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Rottum Bote 07.10.2020

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Rottum

Rottum Bote ILLERTAL Mittwoch, 7. Oktober 2020 DETTINGEN (sz) - Am Sonntag, den 6. September, begann morgens um 5 Uhr für 21 Pilger eine 4 300 km lange Pilgerreise durch Polen. Das Ankommen mit einem ersten Blick auf den übergroßen Christus mit seinen ausgebreiteten Armen in Swiebodzin war beeindruckend. Am darauffolgenden Tag erwartete die Reisenden ein umfangreiches Programm. Es ging zu einem über 200 Jahre alten Wallfahrtsort nach Lichen, mit der größten Basilika Polens. Nachmittags folgten die Pilger den Spuren der Heiligen Faustina Kowalski am Ort ihrer Kindheit mit Besuch ihres Elternhauses und der Kirche. Der letzte Besichtigungspunkt an diesem Tag war nicht weniger beeindruckend: Das Maximilian Kolbe Zentrum in Niebokalanow. Der nächste Tag war dem geschichtsträchtigen Warschau gewidmet, der Hauptstadt Polens, mit Grabbesuch des ermordeten Priester Popieluszko und Besichtigung der großen Kirche „Tempel der Vorsehung Gottes“ am Rande der Stadt. Nachmittags ging es Richtung Danzig, mit Halt in der historischen Stadt Thorn sowie einer Feier der Heiligen Messe in der neuen Kirche, gewidmet dem Heiligen Johannes Paul. Die Stadt Thorn kam etwas zu kurz. Danzig war an der Reihe, eine erstaunliche Stadt, mit Zugang zur Ostsee. Eine Stadt die zum Verweilen und Bummeln einlädt. Viele Sehenswürdigkeiten, kleine Läden mit viel Bernstein, wunderbare Kirchen, wie die Marienkirche oder Birgittenkirche mit dem Bernsteinaltar. Der Dom in Oliwa mit einem wunderbaren Orgelkonzert und der mondäne Kurort Zoppot waren weitere Höhepunkte. Marienburg, ehemaliger Hauptsitz des Kreuzritterordens Weiter ging es in die Masuren zur Marienburg, damaliger Hauptsitz des Kreuzritterordens. Es handelt sich um die größte Backsteinburg Europas. Eine Besichtigung der Burg ist unerläßlich. Man fühlt sich ins Mittelalter zurückversetzt. Auf dem Oberlandkanal war dann eine ungewöhnliche Schifffahrt über Wiesen und Hügel angesagt. Der Oberlandkanal ist 82 km lang und überwindet dank besonderer Technik 99 Höhenmeter. Die Teilnehmer hatten viel Spaß und waren an In Gottes Namen fahren wir Eine Pilgerfahrt der etwas anderen Art – mit Pfarrer Benedykt Roj in Polen Neues entdecken Gruppenbild vor der Basilica of Our Lady of Lichen. der Technik sehr interessiert. In Elbing folgte eine Stadtrundfahrt, ein Reiseteilnehmer wurde dort vor mehr als 70Jahren getauft. Auf dem Weg nach Nikolaien wurde in Dietrichswalde angehalten und die Einladung zum gemeinsamen Gebet gerne angenommen. Am nächsten Tag machte man sich auf nach Heiligen Linde zum Gottesdienst mit anschließendem Orgelkonzert. Diese besondere Orgel mit 40 Registern und 3900 Pfeifen, ihren tanzenden Putten und Figuren sollte man auf einer Reise nicht versäumen. Am Nachmittag setzte die Reisegruppe die Fahrt fort zum Führerhauptquartier nach Rastenburg mit Besichtigung des Führerbunkers mit seinen neun Meter dicken Wänden. Dort misslang das Attentat auf Adolf Hitler, am 20. Juli 1944. Eine anschließende Diskusssion war unerläßlich. Auf der