Aufrufe
vor 7 Monaten

Rottum Bote 06.05.2020

  • Text
  • Ochsenhausen
  • Gemeinde
  • Erlenmoos
  • Rottum
  • Karin
  • Gemeinderat
  • Feuerwehr
  • Investitionen
  • Millionen
  • Bote
  • Www.bitzilla.de

Rottum

Rottum Bote RUND UM OCHSENHAUSEN Mittwoch, 6. Mai 2020 Verkehr ● Vollsperrung auf der B 312 BERKHEIM/EDENBACHEN (sz) - Die Bundesstraße 312 zwischen Edenbachen und Berkheim ist wegen Fahrbahnsanierungsarbeiten bis 8. Mai, voll gesperrt. Der Verkehr wird über die L 299 Erolzheim und die L 260 Berkheim in beide Richtungen umgeleitet. Weitere Informationen zur Baustelle gibt es im Internet unter: www.baustellen-bw.de Liebe Leserinnen, liebe Leser, gerne drucken wir Ihre eingereichten Beiträge ab. Beachten Sie bitte, dass der Redaktionsschluss für redaktionelle Beiträge immer freitags um 18 Uhr ist, da der Rottum Bote am Montag in den Druck geht. Später eingehende Beiträge können für die aktuelle Ausgabe leider nicht mehr berücksichtigt werden. Regenbogen über Hürbel HÜRBEL (sz) - Diesen doppelten Regenbogen hat uns Sonja Maier aus Hürbel geschickt. Beim Hauptregenbogen ist innen Violett und außen Rot, beim zweiten Regenbogen ist es umgekehrt. Der zweite Regenbogen ist immer auch ein bisschen schwächer. Ein zweiter Regenbogen entsteht wenn das Licht sich im Regenbogen zwei Mal spiegelt. FOTO: SONJA MAIER Kindergarten Laubach ● Diese drei Geschwister haben einen Zauberstab gebastelt. Vom Kindergarten Laubach hatten sie ein Video mit einer Anleitung bekommen, wie man einen Zauberstab gestaltet. FOTO: KINDERGARTEN Mit dem Alphorn durch die Coronazeit OCHSENHAUSEN (sz) - Musik ist ihr Leben und mit Musik möchte das Ehepaar Hubert und Sabine Wiest gerade jetzt, da die Corona-Pandemie alles fest im Griff hat, mit ihren Alphornweisen etwas Freude in den Alltag bringen. Immer darauf bedacht, den Sicherheitsabstand einzuhalten, spielen sie spontan an verschiedenen Orten in und um Ochsenhausen, so z.B. beim Ziegelweiher, in Oberstetten, Eichbühl, Erlenmoos, im Fürstenwald oder im eigenen Garten. Nach vorheriger Absprache wurden auch die Bewohner des Altenzentrums und die Behinderten- Wohngemeinschaft im Coletta-Deußer- Haus nicht vergessen. Selbst den Rentner- Schwestern im Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in Untermarchtal brachten die beiden Hobbymusiker ein Ständchen und wurden für diese musikalische Abwechslung mit viel Beifall aus den geöffneten Fenstern bedacht. Den 1. Mai begrüßte das Ehepaar mit ihren Alphornweisen in Ochsenhausen vom Kirchplatz aus. In diesem Monat haben sie vor, ihre urtümlichen Instrumente bei verschiedenen Käppele und Wegkreuzen erklingen zu lassen. Man darf gespannt sein, wo und wann sie dann zu hören sind. FOTO: PRIVAT Kinder basteln Zauberstäbe LAUBACH (sz) - Die Erzieherinnen des Kindergartens in Laubach haben sich in den vergangenen Wochen mit der sogenannten Portfolio-Arbeit beschäftigt. „Portfolioarbeit gehört zu den Aufgaben in jeden Kindergartenalltag. Diese bleibt aber oft aus Zeitmangel auf der Strecke“, sagt Marianne Brose-Vetter. Sie leitet den Kindergarten in Laubach, der eine Außengruppe des städtischen Kindergartens Ochsenhausen ist. Wie Brose-Vetter erklärt, ist das Portfolio eine Sammlung von Arbeiten und Dokumenten, welche die individuellen Lernstrategien, Interessen und Entwicklungsschritte jedes Kindes in verschiedenen Bereichen zeigt. „Wir haben eine Rubrik ,Unsere Corona-Zeit’ angelegt, in der den Kindern in verschiedenen Bereichen Aufgaben gestellt wurden“, sagt sie. „Die Kinder haben sich gemessen, Hand- und Fußabdrücke angefertigt, haben Ostereier-Mandalas gelegt, Zauberstäbe gebastelt, sich selbst gemalt und noch vieles mehr. Dabei kamen tolle Sachen heraus. Die Arbeiten wurden fotografiert, dokumentiert und im Portfolio-ordner des jeweiligen Kindes abgelegt.“ Auf diese Weise hätten die Erzieherinnen und die Kinder den Kontakt zueinander gehalten und seien trotz der Schließung des Kindergartens in Verbindung geblieben.

