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Biberach kommunal 19.10.2022

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Biberach kommunal

BIBERACH KOMMUNAL Amtliches Mitteilungsblatt der Stadt Biberach | Mit den Teilorten Mettenberg, Ringschnait, Rißegg und Stafflangen Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche und einem Festakt im Rathaus hat die Stadt Biberach ihrem Ehrenbürger Claus-Wilhelm Hoffmann, Oberbürgermeister a. D., zum 90. Geburtstag gratuliert. Erster Bürgermeister Ralf Miller sagte in seiner Laudatio: „Sie sind der Grand Seigneur dieser Stadt und wir sind Ihnen zu großem Dank verpflichtet.“ Mitgefeiert haben seine Familie und Prominenz aus Politik und Kultur. Nr. 37 | 19. Oktober 2022 Feier zum 90. Geburtstag von Biberachs Oberbürgermeister a. D. Claus-Wilhelm Hoffmann „Wir sind Ihnen zu großem Dank verpflichtet“ Die jüngere Geschichte Biberachs sei auf das Engste mit dem Namen und der Person Claus-Wilhelm Hoffmanns verknüpft, sagte Ralf Miller. „Biberach, wie wir es heute kennen und schätzen, diese kleine, aber starke oberschwäbische Stadt, gäbe es nicht ohne Sie und Ihr kommunalpolitisches Lebenswerk. Dass Sie sich als junger Assessor entschieden, Ihren Hut in den Ring des Biberacher OB-Wahlkampfes zu werfen, ist daher ein Glücksfall für die Geschichte dieser Stadt.“ Es sei wohl auch der Geist, der in der Theologen- und Beamtenfamilie Hoffmann herrschte, der Claus-Wilhelm Hoffmann selbst nachhaltig geprägt habe: Die Bereitschaft, sich in die Verantwortung nehmen zu lassen, die eigenen Fähigkeiten fruchtbar zu machen für das Gemeinwesen, eine hohe Bereitschaft, den Menschen zu dienen. Das alles verbunden mit liberaler Weite und der Freiheit des Geistes. Der wache Blick für die Realitäten und Entwicklungen der Zeit in der Welt und vor Ort in Biberach gehöre zu den großen Begabungen Claus-Wilhelm Hoffmanns – und die Fähigkeit, große politische Linien zu übersetzen in konkretes kommunales Arbeiten. Der Zielpunkt all dessen: Eine Stadt so zu entwickeln, dass sie den Menschen, die in ihr leben, ideale Voraussetzungen bietet, um sich in allen Dimensionen und Bezügen ihres Menschseins in Freiheit Erster Bürgermeister Ralf Miller hat Claus-Wilhelm Hoffmann im Namen der Stadt zu seinem 90. Geburtstag gratuliert. Bei der Feier im Rathaus dabei waren Hoffmanns Familie, Freunde und Wegbegleiter. Foto: BIKO entfalten und entwickeln zu können. Als Beispiele nannte Ralf Miller erstens die Förderung der örtlichen Wirtschaft. Im Kontakt mit den großen Unternehmerpersönlichkeiten der Stadt habe Hoffmann die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Biberach forciert – „mit großem Erfolg, wie wir heute feststellen dürfen“. Zweitens die Stadtsanierung. Die maßvolle und historisch sensible Entwicklung der wunderbaren Innenstadt gehe auf seine Initiative zurück: alles geschehen mit viel Fingerspitzengefühl und Respekt vor der langen Geschichte dieser Stadt. Drittens die Eingemeindungen der Biberacher Teilorte. Diese Verträge atmeten den Geist der möglichst großen Eigenständigkeit und Selbstständigkeit der Ortschaften und ihrer Bevölkerung. Auch für den Erhalt des Fachhochschulstandorts habe er sich unter Einbeziehung seiner Netzwerke auf allen politischen Ebenen stark gemacht. Zwei weitere Bereiche wollte Ralf Miller gesondert unterstreichen: Da sei zum einen das Feld der Städtepartnerschaften. Nach den verheerenden Jahren der NS-Diktatur und des Krieges sei die Versöhnung mit den europäischen Nachbarstaaten das Gebot der Stunde gewesen. Mit hohem persönlichem Engagement habe Hoffmann den Abschluss von Städtepartnerschaften begleitet, angetrieben von der Überzeugung: Breite Kontakte von Mensch zu Mensch, von Angesicht zu Angesicht sind ebenso entscheidend für diesen Prozess der Reintegration Deutschlands wie große Politik und Diplomatie: „Valence, Asti, Telawi, Schweidnitz und der Tendring District – alle diese engen freundschaftlichen Verbindungen haben Sie geknüpft und hoch engagiert gepflegt.“ Und es sei ein schönes Zeichen, dass heute auch Gäste aus Georgien und Polen zugegen seien. „Dieses Erbe, das Sie uns als Stadt hinterlassen, verpflichtet uns und ist heute in einem traurigen Sinne aktueller denn je“, sagte Miller. Und das zweite Feld sei die Förderung des kulturellen Lebens in der Stadt und des Kulturstandortes Biberach. „Es gehört, so mein Eindruck, zu Ihren tiefen und festen Überzeugungen, dass kulturelle Teilhabe konstitutiv zu einem gelungenen Leben gehört. Sie selbst haben diese belebende Wirkung der Auseinandersetzung mit Kulturschaf- fenden und Literaten ein Leben lang gepflegt und vorgelebt. Fortsetzung auf Seite 2