Rückfahrt zum Hotel wurde am Spirdingsee am Hafen bei herrlichem Sonnenschein eine kleine kulinarische Pause eingelegt. Am Samstag folgte der Abschied von den Masuren, dieser herrlichen Landschaft mit mehr als 200 Seen. Weiter ging es in Richtung Osten, erster Halt war Grabarka. In Grabarka befindet sich das Kloster der Verklärung Christi, einer der bedeutesten und ältesten, etwa 1000 Jahre alten, orthodoxen Wallfahrtsorte Polens. Dann reiste die Gruppe entlang der Weissrussischen Grenze nach Kostomloty. In Die größte Basilika Polens „Basilica of Our Lady of Lichen“. FOTOS: PRIVAT diesem kleinen beschaulichen Dorf befindet sich die einzige neu unierte Kirche Polens, die den Papst als Oberhaupt anerkennt. Die Kirche St. Nikita, sehr interessant und sehenswert. Der letzte Besichtigungspunkt an diesem Tag führte die Pilger nach Boden, das am Fluß Bug liegt. Die Besichtigung einer großen Klosteranlage und der wunderschönen Kirche mit einem Gnadenbild der Muttergottes gehört zum Programm aller Wallfahrer. Der Sonntag begann mit einer Stadtführung in Zamosc, einer Stadt aus dem 16. Jahrhundert. In der Stadt mit ihrem malerischen Marktplatz und der fast vollständig erhaltenen Festungsanlage ist deutlich der östliche Einfluß zu spüren, erkennbar an den großen Häusern mit ihren bunten Fassaden. Es ging es weiter Richtung Krakau mit Stopp und Messfeier in dem kleinen Städtchen Markowa. In Markowa wird besonders der Polen gedacht, die während der Nazi-Herrschaft Juden vor der Verfolgung schützen wollten und deshalb von den Nazis umgebracht wurden. Im Dorf befindet sich ein Denkmal und ein imposantes Museum. Auch Lagiewniki, kurz vor Krakau, ist ein Besuch wert. Dort in der Klosterkirche der Barmherzigen Schwestern ergab sich die Gelegenheit vor den Reliquien der Heiligen Faustina zu beten. Stadtführung in Krakau am letzten Reisetag Der letzte Reisetag in Polen startete mit einer Stadtführung in Krakau, der ehemaligen Hauptstadt am Wawel. Dort ist Geschichte deutlich spürbar. Könige wurden in dieser Stadt gekrönt und beerdigt. Eine unvergessliche Stadt, mit vielen Kirchen und wohl dem schönsten Marktplatz mit den bekannten Tuchhallen. Bei der Führung wurde immer wieder deutlich, wie wichtig der Heilige Papst Johannes Paul für Polen war und ist. Nach der Führung ging es Richtung Grüßau dem letzten Besichtigungspunkt in Polen. Grüßau ist eine wunderschöne barocke Klosteranlage, dort leben Zisterzenserinnen. Nach der interessanten Führung durch die beiden Kirchen und das Mausoleum wurden natürlich noch die herzerwärmenden Grüßauer Marienrufe , die dort entstanden, GL. 568, von Alfons Ehrlicher, gesungen. Die letzte Etappe mit einer Übernachtung in Bautzen nahte zum Abschluss der Reise. Der Dank gilt allen Teilnehmern, die sich auf diese unvergessliche Pilgerreise begeben haben. Die Erinnerung, Polen als schönes, freundliches und stark vom katholischen Glauben geprägtes Land kennen zu lernen, bleibt für immer im Gedächtnis. Nach der Reise ist vor der Reise: Wir planen von 25. April bis 1. Mai eine Reise nach Rom / Asissi, den Klassiker und im Herbst die verschobene Reise nach Fatima und Santiago de Compostella.

