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Leutkirch hat was 07.04.2021

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Leutkirch hat was Leutkirch hat was 7. April 2021 6 Kirche: Gospels und ausdrucksstarker Tanz LEUTKIRCH – Am Fastensonntag Judika wurde der Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche von der jungen Künstlerin Lennora Esi aus Atzenweiler mitgestaltet. Wunderschön erklang das traditionelle Spiritual „The Blind man“ sowie „A change will come“ – ein Wandel wird kommen, was sich in diesen schwierigen Zeiten wohl mancher wünscht. Sehr ausdrucksstark tanzte Lennora nach einem moldawischen Volkslied „Tanz und lass es regnen“ nach ihrer eigenen Choreografie mit ästhetischen Figuren und Anmut. Vom Organisten durfte man zwei klassische Bach- Stücke hören und zum Schluss gab es viel Beifall aus den gut besetzten Reihen. Pfarrerin Götz hielt den Gottesdienst mit Bibeltexten und Predigt über Hiob, der an Gott zweifelt und doch weiß: „Mein Erlöser lebt!“ Text/Foto: Carmen Notz „Hosianna“ - Auch das Saxofon kann jubilieren Der Abendgottesdienst zum Palmsonntag in der Kirche Neutrauchburg wurde umrahmt von wunderbaren Saxofon-Klängen des Leutkircher Musikers Christian Segmehl. Schon beim ersten Stück, dem Tango von Piazzolla, hörte man das großartige Können des bekannten Künstlers mit Auftritten in ganz Deutschland – vor der Pandemie. Mit virtuosen Stücken von Bach, Cockroft u.a. Komponisten begleitete Segmehl die von Pastoralreferentin Jeanette Krimmer geleitete Feier. Es ging um Jesus und seinen glorreichen Einzug in Jerusalem, der den Menschen Hoffnung gab, die Hosianna jubelten. Christian Segmehl gab dieser Freude mit seinem Alt-Saxofon wahrlich Ausdruck und ließ sein Instrument in allen Facetten jubilieren, was mit viel Beifall belohnt wurde. Text/Foto: Carmen Notz Ehrenamtliche „Missionare“ im Regie-Raum Raphaela und Daniel Aschwanden (vorne) aus Legau und Felix Hartneck aus Leutkirch sind ein Team im Regie-Raum des Regina Pacis, z.B. am Sonntagmorgen. LEUTKIRCH – Im Jahr 2018 wurde die kleine Kapelle des Tagungshauses Regina Pacis zu einem TV- und radiotauglichen Raum ausgebaut, damit Gottesdienste aus Leutkirch weltweit mitzuerleben sind. Die ganze Technik, wie Mikrofone, sechs Kameras und Licht wurden installiert. Unzählige Gottesdienste, Andachten und Gedenkmessen sind seitdem weltweit auf EWTN, YouTube und Radio Horeb übertragen worden oder noch abrufbar. Doch nichts geht ohne kundige Mitarbeiter im Regieraum. Die waren schnell gefunden: Einige Jugendliche sowie Erwachsene, die mit Freude dieses Ehrenamt mehrmals in der Woche ausführen wollten. Unter Anleitung von Thomas Weifenbach, zuständig für Marketing und Übertragungen des Hauses, wurden Die Geschwister Gabriel und Magdalena Cech sowie Thomas Weifenbach (hinten) arbeiten konzentriert und professionell. Text/Fotos: Carmen Notz sie in die „Regie-Geheimnisse“ eingewiesen. Es gibt drei Pulte, eines für den Ton, eines für die sechs Kameras und ein Regieplatz, der die Bildfolge managt, welche letztendlich übertragen wird. Felix Hartneck aus Leutkirch, 19 Jahre jung und seit langem Ministrant im Regina Pacis ist auch ein Technik-Freak. Er wirkt gerne mit am Audio-Mischpult und meint: „Ich mache das gerne freiwillig, weil gerade in der Corona-Zeit nicht jeder zur Messe kommen und mit unserer Übertragung doch alles live miterleben kann und das sogar weltweit.