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Biberach kommunal 25.05.2022

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BIBERACH KOMMUNAL Amtliches Mitteilungsblatt der Stadt Biberach | Mit den Teilorten Mettenberg, Ringschnait, Rißegg und Stafflangen Pestalozzi-Gymnasium: Weitere Untersuchungen haben ein eindeutiges Ergebnis gebracht Sanierung sticht Neubau beim PG Das Pestalozzi-Gymnasium wird mit einem Umfang von 37,7 Millionen Euro grundlegend saniert. Das hat der Gemeinderat einstimmig so entschieden. Die CDU-Fraktion hatte im Vorfeld beantragt, parallel zur weiteren Planung der Sanierung die Kosten für einen Neubau des Gymnasiums zu untersuchen. Nach der Sanierung wird die Schule die Qualität eines Neubaus haben. Nr. 19 | 25. Mai 2022 Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung am 16. Dezember 2021 beschlossen, dass parallel zur Weiterführung der Sanierungsplanung ein Neubau durch die Verwaltung geprüft werden soll. Untersucht wurden daraufhin pädagogische Themen, die Schülerzahlen, Flächenvergleiche Ist-Zustand mit Modellraumprogramm, Zuschussfragen, Kostenprognosen für einen Neubau, ökologische Betrachtungen (CO 2 -Bilanzierung) und zeitliche Überlegungen. Verena Fürgut, die Leiterin des Amtes für Bildung, Betreuung und Sport, und Siegfried Kopf-Jasinski, der Leiter von Hochbau & Gebäudemanagement, erklärten die Ergebnisse der Untersuchungen in der Sitzung. Die vorhandene geschlossene Campussituation lege eine Sanierung nahe, sagte Verena Fürgut; ein Neubau wäre starken Zwängen der Anbindung unterworfen, ein Totalabbruch würde massive Beeinträchtigungen der restlichen Schulgebäude verursachen. Eine Sanierung erfülle die pädagogischen Anforderungen der Schule in weiten Teilen und erhalte gleichzeitig die vorhandenen großzügigen Flächen. Aus der Luft sieht man, wie verschachtelt das Pestalozzi-Gymnasium ist. Ein Neubau wäre starken Zwängen der Anbindung unterworfen, ein Totalabbruch würde massive Beeinträchtigungen der restlichen Schulgebäude verursachen. Foto: Armin Appel Sanierung kann in einem Jahr starten Den Landeszuschuss, so Fürgut weiter, gebe es mit hoher Wahrscheinlichkeit nur für die Sanierung, nicht für den Neubau. Unwirtschaftlichkeit einer Sanierung reiche als Argument für eine Zustimmung zum Abriss und einen Zuschuss für einen Neubau nicht aus. Für die Beurteilung müsste zudem ein Gutachter beauftragt werden. Es bestünden dagegen gute Aussichten, für die Sanierung einen positiven Zuschussbescheid über rund 7,5 Millionen Euro zu erhalten. Die Inanspruchnahme des Zuschusses verlange dann einen raschen Baubeginn. Diese Überlegungen seien mit der Schulleitung und dem Elternbeirat abgestimmt worden. Müsste ein Neubau weiter konkret untersucht werden, müssten zunächst aufwendig detaillierte Flächenbilanzen und ein Raumprogramm nach ebenfalls zu erarbeitenden pädagogischen Konzepten erstellt werden. Dies würde in jedem Fall einen Planungsstopp für die Sanierung bedeuten und einen etliche Jahre dauernden Planungsprozess. Mit der Sanierung hingegen könne man in einem Jahr beginnen, so der Zuschussbescheid noch 2022 eingehe. Siegfried Kopf-Jasinski erklärte, die Kosten eines Neubaus lägen um 8,7 bis 12,9 Millionen Euro höher als die Sanierungskosten (je nach Neubau-Raumprogramm). Die CO 2 -Bilanz der Sanierung in ihrer geplanten Qualität sei durch Nutzung der vorhandenen Bausubstanz besser als bei einem Neubau, selbst wenn ein höherer Energiestandard gewählt würde. Die Sanierung sei also in diesem Fall nachhaltiger als ein Neubau. Das hätten Gutachten gezeigt. Die Generalsanierung des PGs werde umfassend erfolgen. Die Haustechnik sei nach der Sanierung vollständig erneuert. Insofern habe die Schule nach der Sanierung die Qualität eines Neubaus. Auf Basis der dargestellten Argumente und deren Abwägungen ziehe die Verwaltung für das Pestalozzi- Gymnasium den Schluss, dass die Sanierung die deutlich vorteilhaftere Variante sei. Das sei keine allgemeingültige Aussage, in dieser speziellen Konstellation aber sei sie richtig. Außerdem wird Gebäudeteil L, der noch gut in Schuss ist und nicht grundlegend saniert werden muss, mit neuer Lüftung und modernen Medien ausgestattet (für 950 000 Euro). Im Vorfeld der Gesamtmaßnahme wird eine neue Trafostation gebaut (913 000 Euro). Zusätzliche Arbeit hat sich gelohnt Alle Fraktionen zollten der Verwaltung ein Lob für die investierte Arbeit in die Untersuchung. Diese Arbeit habe sich gelohnt, sagte Paul Lahode (CDU), und die Prüfung eines Neubaus habe zu keiner Verzögerung bei der Sanierung geführt. Es habe einen konstruktiven Austausch Fortsetzung auf Seite 2