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Laupheimer Anzeiger 31.03.2021

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Laupheimer Anzeiger VERANSTALTUNGEN Mittwoch, 31. März 2021 ANZEIGEN • Beratung • Planung • Verkauf • Montage • Modernisierung • Service ... aus einer Hand karl häuptle küchenstudio Ulmer Straße 11 89155 Erbach-Dellmensingen Telefon (0 73 05) 81 69 www.haeuptle-kuechenstudio.de haeuptle-kuechenstudio@t-online.de LAUPHEIM (ry) - Auch 2021 fällt das Kinder- und Heimatfest wegen der Corona-Pandemie aus. Der Vorsitzende des Heimatfestvereins, Walter Spleis, hat gegenüber der SZ die Absage bestätigt. „Wir brauchen für eine solche Großveranstaltung verlässliche Rahmenbedingungen“, betonte er. „Die sind aber auch dieses Jahr noch nicht wieder gegeben.“ Kinder- und Heimatfest fällt auch 2021 aus Die Corona-Pandemie lässt keine Wahl – Einen Festbändel gibt es trotzdem, und Heimatfestbier ● Schon vor Wochen habe sich abgezeichnet: „Das wird wohl nichts“, bedauert Spleis. Am vergangenen Freitag hat er den neuen Festwirt Michael Hahn aus Bad Windsheim, der nun weiter auf seine Laupheim- Premiere warten muss, entsprechend informiert. Auch die Familie Gebauer, die als Generalunternehmer den Vergnügungspark zusammenstellt, weiß Bescheid. Überrascht habe die Absage niemanden. 2022 werde die Pandemie hoffentlich überstanden sein, sagt Spleis. „Dann geben wir Vollgas“, verspricht er und kann sich einen Festauftakt schon am Mittwoch vorstellen – das Heimatfest würde dann sechs statt fünf Tage dauern. Ein Festabzeichen wird es indes auch dieses Jahr geben; darauf abgebildet sind Stadtwappen und Bläser. 4000 Stück hat der Heimatfestverein bestellt, zum Preis von fünf Euro sollen sie unter anderem in Fachgeschäften und bei Banken erhältlich sein. ● Im Laupheimer Rathaus hat sich Oberbürgermeister Gerold Rechle zur Absage geäußert. „Wir haben schon vor ein paar Wochen mit dem Heimatfestverein gesprochen“, sagte Rechle, „und waren uns einig, dass es illusorisch wäre, eine solche Großveranstaltung stattfinden zu lassen, solange sich die Rahmenbedingungen nicht gravierend verbessern“. Danach sehe es aktuell leider nicht aus, und auch bis Ende Juni werde schwerlich ein Zustand erreicht sein, um halbwegs guten Gewissens im gewohnten Stil feiern zu können. „Die ein oder andere Kleinigkeit, um den Menschen unter Einhaltung der Corona-Regeln eine Freude zu machen“, werde aber hoffentlich auch dieses Jahr möglich sein. Kein Rummelplatz, keine Bierzelte, kein Feiern im Freien, keine Umzüge durch die Straßen: Auch 2021 fällt das Heimatfest in Laupheim aus. FOTO: BARBARA BRAIG ● „Wir hatten mit der Absage gerechnet“, sagt Walter Locherer, Vorsitzender der Heimatfestfreunde. Er und Vereins-Vize Thomas Röhrl können sich vorstellen, zur Heimatfestzeit vor dem Rathaus einige Stunden ein paar Festwagen zu präsentieren, mit dem Glockenwagen das Fest symbolisch einzuläuten und auf diese Weise ein bisschen Flair zu verbreiten – immer vorausgesetzt, die Corona-Verordnungen erlauben es. Vergangenes Jahr kam die Aktion gut an. ● Süffige Kunde kommt aus der Kronenbrauerei: Auch 2021 wird es – ungeachtet der Festabsage – das Heimatfestbier geben, in Flaschen und in der Fünf-Liter-Dose mit integriertem Zapfhahn, ideal fürs „Heimatfeschd dahoim“ in kleiner Runde. Die Dose hatte 2020 Premiere und war auf Anhieb ein Renner. „Wir haben damit gerechnet, dass das Fest erneut ausfällt, und gehen die Sonderproduktion dieses Mal mit mehr Vorlauf an“, sagt Braumeister Paul Eble. Etwas früher als im Vorjahr soll der Verkauf des Heimatfestbiers starten. Und wie 2020 soll es auch nach der „Heimatfestwoche“ Ende Juni noch einige Zeit erhältlich sein. ● Die in Konstanz ansässige Familie Gebauer organisiert seit 1953 den Laupheimer Rummelplatz und sorgt dafür, dass Karussells sich drehen, Boxautos flitzen und die Achterbahn fährt. Jetzt droht dem Schaustellergewerbe eine noch längere Durststrecke, wenn die Volksfeste flächendeckend erneut abgesagt werden. „Viele werden auf der Strecke bleiben oder müssen sich umorientieren“, sagt Heinz Gebauer. ● „Das Heimatfest kann man nur komplett veranstalten oder gar nicht“, ist Julius Strobel, Vorsitzender des Sängerbunds Laupheim, überzeugt. Versuche, den Besucherstrom zu kanalisieren, hielte er für untauglich – „das lässt sich irgendwann nicht mehr kontrollieren“. Dem Sängerbund breche jetzt im zweiten Jahr in Folge die Haupteinnahmequelle weg, die Bewirtung der Festgäste in der Hasengrube. ● Die erneute Absage des Heimatfests sei bitter, in Anbetracht des Pandemiegeschehens aber keine Überraschung, sagt Frank Schneider, Vorsitzender des Musikvereins Stadtkapelle Laupheim. Die Stadtkapelle warte ab, wie sich die Lage entwickelt; in Abstimmung mit der Stadt und dem Heimatfestverein werde man schauen, „ob wir kreativ werden und ein wenig für Feststimmung sorgen können“. Im vergangenen Jahr hatten Abordnungen der Stadtkapelle, auf Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln bedacht, an den Heimatfesttagen unangekündigt und sehr zur Freude der Zuhörer an verschiedenen Orten im Stadtgebiet einige Stücke gespielt. Die Probenarbeit ruht zwar seit November, berichtet Schneider, doch das Kinderfestlied oder den Marsch „Hoch Schwaben“ könnten die Musikerinnen und Musiker auch ohne Vorlauf jederzeit intonieren. „Das ist wie Fahrrad fahren, das verlernt man nicht mehr.“