“ Familie Aschwanden aus Legau ist seit rund 15 Jahren mit dem Haus Regina Pacis und den religiösen Angeboten sehr verbunden. „Hier ist unsere geistige Heimat und wir empfinden die Livestreams als Sendungsauftrag, den wir als Christen haben. Ein bisschen wie Mission“, sagt Daniel Aschwanden, der mit Tochter Raphaela Dienste im Regieraum übernimmt. Er wäre manchmal lieber mit seiner Frau in der Messe, aber es sei auch spannend, die Kameras oder die Regie zu übernehmen. Raphaela bestätigt: „Es fühlt sich gut an, etwas für die Gläubigen in aller Welt zu tun.“ Die Übertragungen werden abwechslungsreich gestaltet, mal sind es Detailaufnahmen aus der Kapelle, mal vom Priester beim Gebet oder beim Segen, mal vom Lektor oder vom Organisten. Während der Kommunion wird der Altar mit Hostie und Kelch gezeigt. Am Regiepult wird alles im gleichen Moment zusammengebaut, genau wie es dann im TV übertragen wird. Einige Predigten sind noch wochenlang auf YouTube/Regina Pacis Leutkirch abrufbar. Infos: www.regina-pacis.de Test-Mobil am Rathaus Mit ehrenamtlichen Fachleuten des DRK Ortsvereins Leutkirch bietet die Stadt Leutkirch eine kostenlose Corona- Testmöglichkeit vor dem Rathaus an. Möglich ist dies immer montags und donnerstags von 15-18 Uhr, samstags von 9-12 Uhr. (Keine Anmeldung, ausgefüllter Vordruck „Bescheinigung Antigentest“ und Ausweis mitbringen.) Der Zutritt ist nur mit Maske. Foto: cno Livestreams weltweit Zum Artikel links: So zeigt sich das Schlussbild am Ende des Gottesdienstes im Regina Pacis bei EWTN TV. / cno

7 Leutkirch hat was 7. April 2021 Leutkirch hat was Mesner Thomas Maier und sein erstes „anderes“ Amtsjahr LEUTKIRCH – Im Frühjahr 2020 wurde der Mesner Stefan Aumann in der Pfarrgemeinde St. Martin verabschiedet und Thomas Maier übernahm dieses Amt. Durch die Corona-Maßnahmen wurden noch ganz andere Aufgaben unerlässlich, als das sonstige Arbeitspensum. Thomas Maier und sein erstes „besonderes“ Jahr als Mesner. Eigentlich hat ein Mesner genug zu tun, auch ohne Corona-Vorschriften. Er bereitet alles für die Gottesdienste vor, er zündet die Kerzen an und löscht sie wieder, er hilft dem Pfarrer beim Ankleiden der Messgewänder (außer seit Corona), er prüft, ob alles noch genügend vorhanden ist, wie Hostien, Kerzen, Weihrauch usw. und bestellt entsprechend. Auch für die Filialgemeinden Mailand-Niederhofen, Tautenhofen und Adrazhofen bestellt er mit. Wichtig ist das Programmieren des Glockengeläutes. Seit Mitte März 2020 läuten jeden Abend um 19.30 Uhr die Glocken zum Gedenken an alle Corona-Opfer. Nachts schweigen die Glocken. Um 6 Uhr morgens bis Mitternacht schlagen sie zu jeder Stunde automatisch, zu Gottesdienszeiten oder zur Wandlung läuten sie, laut Programmierung. Natürlich gehört auch das Auf- und Abschließen aller Kirchentüren sowie der kleinen Kapelle im Pfarrgarten dazu, der Blumenschmuck für die Altäre muss rechtzeitig bestellt und besorgt sowie dann auch gegossen werden. Die Lichttechnik, die Heizung und die Lautsprecheranlage sind einzustellen. Thomas Maier (re.) mit Pfarrer Karl Erzberger in der Sakristei beim Vorbereiten der Messe. Ankleiden muss sich der Pfarrer „seit Corona“ alleine. Text/Fotos: C. Notz Immer wieder auch sind da die Kontrollgänge, ob alles in Ordnung ist. Vor Ostern waren die Tische mit den Osterkerzen und den Palmzweigen aufzufüllen, das Weihwasser in kleinen Flaschen bereitzustellen, die Opferstöcke zu leeren. Seit Corona gehört auch die Desinfizierung der Plätze zu den Mesner-Aufgaben. „Alle besetzten