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Rottum Bote 03.02.2021

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Rottum Bote OCHSENHAUSEN Mittwoch, 3. Februar 2021 Südpack übernimmt Folienhersteller Was der Ausbau der Produktionskapazitäten für den Standort Ochsenhausen bedeutet OCHSENHAUSEN/SCHWENDI (sz/syg) - Der in Ochsenhausen ansässige Verpackungshersteller Südpack hat zum 1. Februar den niederländischen Folienhersteller LPF Flexible Packaging von der Clondalkin Gruppe übernommen. Das teilt Südpack in einer Pressemeldung mit. LPF Flexible Packaging ist im niederländischen Grootegast ansässig und laut Mitteilung ein führender Hersteller von Hochbarriere-Folien für sensible Produkte. LPF wurde 1907 gegründet und verfügt über langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von Verpackungsmaterialien. Von 2005 an war LPF Teil der Clondalkin Gruppe, die seit 2016 zum niederländischen Investor Egeria gehört. Das niederländische Unternehmen stellt insbesondere Verpackungen für Lebensmittel, Arzneimittel und technische Produkte her. Wie Südpack mitteilt, ist die „reibungslose Weiterführung der Aktivitäten von LPF nach der Übernahme“ sichergestellt. Darüber hinaus wird die gesamte Belegschaft von LPF übernommen. Ebenso bleibt die Betreuung der Kunden von LPF durch die bestehende Vertriebsorganisation bestehen, die nach und nach auch die Bearbeitung neuer Märkte vorantreiben wird. Auch am Ochsenhauser Standort soll sich nichts ändern. „Die Produktion des Portfolios an High Performance-Laminaten, die bisher von Südpack hergestellt worden sind, wird an den Standorten in Ochsenhausen und im schweizerischen Bioggio unverändert Der LPF-Firmensitz im niederländischen Grootegast. fortgeführt“, so die Mitteilung. Der Kauf sei für Südpack ein weiterer wichtiger Baustein seiner langfristig ausgelegten Wachstumsstrategie, betont die Firma Südpack. Bereits im Sommer vergangenen Jahres erweiterte Südpack seine Produktionskapazitäten am polnischen Standort Klobuck in der Nähe von Czestochowa. Auf dem Areal des Unternehmens Bahpol, das von Südpack 2015 gekauft worden war, ensteht ein hochmoderner Komplex, dessen Inbetriebnahme für Ende 2021 geplant ist. Kurz zuvor hatte Südpack im vergangenen Jahr eine weitere Investition im Ausland vermeldet: Das Unternehmen hatte ein Joint Venture mit Kamakshi Flexiprints unterzeichnet. Kamakshi Flexiprints ist ein Hersteller von flexiblen Verpackungsmaterialien mit Sitz in Ahmedabad, Indien. Die Firma wurde 1994 gegründet und beliefert die Lebensmittel- industrie und andere Industriezweige mit Verpackungslösungen. Das Joint Venture umfasst den Neubau eines Produktionsstandorts in der Nähe von Ahmedabad. Der neue Standort soll im Sommer 2021 eingeweiht werden. In einem Interview mit der Schwäbischen Zeitung im vergangenen Jahr erläuterte Erik Bouts, Sprecher der Geschäftsführung von Südpack, die internationale Strategie von Südpack wie folgt: „Kern unserer Strategie ist es, mit der Veredelung der Verpackungsfolien so nah wie möglich am Kunden zu sein. Dazu muss man wissen, dass unsere Herstellung in zwei Schritten läuft: Die Basis- Folie wird in Ochsenhausen hergestellt. Danach wird die Folie für die jeweilige Anwendung maßgeschneidert veredelt.