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Biberach kommunal 05.10.2022

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Biberach kommunal

BIBERACH KOMMUNAL Amtliches Mitteilungsblatt der Stadt Biberach | Mit den Teilorten Mettenberg, Ringschnait, Rißegg und Stafflangen Jubiläumsabend „50 Jahre Eingemeindung der Ortschaft Ringschnait nach Biberach“ „Die einzig richtige Entscheidung für uns“ „Auf viele weitere glückliche Ehejahre!“ Das wünschte Biberachs Erster Bürgermeister Ralf Miller der Festgemeinde und der gesamten Ortschaft Ringschnait beim Jubiläumsabend „50 Jahre Eingemeindung der Ortschaft Ringschnait nach Biberach“. „Wer‘s 50 Jahre miteinander ausgehalten hat, der lässt sich definitiv nicht mehr scheiden.“ Nr. 35 | 5. Oktober 2022 Der muntere Abend in der Dürnachhalle, der mit Musik und schwäbischer Mundart umrahmt wurde, bewies eindrücklich, dass diese Ehe – wie Zusammenschlüsse im Zuge der Gemeindereform gerne umschrieben werden – eine aus „freien Stücken“ gewesen ist und nicht als „Zwangsehe“ von Stuttgart arrangiert wurde. Nachdem Ringschnait erste zarte Bande nach Ummendorf geknüpft habe, sei es am 5. Dezember 1971 schließlich zur finalen Brautschau gekommen, sagte Miller: Mehr als 68 Prozent der Bürger stimmten für Biberach, die Gemeinderäte von Ringschnait und Biberach stimmten zu, „das Regierungspräsidium gab der Vermählung auch noch seinen Segen. Und die Ehe war perfekt. “ Blättere man heute durch diesen Vertrag, sagte Miller, dann stelle man schnell fest: Viele Themen im kommunalen Leben änderten sich nicht: So verpflichte sich die Stadt zum Erhalt der Grundschule in Ringschnait. Und die Schule bleibe natürlich nach wie vor im Ort. Gleiches gelte für den Kindergarten. Die Sanierung und Erweiterung des Ringschnaiter Feuerwehrhauses habe im Feuerwehrbedarfsplan höchste Priorität. Der Bau sei für die kommenden zwei Jahre im Investitionsprogramm eingetaktet. Würde man den Eingemeindungsvertrag heute nochmals aufsetzen, dann würde man mindestens zwei Themenblöcke ergänzen, fuhr Miller fort: Zum einen den Hochwasserschutz. Spätestens seit dem verheerenden Ereignis 2016 sei klar, dass hier akuter Handlungsbedarf bestehe. „Mit dem Damm im Grumpen konnten Erster Bürgermeister Ralf Miller, Ortsvorsteher Walter Boscher und der Biberacher Ehrenbürger und Oberbürgermeister a. D. Claus- Wilhelm Hoffmann freuen sich über die 50-jährige Erfolgsgeschichte der Eingemeindung von Ringschnait nach Biberach. Foto: BIKO wir sehr schnell eine wichtige Schutzmaßnahme für Ringschnait umsetzen – mit Erfolg.“ Und noch ein zweites Thema würde man heute definitiv in den Eingemeindungsvertrag schreiben: Die Ortsumfahrung der B312 – „fast möchte man sagen: eine never ending story“. Dass dabei die Belange der Bürgerschaft und der Landwirte in ausreichendem Maß berücksichtigt werden müssten, verstehe sich. „Und Sie haben mit Ortsvorsteher Boscher nicht nur in dieser Hinsicht einen sehr engagierten und umtriebigen Anwalt.“ Großartige Bereicherung Wenn man auf die Entwicklung schaue, die Ringschnait in den vergangenen 50 Jahren in jeder Hinsicht genommen hat, dann sei man gemeinsam mehr als erfolgreich gewesen, sagte Ralf Miller weiter. „Unsere Biberacher Ortschaften sind eine großartige Bereicherung in der Gesamtarchitektur unseres Stadtgebietes.“ Das Motto müsse dabei auch weiterhin lauten: So viel Eigenständigkeit wie möglich, so wenig Zentralisierung wie nötig. „Alle unsere Ortschaften haben ihren eigenen Charakter bewahrt. Das gilt in hohem Maße auch für Ringschnait: Ringschnait ist kein stadtnaher Schlafort – sondern nach wie vor ein Dorf mit Seele.“ Und das solle auch weiterhin so bleiben. Hier gebe es viele hoch engagierte Menschen, ein blühendes und reiches Vereinsleben und die große Bereitschaft, sich für den eigenen Ort mit viel Leidenschaft und Herzblut einzubringen. „Eine Ortschaft wie Ringschnait kann man sich als Stadt nur wünschen.“ Miller dankte stellvertretend für alle Ortsvorsteher und Ortschaftsräte dem aktuellen Ortsvorsteher Walter Boscher: Boscher sei einer mit dem Herz am rechten Fleck, der sich unermüdlich mit viel Leidenschaft und Elan für seinen Ort und seine Ringschnaiter einsetze, und das schon seit 2004 in dieser Funktion. Ortsvorsteher Walter Boscher nannte in seinem Rückblick auf die vergangenen 50 Jahre drei prägende Abschnitte: die Zeit von Josef Angele von 1972 bis 1987, die Zeit von Hans Dobler von 1988 bis 2004 und seine Zeit als Ortsvorsteher seit 2004. Wenn man sich vor Augen führe, was insbesondere innerhalb der ersten fünf Jahre nach der Eingemeindung alles ermöglicht wurde, dann zeige sich mehr als deutlich, dass dieses „Ehebündnis auf Verwaltungsebene mit Biberach die einzig richtige Entscheidung war und auch heute noch ist“. Boscher listete die wichtigsten Ereignisse in der Ära Josef Angele auf, unter anderem die Einweihung des neuen Sportplatzes Dürnachstadion 1984, der mit viel Eigenleistung aus der Bevölkerung realisiert werden konnte. Einmal kochte die Volksseele In der Amtszeit von Hans Dobler habe einmal die Volksseele gekocht und ihm Fortsetzung auf Seite 2