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Rottum Bote 01.07.2020

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Rottum Bote

Jeden Mittwoch in 14.000 Haushalten Mittwoch, 1. Juli 2020 Die Wochenzeitung der Schwäbischen Zeitung für Ochsenhausen, Illertal und Umgebung Telefon 07352 939339-0 www.hopp-kommunikation.de Neues Feuerwehrfahrzeug besteht Feuerprobe Die Feuerwehr in Ellwangen hatte mit dem neuen Fahrzeug den ersten Großeinsatz Von Katrin Bölstler ● ROT AN DER ROT - Bei einem Brand zählt jede Minute. Je besser die Einsatzkräfte geschult und ausgerüstet sind, umso größer die Chance, dass niemand stirbt. Bei dem Brand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Rot hat sich das erneut gezeigt – und auch, dass es ein entscheidender Vorteil sein kann, wenn eine große Flächengemeinde wie Rot gleich vier Feuerwehrabteilungen hat. Für die Feuerwehrkameraden aus Ellwangen, einem der Teilorte von Rot, war es ein ganz besonderer Einsatz. Denn es war die Feuerprobe mit dem neuen Fahrzeug. Seit Mitte Mai besitzt die Feuerwehr Ellwangen ein TSF-W, ein Tragkraftspritzenfahrzeug, das Wasser mit sich führt. „Für uns bedeutet das, dass wir drei Minuten früher mit dem Einsatz beginnen konnten, denn wir mussten nicht erst nach einem Hydranten suchen, um die Wasserversorgung aufzubauen“, erklärt Kommandant Roland Lerner. „Und diese drei Minuten können bei einigen Gefahrenlagen einen großen Unterschied machen.“ Sowohl die Mannschaft als auch das Fahrzeug hätten die Feuertaufe gut überstanden. „Wir haben vor Ort richtig gute Arbeit geleistet und konnten verhindern, dass das Feuer auf weitere Gebäude übergriff“, berichtet er. Bis zum späten Abend seien die Kameraden noch vor Ort gewesen, um sicherzustellen, dass keine Glutnester mehr vorhanden waren und das Feuer nicht erneut aufflammte. Trotz des 16 Stunden langen Einsatzes sind fünf der Feuerwehrleute schon am nächsten Tag wieder im Einsatz, dieses Mal auf der Baustelle. Denn seit Januar sanieren Fünf der Feuerwehrleute präsentierten am Mittwoch das neue TSF-W. die 22 Männer und zwei Frauen komplett eigenständig ihr Feuerwehrgerätehaus. Der Grund: Das neue Fahrzeug ist ein gutes Stück höher und größer als das bisherige. Bis Januar bestand die Wache aus einem großen Raum. Dieser wurde nun aufgeteilt in zwei Bereiche. In dem Teil, in dem das neue Fahrzeug untergebracht ist, wurde der Boden abgesenkt. Die Umkleiden für Männer und Frauen befinden sich künftig in einem zweiten Raum, zudem gibt es einen Lagerbereich für die Schläuche und Atemschutzmasken. Hinter dem Haus entsteht ein Anbau für den Hänger und das Gefahrengut. Weit mehr als 1000 Stunden ehrenamtliche Arbeit investieren die Feuerwehrleute in den Umbau des Gebäudes. Großen Dank möchten sie dafür keinen. „Wir machen das ja für uns. Und es ist ja auch wichtig“, sagt Lerner schlicht. Dass der Einsatz diese Woche so gut verlaufen ist, ist keine Selbstverständlichkeit. Denn nur die Kameraden aus Ellwangen haben in den Wochen vor diesem Einsatz ihr Verhalten im Ernstfall üben FOTOS KATRIN BÖLSTLER: können. Aufgrund des neuen Fahrzeugs erhielten sie eine Sondererlaubnis, trotz Corona und Kontaktverboten sich Kommandant Roland Lerner werkelte mit auf der Baustelle. in Kleingruppen zu treffen und den Umgang mit dem neuen Fahrzeug zu üben. „Das war natürlich umständlich, dass wir uns nicht mit der ganzen Mannschaft gleichzeitig treffen konnten, aber wir sind trotzdem froh, dass wir es gemacht haben“, sagt Lerner. Alle anderen Feuerwehrgruppen dürfen sich erst seit einer Woche wieder für Übungen und Lehrgänge treffen. „Es war wirklich hart an der Grenze. Hätte die Übungssperre noch länger angehalten, wäre die Einsatzfähigkeit unserer Feuerwehren nicht mehr gewährleistet gewesen“, ist sich Rots Kämmerer Ulrich Rettenmaier sicher, der für die Feuerwehr in vielen Belangen Ansprechpartner ist. „Unsere vier Feuerwehren werden daher in den nächsten Wochen verstärkt zu verschiedenen Übungen zusammenkommen, um im Einsatz wieder ihr Bestes geben zu können.“