihren gewünschten Kurs buchen können. Was in den Kursen teilweise eine individuellere Betreuung ermöglicht, hat für das Bildungswerk finanzielle Auswirkungen. Auf der einen Seite gibt es weniger Teilnehmer, auf der anderen Seiten stehen trotzdem die Ausgaben für die Dozenten und die Räume. „Deshalb müssen wir einen Teil dieser Kosten weitergeben“, sagt Matthias Wiest. Bei manchen Kursen sei die Gebühr um 20 Prozent erhöht worden, diese Angebote seien mit einem „AHA-Preis“ gekennzeichnet. Das Bildungswerk erreiche dadurch zwar noch keine Kostendeckung, der Verein sei aber auch nicht auf Gewinn ausgerichtet, betont der Vorstandsvorsitzende. „Wir sehen es schon als unseren Auftrag, auch in der aktuellen Lage ein Programm anzubieten.“ „Onlinekurse anzubieten ist nicht unser Ziel, dafür gibt es andere Plattformen“ Lange habe man auch im Vorstand diskutiert, wie es weitergehen soll. „Onlinekurse anzubieten ist nicht unser Ziel, dafür gibt es andere Plattformen“, sagt Wiest. Einzelne Onlineangebote seien zwar für die Zukunft nicht auszuschließen, aber Ziel sei es viel mehr, die Leute in und um Ochsenhausen zusammenzubringen – soweit es in der aktuellen Lage eben gehe. Dozenten und Kursteilnehmer müssen sich dafür an etwas veränderte Abläufe gewöhnen. So sind in jedem Kurs ein paar Minuten zum Reinigen und Desinfizieren eingeplant. Separate Reinigungsintervalle zwischen den Kursen seien aufgrund des begrenzten Raumangebots organisatorisch nicht möglich, erklären die Verantwortlichen, die darauf setzen, dass die Teilnehmer die Dozenten beim Einhalten der Regeln unterstützen. Christina Pappelau und Matthias Wiest hoffen, das Semester wie geplant abhalten zu können, wissen aber auch: „Sobald sich etwas an den Vorgaben ändert, müssen wir natürlich reagieren.“ Anmeldungen werden ab Mittwoch, 9. September, entgegengenommen – telefonisch unter 07352/202893, schriftlich, per E-Mail an bildungswerk@t-online.de, direkt beim Bildungswerk in der Bahnhofstraße 22 oder auf der Homepage: www.bildungswerk-ochsenhausen.de. Die Verantwortlichen raten, sich auch in mögliche Wartelisten einzutragen. Tischtennis ● TTF-Saisonauftakt nun am 20. September OCHSENHAUSEN (sz) - Die ursprünglich für den 6. September terminierte Neuauflage des DM-Finales vom 14. Juni zwischen den TTF Liebherr Ochsenhausen und dem 1. FC Saarbrücken in der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) ist verschoben worden. Der Grund: Zwei Spieler der Saarländer sind von Corona betroffen. Einer wurde positiv getestet, der andere als Kontaktperson in eine 14- tägige Quarantäne genommen. Nun wurde die Auftaktpartie laut einer Pressemitteilung der TTF nach Rücksprache mit der TTBL Sport GmbH auf Sonntag, 20. September (15 Uhr), verlegt. Gespielt wird wie geplant in der Dr.-Hans- Liebherr-Sporthalle in Ochsenhausen. Alle bereits gekauften Eintrittskarten für dieses Spiel behalten nach TTF-Angaben ihre Gültigkeit. Sollte jemand seine Tickets stornieren oder umtauschen wollen, weil er an diesem Tag nicht dabei sein kann, so kann er das über die Geschäftsstelle der Ochsenhauser abwickeln. „Natürlich hätten wir sehr gerne pünktlich am 6. September die Saison mit einer so hochkarätigen Partie eröffnet“, so TTF-Präsident Kristijan Pejinovic in der Mitteilung. „Doch die Gesundheit aller Beteiligten geht natürlich vor. Nun freuen wir uns auf unser erstes Spiel in Ochsenhausen seit zwei Jahren am 20. September und möchten gleich zum Auftakt tolles Tischtennis zeigen.