“ Mit den neuen Veredelungswerken folge Südpack seinen Kunden, um so schnell wie möglich auf Marktveränderungen reagieren zu können. Zur Südpack-Gruppe kommt nun auch LPF dazu. Jacco Thijen, Managing Director von LPF, bewertet die Eingliederung in die Südpack-Gruppe als sehr positiv: „LPF konnte in den letzten vier Jahren mit der Unterstützung von Egeria ein bedeutendes Wachstum im Bereich der flexiblen Verpackung generieren. Mit Südpack haben wir einen neuen investitionsbereiten Partner gefunden, der durch eine nachhaltige Unternehmensführung und seine langfristig ausgelegte Wachstumsstrategie überzeugt. Wir können in hohem Maße an den Stärken und Kernkompetenzen von Südpack partizipieren und gleichzeitig unser eigenes Knowhow einbringen. Unser gesamtes Team freut sich daher außerordentlich auf die Zusammenarbeit.“ Mit der Einbindung von LPF in die Südpack-Gruppe soll nach Mitteilung des Unterneh- FOTO: PRIVAT mens umgehend begonnen werden. Erik Bouts ist überzeugt, „dass wir mit der Integration dieses hoch motivierten Teams sehr schnell voranschreiten werden, da wir dieselben Werte und Visionen teilen. Denn letztendlich steht für uns alle im Vordergrund, stets eine bestmögliche Lösung für die jeweilige Kundenanforderung zu entwickeln.“ Langfristig sei geplant, den Standort in Grootegast als Kompetenzzentrum für High Performance-Laminate innerhalb der Südpack-Gruppe zu etablieren, kündigt Bouts an. „Damit wollen wir die Expertise und das Leistungsportfolio von Südpack in der Entwicklung und Herstellung von High Performance-Laminaten für unterschiedlichste Anwendungen weiter ausbauen, um hiermit attraktive Wachstumsmärkte bedienen und neue Märkte erschließen zu können.“ Gymnasium Ochsenhausen ● Online-Beratung zum Schulwechsel OCHSENHAUSEN (sz) - Für den anstehenden Schulwechsel auf die weiterführenden Schulen bietet das Gymnasium Ochsenhausen neben seinem virtuellen Infotag am 26. Februar einen zusätzlichen Online-Beratungstermin an. Am Mittwoch 10. Februar können sich Eltern und Erziehungsberechtigte von Viertklässlern, die Fragen zum Schulwechsel und dem Bildungsgang auf dem Gymnasium haben, gezielt online beraten lassen. Von 17 bis 20 Uhr ist das Schulleitungsteam in der Online-Sprechstunde erreichbar, beantwortet Fragen und gibt Informationen zum Schulwechsel auf das Gymnasium. Der Zugang erfolgt ohne eine vorherige Anmeldung über einen Link auf der Homepage, für die Videoberatung wird ein funktionsfähiger Internetbrowser (am besten Firefox) benötigt. Busverkehr ● Das gilt jetzt im Verkehrsverbund Ding REGION (sz) - Im Verbundgebiet von Ding ist das Tragen einer FFP2-Maske statt einer einfachen „Alltags- Maske“ im Nahverkehr verpflichtend. In Fahrzeugen und an Haltestellen muss eine „medizinische Maske“ getragen werden. Darunter versteht man neben einer FFP2-Maske auch eine sogenannte OP-Maske. Auch der Maskentyp KN95 oder N95 ist zugelassen. Für Kinder von 6 bis 14 reicht weiter eine einfache Mund-Nasen- Bedeckung. Für Kinder unter 6 Jahren gilt die Maskenpflicht nicht. Für die Rückgabe der Februar-Schülermonatskarten in den Schulsekretariaten gilt unverändert das aufgedruckte späteste Rückgabedatum (28. Januar). Sollte sich aber nach Ablauf dieser Frist herausstellen, dass im Februar doch Unterricht stattfindet, können die Schulsekretariate die bereits zurückgegebenen Fahrkarten wieder herausgeben. Die Möglichkeit der erneuten Ausgabe von fristgemäß zurückgegebenen Schülermonatskarten besteht bis 10. Februar. Einzelne Linien verkehren nach Schulfahrplan. Alle Infos dazu unter: www.ding.eu

