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Biberach kommunal 28.09.2022

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Biberach kommunal

BIBERACH KOMMUNAL Amtliches Mitteilungsblatt der Stadt Biberach | Mit den Teilorten Mettenberg, Ringschnait, Rißegg und Stafflangen Sanierung und Umgestaltung der Riedlinger Straße – ein Kompromiss soll es richten Die Zahl der Parkplätze erhalten Stimmt der Gemeinderat am morgigen Donnerstag der Empfehlung des Bauausschusses zu, dann steht am Ende ein Kompromiss: Die Riedlinger Straße wird saniert und umgestaltet. Aber anders als die Verwaltung vorschlug, sollen die bestehenden 38 Parkplätze entlang der Straße stadteinwärts erhalten bleiben. Dafür soll der Radverkehr stadteinwärts über die Wolfentalstraße führen. Dies hat der Bauausschuss auf Antrag der CDU mehrheitlich so zur Beschlussfassung empfohlen. Nr. 34 | 28. September 2022 In dem 700 Meter langen Teilstück der Riedlinger Straße von der Steigmühlstraße bis zur Theaterstraße müssen 2023 Leitungen (Breitband-, Gas-, Wasserversorgung und Kanalisation) erneuert werden. Das Regierungspräsidium Tübingen beabsichtigt dort die Fahrbahnbeläge zu sanieren. Deshalb will die Stadt Biberach die einmalige Chance nutzen, die in den nächsten Jahren vorgesehenen Sanierungen der Straße jetzt umzusetzen. Die Riedlinger Straße ist bisher als Verkehrsfläche konzipiert. Der Kraftfahrzeugverkehr dominiert dort mit Abgasen, Lärm und Flächenanspruch. Um eine deutliche Qualitätsverbesserung dieser Hauptverkehrsstraße zu erreichen und für die Anwohner die Wohn- und Lebensqualität deutlich früher zu verbessern, hat das Tiefbauamt folgende Vorschläge gemacht: Tempo 30 als Umsetzung der Maßnahmen des Lärmaktionsplans; weitergehende Lärmminderung durch lärmreduzierende Asphaltbeläge; barrierefreie Gehwege und Querungsmöglichkeiten der Fahrbahn für Fußgänger; barrierefreie Buskaps; beidseitig Radfahrstreifen; 16 zusätzliche Baumquartiere; 6,50 Meter breite Fahrbahn mit Aufweitungen in den Kurven und zehn öffentliche Stellplätze. Letzteres hatte den Protest der Anlieger entfacht, weil bisher 38 Parkplätze zur Verfügung standen. Die 38 Parkplätze entlang der Riedlinger Straße stadteinwärts sollen bei der Sanierung der Straße nach dem Kompromissvorschlag der CDU erhalten bleiben. Dafür will man den Radweg stadteinwärts über Steigmühl- und Wolfental straße führen. Foto: BIKO Bei einer Bürgerinformation zur Umgestaltung der Riedlinger Straße am 26. Juli kamen von 427 eingeladenen Eigentümern nur 87. Diskussionspunkt waren in erster Linie die Stellplätze, die wegfallen würden. Die Verwaltung schlug daraufhin vor, ein Parkdeck am bestehenden Parkplatz am ehemaligen Krankenhaus zu schaffen und die Parkplätze in der Kapuzinerstraße bevorzugt den Anliegern zu reservieren. Christian Kuhlmann machte zum Beginn der Bauausschusssitzung klar: Alles unter einen Hut zu kriegen – die Stellplätze zu erhalten, Geh- und Radwege beidseitig, Baumquartiere – das schaffe man nicht. Dafür sei die Straße einfach zu eng. Verkehrslärm überschätzt? Rudolf Brüggemann (Grüne) begrüßte im Bauausschuss die Planungen, weil sie deutliche Verbesserungen brächten: für Fußgänger und Radfahrer und für Barrierefreiheit; außerdem würde Tempo 30 den Lärm minimieren. Mit den Vorschlägen der Verwaltung, Parkflächen beim ehemaligen Krankenhaus und in der Kapuzinerstraße bereitzustellen, sei auch das Problem für die Dauerparker gelöst. Nicht gelöst sei allerdings das Be- und Entladen vor den Häusern. Gabriele Kübler (SPD) sagte, sie könne die Sorgen der Anlieger teilweise nachvollziehen, allerdings habe sie geglaubt, das größte Problem sei der Verkehrslärm dort. Dass die Parkplätze so wichtig genommen würden, überrasche und irritiere sie, zumal bei den vorgestellten Alternativen der Verwaltung. In jedem Fall müsse man die Straße so schnell wie möglich erneuern. Die Verwaltung solle sich nochmals die Belange der Bürger anhören. Nur zehn Stellplätze übrig Flavia Gutermann (FW) bemerkte, ihre Fraktion sei mit der Vorlage nicht glücklich. Die wegfallenden Stellplätze seien ein großes Problem. Die Anwohner glaubten, dass sie nicht ernst genommen würden. Ihr Vorschlag: nur einen Radweg (stadtauswärts) anlegen und den anderen über die Wolfentalstraße führen. Oliver Lukner (FDP) kritisierte, die Vorschläge der Anlieger fänden kaum Berücksichtigung in der Vorlage. Von erforderlichen 129 Parkplätzen blieben im Plan des Tiefbauamtes gerade mal zehn übrig – auf einer Länge von 700 Metern; das sei nicht akzeptabel. Handwerker, Pflegedienst, Gäste könnten hier an der Straße kaum mehr halten oder parken. Fortsetzung auf Seite 2