“ Skiclub ● Bergmesse fällt dieses Jahr aus OCHSENHAUSEN (sz) - Die traditionelle Bergmesse des Skiclubs Ochsenhausen, ursprünglich für Sonntag, 13. September, in Bolsterlang geplant, muss dieses Jahr ausfallen. Aufgrund der geltenden Corona-Schutzauflagen ist es dem Ochsenhauser Skiclub eigenen Angaben zufolge nicht möglich, die Messe am Berg abzuhalten. Der Termin für kommendes Jahr stehe jedoch bereits fest: Die Bergmesse findet dann am 12. September 2021 statt. Mehr Informationen gibt es auch unter www.skiclub-ochsenhausen.de

Rottum Bote RUND UM OCHSENHAUSEN Mittwoch, 9. September 2020 Von Ferdinand Leinecker ● OCHSENHAUSEN - Unter strengen Corona-Vorschriften aber mit sehr vielen Besuchern ist am Samstag die Lauf-Aktion „Lauf und Ge(h)bet für Europa“ am höchsten Punkt der Stadt Ochsenhausen bei der Statue vom heiligen Benedikt an der Friedenslinde beendet worden. Der Schutzpatron der Seelsorgeeinheit Ochsenhausen/Erlenmoos und der Schutzpatron Europas war der richtige Ort für die Andacht und den Rückblick auf eine außergewöhnliche Aktion. „Viele Menschen laufen gern aber der Gerner läuft gerner“ resümierte Gemeindereferent Robert Gerner über seine Idee zu diesem Lauf vom 11. Juli bis 5. September. Er wollte mit seinem Team insgesamt 43 000 Kilometer zurücklegen und das Ziel Rom, den starken Ort des Glaubens, erreichen. Für sein Projekt konnte er zahlreiche Sponsoren gewinnen, die zehn Cent pro Kilometer spendeten. Das heißt, aus 43 000 Kilometern werden 4300 Euro Spende für karitative Zwecke. Nach acht Wochen war das Team rund um den Gemeindereferent nun glücklich und zufrieden. 56 Tage dauerte die Aktion. Schon die 150 Teilnehmer bei der Eröffnungs-Andacht machten Mut auf Erfolg. Natürlich mußte Robert Gerner bei dieser Abschlussveranstaltung den Besuchern ein wenig die Statistik über den Lauf aufzeigen. Ja, aber wie funktionierte das genau? Ganz einfach, jeder Wanderer, Geher, Jogger, Bergbesteiger oder -absteiger konnte seine gelaufenen Kilometer auf der Webseite www. st.benedikt-ochsenhausen.de 50 049 Kilometer für den guten Zweck Mehr als 1000 Teilnehmer aus zehn Ländern machen beim „Lauf und Ge(h)bet für Europa“ mit So motiviert sehen die Macher und Teilnehmer des „Lauf und Ge(h)bet für Europa“ bei der Abschlussveranstaltung in Ochsenhausen aus. FOTO: FERDINAND LEINECKER eintragen und schon ging es los. Mehr als 1000 aktive Aktionsteilnehmer aus mehr als zehn Ländern machten mit: Frankreich, Italien, Bulgarien, Dänemark, Finnland und die USA waren vertreten . Viele Länder waren bei den acht Etappen quer durch Europa dabei, die Teilnehmer durchliefen 39 Länder und besuchten 90 Stationen beziehungsweise- Wallfahrtsorte mit insgesamt 50 049 gesammelten Kilometern. „Das entspricht mehr als 8300 Stunden in der Natur und mehr als 345 Tage Bewegung in der Natur für die Menschen, generiert aber auch für unsere Aktion mehr als 5000 Euro Spendengeld“, sagte der Gemeindereferent erfreut und nannte den Bestimmungszweck. Bedacht werden die Gerald-Asamoha- Stiftung, die Suppenküche in Plovdiv (Bulgarien), der Martinusladen Ochsenhausen und die Stiftung Kinder in Not, die Kinder im Kreis Biberach unterstützt. Der Dank zum Abschluss seiner Rede galt vielen Menschen. Das Partnerschaftskomitee wurde dabei nicht vergessen. Aber natürlich galt der spezielle Dank von Robert Gerner seinem „tollen“ Team. „Beate Bendel, Steffi Hehner, Marietta Lugert, Andrea Stöhr und Roman Bentele, ihr habt Großartiges geleistet über die ganzen Wochen hinweg. Es waren jetzt drei Monate und ihr wart immer aktiv dabei. Danke, ihr seid ein Segen.