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Rottum Bote 06.11.2019

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Rottum Bote RUND UM OCHSENHAUSEN Mittwoch, 6. November 2019 REINSTETTEN (sz) - Das Herbstkonzert des Reinstetter Harmonika-Spielrings hat dieses Jahr unter dem Motto „Musicals“ im Reinstetter Gemeindesaal stattgefunden. In der herbstlich geschmückten Halle kamen zahlreiche Gäste zusammen, um sich den gemeinsamen Auftritt des Reinstetter Harmonika-Spielrings und des Handharmonikaclubs Frickenhausen anzusehen. Für den musikalischen Auftakt des Abends sorgte das Nachwuchsorchester des Reinstetter Harmonika-Spielrings unter der Leitung von Julia Bixenmann. Mit Stücken wie „Good Mood Waltz“ und „Wicky“ brachten die Nachwuchstalente eine gute Stimmung in den Saal. Nach der lautstark geforderten Zugabe „Voll Cool“ übergaben sie die Bühne an die Gäste von Frickenhausen. Ehrung der Mitglieder Nahtlos ging es zum nächsten Teil des Abends über, der vom Orchester des Handharmonikaclub Frickenhausen gestaltet wurde. Die Musiker unter der Musikalisches Zusammenspiel beim Herbstkonzert Der Reinstetter Harmonika-Spielring empfängt beim Konzert den Handharmonikaclub Frickenhausen Leitung von Stefan Weber präsentierten Stücke aus bekannten Musicals, wie ein Medley Konzert mit Rock- und Pop-Klassikern Konzert mit 45 Jahre Rock- und Popklassiker Der Reinstetter Handharmonika-Spielring führt beim Herbstkonzert Stücke aus bekannten Musicals auf. FOTO: RHS aus „Das Dschungelbuch“, „Die Schöne und das Biest“ und „One“ aus „A Chorus Line“. Das Orchester des Reinstetter Harmonika-Spielrings ließ Stücke wie „Memory“ aus dem Musical „Cats“ und das bekannte „The Phantom of the Opera“ erklingen. In der Mitte des Konzerts wurden Mitglieder des Vereins für ihr Engagement ausgezeichnet: Die Spielerinnen Ingrid Niepel wurde für 15 Jahre und Daniela Benz für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft, Engagement und Treue zum Verein geehrt. Es folgte Ines Miller, die die Ehrung und die dazugehörige silberne Ehrennadel für 20 Jahre aktive Mitgliedschaft im Deutschen Harmonika-Verband erhielt. Gemeinsamer Auftitt Nach den Ehrungen ging es wieder musikalisch weiter. Der Reinstetter Harmonika-Spielring, im Gesang begleitet von Anna Breimeier, musizierte das Stück „Can You Feel the Love Tonight“ aus „The Lion King“. Das bekannte Lied „Totale Finsternis“ aus dem Musical „Tanz der Vampire“ wurde vom Orchester des Reinstetter Harmonika-Spielrings gemeinsam mit dem Orchester des Handharmonikaclubs Frickenhausen vorgetragen. Das Finale machten die Musiker mit dem Stück „Music“ von John Miles. EROLZHEIM (sz) - Der Kulturausschuss der Gemeinde Erolzheim bietet für Musikliebhaber ein besonderes Konzert an: Die Musiker der ehemaligen Band Burning Flare und später Urwerk 40 werden am Samstag, 9. November, um 20 Uhr gemeinsam in der Mehrzweckhalle Erolzheim auftreten. Die hochkarätigen Gastmusiker werden die Songs, die sie bis heute begleiteten, aufleben lassen und die vergangenen Jahre Revue passieren. In einem speziellen Block bekommen die von Sepp Härle gesungenen Supertramp-Songs von „Dreamer“ bis „Breakfast in Amerika“ mit dem jungen Saxofonisten Patrick Hammer den typischen Sound. Bei den Hits von Santana, die dem Gitarristen Yogi Huber besonders gut liegen, wird Michael Porter an den Drums von seiner Tochter Jessica mit Percussions unterstützt. Mit dabei ist auch Jörg Sieber, der in den 1980er- Jahren Sänger bei Burning Flare war. Bekannt wurde er auch mit der Gruppe „Dominoe“ und dem Titel „Here I am“. Wolfi Preuß, einst Sänger bei Scarabeus, holt nochmals Titel wie „A Whiter Shade of Pale“, „House Of The Rising Sun“ oder „Verdamp lang her“ aus der Schublade. Bei all diesen Klassikern wird Albe Härle die typischen Orgel- und Keyboardsounds erklingen lassen. Weitere Gastmusiker sind Helena