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Mein Oberkochen 10/2019

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Helena folgte ihrem

Helena folgte ihrem Bauchgefühl und entschied sich für das Team von The Boss- Hoss, mit dem sie dann für die Battles trainierte. „Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, war aber auch sehr anstrengend. Denn wir standen teilweise sieben bis acht Stunden im Studio“, erinnert sich die 14-Jährige. Im sogenannten Battle performte Helena mit zwei weiteren Teilnehmerinnen den Song Back for Good von Take That. Trotz einer sehr guten Leistung konnte sie sich leider nicht gegen ihre Konkurrentinnen durchsetzen. Doch das ist für die 14-Jährige nicht tragisch: „Es war auch so eine schöne Zeit. Ich habe einige Freunde gefunden und es war toll, einmal mit so vielen Gleichgesinnten zusammen zu sein.“ An die Zeit erinnert sie sich gerne zurück, allerdings würde sie es nicht so bald wieder tun. „Durch die Vorbereitung habe ich leider ein bisschen Unterricht verpasst. Zwar bin ich sehr gut und somit war das nicht schlimm, aber ich möchte mich jetzt erst einmal voll und ganz auf die Schule konzentrieren.“ Die Musik gehört aber einfach zu Helenas Leben und das soll auch so bleiben. Ihren Lebensunterhalt möchte sie jedoch lieber mit etwas anderem verdienen. „Ich möchte gerne studieren: Architektur oder Jura finde ich sehr spannend“, sagt die Schülerin. Seit der dritten Klasse singt Helena nicht nur, sondern spielt auch ein Instrument und ist mittlerweile Teil der Bigband des Ernst-Abbe-Gymnasiums. Cello ist dabei das Instrument ihrer Wahl. „Im Theater habe ich als Kind den Klang eines Cellos gehört und das hat mich inspiriert. Alle spielten Geige, aber mir haben die tieferen Töne des Cellos mehr zugesagt“, so Helena Gadek. Irgendwann möchte sie gerne Klavierspielen lernen, da das besser zum Singen passe, aber die Schule geht für sie erst einmal vor. Außerdem nutzt sie ihre freie Zeit fürs Zeichnen, Handlettering und für das Zusammensein mit Freunden sowie der Familie. Text und Fotos: Annika Grunert 6

„Campino und mich kennt in Oberkochen jeder“ Thomas Ilg führt seit über 30 Jahren seine Versicherungsagentur „Mich kennt in Oberkochen Jeder. Und meinen Hund Campino auch“, sagt Thomas Ilg und lacht. Er ist zwar kein gebürtiger Oberkochener, aber er arbeitet seit über 30 Jahren in der Stadt. Ilg führt die Generalagentur der Württembergischen Versicherung und betreut seine zahlreichen Kunden im Umkreis von Oberkochen, von Königsbronn bis Unterkochen. Dass er einmal Versicherungsfachmann werden würde, war in Ilgs Lebensplanung eigentlich nicht vorgesehen. Er ist handwerklich geschickt und wollte ursprünglich Schreiner werden. Da biss er jedoch bei seinem Vater auf Granit. Kaufmann sollte der Bub werden, befahl dieser, und so lernte der gebürtige Affalterrieder in der „Schuhwichse“ in Aalen erst Industriekaufmann, um später auf Sozialversicherungskaufmann bei der DAK umzusatteln. Im Alter von 24 Jahren war er Geschäftsstellenleiter, verdiente ordentlich und war eigentlich ganz zufrieden. Allerdings lag ihm damals ein Bekannter in den Ohren, der bei der Württembergischen arbeitete und ihn unbedingt für die Versicherungsgesellschaft gewinnen wollte. Das tat er so lange, bis Ilg sagte, er komme mal vorbei. Eigentlich nur, um dann endlich seine Ruhe zu haben. „Und dann wurde ich bei der Württembergischen so freundlich empfangen“, erzählt er, und nach dem Kontaktgespräch wurde ihm eröffnet, er sei genau der Mann, den man brauche. Das finanzielle Angebot, das ihm gemacht wurde, war so attraktiv, dass er ins Grübeln kam, erzählt Ilg. „Eigentlich wollte ich ja nicht wechseln. Aber da mir mein damaliger Arbeitgeber für zwei Jahre ein Rückkehrrecht einräumte, dachte ich, ich kann es versuchen. In zwei Jahren würde ich ja wissen, wie der Hase läuft.“ In Abtsgmünd durchlief er eine einjährige Ausbildung und wurde von der Württembergischen für Oberkochen eingestellt, wo sein Vorgänger in den Ruhestand getreten war. Am 1. Oktober 1988 fing er in Oberkochen an, in dem halbrunden Büro in unmittelbarer Nachbarschaft des Bohrermacherbrunnens in der Stadtmitte, wo ganz früher das Elektrogeschäft Fritscher seine Geschäftsräume gehabt hatte. „Ich habe es nie bereut“, strahlt Ilg. Er ist selbstständig und wird in seiner Agentur von einer Nachmittagskraft unterstützt. „Genau so habe ich es gewollt“, sagt er. Ilg bietet seinen Kunden die ganze Palette von Versicherungsleistungen an: Von der Lebens-, Unfall- und Krankenversicherung bis zur privaten Pflege- und Rentenversicherung. Zu seinem Portfolio gehören darüber hinaus Gebäude-, Hausrat- und Haftpflichtversicherungen, Bausparen, Finanzdienstleistungen und Investmentgeschäfte. Das alles unter dem Dach der Württembergischen und der Bausparkasse Wüstenrot. Zusammen bieten sie nach eigenen Angaben vier Bausteine moderner Vorsorge: Absicherung, Wohnungseigentum, Risikoschutz und Vermögensbildung. Ilg will die Generalagentur noch etwa zwei Jahre führen. Der 63-jährige dreifache Vater und fünffache Großvater hat den Ruhestand bereits in Sichtweite. Und auch danach wird es ihm nicht langweilig werden, ist er sich sicher. Schließlich ist er unter anderem leidenschaftlicher und sehr erfolgreicher Hasenzüchter und begeisterter Sänger, viele Jahre im Kolpingchor Aalen und jetzt in Reichenbach. Und sein handwerkliches Geschick wird ihm im Ruhestand auch sehr zupass kommen. Text: Viktor Turad/Fotos: Thomas Siedler 7