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Rottum Bote 04.11.2020

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Rottum Bote OCHSENHAUSEN / BONLANDEN Mittwoch, 4. November 2020 OCHSENHAUSEN - Mehr als 200 Wald- beziehungsweise Naturkindergärten gibt es allein in Baden-Württemberg. Im kommenden Jahr wird ein solches Angebot auch in Ochsenhausen eingerichtet. Zum 1. März soll der Naturkindergarten Fürstenwald eröffnen. Über die Einzelheiten informierten die Stadtverwaltung und die künftige Leiterin des Kindergartens, Melanie Rodi-Schiedel, am Donnerstagabend in der Kapfhalle. Rund 20 interessierte Zuhörer waren gekommen. Bürgermeister Andreas Denzel räumte bei seiner Begrüßung ein, dass er anfänglich „etwas skeptisch“ gewesen sei, „ob wir in Ochsenhausen einen Waldkindergarten brauchen“. Aber je mehr er sich mit dem Thema befasst habe, desto mehr sei er überzeugt gewesen. „Jetzt freue ich mich richtig, dass wir dieses Angebot machen können.“ Michael Schmid-Sax, bei der Stadtverwaltung für die Kindergärten verantwortlich, skizzierte kurz den Werdegang des Projekts: Vom Antrag einer Elterninitiative im Oktober 2019 über die nicht ganz einfache Standortsuche bis hin zur Zustimmung zur Einrichtung des Naturkindergartens durch den Gemeinderat im Mai dieses Jahres. Die Trägerschaft übernehme die Stadt, auch wenn sich die Verwaltung dies wie andernorts praktiziert ebenso durch einen Verein hätte vorstellen können, sagte Schmid- Sax. Aber so sei es Wunsch der Elterninitiative gewesen. „Im Gegenzug wünschen wir uns, dass die Eltern den Kindergarten nicht nur mit Rat sondern auch mit Tat begleiten, beispielsweise bei Arbeitseinsätzen.“ Hatte die Stadtverwaltung ursprünglich einen früheren Starttermin für den Naturkindergarten anvisiert, was aber unter anderem die Standortsuche und die Lieferzeit des benötigten 70 000 Euro teuren Bauwagens verhinderten, ist die Eröffnung mittlerweile für den 1. März 2021 geplant. „Wenn alles klappt“, so Schmid-Sax. Der neue Kindergarten unweit des Krummbachs sei über die Straße nach Rottum erreichbar, nach der Fürstenallee gehe es direkt rechts in den Wald. „Wir sind mit dem Stand- Naturkindergarten: So sehen die Pläne aus Ochsenhauser Verwaltung informiert über den aktuellen Stand – Leiterin stellt sich vor Von Tobias Rehm ● Im Fürstenwald oberhalb des Krummbachs wird ein Naturkindergarten eingerichtet, der im März 2021 eröffnen soll. FOTO: TOBIAS REHM ort sehr zufrieden“, sagte Schmid-Sax. „Er ist relativ stadtnah sowie über einen Fußund Radweg zu erreichen.“ Eine Rückzugsmöglichkeit für die wenigen Tagen im Jahr, in denen ein Aufenthalt im Wald beispielsweise aufgrund von Sturm nicht möglich sei, gebe es in St. Walburga. Auf einen Stromanschluss müsse im Naturkindergarten verzichten werden, dieser hätte bis zu 40 000 Euro gekostet. Stattdessen sei eine Photovoltaikanlage vorgesehen. Der Bauwagen werde mit Gas beheizt, Wasser müsse in Kanistern mitgebracht werden. Der Start sei mit maximal 20 Kindern ab drei Jahren geplant, erklärte Schmid-Sax. „Was aber nicht ausschließt, dass in Zukunft eine weitere Gruppe entstehen könnte.“ Die Betreuungsdauer sehe 30 Stunden in der Woche ohne Ganztagsbetreuung vor. Die Leiterin des neuen Naturkindergartens, Melanie Rodi-Schiedel aus Haslach, stellte sich ebenso wie ihre künftige Kollegin Claudia Kösler vor und merkte an, dass Kinder oft nicht mehr die Möglichkeit hätten, sich „Naturräume“ zu erschließen. „Der Wald ist für viele Kinder ein fremder Lebensort geworden.“ Rodi- Schiele sprach über Pädagogisches („Es ist ein ,echter’ Kindergarten mit dem Schwerpunkt Natur“) und besondere Herausforderungen eines Naturkindergartens. „Wir sind natürlich mit anderen Dingen konfrontiert als ein Regel-Kindergarten“, so die künftige Leiterin. „Wir sind immer draußen und dem Wetter ausgesetzt.