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Leutkirch hat was 15.07.2020

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Leutkirch hat was Leutkirch hat was 15. Juli 2020 6 In Schmidt’s Garten summt und blüht es reichlich ADRAZHOFEN – Die Leidenschaft für einen schönen Garten hat das Ehepaar Schmidt schon lange. Seit zehn Jahren kam auch das Imker-Hobby dazu. Leopold Schmidt kam darauf, als er einen Schwarm am „Adrazhofer Berg-Waldrand“ entdeckte. Damit fing alles an – heute hat er bis zu sieben Völker, rund 250.000 Bienen, die im naturnahen Garten viel Nahrung finden. Die Bienenstöcke sind sternförmig auf der Wiese angeordnet und nach Planeten benannt. Als gelernter Schreiner hat er die Kästen selber gemacht und teils auch die Wabenrahmen. Das Imkern brachte er sich selber bei und informierte sich auch beim Leutkircher Imkerverein. „Man lernt jedes Jahr etwas Neues dazu oder probiert etwas aus“, meint Leopold Schmidt. Zum Bauernmarkt 2015 hat der Adrazhofer Imker z.B. eine Bienenkugel für die Ausstellung der Imker gemacht. „Die Holzkugel wurde gut von den Bienen angenommen“, erinnert er sich. Im Juni wurde der erste Honig geschleudert. Enkelin Carolin war dabei. Leopold Schmidt zeigt eine der Bienenwaben und wo die Königin gerade Eier legt. Er hat derzeit sieben Völker mit rund 250.000 fleißigen Bienen. Foto: C. Notz Im Juni und im August erntet er den Honig, natürlich in kompletter Schutzausrüstung. Alle Werkzeuge und Utensilien liegen dann bereit, wie das Decklungsgeschirr, um die Waben zu öffnen, ein Sieb und die Honigschleuder, der dann goldgelb in Gläser als Frühjahrs- oder Sommerblüte abgefüllt wird, für den Eigenbedarf und die Familie. Der Garten bietet reichlich Nahrung Die Bienen schwärmen bis zu drei Kilometer aus, um Pollen zu sammeln. Doch so weit müssen sie in Adrazhofen gar nicht. Schon rund um die Bienenstöcke sind viele Blumen und Stauden, die reichlich Nahrung geben: Lupine, Bartnelken, Kugeldistel und Karde, Borretsch, ein kleines Rapsfeld und Obstbäume. Auch die „Gretel im Busch“ oder die „durchwachsene Silphie“ sind keine Garten-Feen, sondern gute Bienen-Nutz- Pflanzen. In den zehn Jahren haben die Schmidt's schon viele Bienenvölker gut versorgt und nur selten eines durch einen harten Winter oder Parasiten verloren. Immer wieder kann auch ein neues Volk eingesammelt werden, wenn man z.B. die Königinnen-Waben nicht rechtzeitig entfernt. „Plötzlich ist die junge Königin mit den besten Bienen auf und davon“, schmunzelt Leopold Schmidt, der den Schwarm dann meist mit viel Geduld in einen Fangsack schüttelt. „Es ist ein schönes Hobby. Man pflegt die Natur und die Bienen, die so wichtig für das Überleben der Menschen sind. Auch der Garten wird dabei bunt und vielfältig und nicht zuletzt hat man den eigenen Honig von eigenen und Allgäuer Blüten“, sagt Leopold Schmidt, und seine Frau Herlinde sorgt für ein üppiges Blütenmeer. Carmen Notz Mehr Infos gibt es beim Leutkircher Imkerverein. Das Gold des Imkers: Flüssiger Honig von den eigenen Bienen. Fotos: Privat Am Loch drängen sich Bienen hinein, andere starten gerade. Hier ist was los. Die Bienenwaben werden geöffnet Auf einen Quadratzentimeter kommen vier Bienen, Hunderte sind es auf beiden Seiten des Wabenkastens, Zehntausende sind es in einem Bienenstock. Der Imker muss zuerst die verschlossenen Waben vom Deckel befreien, damit er an den süßen Inhalt kommt. Zweimal im Jahr wird geerntet. Im Herbst lässt man dem Bienenvolk den Honig, damit es gut über den Winter kommt. Fotos: Privat Zuhause für Wildbienen Leopold Schmidt hat dieses kleine Insektenhotel, bzw. eine Nisthilfe für Wildbienen und andere Insekten gebaut. Einige Unterkünfte sind bewohnt. Alle „Zimmer“ sind gratis. Gutes Bienen-Futter Wer etwas für Bienen, Wildbienen, Hummeln oder Wespen tun möchte, sollte Wildblumen säen, den Klee im Rasen stehen lassen oder auch einen Obstbaum pflanzen.