Rottum Bote ILLERTAL Mittwoch, 3. Februar 2021 Von Sybille Glatz ● DETTINGEN - Der Turnverein Dettingen bekommt 9889 Euro vom Land für die Ausrichtung seiner nächsten „Cool-Tour- Nacht“. Der Verein hatte sich beim landesweiten Ideenwettbewerb „Gemeinsam: Schaffen“ beworben und war zusammen mit 40 anderen Projekten aus insgesamt 141 Einreichungen ausgewählt worden. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung der Landtagsabgeordneten Petra Krebs (Grüne) und Raimund Haser (CDU) hervor. „Unser Alltag ist durch die Corona-Pandemie gehörig auf den Kopf gestellt. Doch gerade jetzt sind Erfahrungen, Tatkraft und Visionen für ein lebenswertes Miteinander gefragt. Wie können wir Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft und Toleranz leben? Was verbindet uns miteinander, auch über die Pandemie hinweg? Und was können wir dafür selbst tun? Genau das hat sich der Turnverein Dettingen gefragt“, so die Abgeordneten Raimund Haser (CDU) und Petra Krebs (Grüne). Die Auswahl traf eine unabhängige Jury unter Vorsitz des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Die Förderung startete Anfang November, die Projekte werden bis Ende Oktober 2022 umgesetzt. „Das Besondere an unserer ,Cool-Tour-Nacht’ ist, dass es zu 90 Prozent Dettinger sind, die daran teilnehmen und dort auftreten“, sagt Rosa Fischer, die beim Turnverein das Projekt leitet. Die erste „Cool- Tour-Nacht“ veranstaltete der Verein im Sommer 2018. Geplant war, dass die Veranstaltung alle zwei Jahre stattfindet. Dettinger Bürger stehen im Mittelpunkt Turnverein Dettingen bekommt rund 10 000 Euro vom Land für seine „Cool-Tour-Nacht“ Der Dettinger Reinhold Buck hielt bei der „Cool-Tour-Nacht“ vor zwei Jahren einen Vortrag über seine Pilgerreise nach Santiago. Das Bild ist auf der Reise entstanden. FOTO: REINHOLD BUCK Doch wegen der Corona-Pandemie wurde daraus nichts. „Jetzt im Sommer wäre unsere zweite Kulturnacht gewesen“, sagt Fischer, „wir waren mit unseren Planungen schon recht weit“. Doch aufgrund der Pandemie sei die Veranstaltung verschoben worden. Um den Zwei-Jahres-Rhythmus einzuhalten, habe der Verein die nächste „Cool-Tour-Nacht“ nun auf 2022 gelegt, berichtet sie. „Wir haben den 30. Juli 2022 als Termin festgelegt“, sagt Fischer. „Wir gehen davon aus, dass es dann wieder möglich ist, die ,Cool-Tour-Nacht’ durchzuführen.“ Ein vierköpfiges Team aus den Reihen des Turnvereins organisiert die Kulturnacht. „Wir planen Beiträge aus allen Altersstufen für alle Altersstufen. Somit entsteht gleichzeitig eine enorme Vielfalt unseres Angebots wie auch unserer Besucher. Aber auch viele verschiedene Interessengruppen sollen einen Platz in unserer Kulturnacht finden“, sagt Fischer. Etwa 20 Mitwirkende auf der Bühne seien es 2018 gewesen und 40 Helfer hinter den Kulissen. „2022 wird sich die Zahl der Mitwirkenden sicherlich verdoppeln“, schätzt sie. Die Planungen für die nächste Dettinger Kulturnacht sind laut Fischer schon sehr weit gediehen. „Für 2022 stehen schon viele neue Ideen auf unserer Liste: vielleicht eine Schnupperstunde mit dem Schlagzeug, eine Chill-Oase als Zeit für Besinnung mit geistlichen Gedichten und eine Kochshow“, erzählt Fischer. Der Turnverein werde voraussichtlich mit einer Slackline präsent sein. Und noch mehr Angebote sind in Planung: „Eine Infostunde ,Von der Idee bis zum fertigen Kinderbuch’, ein Vortrag ,Pilgern auf dem Jakobsweg’, Line Dance zum Mitmachen und eine Vorführung mit Standard- und lateinamerikanischen Tänzen sind angedacht“, sagt Fischer. „Und vielleicht könnten wir noch einen Sandkünstler einladen, der auf unserem neuen Sand-Volleyballplatz seine Kunstwerke formt?