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Biberach kommunal 16.11.2022

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Biberach kommunal

BIBERACH KOMMUNAL Amtliches Mitteilungsblatt der Stadt Biberach | Mit den Teilorten Mettenberg, Ringschnait, Rißegg und Stafflangen Gemeinderat segnet Kosten für Sanierung des Pestalozzi-Gymnasiums ab Waschbecken für jedes Klassenzimmer Die Sanierung des Pestalozzi-Gymnasiums wird nach heutigem Stand rund 46 Millionen Euro kosten. Der Gemeinderat hat dieser Summe auf Empfehlung des Bauausschusses einstimmig zugestimmt. Nicht zugestimmt hat er dagegen mehrheitlich dem Vorschlag der Verwaltung, auf den Einbau von Waschbecken in den Klassenzimmern zu verzichten; das hätte Einsparungen von 470 000 Euro gebracht. Die Frage „Kreidetafeln oder Whiteboards in den Klassenzimmern“ soll gemeinsam mit der Schule geklärt werden. Nr. 41 | 16. November 2022 Zu schaffen mache derzeit bei allen Projekten die immense Baupreissteigerung, verbunden mit Lieferengpässen bei vielen Materialien, informierte Siegfried Kopf-Jasinski den Gemeinderat. Inzwischen gehe man von 46 Millionen Euro für die Sanierung des PGs aus. Nach Einschätzung der Bauverwaltung sei diese Kostenberechnung bezogen auf den aktuellen hohen Kostenstand vollständig und auskömmlich kalkuliert, „so dass wir neben der Baukostenindexsteigerung keine Kostenüberschreitung erwarten, da hier gewisse Sicherheiten enthalten sind.“ Der Gemeinderat hatte im Dezember 2021 die Generalsanierung des Pestalozzi-Gymnasiums beschlossen. Ferner hatte die Verwaltung den Auftrag, alternativ die Kosten eines Neubaus zu berechnen und zudem weitere Einsparpotenziale einer Sanierung aufzuzeigen. Dass auf die Lüftungsanlage nicht verzichtet wird, darüber herrschte Konsens im Gemeinderat. Bei den vorgeschlagenen Einsparpotenzialen gab es weitgehend Einverständnis von Seiten der Schule, etwa bei der Möblierung, die mit fast 1,8 Millionen Euro einer der großen Posten der Kostenberechnung ist. Der Zeitpunkt der detaillierten Betrachtung und Planung der Möblierung sei derzeit jedoch zu früh, sagte Siegfried Kopf-Jasinski im Gemeinderat. Deshalb soll hier vorerst die Zielgröße von einem Rund 46 Millionen Euro wird die Sanierung des Pestalozzi-Gymnasiums kosten. Drittel Einsparungen vorgegeben werden, die zu einem späteren Zeitpunkt zu verifizieren ist. Dabei sollen aber keine Abstriche an pädagogisch notwendigen Ausstattungen gemacht werden. Bei Wasserinstallation könnte man sparen Uneins waren sich Verwaltung und Schule darin, ob man in den Klassenzimmern auf Kreidetafeln und Waschbecken verzichten kann. Insbesondere bei der Wasser- und Abwasserinstallation könnten hohe Einsparungen erzielt werden. Die Schule möchte trotz der vorgesehenen großformatigen Monitore und Whiteboards, die eine Kreidetafel ersetzen, in den Klassenzimmern nicht auf Kreidetafeln und damit auch Waschbecken verzichten. Die Notwendigkeit von Waschbecken wird unter anderem mit Hygieneanforderungen begründet, obwohl in jedem Klassengeschoss Sanitäranlagen zur Verfügung stehen. Magdalena Bopp (FW) sagte, ihre Fraktion stimme notgedrungen zu, auch wenn man jetzt schon acht Millionen Euro über der Kostenberechnung sei. Mögliche Einsparungen lägen bei rund 1,3 Millionen Euro. Das Thema Waschbecken und Kreidetafeln in den Klassenzimmern müsse man mit der Schule klären. An der Lüftung dürfe nicht gespart werden. Die Kosten der Möblierung hätten die FW gerne im Detail vorgelegt, wenn es so weit ist. Lutz Keil (SPD) bemerkte, es gehe um die Zukunftsplanung des Pestalozzi-Gymnasiums, hier sei Vertrauen zwischen Schule, Eltern und Verwaltung gefordert. Man habe in der Vergangenheit mit dem Hochbauamt gute Erfahrungen gemacht in Sachen Schulsanierungen und -neubauten. Seiner Meinung nach könne man auf Kreidetafeln und Waschbecken in den Klassenzimmern nicht verzichten. Hilde Ostermeyer (FDP) erinnerte daran, auch am Berufsschulzentrum habe man beim Bau diese Diskussion geführt und auf Waschbecken in den Foto: BIKO Klassenzimmern verzichtet. Sie sehe aber durchaus, dass es insbesondere für die jüngsten Schülerinnen und Schüler praktisch wäre, wenn sie die Hände im Klassenzimmer waschen könnten. Ihre Fraktion enthalte sich bei dieser Frage. Im Übrigen müsse die Ausstattung von WG und PG vergleichbar sein. Interimsunterbringung klären Friedrich Kolesch (CDU) hob nochmals auf die enorme Kostensteigerung ab – 22 Prozent mehr in nur fünf Quartalen, betonte aber gleichzeitig, bei der Lüftung dürfe es keine Abstriche geben. Außerdem wies er nachdrücklich auf die Frage der Interimsunterbringung der Schüler während der Sanierung hin. Ohne eine Lösung dieser Frage, könne man mit dem Bauen nicht beginnen. Rudolf Brüggemann (Grüne) erklärte, seine Fraktion erkenne die Bemühungen der Verwaltung, Kosten Fortsetzung auf Seite 2