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Rottum Bote 06.05.2020

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Rottum Bote RUND UM OCHSENHAUSEB Mittwoch, 6. Mai 2020 Von Tobias Rehm ● ERLENMOOS - Erlenmoos bekommt eine neue Feuerwehrsatzung: Nachdem die freiwillige Feuerwehr einen entsprechenden Entwurf in ihrer Hauptversammlung beschlossen hatte, stimmte der Gemeinderat der neuen Satzung in seiner jüngsten Sitzung zu. Damit werden die Ortsgruppen zu einer Einsatzabteilung zusammengefasst. Außerdem werden eine Jugendfeuerwehr und eine Altersabteilung eingerichtet. Über die Satzung an sich gab es im Gemeinderat nicht viel zu diskutieren. Wohl aber darüber, inwiefern sich die Änderungen auf gewisse Angebote in den Teilorten auswirken, für die bislang die Feuerwehr zuständig war. Die Feuerwehr sei in einem „Reformierungsprozess“, sagte Bürgermeister Stefan Echteler. Dies schlage oft hohe Wellen und sorge für große Emotionen. Doch in Erlenmoos und den Teilorten sei die Feuerwehr diesen Prozess „einvernehmlich“ und „mit einer Stimme“ gegangen. Echteler lobte dabei explizit die Arbeit des Kommandanten Artur Schaupp. „Bei der Versammlung war allen klar, um was es geht, keiner war dagegen“, so Echteler. „Sonst gibt es im Ort nichts mehr“ Erlenmooser Feuerwehr hat nur noch eine Einsatzabteilung – Rat sorgt sich um die Folgen Die Erlenmooser Feuerwehr bekommt eine neue Struktur. Gemeinderat Martin Rapp verwies auf die Aufgaben in den Teilorten, die die Feuerwehr dort bislang übernommen hat. In Edenbachen unter anderem das Maibaumstellen oder die Bewirtung des Florianstübles. Rapp wollte wissen, ob dieses für den Teilort so wichtige ehrenamtliche Engagement künftig unter dem Schirm der Altersabteilung oder der Jugendfeuerwehr weiter Bestand haben kann oder ob dieses wegzubrechen drohe. Bürgermeister Echteler entgegnete, es gebe diesbezüglich bereits Überlegungen, möglicherweise könnte dies über einen neuen Verein abgewickelt werden. „Um dieses Engagement in Edenbachen bin ich froh“, betonte Echteler. Eine mögliche Vereinsgründung beurteilte Martin Rapp allerdings kritisch. Er habe Zweifel, dass dafür eine Bereitschaft vorhanden sei und äußerte nochmals nachdrücklich den Wunsch, diese „über Jahrzehnte bewährten Strukturen“ nicht wegbrechen zu lassen. „Sonst gibt es im Ort nichts mehr“, sagte Rapp. Josef Dornacher kritisierte in der Folge, dass er diese Punkte gerne vor der Zustimmung zur neuen Satzung diskutiert hätte. Nun werde das Pferd von hinten aufgezäumt. Er vermute, dass manche der Betroffenen sich FOTO: BRUNO GERNER nicht trauten, etwas zu sagen. Eine Vereinsgründung sei in solch kleinen Ortschaften nicht der richtige Weg. „Wenn etwas funktioniert, sollte man es nicht kaputt machen“, sagte Dornacher. Er habe ein Problem damit, zuzustimmen, wenn das Thema längst über die Bühne gegangen sei. Kommandant Artur Schaupp verdeutlichte, dass es darum gehe, eine leistungsfähige Feuerwehr zu haben: „Wir wollen kein Florianstüble kaputt machen, sondern die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr erhalten.