Platz-Nummern werden nach der Messe gereinigt, die Türen bleiben zum Lüften auf, Türgriffe werden abgeputzt. Eigentlich würde ich auch Weihwasser an den Türen auffüllen, doch das ist seit einem Jahr wegen Ansteckungsgefahr nicht mehr erlaubt“, sagt Thomas Maier. Alle liturgischen Geräte muss er nach den Gottesdiensten reinigen/desinfizieren, alle aktuellen Vorgaben berücksichtigen, umsetzen und überwachen. Und es gibt mehr Besprechungen als „vor Corona“. Für die Krankenkommunionen packt er die Hostien in einzelne Tütchen keimarm ab. Als Mesner erledigt man diverse Botengänge, richtet das Rauchfass bei Beerdigungen her, aktualisiert den Schaukasten vor der Kirche und füllt den Schriftenstand auf. An besonderen Feiertagen wird mit den Ministranten geprobt, wie vor Ostern, auch sind besondere Aufbauten erforderlich wie das Heilige Grab und verhüllte Kreuze in der Karwoche. Im Advent muss der Kranz bestellt, an Weihnachten die Krippe aufgestellt werden. Sogar Führungen durch die Kirche könnte Thomas Maier machen, doch daran ist derzeit nicht zu denken. Seit einem Jahr findet die Gabe der Kommunion an Tischen statt. „Es war sicher kein gewöhnliches erstes Jahr, das man sich anders vorgestellt hat“, meint Thomas Maier und betont: „Mesner sein finde ich eine interessante und sehr abwechslungsreiche Aufgabe. Man muss vieles im Blick haben, man ist viel unterwegs und es gibt viele schöne Kontakte bei dieser Tätigkeit.“ Eigentlich ist der gelernte Krankenpfleger seit seiner Jugend in der Pfarrei St. Martin engagiert und kennt sich in vielen Bereichen gut aus. Mit 10 Jahren wurde er Ministrant, engagierte sich dann in der KJG, war Pfarrjugendleiter. Mehr als 10 Jahre begleitete der Leutkircher die Firmlinge, war bei den Sternsingeraktionen aktiv. Als Mesner in 2 Teilgemeinden lag es 2019 für ihn nahe, sich auf die 70- Prozent-Stelle in St. Martin zu bewerben. ANZEIGEN KFZ−Angebote Vier Jahrzehnte sind Düsings im Dienst LEUTKIRCH - Zum obigen Artikel über den Mesner Thomas Maier und seine Arbeit gehört auch das Ehepaar Josef und Ingrid Düsing (links) aus Leutkirch. Deren Engagement findet man wohl selten in einer Pfarrgemeinde. Beide sind seit mehr als 40 Jahren im Dienst der Pfarrei St. Martin, zum einen als Lektoren und zum anderen als Kommunionhelfer. Josef Düsing ist zudem auch Wortgottesdienstleiter, in Leutkirch sowie in den Filialgemeinden. Dass er auch den Mesner bei Urlaub oder Krankheit vertreten kann, ist für ihn selbstverständlich. Ingrid Düsing konnte vor zwei Jahren ein besonderes Jubiläum feiern: Sie hat 25 Jahre lang fast alle Bibelkurse (Referent Baumann) besucht, an die 50 Mal, was für sie sehr bereichernd war. Text/Foto: Carmen Notz IMPRESSUM Herausgeber und Verlag: Schwäbische Zeitung Lokalverlag Leutkirch GmbH & Co. KG Marktstraße 27 | 88299 Leutkirch 07561 80-640 (Fax: -649) zeitung.leutkirch@schwaebische.de Redaktion: Carmen Notz | 0151 12915098 leutkirch-hat-was@schwaebische.de Simon Nill (verantwortlich) Anzeigen: 07561 80-642 (Fax: -649) anzeigen.leutkirch@schwaebische.de Tobias Pearman (verantwortlich) Anzeigenschluss: Freitag | 12 Uhr | vor dem jeweiligen Erscheinungstermin Auflage: 5.700 Exemplare Druck: Druckhaus Ulm-Oberschwaben Herknerstraße 15 | 88250 Weingarten Erscheinungsweise: 14-tägig am Mittwoch in der Schwäbischen Zeitung E-Paper: www.schwäbische.de/lhw Es gelten die AGBs des Schwäbischen Verlags und die Anzeigenpreisliste Nr. 15 vom 1. Januar 2021. schwäbische.de/auto