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Rottum Bote 01.04.2020

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Rottum Bote RUND UM OCHSENHAUSEN Mittwoch, 1. April 2020 Von Simon Schwörer ● OCHSENHAUSEN - Tamara Dillenz ist 20 Jahre alt und im dritten Lehrjahr als Arzthelferin. Eigentlich hätte sie im Mai ihre Abschlussprüfungen, sagt sie. Doch an denen kann sie nicht teilnehmen. Der Grund: Am 12. Oktober vergangenen Jahres hat sie einen schweren Autounfall. Sie verletzt sich lebensgefährlich. Tamara sitzt an diesem Abend hinterm Steuer, weil sie sich noch Haarfarbe kaufen will. Die Polizei schreibt später über den folgenden Unfall: „Gegen 18:05 Uhr war die junge Frau mit ihrem Kleinwagen auf der Landesstraße 265 von Gutenzell-Hürbel in Richtung Schönebürg unterwegs. In einer Linkskurve geriet sie aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn. Dort kam ihr ein 46-jähriger Audifahrer entgegen. Es kam zum Frontalzusammenstoß.“ Der Wagen überschlägt sich, die Fahrertür reißt ab. „Mich hat es durch die Gegend geschleudert. Da zieht richtig das Leben an einem vorbei. Ich habe meine Familie gesehen, schöne Erlebnisse“, erinnert sich Tamara. Der Audifahrer verletzt sich nur leicht, ruft den Krankenwagen. Warum sie an diesem Abend die Kontrolle über ihr Auto verliert, weiß Tamara bis heute nicht. Tamaras Kampf zurück ins Leben Junge Frau aus Laubach benötigt nach einem Autounfall Geld für Prothesen Tamara Dillenz FOTO: PRIVAT Der Wagen liegt im Straßengraben. Tamara ist in ihrem Auto eingeklemmt. „Ich habe da so lange gelegen, bis die Feuerwehr mich rausgeschnitten hat“, erinnert sie sich. Als sie aus dem Auto herausgezogen wird, wird Tamara ohnmächtig. Später wird sie Bilder ihres zerstörten Autos aufs Handy zugeschickt bekommen. Und immer wieder die Frage: „Wie konntest du das überleben?“ Doch sie überlebt den Unfall. Wenn auch schwer verletzt. Das linke Bein – mehrfach gebrochen, das Sprunggelenk zertrümmert, Becken und Rippen gebrochen. Eine Platzwunde am Kopf. Der Krankenwagen bringt Tamara erst in die Klinik nach Weißenhorn. Dann weiter in die Uniklinik nach Ulm. Sie kommt ins künstliche Koma, wird zunächst per Luftröhrenschnitt beatmet. Das Problem: Wohl über den Waldboden nimmt Tamara beim Unfall einen Keim auf. Das führt zu einer schweren bakteriellen Infektion. Einem Gasbrand. „Das Bein hat sich verfärbt“, sagt sie. Weil es beginnt abzusterben, muss es amputiert werden. Weil Tamara viel Blut verliert, bekommt sie Medikamente. Die führen allerdings dazu, dass Zehen und eine Hand Durchblutungsstörungen bekommen, sagt Tamara. So muss schließlich auch ihre rechte Hand amputiert werden. Bis Ende November kann sie nicht sprechen. „Da konnte ich es für mich selbst langsam verarbeiten“, glaubt sie. „Das war komisch“, sagt Tamara über das Gefühl, dass ihr auf einmal Gliedmaßen fehlen. Aber: „Ich spüre manchmal immer noch mein gesamtes Bein und die Hand. Einmal, als die Putzfrau im Patientenzimmer gewischt hat, wollte ich mein Bein anheben, weil ich dachte, es steht auf dem Boden.“ Von der Amputation ihres Beines bekommt sie nichts mit, hier müssen ihre Eltern entscheiden. Bei ihrer Hand bekommt sie den Entschluss selbst mit. „Es hat schon ewig gedauert, sich daran zu gewöhnen“, sagt die 20-Jährige. Auch heute, fünf Monate später, greift sie mit ihrer amputierten Hand noch instinktiv zu, etwa wenn etwas herunterfällt, meint sie. Wenn sie ein Tief hat, geht das laut Tamara schnell vorbei. Im Moment übt sie schon, mit ihren Armmuskeln, um bald mittels Sensoren eine Handprothese bewegen zu können. Eine Prothese hat sie zwar noch nicht. Die soll aber kommen. Im April will sie mit der Reha beginnen und lernen, mit Prothesen umzugehen. Tamara glaubt: „Das bleibt mein Leben lang eine Übungssache.