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Rottum Bote 06.11.2019

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Rottum Bote OCHSENHAUSEN Mittwoch, 6. November 2019 Zwei Autoren berichten über Schulzeit in 50erund 60er-Jahren Im Mittelpunkt der Lesung stehen zwei Schulen in Ochsenhausen und Bad Saulgau Patriarch Ignatius Joseph III (v. l.), Künstler Bernd Cassau, Dekan Sigmund F. J. Schänzle und Bischof Gebhard Fürst vor der Gedenkplatte. FOTO: TOBIAS REHM Ein besonderer Ort ist jetzt Basilika St. Georg in Ochsenhausen wird bei Pontifikalgottesdienst zur Basilika minor erhoben Von Tobias Rehm ● OCHSENHAUSEN - Von der ehemaligen Klosterkirche zur „Basilika minor“: Als vierte Kirche in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und als 78. in Deutschland hat St. Georg in Ochsenhausen am Sonntag offiziell diesen päpstlichen Ehrentitel erhalten. Gefeiert wurde die Erhebung mit einem zweistündigen Pontifikalgottesdienst unter der Leitung von Bischof Gebhard Fürst. Dieser würdigte die neuerhobene Basilika vor mehreren Hundert Gläubigen als einen „außergewöhnlichen Ort“. An der Fassade von St. Georg prangt seit gut einer Woche das Päpstliche Wappen, eines der Erkennungszeichen einer Basilika. Genauso wie der gelb-rot gestreifte kegelförmige Seidenschirm und die Prozessionsglocke, die am Sonntag beim Einzug in das vollbesetzte Gotteshaus mitgetragen wurden. Es war eine lange Reihe an Ministranten und Geistlichen, die sich in Richtung Altarinsel aufmachten, um einen besonderen Gottesdienst zu feiern. Allen voran Bischof Gebhard Fürst, Dekan Sigmund F. J. Schänzle, der syrisch-katholische Patriarch Ignatius Joseph III. Younan von Antiochien, der vielen noch als Aushilfspriester in Ochsenhausen bekannt ist, und Dekan Ekkehard Schmid, der, wie Schänzle später anmerkte, die Kirche in Ochsenhausen bereits seit seiner Zeit als Ministrant kennt. Passend zum Anlass erklang „Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land…“ Dekan Sigmund F. J. Schänzle übernahm die Begrüßung, die bei der langen Gästeliste durchaus einige Minuten dauerte, waren doch auch zahlreiche kommunale Vertreter nach Ochsenhausen gekommen. Darunter Regierungspräsident Klaus Tappeser. „Unendlich viele“ Glückwünsche hätten die Kirchengemeinde St. Georg Ochsenhausen-Erlenmoos erreicht, sagte Schänzle, und gab einen Einblick in die Liste der Gratulanten: vom Präfekten des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Georg Gänswein, über mehrere Bischöfe aus Argentinien bis hin zu Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Bischof Gebhard Fürst betonte nochmals, weshalb an diesem Tag so viele Gläubige nach Ochsenhausen gekommen seien: „Wir haben die große Ehre und Freude, heute die Klosterkirche Ochsenhausen zur Basilika zu erheben.“ Dekan Schänzle verlas anschließend das Dekret, in dem es unter anderem heißt, dass „die Gott zu Ehren des Heiligen Märtyrers Georg geweihte Pfarrkirche und das Heiligtum der Stadt Ochsenhausen mit dem Titel und dem Rang einer Basilika minor“ ausgezeichnet werde. Der Basilikachor und zahlreiche Projektsänger unter der Gesamtleitung von Dekanatskirchenmusiker Thomas Fischer – insgesamt fast 80 Sänger – würdigten dies mit Mozarts Krönungsmesse. In seiner Predigt gratulierte Bischof Fürst zur Basilika-Erhebung. Diese Kirche sei ein Zentrum, das viele Menschen anziehe. „Das ist ein großes Zeichen in einer Zeit, in der viele weggehen von der Kirche. Aber hierher kommen viele, an diesen außergewöhnlichen Ort.