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Laupheimer Anzeiger 26.05.2021

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Laupheimer Anzeiger UMLAND Mittwoch, 26. Mai 2021 ANZEIGEN Hänchenkeulen 1 kg 5,99 € Allgäubraten 1 kg 10,49 € Feurige 100 g 1,28 € Wacholderschinken 100 g 1,39 € Grünländer versch.Sorten 48% Fett i.Tr 100 g 1,25 € Hausmacher Frischkäse 100 g 1,09 € Am Mittwoch, 2. 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Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung haben sich die Räte mit den Stellungnahmen und Anregungen, die während der frühzeitigen Behördenund Öffentlichkeitsbeteiligung eingegangen sind, beschäftigt. Auch artenschutzrechtliche Belange wurden berücksichtigt. Auf der ausgewiesenen Fläche, die teilweise eine starke Hanglage ausweist, sind 32 Bauplätze vorgesehen. Der Bebauungsplan „Grüner Weg Nord“ in Hörenhausen kann im beschleunigten Verfahren aufgestellt werden. Zwei wesentliche Voraussetzungen, die der Gesetzgeber vorschreibt, machen dies möglich. Zum einen grenzt das Plangebiet im Westen an bestehende Wohnbauflächen an. Und außerdem liegt die Größe in dem vorgegebenen Rahmen. „Es ist ein großes Gebiet, aber wir kommen nicht über die 10 000 Quadratmeter überbaubare Grundfläche“, erklärte Rainer Waßmann. Der Stadtplaner aus Langenargen hat für die im Besitz der Gemeinde befindlichen Flächen in Hörenhausen die Ideen für das Baugebiet entwickelt. „Es handelt sich um eine sehr anspruchsvolle Topografie“, urteilt er. Im Oktober 2019 hatte der Gemeinderat den Aufstellungsbeschluss für diesen Bebauungsplan gefasst, anschließend wurden die Öffentlichkeit und die Behörden erstmals um ihre Stellungnahmen dazu gebeten. Glücklich sei Waßmann, dass das geplante Baugebiet zwei Ausfahrten zur Dorfstraße hin hat. Zwischenzeitlich sei es auch gelungen, die südöstliche Bestandsausfahrt (Grüner Weg) durch einen Grundstückserwerb breiter zu gestalten. Der Planer zeigte sich dankbar gegenüber dem Landwirtschaftsamt Biberach. „Das Amt hat uns mit einer Voruntersuchung der Immissionssituation zugearbeitet“, freute sich Waßmann. Auf ein weiteres Gutachten könne deshalb verzichtet werden. Denn die Grenzwerte bezüglich der Ge- 32 Wohn-Bauplätze sollen in dem neuen Baugebiet „Grüner Weg Nord“ in Hörenhausen entstehen. FOTO: BERND BAUR ruchsstundenhäufigkeit werden nicht überschritten. „Das Wohngebiet kann gemacht werden, ohne dass die landwirtschaftlichen Betriebe beeinträchtigt werden“, fasste er zusammen. Nachlegen musste die Gemeinde nach der ersten Anhörungsrunde hinsichtlich einer artenschutzrechtlichen Prüfung, deren Ergebnisse inzwischen in die Planung eingeflossen sind. Kartierungen von verschiedenen Tierarten (Vögel, Fledermaus, Haselmaus) wurden erstellt, eventuell notwendige konfliktvermeidende Maßnahmen für das künftige Baugebiet aufgestellt. Insbesondere gilt dies für die in dem Gebiet vorkommende Zauneidechse. Um ihr bei ihrer Wanderungsbewegung nach Westen unter die Arme zu greifen, wurden in Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde zwei wesentliche Punkte festgelegt. Die öffentliche Grünfläche in dem Gebiet ist reptilienfreundlich zu gestalten. Außerdem soll eine Querungshilfe im Bereich der nördlichen Erschließungsstraße zauneidechsenfreundlich (mit Magerrasen und Steinen als Versteckmöglichkeit) angelegt werden. „Wir haben den Artenschutz berücksichtigt und dies sehr gut gelöst“, findet Bürgermeister Wolfgang Späth. Er ist auch der Meinung, „dass mit der gegebenen Topografie die bestmögliche Lösung für dieses Baugebiet gefunden wurde“. Gleichwohl gibt es bezüglich der Geologie am nördlichen Punkt des Plangebietes auch Bedenken und Sorgen von angrenzenden Grundstücksbesitzern. Geäußert wurden diese in einem Fall als schriftliche Stellungnahme bei der Öffentlichkeitsbeteiligung. Auch im Rahmen der Bürgerfrageviertelstunde am Montag meldeten sich hierzu Bürger zu Wort. Ihre Befürchtung: Weil der dortige etwa neun Meter hohe und sehr steile Hang ihrer Einschätzung nach zu großen Teilen aus Vogelsand besteht, könnte dieser bei Arbeiten im neuen Baugebiet ins Rutschen kommen und die bestehenden Häuser an der Hangsohle gefährden. Eine Teil-Entwarnung konnte Peter Gauß vom Gemeindebauamt hier am Montag schon geben. Denn bei den bisherigen Baugrunduntersuchungen im Plangebiet wurde kein Vogelsand gefunden. Allerdings, so ergänzte Bürgermeister Späth, steht das Ergebnis einer Bohrung an der fraglichen Hangkante noch aus. Auch hat die Gemeinde eine weitere Untersuchung in Auftrag gegeben. In ein zehn Meter tiefes Bohrloch wurde eine Sonde eingelassen. Messungen über einen Zeitraum bis zu zwei Jahren sollen Aufschluss geben, ob eventuelle Hangbewegungen zu erwarten sind. Entsprechende Hangsicherungen vonseiten der künftigen Bauherren dort sind für Waßmann möglich und selbstverständlich, „der Verursacher haftet“, sagte er, sollte es zu Schäden kommen. Dass das Baugebiet kommt, ist für die Ortschaft von großer Bedeutung. Ortsvorsteher Wolfgang Thanner verzeichnet ein großes Interesse aus der Ortschaft heraus an den Bauplätzen. „Zeitnah umsetzen“, ist deshalb seine Bitte. Für das Jahr 2022 konnte ihm Bürgermeister Späth allerdings noch keine große Hoffnung machen.