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Biberach kommunal 30.03.2022

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Biberach kommunal

BIBERACH KOMMUNAL Amtliches Mitteilungsblatt der Stadt Biberach | Mit den Teilorten Mettenberg, Ringschnait, Rißegg und Stafflangen Zweites Kolloquium zum Wohngebiet Hirschberg: Ein Büro fällt aus dem Wettbewerb Zwei Ansätze werden weiterentwickelt Am Ende war es eine klare Empfehlung an den Gemeinderat: Das Büro Cityförster aus Hannover soll im Wettbewerb um die Planung des neuen Wohngebietes Hirschberg ausgeschieden werden. Die beiden anderen beteiligten Büros, Hähnig und Gemmeke aus Tübingen und Pesch Partner aus Stuttgart, werden ihre Planentwürfe ein weiteres Mal überarbeiten. Nach einer dritten Vorstellungsrunde im Juni wird der Gemeinderat final entscheiden, welches Büro den Zuschlag für die weitere Planung bekommt. Nr. 12 | 30. März 2022 Mit dem Umzug der Sana Klinik entsteht die Chance, an einem in Biberach einmaligen Ort ein zukunftsweisendes und nachhaltiges Quartier zu entwickeln. In einer parkartigen Landschaft mit Südwestlage und der Nähe zur Innenstadt soll ein markantes und vielfältiges Quartier mit Freiräumen von hoher Qualität und Identifikation für die künftigen Bewohner entstehen. Dafür wurden drei Planungsbüros zu einem Wettbewerb eingeladen. Bei einem ersten Kolloquium mit den Büros, an dem Verwaltung, Gemeinderäte und Gestaltungsbreiräte, Experten von Bau- und Immobilien sowie Anlieger und interessierte Bürger teilnahmen, gab es Kritik, weil die Vorgaben des Gemeinderates so gut wie unberücksichtigt blieben. Das sollte sich beim zweiten Kolloquium ändern. Die Modelle der Planungsbüros zeigen anschaulich: Das Baugebiet Hirschberg besticht durch seine Südlage und eine ebenso anspruchsvolle wie attraktive Geländeform. Foto: BIKO Hähnig und Gemmeke Auf den vorhandenen drei Plateaus entwickelten Hähnig und Gemmeke drei neue Nachbarschaften. Zentrales Element des Entwurfs ist der attraktive Grünraum zwischen den Quartieren. Der wertvolle Baumbestand entlang der Hangkante und im Herzen des Plangebiets prägt das Wohngebiet. Auf den oberen beiden Plateaus gruppieren sich jeweils um einen Nachbarschaftsplatz Wohnquaartiere, die aus einer Mischung unterschiedlicher Wohntypologien bestehen. Auf dem am Fuß des Hirschbergs im Süden liegenden dritten Plateau fügen sich „Solitäre“ in die bewaldete Hangkante ein. Von der Zweizimmerwohnung mit eigenem Gartenzugang bis zum Familienwohnen auf 300 Quadratmetern, inklusive Werkstatt, Büroräume oder Tiny House für weitere Familienmitglieder, ergeben sich individuelle Wohnchancen. Entlang der bewaldeten Hangkante soll nach Vorstellung der Planer ein durchgängiger, attraktiver, neuer Hirschberg-Rundweg angelegt werden, der das Gebiet mit der umliegenden Landschaft und über den Gigelberg auch mit der Innenstadt Biberachs verbindet. Die Erschließung der oberen Plateaus erfolgt über die Ziegelhausstraße, von unten über die Riedlinger Straße. Alle Gebäude wären mit dem Auto anfahrbar. Der ruhende Verkehr würden in einer auf drei Säulen basierenden Lösung abgewickelt. Die wichtigsten Bestandteile bilden das bestehende Parkdeck (das die Planer in Teilen erhalten würden), Tiefgaragen und oberirdische Parkplätze am oder im Haus. Die Umstrukturierung des bestehenden Parkdecks spare „graue“ Energie. Außerdem sollen hier Ladestationen für E-Autos und Sharing-Parkplätze ergänzt werden. Auch die Kapelle beim einstigen Schwesternwohnheim würden die Planer stehen lassen und zu einem Treffpunkt für Kultur machen. Insgesamt würden nach dem Planentwurf des Büros 470 Wohneinheiten entstehen; das sind deutlich mehr als vom Gemeinderat gefordert. Pesch Partner Der Planentwurf von Pesch Partner sieht 400 Wohneinheiten vor, gegliedert in drei Teilquartiere mit möglichst großer Durchmischung. Im zentralen Bereich des Wohnquartiers liegt ein Spielplatz. Die einzelnen Felder orientieren sich städtebaulich jeweils an einer Hangkante mit Geschosswohnungsbau. In den nördlichen auf einem Plateau liegenden Bereichen werden die Flächen mit Einfamilien-, Reihen- und Kettenhäusern besetzt, während an dem Hang zur Riedlinger Straße hin Atrium- und Terrassenhäuser entstehen sollen, die auch von Süden erschlossen würden. Die Erschließung von Norden würde auch über die Ziegelhausstraße erfolgen, von dort gehen Schleifen in die Wohnquartiere; damit wäre jedes Haus auch mit dem Auto erreichbar. Unter den Geschosswohnungsbauten befinden sich Tiefgaragen. Durch die Freibereiche schlängeln sich Fuß- und Radwege. Der parkartige Fortsetzung auf Seite 2