“ Doch der Wald solle nicht nur Kulisse sondern tatsächlicher Lebensraum sein. Von den Eltern erfordere dies ein Stück Mut zum Loslassen und zur Risikobereitschaft. Rodi-Schiedels Ausführungen schloss sich eine Fragerunde an. So erklärte sie, dass es zur Eingewöhnung möglicherweise im Januar bereits eine Waldspielgruppe gebe. Mehr als drei, vier Kinder könnten während des normalen Betriebs nicht eingewöhnt werden. Ein reguläres Mittagessen werde es im Naturkindergarten nicht geben, weshalb die Kinder ein zweites Vesper mitnehmen sollten. Auf eine Frage nach dem Elternbeitrag erklärte Michael Schmid-Sax, dass „wahrscheinlich die ganz normalen Elternbeiträge gezahlt werden müssen“. Nachdem Gemeinderat Gerhard Gruber nochmals angemerkt hatte, es werde schon erwartet, dass die Eltern eine gewisse Arbeitsunterstützung bringen, erklärte Michael Schmid-Sax abschließend, dass interessierte Eltern ihre Kinder zwar „nicht heute oder morgen“ anmelden müssten, „aber schon die nächsten Monate, damit wir planen können“. Ansprechpartner zu Fragen rund um den Naturkindergarten ist Michael Schmid- Sax: Telefon 07352/922022, E-Mail schmid-sax@ochsenhausen.de. Ochsenhauser Rathaus und Ortsverwaltungen schließen Koordinierungsgruppe beobachtet die Lage und entscheidet bei Bedarf über weitere Maßnahmen OCHSENHAUSEN (sz) - Die Stadtverwaltung Ochsenhausen hat beschlossen, seit Montag, 2. November, das Rathaus und die Ortsverwaltungen in Mittelbuch und Reinstetten zu schließen. Die Bürger können in dringenden Angelegenheiten einen telefonischen Termin mit den Sachbearbeitern vereinbaren. Auch per E-Mail oder auf dem Postweg werden Anliegen angenommen und bearbeitet. Aufgrund der stark steigenden Infektionszahlen im Landkreis Biberach will die Verwaltung versuchen, dass es so wenig direkte Kontakte wie möglich zwischen den Mitarbeitern einerseits und den Bürgern andererseits gibt. Bürgermeister Andreas Denzel hofft, „dass wir damit die Verbreitung des Virus zumindest verlangsamen können“. „Und“, so Denzel weiter, „wir wollen damit nicht nur die Bürgerinnen und Bürger schützen, sondern auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung.“ Es sei gerade während der Pandemie besonders wichtig, dass die Verwaltung arbeitsfähig bleibe. „Das sind wir unseren Bürgerinnen und Bürgern schuldig“, betont das Stadtoberhaupt. Deshalb seien alle aufgefordert, ihre sozialen Kontakte auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Auch sollten unbedingt die üblichen Hygieneregeln wie gründliches Händewaschen mit Seife und die Niesund Hustenetikette beachtet werden. Wer darüber hinaus regelmäßig lüfte und sofern möglich auch noch die Corona- Warn-App auf seinem Handy installiere, helfe aktiv mit, die Verbreitung des Virus einzudämmen. Bei der Stadtverwaltung wurde eine Koordinierungsgruppe gebildet, die die aktuelle Lage beobachtet und je nach Bedarf über weitere Maßnahmen entscheidet. „Halten Sie sich an die aktuellen Regeln, damit wir alle die Krise möglichst gesund überstehen“, ruft Bürgermeister Denzel die Bürger auf. Termine bei der Stadtverwaltung können telefonisch unter 07352/92200, 07352 922024 oder 07352 922025 vereinbart werden. Die Stadtverwaltung beantwortet unter Telefon 07352/ 922021 auch Fragen zum Coronavirus. Außerdem informieren sowohl die Stadtverwaltung als auch das Kreisgesundheitsamt laufend im Internet unter www.ochsenhausen.de oder www.biberach.de. E-Bike laden am Kloster BONLANDEN (sz) - Das Kloster Bonlanden hat für seine Fahrradgäste eine neue E-Bike-Ladebox. Schwester Witburga Mendler und Marion Fakler von der VR-Bank Laupheim-Illertal nahmen die Ladestation offiziell in Betrieb. Durch den großen Zulauf an Tagesausflüglern, die in den Sommermonaten gerne das Klostergelände mit ihren E-Bikes besuchen, kam die Idee auf, eine Ladebox auf dem Klostergelände zu installieren. Die VR-Bank Laupheim-Illertal kam dem Wunsch nach und errichtete neben dem Klostercafé eine Box im Wert von 3500 Euro. Damit hat die Bank eigenen Angaben zufolge insgesamt die siebte Ladebox in der Region errichtet. FOTO: PRIVAT

