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Rottum Bote 01.04.2020

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Rottum Bote

Jeden Mittwoch in 14.000 Haushalten Mittwoch, 1. April 2020 Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Anzeigenkunden, aufgrund der aktuellen Corona- Pandemie kann es beim Rottum-Bote zu Beeinträchtigungen in der Verteilung oder auch zu einzelnen Nichterscheinungen kommen. Hierfür bitten wir um Ihr Verständnis! Bleiben Sie gesund! Ihr Team vom Die Wochenzeitung der Schwäbischen Zeitung für Ochsenhausen, Illertal und Umgebung Junge Senioren ohne Nachwuchssorgen Der Arbeitskreis Spurwechsel in Ochsenhausen feiert in diesem Jahr sein Zehnjähriges Von Sybille Glatz ● OCHSENHAUSEN – Wanderungen, Ausflüge, Besichtigungen, Vorträge – die Liste der Veranstaltungen, die der Arbeitskreis Spurwechsel für Senioren in und um Ochsenhausen anbietet, ist vielfältig und lang. Der Arbeitskreis feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass war ein großes Fest geplant. Die Festrede hätte die ehemalige Bundesforschungsministerin und Botschafterin am Heiligen Stuhl, Annette Schavan, halten sollen. Doch wie so vieles andere wurde auch diese Feier wegen der Corona-Pandemie abgesagt. „Wir haben die Jubiläumsfeier auf 2021 verschoben“, sagt Beate Herold im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“. Auch alle anderen Angebote des Arbeitskreises seien bis 14. Juni abgesagt. Herold hatte zusammen mit Ingrid Buri vor mehr als zehn Jahren die Idee, die schließlich zur Gründung des Arbeitskreises führte. „Wir hatten zusammen jahrelang Seniorennachmittage in der katholischen Kirchengemeinde organisiert und festgestellt: Die Seit zehn Jahren gibt es in Ochsenhausen den Arbeitskreis Spurwechsel. 17 aktive Mitglieder zählt der Arbeitskreis (nicht alle davon sind auf dem Bild). FOTO: ARBEITSKREIS SPURWECHSEL Teilnehmer werden immer älter und immer weniger“, berichtet Herold. Doch die beiden Frauen wollten sich mit der Entwicklung nicht einfach abfinden. „Wir wollten eine neue dynamische Seniorengruppe ins Leben rufen, mit vielerlei und breit gefächerten Aktivitäten“, erzählt Herold. Die beiden Frauen suchten sich Gleichgesinnte. 2008 fand das erste Treffen mit 14 Interessierten statt. „Wir haben überlegt und Umfragen beispielsweise auf dem Marktplatz gemacht, um rauszufinden: ,Was interessiert die Senioren in Ochsenhausen?‘“, berichtet sie. Das Ergebnis: „Der Bedarf ist da, die Interessen sind vielfältig. Und die Senioren sind anspruchsvoll.“ Die nächste Frage, die sich stellte, war die nach der Form, die die neu entstehende Organisation bekommen sollte. Die Gründungsmitglieder entschieden sich gegen eine Vereinsgründung. „Wir haben festgestellt, die Senioren möchten nicht noch einem Verein beitreten, sondern sie möchten locker und ungebunden mitarbeiten“, berichtet Herold. Ein Arbeitskreis also, ohne Mitgliedschaft, ohne Wahlen, ohne Vorstand. „Aber wir brauchten ein Dach, unter das wir können“, sagt Herold. Das Dach, das der Arbeitskreis fand, sind die katholischen und evangelischen Kirchengemeinden. „Die Kirchengemeinden sind die Träger des Arbeitskreises“, sagt Herold. „Unsere Finanzen laufen über die katholische Kirchengemeinde, also wenn wir beispielsweise Spenden erhalten. Aber wir bekommen von den Kirchengemeinden kein Geld“, betont Herold. Doch „Dach“ meint Herold nicht nur im übertragenen Sinne, sondern auch ganz wörtlich. „Wir nutzen die Räume in den Gemeindehäusern der Kirchengemeinden.“ Von dieser Verbindung zu den Kirchengemeinden rührt auch der vollständige Name des Arbeitskreises her: Ökumenischer Arbeitskreis Spurwechsel – Junge Senioren in Ochsenhausen. Doch warum „Spurwechsel“? „Wir haben uns damals auch einen Namen überlegt, 50 Plus, älter und dabei oder Ähnliches. Ingrid Buri hatte dann die Idee, den Arbeitskreis ,Spurwechsel‘ zu nennen“, erzählt Herold. „Der Eintritt in den Ruhestand ist ein Wechsel in einen neuen Lebensabschnitt, man wechselt quasi auf eine neue Spur“, erklärt Herold. 2009 überlegten sich die 14 ersten Mitglieder des Arbeitskreises das erste Programm. Es startete am 1. Januar 2010. Auf dem Programm standen 40 Veranstaltungen. Die Zahl der angebotenen Veranstaltungen stieg von Jahr zu Jahr. 2019 waren 80 Angebote im Programm. „Aktuell sind 17 aktive Mitglieder im Arbeitskreis“, sagt Herold. Die Angebote des Arbeitskreises würden bei den Senioren gut ankommen, sagt sie. „Die Rückmeldungen sind so positiv, dass sie uns ermuntern, weiterzumachen und uns zu engagieren“, so Herold. Nachwuchssorgen plagen den Arbeitskreis keine. „Es kommen Jüngere nach“, sagt Herold. „Wir sehen die Zukunft positiv.“ Daran habe auch die Coronakrise nichts geändert. „Es ist eine neue Situation. Jeder bleibt bei sich daheim. Bis jetzt ist die Stimmung noch recht gut“, sagt Herold. ANZEIGE