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Biberach kommunal 03.08.2022

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Biberach kommunal

BIBERACH KOMMUNAL Amtliches Mitteilungsblatt der Stadt Biberach | Mit den Teilorten Mettenberg, Ringschnait, Rißegg und Stafflangen Nr. 29 | 3. August 2022 Neuer Stromliefervertrag wird europaweit ausgeschrieben Stadt will 100 Prozent Ökostrom Der Bauausschuss hat die Verwaltung beauftragt, die Stromlieferung für die Jahre 2023 bis 2024 (mit einer Option für die Jahre 2025 und 2026) EU-weit auszuschreiben. Die europaweite Ausschreibung für die rund 4,8 Millionen Kilowattstunden (KWh) pro Jahr ist gesetzlich vorgeschrieben. Wie in den vorangegangenen Ausschreibungen wird 100 Prozent Ökostrom ausgeschrieben – nach den Vorgaben des European Energy Award (EEA). Alexander Steinle, der neue Leiter des Gebäudemanagements, informierte in der Sitzung, der bestehende Vertrag mit der e.wa riss GmbH & Co. KG über 100 Prozent Ökostrom laufe zum 31. Dezember 2022 aus. Der Gesamtwert der Stromlieferung betrage netto jährlich bisher rund eine Million Euro. Ab netto 431 000 Euro sei eine europaweite Ausschreibung vorgeschrieben. Ausgeschrieben werde wieder 100 Prozent Ökostrom. Die Stadt Biberach benötige ab 2023 jährlich voraussichtlich rund 4,8 Millionen KWh an Strom. Die Entwicklung an den Strommärkten zeige, dass die Strompreise eine hohe Volatilität aufweisen, fuhr Steinle fort. Um das Beschaffungsrisiko zu mindern, werde vorgeschlagen, die Arbeitspreise für die Energielieferung an verschiedenen Preisfixierungsterminen an der Strombörse zu ermitteln. Dabei würden die Preise für das Lieferjahr 2023 an zwei Fixierungsterminen 2024 sowie für die möglichen Verlängerungsjahre 2025 und 2026 jeweils an vier Terminen festgelegt. Der abzurechnende Arbeitspreis für die Energielieferung setze sich aus einem Preisaufschlag und einem Börsenpreisanteil zusammen. Die Entscheidung über die Vergabe sei vom Bauausschuss am 22. September zu treffen. Vergabe erfolgt im September Alle Fraktionen stimmten dem Beschlussantrag zu. Josef Weber (Grüne) Die große Photovoltaikanlage auf dem Dach der Wilhelm-Leger-Halle hat eine Leistung von 126 kWpeak und erzeugt seit Juli 2021 Strom, der großteils in der Sporthalle und der Dollinger-Realschule genutzt wird. Foto: BIKO sagte, künftig lohne es sich noch mehr, Einsparpotenzial zu prüfen. Es gebe viele kleine Ansätze zu sparen, zum Beispiel, wenn man einzelne Straßenbeleuchtungen nachts ausschalte. Sie hoffe, dass man einen akzeptablen Lieferanten finde in diesen schwierigen Zeiten, sagte Flavia Gutermann (FW). Sie fragte nach, wie es mit dem Verbrauch von Eigenstrom stehe? Alexander Steinle antwortete, die Stadt produziere bisher rund 300 000 KWh pro Jahr und es kämen durch neue PV-Anlagen 2023 nochmals 215 000 KWh dazu. „Da haben Sie ein gewaltiges Brett zu bohren“, meinte Günter Warth an die Adresse des neuen Leiters des Gebäudemanagements gerichtet: Er schätze mit einer Million Stromkosten mehr im Jahr, so Warth, „das wird eine Herkulesaufgabe“. Nachts die Beleuchtung abschalten, wie Josef Weber vorschlug, gehe gar nicht, ergänzte Warth, allein schon wegen des Sicherheitsbedürfnisses der Bürger. Diese Diskussion tauche im Bauausschuss alle paar Monate wieder auf, kritisierte Friedrich Kolesch (CDU). Es gebe klare rechtliche Vorgaben für nächtliche Beleuchtung; die müsse man klären und dann sei diese Diskussion vom Tisch. Rudolf Brüggemann (Grüne) antwortete, es gehe nicht darum, die Beleuchtung nachts ganz abzuschalten, sondern in bestimmten Straßen zu reduzieren. 50 Prozent Reduzierung bringe einiges an Einsparung und sei für das Auge kaum wahrnehmbar. Friedrich Kolesch fragte weiter, ob der eingekaufte Ökostrom, der ja teurer ist, der Stadt einen Mehrwert bringe. Mit dem Einkauf von Ökostrom wolle die Stadt ein Zeichen setzen, sagte Baubürgermeister Christian Kuhlmann: „Wir wollen regenerativ erzeugten Strom haben. Das ist für uns der Mehrwert.“ Außerdem werde die Verwaltung in den nächsten zwei Monaten genau prüfen, wo überall bei der Stadt Energie eingespart werden könne; das Ergebnis werde anschließend dem Bauausschuss vorgelegt. Serie Energiespartipps Strom sparen beim Kochen In einer kleinen Serie wollen wir in den nächsten Ausgaben Tipps geben, wie man Energie sparen kann. Wir beginnen mit Stromsparen in Alltag und Haushalt. Stromsparen hat eine unmittelbare Auswirkung auf den eigenen Geldbeutel. In der Zeit von steigenden Strompreisen lohnt es sich, auf den eigenen Verbrauch zu achten. Kleine Handgriffe erzielen eine große Wirkung und machen das Energiesparen zu Hause zu einem Kinderspiel. Tipp 1: Stromsparend Wäsche waschen Für gering bis normal verschmutzte Wäsche reicht es dank moderner Waschmittel und -maschinen aus, bei 40 Grad zu waschen. Statt eines elektronischen Wäschetrockners, kann die kostenlose Möglichkeit, die Wäsche an der Luft trocknen zu lassen, genutzt werden. Bevor die Waschmaschine eingeschaltet wird, sollte diese vollständig befüllt werden. Dies führt zu verringerten Ausgaben für Strom, Waschmittel, Wasser und Abwasser. Auch Öko- beziehungsweise Sparprogramme sind sinnvoll: Ökoprogramme benötigen zwar mehr Zeit, da eine längere Einweichzeit nötig ist, doch ist dies auf Dauer kostensparender und senkt den Stromverbrauch. Tipp 2: Die Wahl der richtigen Beleuchtung Es sollte auf effiziente, energiesparende und kostengünstige Beleuchtung geachtet werden. In Räumen, in denen die Lampen durchschnittlich länger als eine Stunde pro Tag leuchten, lohnt es sich LEDs oder andere energiesparende Leuchtmittel einzusetzen. Moderne Leuchtmittel wie LEDs oder Energiesparlampen gibt es Fortsetzung auf Seite 2