7 Leutkirch hat was 15. Juli 2020 Leutkirch hat was Merazhofen hat einen neuen Verein: Die Sport- und Naturfreunde Nach der langen „Corona-Pause“ gab es im Juni die erste gemeinsame Unternehmung - eine kleine Allgäu-Radtour. Im Hintergrund Merazhofen. Die Vorstandschaft des neuen Sport- und Natur-Vereins in Merazhofen. Fotos: Verein Neuigkeiten gibt es aus der Teilgemeinde Gebrazhofen, Ortsteil Merazhofen: Am 11. März 2020 versammelten sich Interessierte im ehemaligen Schulhaus, um einen Verein zu gründen, die „Sport- und Naturfreunde“. Im vergangenen Winter haben einige Bürger in vielen freiwilligen Arbeitsstunden einen Raum im ehemaligen Schulhaus auf Vordermann gebracht, damit hier ein Treff stattfinden kann. Auch eine komplette Küche wurde eingebaut. Zur Gründungsversammlung kamen viele Bürger und auch beim Tag der offenen Tür, am 1. März, gab es reges Interesse. Dann war der „Corona-Stillstand“ - nichts ging mehr. Ziele des Vereins sind sportliche Angebote zu organisieren, wie z. B. Fit-Mix-Kurse, Tischtennis, Zirkeltraining, auch Radoder Walkinggruppen kann es geben, ebenso ist an Yoga, an Bergwanderungen, aber auch an Seniorensport oder Naturerlebnisse für Kinder gedacht. Der Themenkreis ist rund um Sport und Natur für alle Generationen offen. Im September ist nochmals ein Tag der offenen Tür geplant. Dazu wird eine Ausstellung über Ameisen vorbereitet. Jeder kann Mitglied werden und zu den Programmpunkten kommen, die entweder in der Alten Schule oder draußen in der Natur stattfinden. Text: Verein Ernst Hutter jazzt mit Freunden Ernst Hutter spielt „Musik im Hinterhof“ LEUTKIRCH - Die Volkshochschule Leutkirch macht unter den Bedingungen der neuen Normalität „Musik im Hinterhof“. Am Freitag, 24. Juli, spielt der Jazz- und Volksmusik-Posaunist Ernst Hutter gemeinsam mit seinen Söhnen Stephan (Schlagzeug) und Martin (Trompete/Flügelhorn) sowie dem Kißlegger Pianisten Lothar Kraft und dem Stuttgarter Bassisten Veit Hübner im Hinterhof des Gotischen Hauses. Es gibt zwei identische Konzert-Auftritte à 75 Minuten von „Hutter Family & Friends“ (keine Pause) für jeweils 60 Gäste, die mit reichlich Abstand im Hinterhof Platz nehmen können. Beginn ist um 18 Foto: Rene Traut und um 20.30 Uhr. Sollte es regnen, werden die Konzerte auf Samstag, 25. Juli verschoben. Die Eintrittskarten kosten 18 Euro. Der Zugang der Konzertgäste wird über das Museum im Bock erfolgen, hinaus gehen die Konzertbesucher übers Gotische Haus. Karten gibt es nur im Vorverkauf bei der Touristinfo Leutkirch oder online über www.reservix.de. Ticketkäufer sind verpflichtet, ihre Adresse und Telefonnummer anzugeben, damit im Falle einer Covid-Infektion die Kontaktnachverfolgung funktioniert. Am Konzertabend selbst bittet die vhs ihre Gäste, eine Mund-Nasen-Abdeckung zu tragen, bis sie ihre Plätze gefunden haben./vhs Kitas schmücken sich in Leutkirch-Farben Leutkircher Kindertageseinrichtungen starten anlässlich des leider ausfallenden Kinderfestes eine Dekorationsaktion in „blau und gelb“. Statt des „Bunten Nachmittags für Jung und Alt“ am Kinderfestmontag wird es tolle Dekorationen geben, die bei einem Spaziergang besichtigt werden können. Claudia Pfeffer und Petra Schosser, die für den „Bunten Nachmittag“ der normalerweise am Kinderfestmontag stattfindet, verantwortlich sind, laden stattdessen zum privaten Kinderfestspaziergang ein. Auf diesem können die blau-gelben Dekorationen bewundert werden. Folgende Einrichtungen beteiligen sich: Kindergarten Piepmatz, St. Elisabeth, Firlefanz, Johanneskindergarten, St. Vincenz, St. Josef, St. Hedwig, Waldkindergarten Firlefanz, Waldorfkindergarten Gänseblümchen. Die Organisatoren hoffen auf viele Spaziergänger, um die kreativen Kinderfestdekorationen besichtigen zu können. Fotos der Deko-Aktion werden auf der Website des Kinderfestes, bei Facebook und Instagram zu sehen sein. Soviel Ideenreichtum und Kreativität wird vom Kinderfestausschuss und einer privaten Spende mit Leutkirch-Gutscheinen für jede Einrichtung belohnt. Text/Foto: Stadt