“ Natürlich war das Ende dieses einmaligen Events sehr emotional. Auch die von Dekan Sigmund F. Schänzle gehaltene Andacht und seine Predigt brachten die Besucher zum Nachdenken. Nach der europäischen Katastrophe des Zweiten Weltkriegs haben sich die europäischen Völker neu auf ihre Gemeinsamkeit besonnen. So ist Europa mitten in einer Welt, die nach wie vor voller Konflikte ist, zu einer Zone des Friedens geworden. Die gegenwärtige Corona-Krise ist ein Herausforderung, diese Gemeinsamkeit durch Gebet und tätige Solidarität neu zu festigen und das gemeinsame europäische Haus neu zu bestellen. Nach den Fürbitten, dem Segen und dem Dank an alle Beteiligten an dieser tollen Aktion beendete Dekan Schänzle diese ruhige, freundliche, auch nachdenklich schöne Veranstaltung unter dem Applaus von vielen Besuchern. Welchen Stellenwert diese Veranstaltung hat, zeigte die Anwesenheit von Josef Rief, Mitglied des Deutschen Bundestags, Andreas Denzel, Bürgermeister von Ochsenhausen und Stefan Echteler, Bürgermeister von Erlenmoos. Auf die Frage an den Gemeindereferent gerichtet, ob es so einen Lauf noch einmal gibt, meinte er: „Das haben wir noch nicht besprochen. Schauen wir mal.“ Kindergarten St. Elisabeth Reinstetten ● Optimale Förderung in Vorschulzeit – Wichtige Entwicklungsschritte REINSTETTEN (sz) - Der Kath. Kindergarten St. Elisabeth Reinstetten bietet im Rahmen der Elternschule der Kath. Erwachsenenbildung Dekanate Biberach und Saulgau e.V. einen Elternabend zum Thema Optimale Förderung in der Vorschulzeit, Wichtige Entwicklungsschritte mit der Referentin Renate Maucher, Lernberaterin aus Biberach an. Die Veranstaltung findet am 23. September um 19 Uhr in der Pfarrkirche St. Urban, St. Urban Weg in Reinstetten statt. Der Vortrag informiert, welche Entwicklungsschritte ein Kind bis zur schulischen Reife durchläuft und wie Defizite in diesen Bereichen rechtzeitig erkannt werden. Eltern erfahren, wie sie ihre Kinder im Vorschulalter spielerisch und ohne Leistungsdruck fördern können. Die Teilnahmegebühr beträgt 5 Euro. Eine Anmeldung ist auf Grund der Corona-Hygienemaßnahmen bei der Kath. Erwachsenenbildung, Grabenstraße 10, 88499 Riedlingen, Tel: 07371/93590, Email: info@keb-bc-slg.de oder online unter www.kebbc-slg.de erforderlich. Erfahrungsaustausch ● Pflegende Angehörige treffen sich EROLZHEIM (sz) - Der Gesprächskreis pflegende Angehörige Illertal trifft sich wieder am Mittwoch, 16. September, ab 14 Uhr im katholischen Gemeindehaus Erolzheim, Marktplatz 6. Im Mittelpunkt des Treffens stehen der Erfahrungsaustausch und die Programmplanung für die kommenden Monate. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung bis Montag, 14.9. zwingend erforderlich, und zwar bei den Fachdiensten Hilfen im Alter von Diakonie und Caritas Biberach unter Tel. 0174 / 5836736 oder richter@diakonie-biberach.de Ein eigener Mund-Nasen- Schutz sollte mitgebracht werden und es gelten die Abstands- und Hygieneregeln. Bei Anzeichen einer Erkrankung oder Kontakt zu Infizierten ist eine Teilnahme nicht möglich.