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Mein Oberkochen 08.05.2020

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Im Juze finden

Im Juze finden regelmäßig verschiedene Projekte und Aktionen statt. Dazu gehörte unter anderem die Produktion des Imagefilmes für die Stadt Oberkochen. Wer Interesse hatte, konnte beispielsweise beim Filmschnitt helfen. Eigentlich sollte dieses Projekt ausgebaut werden und eine Art Juze.TV mit einem Youtube- Kanal entstehen. Allerdings hat die neue Datenschutzverordnung dem einen Strich Der Hauptraum im Juze. Dort gibt es neben den Billardtischen, Kicker und einer Sitzecke Bücher und Computer. 6

durch die Rechnung gemacht. Das mindert aber nicht das Angebot: Beispielsweise veranstaltet das Juze Filmabende oder besondere Events wie das Skateboardturnier. Den Mitarbeitern vom Juze ist es wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen etwas lernen. So hilft man ihnen beispielsweise bei den Hausaufgaben, bei der Prüfungsvorbereitung oder beim Bewerbungsschreiben. Das übernehmen auch ehrenamtliche Helfer, die aus allen Altersklassen kommen. So schafft das Juze eine Brücke zwischen den Generationen. Derzeit helfen fünf feste ehrenamtliche Oberkochener mit. Hinzu kommen noch einige weitere, die hin und wieder die Kinder und Jugendlichen tatkräftig unterstützen. „Es gibt keine strikten Vorgaben: Jeder hilft so, wie er kann. Wir haben unter den Ehrenamtlichen auch Schüler. Wenn die gerade beispielsweise Prüfungen haben, ist das natürlich vollkommen in Ordnung, wenn sie dann nicht vorbeikommen“, so Grete Eisen. Im Juze bekommen die Kinder und Jugendlichen Unterstützung in allen Lebenslagen und können sich mit Gleichaltrigen austauschen. Verschiedene Kulturen treffen hier aufeinander und haben zusammen Spaß. Egal ob Russe, Araber, Spanier, Italiener, Pole, Rumäne, Albaner, Deutscher oder welche Nationalität auch immer, alle sind willkommen. „Wir würden uns wünschen, dass noch mehr Deutsche ins Juze kommen“, sagt Marcel Eitle. Einige sind zwar unter den Besuchern, aber es seien verhältnismäßig wenige. „Manche Oberkochener wissen gar nicht, dass es uns gibt. Teilweise haben wir aber immer noch mit Vorurteilen zu kämpfen. Manche Eltern haben Angst, dass ihre Kinder hier einen negativen Einfluss erfahren. Klar, von außen sieht das Gebäude nicht sehr ansprechend aus, aber der Jugendtreff wird durchgehend von uns betreut“, so der Caritas-Mitarbeiter Marcel Eitle. Seine Kollegin Grete Eisen ergänzt: „Wir achten darauf, dass es keinen Ärger gibt und die Jugendlichen dürfen hier weder rauchen noch Alkohol trinken oder Ähnliches.“ Also ist schlechter Einfluss hier Fehlanzeige, vielmehr lernen die Kinder und Jugendlichen einiges – beispielsweise im Umgang mit anderen und was korrektes Verhalten anbelangt. Der Spaß bleibt im Juze aber natürlich auch nicht auf der Strecke. Text und Fotos: Annika Grunert Infos: Da sich die Öffnungszeiten des Juzes sowie die verschiedenen Projekte auch nach den Kindern und Jugendlichen richten, können die sich ändern. An der Eingangstür des Juzes und im Amtsblatt der Stadt Oberkochen stehen die aktuellen Zeiten. Marcel Eitle arbeitet seit Ende April nicht mehr im Juze. Ab Mai bekommt Grete Eisen Unterstützung von den beiden Caritas-Mitarbeitern Miri Holzner und Frank Kircher. 7