“ Josef Dornacher unterstrich nochmals, dass man dieses Thema in den Teilorten auf die Reihe kriegen müsse, ohne einen neuen Verein zu gründen. Bürgermeister Echteler bekräftigte, dass es nach Möglichkeit so weiterlaufen soll wie bisher. Der Gemeinderat stimmte letztlich nicht nur der Satzung zu, sondern beauftragte auch die Verwaltung damit, Lösungen zu finden, wie die gewachsenen kameradschaftlichen Strukturen in den bisherigen Ortsteilfeuerwehren aufrechterhalten werden können. In derselben Sitzung stimmte der Gemeinderat auch der neuen Entschädigungssatzung für die Feuerwehr zu. Änderungen gibt es vor allem bei den Entschädigungen für die Verantwortlichen. So bekommt der Kommandant künftig 480 Euro pro Jahr (bislang 125 Euro), der Stellvertreter 120 Euro (bisher 50 Euro), der Gerätewart 120 Euro (bisher 50 Euro), der Jugendfeuerwehrwart 120 Euro und der Leiter der Altersabteilung 120 Euro. Auch wird die Entschädigung für geleistete Einsatzstunden von zehn auf zwölf Euro erhöht. Die Verwaltung hatte hier ursprünglich elf Euro vorgesehen, der Gemeinderat sprach sich aber für den einen Euro mehr aus. Außerdem stimmte das Gremium der Wahl von Herbert Erhart zum zweiten stellvertretenden Feuerwehrkommandanten zu. Gemeindeverwaltung Erlenmoos ● Bürgermeister Stefan Echteler begrüßt Oliver Aubele als neuen Hauptamtsleiter der Gemeinde Erlenmoos. FOTO: GEMEINDE ERLENMOOS Neuer Hauptamtsleiter in Erlenmoos ERLENMOOS (syg) - In der Gemeindeverwaltung Erlenmoos gibt es seit 1. März ein neues Gesicht: Oliver Aubele ist dort neuer Hauptamtsleiter. Die Position war frei geworden, nachdem die bisherige Stelleninhaberin Carmina Denzel am 1. Januar zur Gemeindeverwaltung Gutenzell-Hürbel gewechselt war. Aubele stammt ursprünglich aus Illerrieden (Alb-Donau-Kreis). Die Hauptamtsleiterstelle in Erlenmoos ist seine erste Stelle nach dem Studium. In Erlenmoos ist Aubele für die Bereiche Bauverwaltung, Ordnungsamt, Standesamt, Personal, Kindergarten und Grundschulbetreuung zuständig. Wegen Corona ● Caritas und Diakonie sagen Veranstaltungen ab REGION (sz) - Die Dienste Hilfen im Alter von Caritas und Diakonie können ihre Gruppenangebote für pflegende Angehörige und für zu Pflegende sowie Kurse, Fortbildungen und Veranstaltungen im Landkreis Biberach weiterhin aus Infektionsschutzgründen bis 1. Juli nicht durchführen. Beide Dienste stehen mit pflegenden Angehörigen im „Distanz-Kontakt“ und begleiten „auf Abstand“ die organisierten Nachbarschaftshilfen und Ehrenamtsgruppen vor Ort, sind jedoch telefonisch oder per Mail erreichbar: Caritas unter 07351/8095-190, hia@caritasbiberach-saulgau.de; Diakonie unter 07351/1502-10, info@diakonie-biberach.de. Nähere Infos und Hinweise, wie die „Corona-Zeit“ bewältigt werden kann, findet man auf der Webseite: www.basisversorgung-biberacde. Grundschule Haslach ● Heute ist die Steinschlange in Haslach bereits kräftig gewachsen. FOTO: PRIVAT Kreative Idee in Corona-Zeiten HASLACH (sz) - Schüler der Grundschule Haslach hatten eine eigene Idee, wie sie in Corona-Zeiten verbunden sein können. Laura und ihr jüngerer Bruder Raphael begannen damit, am Waldrand eine Steinschlange zu legen und riefen alle Kinder aus Haslach dazu auf, dieser beim Wachsen zu helfen. Viele sind dem Aufruf schon gefolgt, haben Muster und Bilder auf Steine gemalt und dazugelegt. Mit jedem bunt bemalten Stein wird die Schlange länger und länger. Die Schüler sind jetzt gespannt, welche Länge die Steinschlange noch erreicht. „Eine super Idee, die einfach und überall leicht umgesetzt werden kann – und insbesondere auch unter Einhaltung aller Abstands- und Hygienevorschriften“, sagte Irene Brauchle, Bürgermeisterin von Rot an der Rot.