Härle (Vocal, Piano), Walter Holzschuh (Bass) und die „1st Illertal Bag Pipers“, die dem Konzert noch eine besondere Note geben werden. Karten sind ab sofort im Rathaus Erolzheim, Bürgerbüro, zu den Öffnungszeiten sowie an der Abendkasse erhältlich. Einlass ist um 19 Uhr. Der Eintritt beträgt im Vorverkauf zehn Euro und an der Abendkasse zwölf Euro. Der Vorverkauf endet am Donnerstag, 7. November, um 19 Uhr. Gräser Bauunternehmung ehrt Mitarbeiter OCHSENHAUSEN (sz) - Beim jährlichen Oktoberfest der Alfons Gräser Bauunternehmung Ochsenhausen, wurden verdiente Mitarbeiter für Ihre langjährige Betriebszugehörigkeit geehrt. Weiter wurde Benno Lanzel nach 48 Jahren Betriebszugehörigkeit, davon sieben Jahre Berufstätigkeit im Unruhestand, in den gewünschten Ruhestand verabschiedet. In seiner Ansprache betonte Geschäftsführer Dipl.-Ing. Eberhard Gräser den hohen Stellenwert von qualifizierten und zuverlässigen Mitarbeitern. Im Rückblick berichtete Eberhard Gräser wieder von einem arbeitsreichen Jahr mit zahlreichen Orts- und Erschließungsbaustellen. Besondere Erwähnung fanden die Baustellen in und um Eberhardzell sowie die Neubaugebietserschließung in Edelbeuren. Er bedankte sich bei den Mitarbeitern für die tatkräftige, zuverlässige und fachkundige Arbeit. Gemeinsam mit den Geschäftsführern Dipl.-Ing. Ulrich Gräser und Dr.-Ing. Alfons Gräser wurden den Jubilaren feierlich die Urkunden für Ihre Betriebstreue überreicht. Für zehn Jahre wurden geehrt: Oliver Borner, Detlef Fubel, Peter Kreischer, Daniel Lanzl, 20 Jahre: Fritz Klawitter und 40 Jahre: Brigitte Kuhn. FOTO: GRÄSER

Rottum Bote ILLERTAL Mittwoch, 6. November 2019 Von Sybille Glatz ● TANNHEIM - Der Streit zwischen Anwohnern und dem Betreiber einer Trocknungsanlage für Biomasse in Tannheim ist nicht beigelegt. Im Gegenteil: Er spitzt sich weiter zu. Seit Anfang des Jahres beschweren sich Anwohner über unangenehme Gerüche, die von der Anlage im Tannheimer Gewerbegebiet ausgehen sollen. Die Gerüche beschreiben die Anwohner als „bestialisch“, „unerträglich“ und „ekelerregend“. „Es riecht bestialisch nach einer Mischung aus Kläranlage und Kadavern“, schreibt die Tochter einer Anwohnerin an das Landratsamt Biberach. Noch im Sommer hatte Tannheims Bürgermeister Thomas Wonhas einen Vor- Ort-Termin mit Vertretern der Gemeinde, dem Betreiber und den Anwohnern angekündigt, um den Konflikt beizulegen. Doch davon ist jetzt keine Rede mehr, laut Wonhas wird es diesen Termin nicht geben. „Der Termin macht keinen Sinn mehr, er wird von niemandem mehr gewünscht“, sagt Wonhas. „Die Situation hat sich so verschärft, das Ganze wird immer emotionaler. Jetzt müssen Fachleute und Juristen das klären.“ Unterschriftenliste Die Anwohner haben eine Interessengemeinschaft (IG) gegründet und Unterschriften gesammelt. Laut Anwohnerin und Mit-Initiatorin Waltraud Natterer stehen 58 Unterschriften auf der Liste. „Die, die unterschrieben haben, sagen damit: Ich rieche es und akzeptiere das nicht“, sagt Natterer. Der engere Kreis der IG zählt zehn bis 15 Unterstützer. Unter ihnen ist auch Christoph Peukert. Er betreibt eine Hundepension im Gewerbegebiet und bietet Garagen für Oldtimer an. „Früher war ich eher für den Betreiber der Anlage, jetzt bin ich gegen ihn. Er hält sich an keine Regeln“, sagt Peukert über seine Motivation, sich an der IG zu beteiligen. Peukert berichtet, dass ihm die Gerüche der Anlage wirtschaftlich schaden. „Meine Kunden wollen ihre teuren Autos nicht bei mir unterstellen, weil sie Angst haben, dass sie diesen ekelhaften Gestank annehmen. Mir entgehen Mieteinnahmen.