“ Und noch etwas anderes, etwas Neues soll es auf der „Cool- Tour-Nacht“ 2022 geben. „Unter dem Motto ,Dein Gesicht – Dein Leben’ möchten wir eine Ausstellung machen, die die Dettinger Bürger mit ihren Vorlieben und Sorgen, mit ihren Ideen und Fähigkeiten in den Vordergrund stellt“, sagt Fischer. Es gebe die Idee, einen Fotowettbewerb mit diesem Thema auszuschreiben oder speziell einen Fotografen für Porträtaufnahmen zu engagieren, sagt sie. „Der Gedanke dabei ist, den Dettinger Bürger in den Mittelpunkt zu stellen. Die Fotos sollen dann auf große Leinwände gezogen und im Dorfgemeinschaftshaus ausgestellt werden“, erläutert Fischer. Zusätzlich zu den Fotos sollen die Gesichter auch noch auf andere Weise festgehalten werden. „Und wir möchten einen Malkurs zu diesem Thema, geleitet von ein paar Kunststudenten, für eine Gruppe von mutigen Dettinger Menschen hier direkt vor Ort anbieten“, berichtet Fischer. Die Mittel vom Land sollen vor allem dafür verwendet werden, um die Ausstellung zu finanzieren. „Mit unserem bewilligten Zuschuss möchten wir vor allem unser besonderes Projekt ,Dein Gesicht – dein Leben’ für die Ausstellung im Dorfgemeinschaftshaus organisieren“, sagt Fischer. Das Geld soll aber auch für praktische Zwecke ausgegeben werden. „Wir möchten zum Beispiel zusammenklappbare Papphocker für die Zuhörer im Haus St. Franziskus anschaffen,“ sagt Fischer. „Und nicht zuletzt und ganz besonders würde doch eine schöne Lichtinstallation unseren lebendigen Mittelpunkt in Dettingen ins richtige Licht rücken.“ Breitbandförderung für Tannheim Tannheim bekommt 1,65 Millionen Euro zur Versorgung „Weißer Flecken“ gung „Weißer Flecken“, mit dem besonders unterversorgte Privathaushalte in den ländlichen Räumen ans Breitbandinternet angeschlossen werden sollen. Tannheims Bürgermeister Thomas Wonhas freute sich, als Rief die gute Nachricht überbrachte. „Ich freue mich sehr, dass wir im Wahlkreis Biberach so gut vorankommen. Nach den knapp 85 Millionen Euro Fördermittel des vergangenen Jah- TANNHEIM (sz) - Der Biberacher CDU-Bundestagsabgeordnete Josef Rief verkündet aus Berlin gute Nachrichten. Gleich drei Gemeinden erhielten Zusagen aus dem Breitbandförderprogramm des Bundes. Neben Tannheim, das 1,65 Millionen Euro erhält, gingen Bescheide auch an Dürmentingen über 466 000 Euro und Aitrach über 3,178 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus dem Programmteil zur Versorres machen wir konsequent weiter. Das Geld wird in den Kommunen auch dringend gebraucht, um die vielen Weiler und Einzelgehöfte anzuschließen. Damit die Belastung für die Gemeinden tragbar ist, haben wir darauf geachtet, dass Bundes- und Landesförderungen eng verzahnt werden und insgesamt bis zu 90 Prozent gefördert werden können“, sagt Josef Rief. Vom Bund kämen alleine 50 Prozent. „Wir haben als Regierungskoalition beschlossen, jährlich acht Milliarden Euro in den Breitbandausbau zu investieren. Ein gehöriger Anteil soll in die ländlichen Räume gehen. Nachdem die Bundesregierung in Brüssel erreicht hat, dass wir ab 2023 auch Gebiete fördern dürfen, die mit mehr als 30 Mbit/s versorgt sind, was bisher als unerlaubte Beihilfe an die Netzbetreiber gewertet worden wäre, können wir auch den Ausbau des Gigabitnetzes weiter in der Fläche vorantreiben“, betont der Bundestagesabgeordnete. „Nicht erst seit der Pandemie wissen wir, wie wichtig ein flächendeckendes Breitbandnetz für die Chancengleichheit der Menschen bei uns auf dem Land ist. Darum ziehen wir alle an einem Strang, um die Situation fortlaufend zu verbessern. Die Gelder aus Berlin werden dazu einen Beitrag leisten.“