Rottum Bote ILLERTAL Mittwoch, 6. Mai 2020 Karin Schoch ANZEIGE FOTO: PRIVAT Singen gegen die Einsamkeit Sängerbund Unteropfingen produziert „gemeinsames“ Video gegen den Corona-Frust 40 Sängerinnen und Sänger des Chores ConTakt haben einzeln einen Song aufgenommen und sich dabei gefilmt. FOTO: KARIN SCHOCH UNTEROPFINGEN (sz) - „Ich freu mich voll, ihr seid wunderbar!“ Das schreibt Karin Schoch unter eine E-Mail, die sie Mitte April an die Mitglieder des Chores ConTakt schickt. Sie leitet diesen Chor schon seit 19 Jahren, regelmäßige Proben und Konzertauftritte haben die rund 45 Sängerinnen und Sänger zusammengeschweißt. Alle sind voller Eifer bei der Vorbereitung des nächsten Konzertes, als Corona ihnen einen Strich durch die Rechnung macht. Das Konzert, alle Proben, jedes gemütliche Zusammensitzen ist auf unabsehbare Zeit gestrichen. „Ich habe die Proben, aber vor allem die Menschen aus dem Chor vermisst“, erzählt Karin Schoch, „außerdem saß ich in häuslicher Quarantäne fest, mein Mann war schwer an Covid erkrankt.“ Aber dann hat sie eine Idee: Ein Musikvideo soll es werden. Ein Lied, das Mut macht. Gemeinsam gesungen und aufgenommen von jedem einzelnen. Natürlich virtuell, jeder für sich, aber doch gemeinsam. Im Internet war sie auf ein Lied aufmerksam geworden. In „Auf amol“ singt der Frontmann der Schürzenjäger, Stefan Wilhelm, über das plötzliche Innehalten, zu dem die Welt durch das Virus gezwungen wird. Und Karin Schoch findet: „Dieses Lied ist so passend für diese Zeit!“ Ein positives Thema sollte allen jetzt guttun. Sie trommelt ihren Chor zusammen, um das Lied zu singen und aufzunehmen. Alle Sängerinnen und Sänger beteiligten sich und machten begeistert mit. „Die Rückmeldung auf die Idee lag bei 100%“, freut sich Karin Schoch. Die Noten sind schnell verschickt, und per E-Mail und whatsapp erklärt die Chorleiterin ihren Sängerinnen und Sängern, wie sie sich das Projekt vorstellt. Jeder soll seine Stimme allein proben, den Text lernen, sich Gedanken über seinen Auftritt machen – und dann das Lied singen und sich dabei aufnehmen. So sind ca. 40 einzelne Aufnahmen entstanden, und zwar jeweils eine Tonaufnahme und eine separate Filmaufnahme. Die wurden später mit extra von Gerri Neuhäuser eingespielten Instrumenten zu einem Musikvideo zusammen geschnitten, das vom Manager der Schürzenjäger genehmigt wurde und jetzt auf Youtube zu sehen ist. Und ConTakt scheint damit einen Nerv getroffen zu haben: Innerhalb von vier Tagen hatte das Video bereits über 1100 Aufrufe. Zu hören ist das gefühlvoll eingesungene Lied über die Zwangspause in unserer schnellen Welt. Zu sehen sind die individuell gestalteten Auftritte der 40 Sängerinnen und Sänger in heimischer Kulisse. Die Damen von „halbadrui“ haben sich natürlich angemessen gekleidet. „Die größte Schwierigkeit war, dass wir nicht auf ein bekanntes Lied zurückgegriffen haben“, erzählt Karin Schoch. So sind die einzelnen Stimmen eben nicht immer im selben Rhythmus aufgenommen worden. „Das wieder zurecht zu schneiden war gar nicht so einfach“, erzählt Karin Schoch. Den Schnitt des Videos übernahm Silke Heinz, eine Kollegin von Karin Schoch und „ein großer Fan von ConTakt“. Vom Gemeinschaftssinn ihrer Sängerinnen und Sänger ist die Chorleiterin ganz begeistert. In einer Nachricht an alle schrieb sie Ende April: „Trommelwirbel! Das Video ist fertig und ich finde es voll toll. Manche haben gesungen, aber kein Video geschafft, andere haben ein Video geschickt, konnten aber das Audio nicht einsingen. Einfach miteinander und füreinander.“ Und weiter: „Ich vermisse euch zwar immer noch, aber jetzt kann ich euch wenigstens singen hören und sehen, wenn ich will.“ Übrigens: Ihr Mann Peter ist zwischenzeitlich wieder vollständig genesen. 6.000 m 2 geöffnet Mo - Fr 9 - 18 Uhr Donnerstag 9 - 19 Uhr Samstag 9 - 14 Uhr Wir freuen uns auf Ihren Besuch und sind bestens vorbereitet. Alle Vorsichtsmaßnahmen zum Wohl Ihrer Gesundheit sind getroffen. Unsere Ausstellung ist wieder komplett für Sie geöffnet. 88444 Ummendorf-Fischbach Wiesenweg 5-7 . Telefon 07351 3410-0 . www.moebel-grell.de MÖBELHAUS . HAUS DER KÜCHE . SCHREINEREI