“ St. Georg sei ein anderer Ort als andere – ein religiöser Ort, an dem Gott und das Gebet zu ihm in der Mitte stehe. „Wir erleben hier Frömmigkeit, eine festliche Liturgie und eine geistliche Atmosphäre.“ Mit der Erhebung zur Basilika habe das Gotteshaus nun eine „besondere Verbindung“ zum Heiligen Vater. Dabei sei es wichtig, erklärte der Bischof, dass man nicht nur formal mit Papst Franziskus verbunden sei, sondern auch mit seinen Anliegen. Gebhard Fürst ging auf die Enzyklika des Papstes ein, in der dieser seine Sorge um die Schöpfung dokumentiert. „Franziskus hat diese Sorge wie kein Papst zuvor so ausgedrückt.“ Dies führe eindrücklich vor Augen, dass die Bedrohung der nächsten Generationen „schlimme Realität“ sei. „Es liegt an uns, diese Anliegen auch anzunehmen“, schloss Bischof Fürst seine Predigt. Zur Kommunion erklang Händels Halleluja, zum Abschluss sang Patriarch Ignatius Joseph III. einen syrischen Hymnus auf die Kirche. Den Schlusspunkt setzte die Enthüllung einer Gedenktafel im Eingangsbereich, auf der die Erhebung zur Basilika auch für künftige Generationen festgehalten ist. OCHSENHAUSEN (sz) - Das Kürzel LOS weckt in Ochsenhausen bei vielen Älteren Erinnerungen an die Schulzeit. Es steht für die Lehrerinnenoberschule, die nach dem Krieg in den Räumen des ehemaligen Klosters eingerichtet wurde. Die einstige Bildungsanstalt, um die sich bis heute Anekdoten ranken, steht im Mittelpunkt einer Lesung, zu der das Klostermuseum Ochsenhausen am Donnerstag, 7. November, um 19.30 Uhr einlädt. Zu Gast sind die Schriftstellerin Monika Taubitz und der Heimat- und Brauchtumsforscher Ludwig Zimmermann. Monika Taubitz besuchte von 1953 bis 1958 die LOS, beziehungsweise das spätere Aufbaugymnasium und machte dort ihr Abitur. Später war sie als Lehrerin tätig und erwarb sich große Anerkennung als Schriftstellerin. Für ihr literarisches Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Eichendorff-Literatur-Preis. Die Stadt Meersburg, in der sie seit Jahrzehnten lebt, verlieh ihr als erster Frau die Ehrenbürgerwürde. Die Erinnerungen an ihre Schulzeit in Ochsenhausen hielt sie in ihrem Büchlein „Chance und Bewährung“ fest. Das Gegenstück zu Ochsenhausen war die „oberschwäbische Lehrerschmiede“ für männliche Schüler in Saulgau, wo der 1938 im Laupheimer Ortsteil Baustetten geborene Ludwig Zimmermann auf seinen späteren Beruf als Lehrer vorbereitet wurde. Im vor wenigen Monaten erschienenen zweiten Band seiner Lebenserinnerungen blickt der Heimatforscher auf seine Schulzeit und seine Anfänge als Pädagoge zurück. Ein von Monika Taubitz verfasster Abschnitt im Buch widmet sich auch der LOS in Ochsenhausen. Zwischen den Schulen in Saulgau und Ochsenhausen gab es freundschaftliche Verbindungen, denn die Mädchen der LOS stellten die Partnerinnen für den obligatorischen gemeinsamen Tanzkurs, aus dem nicht selten Freundschaften und Verbindungen fürs Leben entstanden. Die Lesung vermittelt so nicht nur persönliche Einblicke in das schulische Leben der 1950er- und 1960er-Jahre, sondern lenkt auch den Blick auf ein Kapitel oberschwäbischer Bildungs- und Kulturgeschichte, sind doch aus den Schulen in Ochsenhausen und Saulgau ganze Generationen von Junglehrern hervorgegangen. Der Eintritt zur Lesung ist frei. Das Kloster Ochsenhausen mit der damaligen Lehrerinnenoberschule in den 1950er-Jahren. FOTO: STADTARCHIV OCHSENHAUSEN Kurz notiert ● Vortrag „Datenschutz im Verein“ am Mittwoch BIBERACH (sz) - Der Vortrag „Datenschutz im Verein“ des Kreis- und Stadtjugendring Biberach zusammen mit dem Kreisjugendreferat Biberach findet am Mittwoch, 13. November, von 19 – 21 Uhr im Konferenzraum des Landratsamtes Biberach in der Rollinstr. 18 statt.