Rottum Bote OCHSENHAUSEN Mittwoch, 4. November 2020 Marcus Frank erfindet Tango-Athletics Der ehemalige Mittelstreckenläufer verbindet dabei Tango-Tanzen mit Leichtathletik – So funktioniert es Von Michael Mader ● Marcus Frank übt seinen neu erfundenen Sport selbst aus. Er nennt ihn Tango-Athletics. Es ist eine Verbindung von Tango- Tanzen mit Leichtathletik. FOTO: MICHAEL MADER OCHSENHAUSEN/BAD WALD- SEE - Schon mal was von Tango- Athletics gehört? Marcus Frank hat für sich diese neue Sportart entdeckt und sie entwickelt. Der 53-jährige gebürtige Ochsenhauser verbindet mit Tango-Athletics zwei persönliche Leidenschaften: die Leichtathletik und da insbesondere das Laufen und das Tanzen und da den Tango Argentino. Marcus Frank wuchs in Ochsenhausen auf und wurde Mitte der 1990er Jahre ein international erfolgreicher Mittelstreckenläufer. Damals hieß er noch Marcus Schlecht. Heute lebt er als Personal-Trainer in Bad Waldsee. Frank war Anfang der 2000er Jahre einer der besten Pace-Maker. Jedenfalls titulierten ihn die Kollegen der „Sportbild“ seinerzeit sogar als Tempomacher des Jahres auf der Mittelstrecke. „Mit meiner Bestzeit von 2,21,21 Minuten war ich damals die Nummer drei in Deutschland über 1000 Meter“, sagt Frank. Doch das ist Schnee von gestern, genau wie seine zahlreichen Teilnahmen am Fürstenwaldlauf in Ochsenhausen. Frank ist einen für viele Oberschwaben untypischen Weg gegangen. Er hat seine Heimat früh verlassen, hat in Amerika gelebt, in Dubai, in der Slowakei, in der Schweiz und auch mehrere Jahre in der Pfalz. In dieser Zeit hatte er auch Jobs, die ihn mit bekannten Fußballtrainern zusammenführten. „Ich habe in Dubai mit Winnie Schäfer und in der Slowakei mit Werner Lorant als Athletiktrainer zusammengearbeitet“, sagt Frank. Auch das sei eine lehrreiche Erfahrung gewesen. Beide Männer seien schon eigenwillige Typen gewesen. Heute bietet er Trainings für jeden an, der seine Fitness verbessern will. Unter dem Motto „Bewegung ist alles“ arbeitet der ausgebildete Waldorfpädagoge mit seinen Kunden. Frank liebt und braucht die Bewegung und will dies den Menschen näher bringen und vermitteln, mit denen er zusammenarbeitet. So ist er auch zum Tanzen gekommen. Und da speziell zum Tango Argentino. „Das macht mir unheimlich Spaß, obwohl ich noch ziemlich am Anfang stehe. Da ist noch viel Luft nach oben“, betont der Oberschwabe bescheiden. Frank hatte vor etwa einem Jahr die Idee, seine beiden Leidenschaften zu verbinden und sein persönliches Portfolio nochmals zu erweitern. Ein Grund war und ist auch die Corona-Pandemie, denn Tango- Athletics übt man draußen an der frischen Luft und vornehmlich allein aus. „Corona hat die ganze Sache sicher beschleunigt, denn ähnlich wie beim Yoga oder beim Pilates sind die Corona-Regeln beim Tango-Athletics schon per se gegeben“, sagt Frank. Abstand sei kein Problem. Aber was steckt nun wirklich dahinter? „Ich habe mir einfach gedacht, dass das natürliche Gehen (Caminar) zur Tangomusik sehr viel Spaß machen kann.