Rottum Bote ILLERTAL Mittwoch, 6. Mai 2020 Trotz Corona-Krise: Kirchdorf plant viele Investitionen Bürgermeister plädiert dafür, auch in der Krise die Wirtschaft anzukurbeln – mancher Rat sieht das anders KIRCHDORF - Es sind Zahlen, die sich sehen lassen können: Die Gemeinde plant Investitionen mit einem Volumen von mehr als 13,5 Millionen Euro, erwirtschaftet ein positives Ergebnis in Höhe von 380 000 Euro, die Steuersätze bleiben unverändert und die Kommune nimmt keine Kredite auf – im Gegenteil: Sie bleibt schuldenfrei und bezahlt die Investitionen aus ihrem Ersparten, aus den sogenannten liquiden Mitteln. An Gewerbesteuern nimmt sie etwa neun Millionen Euro ein. Der neue Kämmerer der Gemeinde Kirchdorf, Alexander Preuß, stellte mit diesen Zahlen den Gemeinderäten in der jüngsten Sitzung den Haushaltsplan für 2020 vor. Doch Preuß wies auch darauf hin, dass die Zahlen vermutlich nicht so bleiben werden. „Ohne Berücksichtigung der bisherigen Corona-Entwicklungen“ war in roter Schrift in der rechten oberen Ecke der Präsentation zu lesen. „Den Haushalt habe ich im Ende Februar, Anfang März fertiggestellt. Ich musste irgendwann einen Schnitt machen. Corona ist deshalb noch nicht drin“, sagte Preuß. Wie viel sich noch durch die Corona-Krise am Haushalt der Gemeinde Kirchdorf ändern wird, wurde in der Sitzung nicht klar. Doch dass sich etwas ändern wird, daran bestand für Bürgermeister Rainer Langenbacher und seinen Kämmerer ANZEIGEN Von Sybille Glatz ● Die Gemeinde Kirchdorf plant für 2020 auch Investitionen in die Digitalisierung der Michael- Von-Jung-Schule. FOTO: TOBIAS REHM kein Zweifel. Dennoch zeigte sich Langenbacher optimistisch: „Unser Haupt-Arbeitgeber und Gewerbesteuer-Zahler ist ein Betrieb aus der Baubranche. Die Baubranche ist derzeit ein stabiler Pfeiler. Ich hoffe, dass wir mit einem blauen Auge davonkommen.“ Zudem starte die Gemeinde „von einem starken Fundament aus“. Dieses „starke Fundament“ ist die gute Haushaltslage: Die Gemeinde ist schuldenfrei und verfügte zum 31. Dezember 2019 über 20,3 Millionen Euro an liquiden Mitteln. Mit diesem ersparten Geld soll auch ein Großteil der für 2020 geplanten Investitionen bezahlt werden. So sind ein Kindergarten- Neubau für vier Millionen Euro, Grundstückskäufe für 3,6 Millionen Euro und Planung und vorbereitende Baumaßnahmen für ein neues Feuerwehrhaus in Oberopfingen für 180 000 Euro geplant. Dazu kommen noch Investitionen in die Erschließung des Baugebiets Kratzer I, in den Breitbandausbau, in die Sanierung von Straßen und in die Digitalisierung der Michael-Von-Jung- Schule. Diesen Ausgaben stehen etwa 1,2 Millionen Euro an Einnahmen durch Grundstücksverkäufe und Zuschüssen aus dem Digitalpakt gegenüber. Das Finanzpolster der Gemeinde sinkt durch die Investitionen von 20,3 Millionen auf rund 9,2 Millionen Euro – wenn alles läuft wie geplant. „Man muss vor dem Sinken der liquiden Mittel keine Angst haben, die Gemeinde hat auch viel vor“, beruhigte Preuß. Damit dürften auch die Kosten für die Aufbewahrung des Geldes sinken, das die Gemeinde auf der Bank hat. Wie Preuß in der gleichen Sitzung, aber bei einem anderen Tagesordnungspunkt sagte, zahlt die Gemeinde für ihr Geld auf der Bank 0,5 Prozent Strafzinsen. „Das macht zwischen 5000 und 8000 pro Monat aus“, so Preuß. Auf die Anregung von Gemeinderat Matthias Friedenberger, die Bank zu wechseln und so Strafzinsen zu sparen, antwortete der Kämmerer, dass das wegen gesetzlichen Anforderungen an die Gemeinden und das Angebot der Banken nicht so einfach sei. „Wir sind auf der Suche nach Banken“, sagte Preuß. Gemeinderat Gerhard Mack regte an, wegen der Corona- Krise alle Investitionen außer dem Kindergartenneubau auf den Prüfstand zu stellen: „Wir haben ganz viele Investitionen vor der Corona-Krise beschlossen. Ich denke, wir wären gut beraten, wenn wir nur am Kindergartenneubau festhalten und alles andere mit Fragezeichen versehen.“ Dem widersprach Bürgermeister Langenbacher: „Es ist eine besondere Situation. Die Gemeinde sollte antizyklisch handeln, um die Wirtschaft anzutreiben. Selbst wenn es eng wird, sollten wir den Mut aufbringen zu investieren.“ Ähnlich sah es Gemeinderat Christian Göppel: „Aufgabe des Staates ist es, in schlechten Zeiten zu investieren.“ Zudem wies Göppel darauf hin, dass die Erfahrung zeige, dass Baumaßnahmen teurer würden, wenn man sie auf einen späteren Zeitpunkt verschiebe. Gemeinderat Reinhold Huber erinnerte an die Personalkosten, die 2020 bei rund 3,2 Millionen Euro liegen und ja auch in Corona-Zeiten weiterlaufen würden. Langenbacher kündigte an, dass die Gemeindeverwaltung den Haushalt „auf Sicht vollziehen“ werde. Ähnlich äußerte sich der Kämmerer, der auch die Möglichkeit eines Nachtragshaushalts erwähnte. Schließlich stimmte der Gemeinderat dem Haushaltsplan einstimmig zu. Laut Langenbacher hatte der Oberopfinger Ortschaftsrat bereits einen Tag zuvor getagt und einen zustimmenden Beschluss über den Haushaltsplan gefasst. schwäbische.de/kleinanzeigen