“ Peukert könnte sich auch vorstellen, den Rechtsweg zu beschreiten und Streit wegen übler Gerüche spitzt sich zu Jetzt ist in den Tannheimer Konflikt auch das Verwaltungsgericht Sigmaringen involviert Das Foto stammt vom Geschäftsführer der Anlage in Tannheim. Der rechte Haufen zeigt laut seinen Angaben den Gärrest, der in der Anlage verarbeitet wird. Der linke Haufen sind Hackschnitzel, mit denen die Wärme für die Trocknung der Gärreste erzeugt wird. FOTO: PRIVAT Klage beim Verwaltungsgericht einzureichen, und zwar „gegen das Landratsamt wegen unterlassener Hilfeleistung“, sagt Peukert. Rechtliche Schritte Doch mittlerweile ist der Tannheimer Fall schon längst beim Verwaltungsgericht Sigmaringen angekommen, aber nicht wegen einer Klage eines Anwohners. Das Landratsamt hatte dem Betreiber der Anlage Anfang Oktober die Nutzung mit sofortiger Wirkung untersagt, dieser wiederum stellte beim Verwaltungsgericht einen Antrag auf Eilrechtsschutz. „Das ist nichts Besonderes. Die Firma beantragt damit, dass die sofortige Wirkung der Anordnung des Landratsamtes aufgehoben wird“, erklärt der Pressesprecher des Gerichts Albrecht Mors. Bis das Gericht darüber entschieden hat, könnte es laut Mors einige Wochen dauern. „Bis dahin gilt die Untersagung“, sagt Mors. Doch der Betrieb läuft in Tannheim nach wie vor weiter. „Das Landratsamt hat zugestimmt, dass es die Untersagung nicht vollstreckt“, sagt der Geschäftsführer der Tannheimer Anlage, der in der Zeitung nicht namentlich genannt werden möchte. Das Landratsamt bestätigt, dass die Anlage bis zur Entscheidung des Gerichts weiter genutzt werden darf. Doch warum hatte das Landratsamt überhaupt ein Verbot ausgesprochen? Wie sich herausstellt, ist der Grund für die Nutzungsuntersagung gar nicht die Geruchsbelästigung. „Es geht um die Baugenehmigung“, sagt der Geschäftsführer. Der Hintergrund: In der Anlage werden Gärreste aus Biogasanlagen getrocknet. Die Gärreste, die in Tannheim landen, stammen aus speziellen Biogasanlagen, in denen sogenanntes K3-Material verwertet wird. Als K3-Material werden Lebensmittel bezeichnet, die nicht für den menschlichen Verzehr geeignet sind, also Speisereste, abgelaufene Lebensmittel, aber auch Schlachtabfälle. „Laut Baugenehmigung dürfen in der Anlage nur Materialien zum Trocknen aus Biogasanlagen angenommen werden, in denen rein tierische Nebenprodukte, also ohne pflanzliche Abfälle, behandelt werden“, sagt das Landratsamt. „Es bestehen Gründe zur Annahme, dass in der Anlage auch andere Stoffe als in der Genehmigung genannt Verwendung finden.“ Deshalb wurde die Nutzung untersagt. Doch nicht nur die Baugenehmigung steht im Fokus der Behörden. Der Tannheimer Gemeinderat hatte in einem „eindringlichen Brief“ das Landratsamt aufgefordert, die Bevölkerung offen und transparent zu informieren. Dieser Forderung kam Hubert Baur, Leiter des Amtes für Bauen und Naturschutz, im Tannheimer Mitteilungsblatt am 17. Oktober nach. Er schreibt, dass vier Ämter des Landratsamtes mit der Anlage befasst seien: das Amt für Bauen und Naturschutz, das Amt für Umweltund Arbeitsschutz, das Kreisveterinäramt und das Wasserwirtschaftsamt. Das bestätigt der Geschäftsführer. Er berichtet von Kontrollen und Auflagen der Behörden. „Ich darf die Lastwagen nicht im Hof abspritzen, darf sie nicht auf dem Kiesplatz abstellen, und muss erklären, wie ich das Niederschlagswasser aus dem Biofilter entsorge.“ Er versuche alle Vorgaben umzusetzen, betont er. Aus der Sicht des Betreibers sind die Gerüche, die aus der Anlage kommen, um ein Vielfaches besser geworden. Als Gründe dafür nennt er einen zusätzlichen Wärmetauscher, den er eingebaut habe, und dass der Biofilter besser arbeite. Eine Verbesserung können indes die Unterstützer der IG nicht feststellen. „Es hat sich nicht verbessert“, sagt Natterer. Liebe Leserinnen, liebe Leser, gerne drucken wir Ihre eingereichten Beiträge ab. Beachten Sie bitte, dass der Redaktionsschluss für redaktionelle Beiträge immer freitags um 18 Uhr ist, da der Rottum Bote am Montag in den Druck geht. Später eingehende Beiträge können für die aktuelle Ausgabe leider nicht mehr berücksichtigt werden.