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Biberach kommunal 01.06.2022

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Biberach kommunal

BIBERACH KOMMUNAL Amtliches Mitteilungsblatt der Stadt Biberach | Mit den Teilorten Mettenberg, Ringschnait, Rißegg und Stafflangen Sie wird etwas Besonderes für Biberach, die Freizeit- und Spielanlage Rißinsel, die in Zusammenhang mit der Riß-Renaturierung erneuert werden soll. Über die Qualität des Plans waren sich alle einig im Bauausschuss, nur die Kosten, 333 000 Euro, wollten dem ein (FW) oder anderen (FDP) nicht gefallen. „Wenn wir diese Freizeitanlage so wollen, dann sind die Kosten angemessen“, betonte Roman Adler, der Leiter des Stadtplanungsamtes. Zum Hintergrund: Im Sommer 2022 wird der Hochwasserkanal der Riß bei der Rißinsel umfangreich naturnah umgestaltet (siehe Texte Seite 2). Um genügend Raum für die neuen Mäander der Riß zu bekommen, wird der bestehende Spielplatz neu angelegt und um einen Spielbereich am Wasser erweitert. Der Bau des neuen Spielplatzes ist ab Frühjahr 2023 geplant. Idealerweise sollte er rechtzeitig zu den ersten großen Festtagen der Heimattage Baden-Württemberg in Biberach fertig sein, sagte Roman Adler bei der Vorstellung des Plans. Es werde kein normaler Spielplatz, sondern ein Highlight-Spielplatz für die gesamte Stadtgesellschaft. „Da geht man mit der ganzen Familie hin zum Aufenthalt und Spiel“, sagte Adler. Die Böschungen zur renaturierten Riß werden in diesem Bereich flach gestaltet und mit Rasen angesät. Es wird ein Altarmbereich mit geringer Wassertiefe gestaltet, in dem Kinder gefahrlos am Wasser spielen und die Natur erfahren können. Steine und natürlich anstehender Kies laden zum Spielen ein. Zudem soll ein sogenanntes Wipp-Saug-Spielgerät eingebaut werden, über das die Kinder das Wasser selbst nach oben fördern können. Über kleine Becken und Kaskaden fließt ein Bächlein dem Altarm zu. Dazu kommt ein großzügiger Kletterbereich mit dem Thema „Treibholz“, bestehend aus dauerhaften Holzstämmen und Netzen, die zum Klettern Riß Im Bereich der Rißinsel wird die Riß naturnah umgestaltet. In diesem Zusammmenhang entstehen neue Fuß- und Radwege und eine neue große Freizeitanlage, die es so in Biberach bisher noch nicht gibt. Grafik: 365° freiraum + umwelt, Überlingen anregen. Es wird ein Aussichtsturm mit einer Röhrenrutsche integriert. Davon abgetrennt ist ein Sandspielbereich für die Kleinsten. Sitzstufen aus Naturstein oder Holz laden zum Lagern und Beobachten der Kinder ein. Außerdem ist eine Seilbahn mit bis zu 30 Meter Länge geplant, die sich zwischen den bestehenden Bäumen hindurchwindet. Westlich vom Kletterbereich soll es einen separaten Schaukelbereich geben. Hier ist die Kombination einer Vogelnestschaukel und der bewährten Doppelschaukel angedacht. Nördlich Nr. 20 | 1. Juni 2022 Auf der Rißinsel soll eine großzügige Freizeit- und Spielanlage entstehen Ein Highlight-Spielplatz für die ganze Stadt Haberhäuslestraße des Schaukelbereiches ist eine Tischtennisplatte geplant. Schließlich soll ein Grillplatz in ähnlicher Lage wie bisher in der Nähe der schattengebenden Eiche installiert werden. Die Hügellandschaft wird für den neuen Spielplatz etwas ummodelliert. Sitzstufen aus Naturstein und Holz werden in die Böschung eingebaut, von dort kann man die spielenden Kinder gut im Blick behalten. Bei der Auswahl der Materialität wird auf naturnahe und nachhaltige Materialien geachtet. Der bestehende Basketballplatz südlich der Haberhäuslestraße soll reaktiviert und mit einer „Chillout- Area“ bzw. einem Jugendtreff attraktiver gestaltet werden. Für hohe Lebensqualität Paul Lahode (CDU) bezeichnete den Plan als sehr gelungen, die Anlage sei vielseitig und damit für ein breites Altersspektrum nutzbar. Auch dass der Basketballplatz reaktiviert und das Element Wasser eine wichtige Rolle spiele, findet er gut. Für die CDU seien die Kosten für einen Spielplatz dieser Größe und Qualität angemessen. Die Entscheidung dafür sei auch ein Signal: „Für eine hohe Lebensqualität unserer Bürger sind wir bereit, Geld in die Hand zu nehmen.“ Auch Rudolf Brüggemann (Grüne) befürwortete den Plan, weil hier Spiel und Landschaft verbunden würden und weil es ein „Spielplatz für alle“ sei. Brüggemann wies darauf hin, dass die Aspekte Inklusion und Barrierefreiheit berücksichtigt werden müssten; deshalb solle man Anregungen des Familienbündnisses und des Inklusionsbeirates einholen. Solche Spielangebote seien wichtig, bestätigte auch Gabriele Kübler (SPD). Die Planung sei gut, Wasser habe immer eine große Anziehungskraft. Sie regte an, noch mehr Sitzmöglichkeiten zu schaffen und beim Bau möglichst solche Materialien zu verwenden, die dem Vandalismus trotzen können. Für die Fortsetzung auf Seite 2