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Leutkirch hat was 20.05.2020

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Leutkirch hat was Leutkirch hat was 20. Mai 2020 6 Corona-Pandemie: Plötzlich kippte die Urlaubsstimmung bei allen Ein junges Paar aus Leutkirch brach Ende Februar auf nach Costa Rica mit Flug über Toronto, Kanada. Geplant war ein Aktiv-Urlaub mit Rucksack zu den schönsten Plätzen und Naturparadiesen des Landes. Ab dem 16. März war es vorbei mit der Urlaubsstimmung und weiteren Reiseplänen. Mit sehr viel Glück kamen Simone Tolkmitt und Paul Marks gerade noch aus dem mittelamerikanischen Land und landeten sicher in München. Ein Traum erfüllte sich mit der Reise nach Costa Rica (C. R.) ein Land mit Meer, Regenwald, Vulkanen und traumhafter Natur, das Simone und Paul mit Bus, zu Fuß oder mit Mietauto erkunden wollten. Von der Hauptstadt San José ging es zur Halbinsel Nicoya, wo sie an der Küste entlang wanderten, mit Übernachtung in Hostels. Das Wetter war herrlich, sie genossen Land und Leute sowie den Kontakt zu Einheimischen. Im Internet hörten sie Anfang März vom Corona-Virus und dass es in C.R. bereits 30 Infizierte gab, was nicht beunruhigt klang. Doch das änderte sich schlagartig. Es war der 16. März, in einem Hostel am Strand, als fast alle Touristen mit zu Hause Kontakt hatten. Allen wurde von Angehörigen dringend geraten, das Land so schnell wie möglich zu verlassen, wegen eventueller Schließung der Grenzen durch eine Corona-Pandemie. Niemand konnte es glauben Simone erinnert sich: „Man besprach sich untereinander im Hostel, die Urlaubsstimmung war einer seltsamen Art von Aufregung und „Nicht-glauben-können, was das soll“ gewichen. Hier war Sonne, Meer und Erholung pur. Und jetzt sollten wir uns von den Eltern sagen lassen, möglichst schnell nach Hause zu kommen? Diese Frage beschäftigte uns sehr. Der letzte schöne Urlaubstag bleibt wohl immer in Erinnerung: Nach diesem Ritt an einem völlig einsamen Strand ging es nach Hause. Fotos: Privat Wir brauchten Tage, um das zu verarbeiten. Schließlich willigten wir ein, drei Wochen früher als geplant heimzufliegen. Überzeugt waren wir nicht.“ Natürlich wollte das Paar noch einige der geplanten Fahrten und Besichtigungen machen. Mit einem Shuttle fuhren sie von Santa Teresa zur Hauptstadt San Jose, um am Flughafen ein Mietauto zu holen und nach Süden zu fahren. Panama wäre auch noch auf dem Plan gestanden, doch diese Grenze war ab 18. März schon zu. Die Bestätigung für den umgebuchten Rückflug kam an, „Corona“ saß im Nacken, Nationalparks und Hostels begannen zu schließen, das Urlaubs-Feeling war definitiv vorbei. So langsam dämmerte jedem, dass etwas Außergewöhnliches vor sich ging. Simone und Paul besuchten Peninsula de Osa an der Pazifikküste. Belohnung für einen üblen Schotterweg war eine wunderschöne einsame Bucht und sogar eine Übernachtungsmöglichkeit mit Selbstversorgung. „Anschließend reisten wir entlang der Küste Richtung San Jose, über das Gebirge zur Karibikküste. Ein Schild mit „Baden-Bräu“ in einem Bergdorf lockte zur Einkehr. In einem Gasthaus mit Biergarten und deutschschweizerischer Küche gab es ein selbstgebrautes Bier“, erzählen die beiden Leutkircher. Alle Restaurants waren aufgrund der Pandemie bereits geschlossen. Das letzte Ziel war Cahuita an der Karibikküste mit Übernachtung in einer „Cabina". Hier wunderten sich die Einheimischen: „Warum seid ihr noch hier?