Rottum Bote RUND UM OCHSENHAUSEN Mittwoch, 6. November 2019 Dekan Sigmund Schänzle (Mitte) verliest das Ernennungsschreiben für Pfarrer Martin Dörflinger (rechts) zum Dekanatspräses für Kirchenmusik. FOTO: PRIVAT Neuer Dekanatspräses für Kirchenmusik ernannt Pfarrer Dörflinger erhält beim Dekanatssingen in Ochsenhausen sein Ernennungsschreiben OCHSENHAUSEN (sz) - Beim Dekanatssingen der Dekanatsregion Ochsenhausen hat Pfarrer Martin Dörflinger aus Bad Buchau sein Ernennungsschreiben zum Dekanatspräses für Kirchenmusik im Dekanat Biberach von Dekan Sigmund Schänzle erhalten. Er hat das Amt von Pfarrer Peter Häring übernommen, der im Frühjahr von Ertingen nach Mochenwangen (Kreis Ravensburg) gewechselt ist. Das Dekanatssingen bildete den würdigen Rahmen für die offizielle Ernennung: 250 Sänger verschiedener Chöre unter der Leitung von Dekanatskirchenmusiker Thomas Fischer füllten die Basilika Ochsenhausen bei einem Gottesdienst mit ihrem Kurz notiert ● Laternenumzug mit den Kindergärtenen OCHSENHAUSEN (sz) - Der Kindergarten St. Benedikt und der Städt. Kindergarten Ochsenhausen feiern am Montag, 11. November, gemeinsam das Martinsfest. Der Laternenumzug findet in Form eines Sternenlaufs statt und beginnt um 17:30 Uhr. Die Familien des Städt. Kindergartens treffen sich am ehemaligen Gasthaus „Krone“, gegenüber dem ZOB, die Familien des Kindergartens St. Benedikt am Kath. Gemeindehaus. In der Schloßstraße begegnen sich die beiden Züge und gehen gemeinsam zum Kirchplatz. Das St. Martinsspiel findet vor der Kulisse der Basilika Ochsenhausen statt. Anschließend laden beide Kindergärten die Bevölkerung zu einem kleinen Umtrunk ein. Skiprogramm des SV Steinhausen/Rottum STEINHAUSEN A. D. ROTTUM (sz) - Das Skiprogramm 2019/ 20 der Skiabteilung / SV Steinhausen geht online. Auf dem Programm steht ein 4-tägiger-Ferienskikurs für Gesang. Dekan Schänzle betonte in seinem Ernennungsschreiben: „Es ist wichtig, dass unsere Sängerinnen und Sänger gut und fachkundig begleitet werden. Die Kirchenmusik ist ein wahrhaft liturgischer Dienst, wie das zweite Vatikanische Konzil betont, sie unterstützt die Wortverkündigung und erreicht Menschen selbst dort, wo Worte bereits versagen.“ Der Dekan zeigte sich sehr dankbar, dass Pfarrer Martin Dörflinger dieses Amt übernehme, da er ja für seine musikalische Ader bekannt sei. So leite Pfarrer Dörflinger selbst einen Jugendchor in Bad Buchau und seine gesungene Predigt in der Fasnet sei auch schon weithin bekannt. In seiner Predigt hob Pfarrer Dörflinger hervor, wie wichtig die Kirchenmusik und der Gesang für den Gottesdienst und das Gebet sei. Singen sei doppeltes Beten, sagte der neue Dekanatspräses. „Das Singen stützt und stärkt das Gebet. Es nimmt die Menschen im Gottesdienst mit. Es sorgt dafür, dass die Bitten einmütig und gemeinsam vor Gott gebracht werden.“ Dabei betonte er, dass Kirchenmusik eine Berufung hat: „Kirchenmusik muss durch mich hindurchgehen. Der Gesang des Chores soll zu meinem Gebet werden, soll mein Herz bewegen, darauf sollte ich achten.“ Ski- und Snowboarder, bei welchem „Freifahrer“ ebenfalls herzlich willkommen sind. Für unsere Skizwerge bieten wir separat einen speziell auf sie zugeschnittenen Anfängerkurs in Eschach an. Ein besonderes Highlight ist unser Skiwochenende in Pfunds, mit den Skigebieten Nauders, Samnaun/ Ischgl und Serfaus/Fiss/Ladis. Die Saison wird mit unserer Après- Skiausfahrt in Serfaus/ Fiss/Ladis abgeschlossen. Alle Informationen finden Sie unter www.sv-steinhausen.de. Natürlich finden Sie uns in der Abteilung Ski auf dieser Internetseite. Richtfest für den Kindergartenanbau Durch den Anbau am Kindergarten Wuselnest stehen benötigte Räume zur Verfügung ERLENMOOS (sz) - Der Kindergartenanbau Wuselnest in Erlenmoos nimmt Gestalt an. Mit einem Richtfest hat die Gemeinde die Bauarbeiten im Rohbau für Interessierte geöffnet. Juniorchef Maiggler von der ausführenden Firma Karl Maiggler aus Stafflangen sprach den Richtspruch. Bürgermeister Stefan Echteler dankte dem Gemeinderat, der Kindergartenleiterin Nadine Borowski und ihrem Team, den Rathaus-Mitarbeitern, dem Bauhof unter Leitung von Paul Birkle, Hausmeister Hermann Dengler, dem Planungsbüro Sick und Fischbach sowie allen beteiligten Handwerkern. Durch den Bau wird der Kindergarten dringend benötigte Räume für eine moderne Betreuung erhalten. Insbesondere die neuen Funktionsräume und der nun wieder frei nutzbare Bewegungsraum werden eine deutliche Verbesserung im Kindergartenbetrieb ergeben, so der Erlenmooser Bürgermeister. Im Anschluss an den Richtspruch fanden eine Baubegehung und ein kleiner Stehempfang im bestehenden Kindergartengebäude statt. Bis zum Ende des Kindergartenjahres sollen die Arbeiten am eigentlichen Anbau zum Ende gebracht werden. Anschließend stehen noch Restarbeiten im Altbau an, die so weit als möglich in den Sommerferien 2020 durchgeführt werden sollen. Mit einem Richtbaum zieren die Handwerker das Dach des Kindergartenanbaus. FOTO: PRIVAT ANZEIGE