Rottum Bote ILLERTAL Mittwoch, 7. Oktober 2020 Von Sybille Glatz ● KIRCHDORF - Die Gemeinde Kirchdorf wächst. Am südlichen Rand des Ortes an der Fellheimer Straße, wo bisher ein Edeka-Markt ist, soll es zukünftig einen zweiten Einkaufsmarkt und ein kleines Hotel geben. Zudem sollen in dem Bereich auch ein Fitnessstudio und ein Restaurant möglich sein. Doch damit nicht genug. Östlich davon, ebenfalls an der Fellheimer Straße, entwickelt die Gemeinde ein neues Mischgebiet. Ziel ist es laut Gemeinde, dass sich hier „nicht störende Gewerbebetriebe“ ansiedeln sowie Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Die Mehrheit des Kirchdorfer Gemeinderats stimmte in der jüngsten Ratssitzung dafür, die angedachten Planungen weiter zu verfolgen. Doch es gab auch kritische Stimmen. Der Grund für die jüngsten Entwicklungen reicht laut Sitzungsvorlage der Verwaltung etwas weiter zurück. Ende 2011 schlossen in Kirchdorf nacheinander gleich drei Märkte: die Schleckerfiliale, der Landmarkt und wenig später auch Kirchdorf wächst nach Süden Zweiter Einkaufsmarkt, ein Hotel und noch mehr ist an der Fellheimer Straße geplant der Iller-SB-Markt. Dadurch fiel insgesamt eine Verkaufsfläche von 2300 Quadratmeter innerhalb des Ortes weg. Um das zu kompensieren, schuf die Gemeinde an der Fellheimer Straße das Sondergebiet „Handelsflächen Kirchdorf Süd“. Dort eröffnete 2015 Edeka Südbayern einen Einkaufsmarkt. 2019 wurde damit begonnen, einen Getränkemarkt anzubauen. Wie Bürgermeister Rainer Langenbacher in der Sitzung ausführte, möchte der Betreiber des Marktes den Getränkeverkauf und den Einkaufsmarkt über eine Kasse führen. Damit überschreitet der Markt jedoch die Marke von 800 Quadratmetern Verkaufsfläche, das Maximum, das in dem Gebiet zulässig ist. Einkaufsmärkte, die größer sind, sind jedoch nach den Vorgaben des Landes nur in sogenannten „integrierten Ortslagen“ zulässig. Bisher ist der Markt nur wenig an den Ort angeschlossen, rings um ihn herum ist vor allem landwirtschaftlich genutzte Fläche, also Äcker und Wiesen. Das soll sich nun ändern. Im Osten des Sondergebiets möchte die Gemeinde ein Mischgebiet ausweisen, um damit die „integrierte Ortslage“ zu schaffen. Die ersten Schritte dafür wurden bereits gemacht. Das neue Mischgebiet soll etwa 2,24 Hektar groß werden. Was genau wo gebaut werden soll, das steht noch nicht fest. Klar ist nur, dass es ein Mischgebiet werden soll, also ein Gebiet, in dem sowohl Mehrfamilienhäuser als auch Gewerbebetriebe Platz finden, jedoch nur solche Betriebe, die das Wohnen nicht wesentlich stören. Rund um den bestehenden Edeka-Markt ist es schon absehbarer, was entstehen soll. Langenbacher sprach in der Sitzung von einem kleinen Hotel mit 23 Doppelzimmern. Darüber hinaus soll eine zweite Einkaufsmöglichkeit gebaut werden. Langenbacher schlug dem Rat vor, die Bestimmungen für das Sondergebiet zu ändern. Statt maximal 800 Quadratmeter sollen nun bis 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche erlaubt sein. Zusätzlich zu dem zweiten Einkaufsladen und dem Hotel sollen auch ein Fitnessstudio und Restaurant sich ansiedeln dürfen. Laut Langenbacher gibt es für den zweiten Einkaufsmarkt und das neue Hotel bereits Interessenten, die sich auch schon dem Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung vorgestellt haben. Die Änderungsplanung der Gemeinde sei auch auf diese Interessenten abgestimmt, so Langenbacher. Konkretere Aussagen wollte der Bürgermeister in der öffentlichen Sitzung jedoch nicht machen, „um das Projekt vor entsprechenden Vertragsabschlüssen nicht zu gefährden“, so Langenbacher. Gegen die Ansiedlung eines zweiten Marktes sprach sich Gemeinderat Matthias Friedenberger aus. Er befürchtete, dass ein zweiter Markt zu einem Verdrängungswettbewerb führt und der bisherige Einkaufsladen