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Mein Oberkochen 08.05.2020

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aufgewachsen und stammt

aufgewachsen und stammt aus dem Kreis Böblingen in der Nähe von Nagold. Er hat in Tübingen eine Lehre als Gärtner absolviert, nach einigen Jahren Berufserfahrung den Meister in Hohenberg gemacht und danach in Gartencentern und auf verschiedenen Bauhöfen gearbeitet. Und er er war zusammen insgesamt sechs Jahre in Zentralafrika. Über seine freikirchliche Gemeinde ist er für ein Obstbauprojekt in die frühere französische Kolonie gegangen und dabei kamen ihm seine französischen Sprachkenntnisse zugute. Seit fünf Jahren ist Dengler nun bei der Stadt Oberkochen und beim Bauhof angestellt. Er pflegt die Baumscheiben, rund 70 an der Zahl, pflanzt auch mal Bäume. Er sieht nach den Blüh- und Staudenflächen, sorgt dafür, dass es um die städtischen Gebäude herum grünt und blüht. Als wir ihn treffen, ist er gerade dabei, am Kindergarten Wiesenweg die Ziergräser zurückzuschneiden. „Von Februar bis November“, lautet seine Devise, „soll immer etwas grünen und blühen!“ Wilfried Dengler ist ein fröhlicher und kommunikativer, aber auch ein sehr gläubiger Mensch. „Die Natur ist mir wichtig“, sagt er, „es ist die Schöpfung Gottes, die ich erhalte und pflege. Und den Menschen Freude zu machen, das macht mir wiederum Freude.“ Um dies zu erreichen, hat er viele Ideen, sagt er, Manche sind nicht umzusetzen, vieles kann er umsetzen, denn sein Chef, Bauhofleiter Markus Huber, lasse ihm große Freiheiten. Er stärke die Eigenverantwortlichkeit und Motivation Als Bauernbub habe er den Rhythmus der Natur im Blut und er habe den Afrikanern, die an Unterernährung, zu wenig und schlechter Nahrung leiden, helfen wollen, ihre Erträge zu steigern, erzählt er. „Ich wollte sie ermutigen, mehr und besseres anzupflanzen.“ Er musste aber auch lernen, dass kulturelle Einflüsse und die grassierende Korruption manchen Fortschritt verhindern. Auch in anderer Hinsicht ist der Aufenthalt auf dem afrikanischen Kontinent nicht spurlos an ihm vorbeigegangen. Dengler ist ernüchtert zurückgekommen. „Ich habe Deutschland noch mehr zu schätzen gelernt“, sagt er auf die Frage, was dieser Einsatz aus ihm gemacht hat. „Hier gibt es eine Infrastruktur, Gesundheitsvorsorge, Schulen, Polizei, keine weiten Wege. Wasser ist da, wenn man den Hahn aufdreht. Das hat meine Dankbarkeit erhöht.“ Wilfried Dengler ist als Stadtgärtner dafür zuständig, dass es in Oberkochen grünt und blüht. Als gläubiger Christ sieht er seine Augabe auch als Bewahren der Schöpfung. 12

die Ausnahme, erzählt Dengler. Groß ist seine Freude, wenn seine Kollegen ihm ein „kutterichs Bödele“ (krümmelige Erde) für seine Beete bringen. Was auch noch die Ausnahme, aber dennoch sehr unangenehm ist: Müll wird achtlos in Blumenbeete gepfeffert und besonders an einem finden sich auch die Hinterlassenschaften von Hunden. 30 Häufchen hat Dengler dort einmal herausgeholt und danach Stechpalmen gesteckt. Mit mäßigem Erfolg. Einige Hunde hat es nicht abgehalten und ihre Halter offenkundig nicht gestört. Dengler zuckt resigniert die Schultern: „Ich mach‘s dann halt weg!“ Aber auch das kann seine Begeisterung für seinen Beruf nicht schmälern. Für den brennt er – und sprüht vor Ideen. Text: Viktor Turad Fotos: Thomas Siedler seiner Mitarbeiter, er habe die richtige Balance zwischen Milde und Strenge. Huber schaffe gute Rahmenbedingungen, so dass er, Dengler, zur Entfaltung komme. Er lasse ihm große Freiheiten. Dengler kommt regelrecht ins Schwärmen: „Das ist mein bester Chef in 45 Arbeitsjahren!“ Die Aufgaben bringen es mit sich, dass ein Gärtner viel draußen zu tun hat. Es gibt nur ganz wenige Tage, an denen dies nicht möglich ist, plaudert Dengler aus dem Nähkästchen. Wenn es wirklich schüttet wie aus Eimern, gibt es im Bauhof immer etwas zu tun, etwa den Werkzeugraum aufzuräumen oder Scheren zu ölen. Wenn es richtig heiß ist, ist eine gute Kopfbedeckung wichtig und Wasser in erreichbarer Nähe. Seit 70 Jahren der Partner für Ihre Gesundheit! Starten Sie mit uns in die digitale Zukunft! Schon heute einfach und bequem per App bestellen. Lieferung am nächsten Tag - schneller als im Netz! Das e-Rezept kommt, wir sind vorbereitet. Wenn der Boden zu hart oder zu trocken ist, wird’s auch schwierig. Wenn die Sonne sehr sticht, begleitet ihn die Empfehlung seines Chefs: „Wenn Du nicht mehr kannst, geh in den Schatten!“ Aber solche Regen- oder Hitzetage sind Inh. Carina Groeneveld e.K. Heidenheimer Str. 15 73447 Oberkochen Tel.: 07364 / 91 94 93 info@volkmarsberg-apotheke.de www.volkmarsberg-apotheke.de 13