“ Niemand war jedoch unfreundlich, alle hielten sich an den Abstand, die meisten trugen Gesichtsmasken. „Es war gespenstisch, unwirklich, wie sich die ganze Welt auf einen Schlag verändert hatte“, erinnert sich Simone und erzählt vom letzten Urlaubstag mit einem Ritt am einsamen Strand entlang. Verzweifelte Menschen am Flughafen Noch eine Nacht im Auto schlafen, Probleme beim online-Check-in, weinende, verzweifelte Menschen am Flughafen. Am 23. März, sieben Tage nach dem Anruf von den Eltern, konnte das Paar Costa Der Frosch mit roten Augen und Füßen ist ein Hingucker in Costa Rica. Rica verlassen, mit Flug über Toronto nach München. Zwei Stunden nach ihrem Abflug, genau um Mitternacht schloss der Flughafen in San José bis heute und sie wären wohl immer noch in Costa Rica „gefangen“. Simone und Paul, inzwischen wieder beim online-Studium, sind ihren Eltern sehr dankbar, dass sie die Situation richtig eingeschätzt und ihnen den Flug rechtzeitig umgebucht hatten. Carmen Notz Simone und Paul sind erleichtert bei der Abholung am Flughafen München. Statt in Teneriffa nun im Allgäu „gestrandet“ Kunst vom Biber Die Biber am Stadtweiher sind sehr aktiv und sie scheuen sich nicht, größere Bäume einfach „flachzulegen“, wie man hier eindrucksvoll sehen kann. Manch Kunstvolles ist dabei. Foto: Notz Nur eine einzige Stunde trennte das Ehepaar Dagmar und Walter Faisst von ihrem Rückflug nach Teneriffa, wo sie seit mehr als 15 Jahren ihren Zweitwohnsitz haben. Am Flughafen Stuttgart hieß es am 14. März: Es darf kein Flug mehr nach Spanien starten, wegen der Corona-Pandemie. Also ging es zurück nach Leutkirch. Hier werden sie bis auf unbestimmte Zeit bleiben müssen, bis die innereuropäischen Grenzen wieder öffnen und Regelungen für die Einreise klar sind. „Wir haben nur Winterbekleidung dabei, und hier waren schon 25 Grad“, meinen die beiden, doch sie nehmen es gelassen. Walter Faisst war lange Jahre bei Christ & Wagenseil tätig sowie Vorstand der TSG-Skiläuferzunft. / cno Dagmar und Walter Faisst pendeln seit vielen Jahren zwischen dem Allgäu und ihrer zweiten Heimat Teneriffa. Im März hat der Rückflug wegen der Corona-Pandemie nicht mehr geklappt. Schon oft waren sie nun am Stadtweiher spazieren. Foto: Notz

7 Leutkirch hat was 20. Mai 2020 Leutkirch hat was Viel Resonanz auf „Deinen Song“ per Videoclip LEUTKIRCH (cno) - Der leidenschaftliche Pianospieler Reinhold Kraft, bekannt als Mann ohne Noten, erfüllt in „Corona-Zeiten“ Musikwünsche, wenn man ihm eine E-Mail mit dem Lieblingssong schreibt. Er konnte bereits 35 Wünsche erfüllen. Er spielt den gewünschten Song zu Hause auf dem Piano, seine Frau Brigitte macht ein Video davon und dieses stellt er kostenfrei auf seine website www.klavierspielen-nachstroke.de. Die Homepage heißt so, weil Reinhold Kraft nach seinem Schlaganfall sich das Klavierspielen wieder neu beigebracht hat, bzw. spielt