darunter leidet oder sogar deshalb schließen muss. Ganz klar sprach er sich jedoch für eine Erweiterung des bestehenden Marktes aus. Darauf entgegnete Langenbacher, dass der neue zweite Markt das Sortiment des Edeka-Marktes ergänzen werde. Er verspreche sich davon eine höhere Attraktivität des Standorts. „Das wird den Standort stärken und nicht schwächen“, so Langenbacher. Auch mit dem Bau eines Hotels war Friedenberger nicht einverstanden und lehnte die entsprechenden Planungen ab. Er wies darauf hin, dass Geschäftsreisen wegen der Corona-Pandemie rückläufig seien. Zudem gehe es bei einem Hotel allein um den Profit des Hotelbesitzers. Positiver stand Gemeinderat Christian Göppel einem Hotelbau gegenüber. Er führte an, dass Lastwagenfahrer bald aufgrund gesetzlicher Vorgaben nicht mehr in den Fahrerkabinen schlafen dürften und eine Möglichkeit zum Übernachten bräuchten. Langenbacher wiederum sah im Bau eines Hotels „einen wichtigen Beitrag zur Infrastruktur“. „Das Illertal ist ein Transit-Tal“, meinte er. Das Gasthaus Rössle sei immer belegt gewesen. Das zeige, dass der Bedarf an Übernachtungsmöglichkeiten da sei. Eine Mehrheit des Rates folgte dem Vorschlag der Verwaltung und stimmte sowohl für die Änderungen im Sondergebiet als auch für die Weiterverfolgung der Planung eines neuen Mischgebiets. „Geistig und körperlich fit bleiben“ Die SimA-Gruppe Kirchdorf stellt sich bei pflegenden Angehörigen vor EROLZHEIM (sz) - Der Gesprächskreis pflegende Angehörige Illertal trifft sich wieder am Mittwoch, 14. Oktober, ab 14 Uhr im katholischen Gemeindehaus Erolzheim, Marktplatz 6. SimA bedeutet „Selbständig im Alter“ und basiert auf wissenschaftlichen Studien, die belegen, dass durch regelmäßiges Training bestimmter Gedächtnis- und Bewegungsübungen die Selbständigkeit und Lebensqualität im Alter positiv beeinflusst werden kann. Seit Mitte September trifft sich die Kirchdorfer SimA- Gruppe wieder regelmäßig unter Leitung von Helga Gerstberger aus Rot a.d. Rot und Irene Richter vom Fachdienst Hilfen im Alter von Diakonie und Caritas Biberach. Im Rahmen des Treffens der pflegenden Angehörigen stellen beide kurz die Hintergründe des SimA-Konzepts vor und zeigen v.a. einige beispielhafte Übungen zum Mitmachen, die z.T. auch zu Hause mit den Pflegebedürftigen durchgeführt werden können. Anmeldung bis Montag, 12. Oktober Um Anmeldung bis Montag, 12. Oktober wird gebeten bei den Fachdiensten Hilfen im Alter von Diakonie und Caritas Biberach unter der Telefonnummer 0174 / 5836736 oder richter@diakonie-biberach.de Ein eigener Mund-Nasen- Schutz sollte mitgebracht werden und es gelten die Abstands- und Hygieneregeln. Bei Anzeichen einer Erkrankung oder Kontakt zu Infizierten ist eine Teilnahme nicht möglich. „GemEINSam“ ● Einladung zur Stelenausstellung im Rathaus in Berkheim BERKHEIM (sz) - Die Ökumenische Flüchtlingsarbeit von Caritas und Diakonie und das Integrationsmanagement des Landratsamts Biberach laden ein zu im Herbst 2019 entstandenen Stelen, welche nach der Ausstellung in Berkheim in den einzelnen Illertal Gemeinden langfristig platziert werden sollen. ANZEIGEN KFZ−Ankauf Kaufe Wohnmobile + Wohnwagen. 0 39 44/3 61 60, www.wm-aw.de Fa. schwäbische.de/auto Ausgangspunkt des Stelen- Projekts „GemEINSam“ im Illertal im Herbst 2019, war die Fragestellung, was Menschen aus allen Ländern der Welt miteinander verbindet. Bei Begegnungen unter Menschen steht häufig das Anderssein im Fokus, die Vielfalt wird selten als Bereicherung wahrgenommen. Doch es gibt Elemente, die Menschen aus aller Welt miteinander verbinden: Gefühle wie Liebe und Angst, die Suche nach Sinn, nach einer Perspektive und Zugehörigkeit. Ausstellungstage Freitag 16. Oktober, 14 bis 18 Uhr, Montag, 19. bis Donnerstag 22. Oktober jeweils von 16 bis 19 Uhr im Rathaus Berkheim.