“ Doch Frank tanzt auch auf die Musik von George Michael, Madonna oder aktuell Max Giesinger. Man lernt einzelne Schritte und Moves, der Anteil des Tangos liegt aber nur bei 20 Prozent. Das sei auch für selbst ernannte Tanzmuffel zu schaffen. Der Rest ist Athletik und fördert das Herz-Kreislaufsystem und die Ausdauer. „In unserer stressigen Zeit verbunden mit Corona fast der ideale Sport, sich regelmäßig an frischer Luft zu bewegen“, ist Frank überzeugt von seiner Idee. Übrigens auch im Winter, dann eben mit Anorak und Thermohose. Eine Ledersohle sollten die Schuhe aber haben, um die Tangoschritte besser auf die Laufbahn oder den Asphalt zu bringen. Mit einer Stunde pro Woche mache man schon genug, allerdings spreche nichts gegen weitere private Einheiten. Zunächst müsse man mal die Basics beherrschen, sprich einfache Schrittfolgen, der Rest komme dann fast von allein, sagt Marcus Frank, während er die Füße schon nicht mehr stillhalten kann. Aktion „Hoffnung für Kasachstan“ ● Weihnachtspäckchen für bedürftige Kinder OCHSENHAUSEN (sz) - Die ehrenamtliche Arbeitsgruppe „Hoffnung für Kasachstan“ will auch in diesem Jahr hilfsbedürftigen und kranken Kindern eine Weihnachtsfreude bereiten. Das teilt die Arbeitsgruppe mit. Wer die Aktion unterstützen will, solle einen leeren Schuhkarton mit Kleinigkeiten füllen, die Kindern Freude machen, also Kleidung, Spiel- und Schulsachen, Hygieneartikel oder Süßigkeiten, so die Arbeitsgruppe. Sie erinnert daran, dass die Kinder kein SFZ Ochsenhausen ● Apps programmieren online lernen OCHSENHAUSEN (sz) - In Zeiten von Kontaktverboten startet das Schülerforschungszentrum Ochsenhausen ein neues Format für interessierte Kinder und Jugendliche. Der Workshop „App programmieren“ wird online stattfinden. Dreimal samstags von 14 bis 18 Uhr können die Teilnehmer Grundlagen der App-Programmierung lernen und werden, angeleitet von zwei Studenten der Uni Ulm, bereits eine erste, eigene App programmieren. Die technische Voraussetzung ist laut Ankündigung lediglich ein Rechner mit Internetzugang, Deutsch sprechen und daher Bücher mit viel Lesetext ungeeignet seien. Spender können die Päckchen ab sofort, spätestens jedoch bis zum 1. Adventssonntag im Café Schäfers, Schlossbezirk, Ochsenhausen abgeben. Die Päckchen werden in Ochsenhausen abgeholt, direkt nach Masuren in Polen gefahren und dort an Kinderheime und Krankenhäuser verteilt. Die Transportkosten und die Organisation übernimmt die Aktion „Hoffnung für Kasachstan“. alle weiteren Infos über Zugänge und Passwörter erhalten die Teilnehmer nach der Anmeldung. Starttermin ist Samstag, 7. November, Folgetermine sind am 14. und 21. November. Teilnehmen können zwölf Jugendliche ab Klasse sieben. Der Workshop ist kostenlos, die Anmeldung läuft per E-Mail an t.beck@gymnasiumochsenhausen.de Die Reihenfolge der Anmeldungen entscheidet über die Teilnahme. Wegen Corona ● AOK berät seit 2. November nach telefonischer Terminvereinbarung OCHSENHAUSEN (sz) - Nach den von der Bundesregierung sowie den Ländern beschlossenen Einschränkungen aufgrund der hohen Corona-Infektionszahlen passt auch die AOK Ulm-Biberach ihre Kundenberatung den neuen Herausforderungen an. Für die Versicherten sind Beratungsgespräche in den KundenCentern seit 2. November bis voraussichtlich 30. November nur nach telefonischer Terminvereinbarung möglich. KundenCenter Ochsenhausen (07352) 920125. Die Kundenberaterinnen und -berater der AOK Ulm-Biberach bieten ihren Versicherten und Firmenkunden nach einer telefonischen Terminvereinbarung weiterhin Beratung im Kunden- Center vor Ort. Zusätzlich beraten die Expertinnen und Experten am Telefon, über das Online- KundenCenter „Meine AOK“, per App und weitere Online- Kanäle. Das Kurs- und Seminarangebot in den AOK-Gesundheitszentren wird bis Ende November zum Schutz der Kunden und Mitarbeitenden der AOK Baden-Württemberg ebenfalls ausgesetzt. Das AOK-Rückenkonzept wird für aktuell stattfindende Maßnahmen unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsvorschriften fortgesetzt, da hier die medizinische Notwendigkeit durch die ärztliche Empfehlung gegeben ist.