“ Doch bisher ist sie noch in der Uniklinik in Ulm: „Ich kann erst seit ein paar Wochen mit dem Gehwagen den Flur entlanghüpfen“, sagt sie über ihre Fortschritte. Der Unfall hat sie verändert, sagt Tamara. „Man denkt über Dinge nach, über die man vorher nie nachgedacht hätte.“ Etwa wie es wird, wenn sie mal bei ihren Eltern auszieht und alleine wohnt. Doch Tamara ist positiv: „Ich denke mir immer: Ich lag vier Wochen im Sterben. Ich hatte die Kraft, das zu überleben. Dann schaffe ich alles Weitere auch.“ Doch das schafft sie nicht allein. „Ich habe von Anfang an darüber geredet. Es bringt nichts, wenn ich es in mich reinfresse“, glaubt sie. Und für eines ist Tamara besonders dankbar: „Meine Familie unterstützt mich bei allem.“ Und nach dem Unfall ist einiges an Unterstützung nötig. Tamara braucht mehrere Hilfsmittel, etwa einen Rollstuhl, Krücken und eben Prothesen. Außerdem muss das Badezimmer zu Hause behindertengerecht umgebaut werden. Einen Teil dieser Kosten übernimmt die Krankenkasse. Wie viel genau, das weiß Tamara noch nicht. Deshalb ist Tamara froh über jede finanzielle Unterstützung, die sie bekommt. Wie etwa durch eine Spendenaktion aus dem Roter Ortsteil Zell (siehe Kasten). „Ich fand das überwältigend. Es ist echt toll“, freut sie sich. Und auch beruflich soll es so bald wie möglich weitergehen, wenn es nach der jungen Frau aus dem Ochsenhauser Teilort Laubach geht. Sie will ab September das dritte Ausbildungsjahr wiederholen. „In der Arztpraxis kann ich probieren, was geht“, sagt sie. Ihr Arbeitgeber unterstützt die 20-Jährige dabei. Und wo sieht sich Tamara in fünf Jahren? „Ich will wieder selbstständig mein Leben führen und nicht auf Hilfe angewiesen sein“, meint sie und fügt lachend hinzu: „Auch wenn das mein Papa anders sieht.“ Wer Tamara finanziell unterstützen will, kann das über das Spendenkonto des Vereins „Zusammen Berge versetzen“ tun. IBAN DE55 654 500 70 000 7866601, Verwendungszweck „Tamara“. OCHSENHAUSEN (sz) - Eine kleine Attraktion ziert seit einiger Zeit den Jugendtreff Ochsenhausen. So wurde eine alltägliche Tür zum Schmankerl der Einrichtung: Zu sehen sind darauf nämlich Motive aus dem modernen Zeichentrickfilm „Eiskönigin“ und die altbekannte Figur Mickey Maus. Verantwortlich dafür sind Schüler der Kunst-AG am Gymnasium Ochsenhausen. „Die Idee kam von unserer Schulsozialarbeiterin Ute Bodenmüller, die unter der Trägerschaft von Lernen Fördern Biberach auch für die Stadt Ochsenhausen als Sozialarbeiterin in der Offenen Jugendarbeit tätig ist“, erläutert Kunsterzieherin Doris Schneider vom Gymnasium Ochsenhausen. Die Lehrerin erarbeitete vor einigen Wochen zusammen mit den Kindern ein Jugendtreff erhält bunt bemalte Tür Schüler der Kunst-AG am Gymnasium Ochsenhausen machen den Jugendtreff bunter Schüler, Lehrer und Schulsozialarbeiterin Ute Bodenmüller (l.) freuen sich über die bunt bemalte Tür. FOTO: PRIVAT künstlerisches Konzept für die Tür, die Ute Bodenmüller zur Verfügung stellte. Diese wurde so zu einer richtigen Herausforderung für die jungen Maler. „Die Ideen sprudelten nur so aus den Schülern heraus. Frau Bodenmüller und ich mussten den Schaffensprozess dann nur noch moderieren“, so Doris Schneider. Dabei wurde nicht nur drauflos gepinselt. Dass Bildkomposition und Farbauswahl nicht zufällige Produkte, sondern Ergebnis reiflicher Planungen und Überlegungen sind, war ein wichtiger Lerneffekt der Arbeit. Vor allem aber habe die Malerei allen Beteiligten Spaß gemacht, bekundet Doris Schneider, die sich über das künstlerische Ergebnis ebenso freut wie Ute Bodenmüller. Deren Jugendtreff ist jetzt noch ein wenig bunter geworden.

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