er fast nur „mit links“. Auf der Website gibt es die Rubrik „Spiel meinen Song“, hier ist das Lied unter dem Vornamen des Bestellers gelistet und kann jederzeit aufgerufen werden. Die Wünsche werden auch für andere Personen aufgegeben, als Geschenke zu Geburtstagen, für kranke oder einsame Menschen und das sogar in verschiedenen Ländern der Welt. Reinhold Kraft erzählt: „Es wurden die eigenen Lieblingssongs gewünscht, aber auch Lieblings-Interpreten und man hat mir überlassen, welchen Song ich von einem Sänger oder Komponisten auswähle. Meist habe ich dann Medleys gespielt und einige Songs aneinandergereiht. Oft waren die Liedwünsche auch für andere Personen, z.B. Wunschsongs zum Geburtstag. „Country Roads“ ging am Geburtstagsmorgen zu jemanden nach San Francisco. Ein Auslands-Korrespondet der Schwäbischen Zeitung in Kanada hat sich „take five“ gewünscht. Italiener aus Reinhold Kraft spielt zu Hause am Piano und stellt dann kostenfrei ein Video auf seine Homepage zum Abrufen. Foto: Privat Leutkirch wollten „Zwei kleine Italiener“ hören, ein Lied das Conny Froboess 1962 gesungen und zum Italo-Hit gemacht hat. Von einer Bäckerei aus Leutkirch wurde der Song „bakerstreet“ genannt. Manche Wünsche hatten auch direkt mit dem Thema Corona zu tun, z.B. „Don’t worry, be happy“. Natürlich habe ich auch viele Dankeschöns nach dem gespielten Lied erhalten, das hat mich sehr gefreut. Die meisten Songs habe ich „mit links“ und ohne Noten frei interpretiert und jeweils mit einer kleinen verbalen Widmung auf dem Video versehen. „Mein Angebot gilt nach wie vor, weil es beiderseits Freude stiftet. So hat Corona nicht nur zu neuen zwischenmenschlichen Verbindungen geführt, sondern auch neue Errungenschaften geschaffen.“ Wunschlied einfach per mailen an: der@mannohnenoten.de Maibaum am Bauhof LEUTKIRCH (cno) - Das Maibaumstellen wurde aufgrund der Corona-Pandemie von der Regierung untersagt. Die Maibäume waren zu diesem Zeitpunkt schon geschlagen und eingelagert, auch der für Leutkirch, was nach vielen Jahren Maibaum-Abstinenz am 30. April bei der Festhalle ein schönes Revival gewesen wäre. Valtentin Wagegg vom Fanfarenzug und Bauhof- Mitarbeiter (Gemeinde Wuchzenhofen) sowie Peter Feuerstein und Zimmerermeister Georg Gegenbauer hätten dies organisiert. Am 30. April wurde „als Ersatz” auf dem Bauhofgelände ein kleiner Maibaum gestellt. Foto: Privat ANZEIGEN Gartenbau-/Verkaufs-Minijob Detailinfo Jobbörse 10000-1176425259-S www.baumschulen-kahl.de 07561/2916 Juniorabo bestellen und 50% sparen! Hänschen klein geht allein … in die eigenen vier Wände hinein. Aber nicht ohne ein Abo seiner Heimatzeitung! Infos unter: schwäbische.de/juniorabo oder Tel. 0751 2955-5555 (Mo–Fr von 7 bis 18 Uhr, Sa von 8 bis 12 Uhr). Ein Angebot von: Schwäbische Zeitung Lindauer Zeitung Gränzbote Heuberger Bote Trossinger Zeitung Ipf- und Jagst-Zeitung Aalener Nachrichten Jetzt Kassenzettel einsenden und Einkaufsgutschein gewinnen! Einkaufen, Kassenzettel per WhatsApp an 07561/80-678 senden & Einkaufsgutschein gewinnen. Weitere Infos unter: schwäbische.de/handel-jetzt-vor-ort Eine Aktion von: Immer informiert über die Einkaufsstadt Leutkirch