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Laupheimer Anzeiger 21.04.2021

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Laupheimer Anzeiger LAUPHEIM Mittwoch, 21. April 2021 Weniger Autos in der „guten Stube“, lautet das Ziel Bei einem digitalen Workshop diskutieren Fachleute mit Bürgern das Integrierte Mobilitätskonzept LAUPHEIM (ry) - Welche Möglichkeiten gibt es, die Innenstadt von motorisiertem Verkehr zu entlasten, Radfahren in Laupheim attraktiver und sicherer zu machen, den ÖPNV zu stärken und die Elektromobilität zu fördern? Ideen und Empfehlungen liefert ein Integriertes Mobilitätskonzept, mit Unterstützung der Bernard-Gruppe entwickelt. Im Gemeinderat wurde das Konzept bereits vorgestellt; am vergangenen Donnerstag hat die Verwaltung dazu eine digitale Bürgerbeteiligung angeboten. Etwa 20 Personen waren zugeschaltet. Die Fachleute von Bernard haben eine auf das Jahr 2035 gerichtete Verkehrsprognose erstellt, auf der Basis von 2015, und die Wirkung verschiedener Straßennetz-Ergänzungen und anderer Maßnahmen berechnet. Eine Haushaltsbefragung am 14. Mai 2019 in Laupheim und den Teilorten zum Mobilitätsverhalten der Bevölkerung ergab, dass 60 Prozent der zurückgelegten Wege auf den motorisierten Individualverkehr entfielen. „Man sieht, das Auto spielt eine große Rolle bei Ihnen“, resümierte Ulrich Noßwitz, Projektleiter bei Bernard, am Donnerstag. Eine Vielzahl von Wegstrecken führe dabei mitten durch die Stadt, die Verkehrsbelastung dort sei relativ hoch. Allerdings hätten viele Pkw-Lenker auch kaum eine bessere Alternative, als „durch die gute Stube“ zu fahren. An diesem Punkt knüpfen Überlegungen an, wie es gelingen kann, Verkehr vom Stadtkern fernzuhalten. Auf dieser Karte sind die geplanten und längerfristig angedachten Entlastungsstraßen eingezeichnet: oben rot gestrichelt die Nordwesttangente, sowie grün ein vierter B30-Anschluss „West“, die Südosttangente und die Ostspange. Vier Optionen für Entlastungsstraßen Vier neue Straßen könnten dazu beitragen. Noßwitz misst ihnen erhebliche Entlastungspotenziale bei. Eine dieser Straßen steht vor der Realisierung, die anderen sind vorerst Zukunftsmusik. ● Konkret geplant ist die „Nordwesttangente“; sie verläuft von der Einmündung der Kreisstraße Bronnen-Laupheim (K7519) in die Ulmer Straße (L265) zur B30-Anschlussstelle Laupheim-Mitte. Davon sollen Ulmer Straße, Kapellenstraße, Bronner Straße und Marktplatz profitieren. ● Eine zweite Option, die Innenstadt zu umfahren, böte die „Südosttangente“ von der B30-Auffahrt Süd zur Walpertshofer Straße/K7518. Sie würde Bühler Straße, Lange Straße, Rabenstraße und den Marktplatz entlasten. ● Ein vierter B30-Anschluss Laupheim-West im Bereich der Bahnhofstraße würde das Verkehrsaufkommen in der Bahnhofstraße stadteinwärts sowie in der Ulmer und der Biberacher Straße senken. ● Eine „Ostspange“ östlich des Ringelhauser Parks zwischen der K7519 (Laupheim- Bronnen) und der K7518 (Laupheim-Burgrieden) würde mehr als 7000 Autos pro Tag aufnehmen und den Stadtkern schonen. Die Wohnquartiere Ringelhausen, Schlatt und Zwischen den Wegen könnten angebunden werden. Den Parksuchverkehr gezielt lenken Den Innenstadtverkehr beruhigen soll ferner ein Parkleitsystem, das den Suchverkehr gezielt lenkt. Das heutige Angebot umfasst 300 Stellplätze auf Parkierungsflächen und 485 im Straßenraum, berichtete Bernard-Mitarbeiter Robert Wenzel. Die meisten befänden sich im nördlichen Teil des Stadtkerns; ein Ansatz müsse deshalb sein, auch im Bereich der Hasenstraße und der Lange Straße Stellflächen anzubieten. Für vier Bereiche – Kapellenstraße, Marktplatz, Hasenstraße und Schulcampus Rabenstraße – schlägt das Fachbüro Maßnahmen zur Umgestaltung, Verkehrsregelung und Organisation vor. Wenzel erläuterte am Donnerstag, was sein Unternehmen für den „Schlüsselbereich“ Schulcampus empfiehlt. Erstens: Die Flächen werden neu aufgeteilt: weniger für die Fahrspuren, mehr für die Seitenbereiche. Zweitens: zeitweise Sperrung der Rabenstraße im Schulbereich von 7 bis 14 Uhr. Erforderlich wären dazu Senkpoller, Zonen zum Holen und Bringen und Wendemöglichkeiten. Sollten alle Optionen realisiert werden, prognostiziert das Fachbüro für 2035 – obschon die Anzahl der täglich von den Bürgern zurückgelegten Wege von jetzt 74 500 auf fast 90 000 steigt – eine Abnahme des motorisierten Individualverkehrs auf dann 47 Prozent. Bessere Busverbindungen gefordert Feuer frei für Fragen, Meinungen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger: Sie wohne in der Adam-Ries-Straße, eröffnete Marlene Reible die Diskussion. Von dort mit dem Bus in die Stadt zu fahren, sei so umständlich, „dass ich’s lasse“. Vor allem ein kürzerer Takt – zehn Minuten – wäre wichtig. Die Erste Bürgermeisterin Eva-Britta Wind verwies auf das E-Mobilitätskonzept, das Citybus und E-Bus einbeziehe – „diese Gedanken sind auf alle Fälle da“. Friederike Brandl-von Au regte einen Shuttle-Bus vom Parkhaus Rabenstraße an. „Hier muss man bis ins Geschäft fahren können“ „Das Auto ist die heilige Kuh im kleinen Laupheim“, bemängelte Ingrid Fromm. Anderswo nähmen die Leute Fußwege vom Parkplatz aus in Kauf, „hier muss man bis ins Geschäft fahren können“. Nicht mal an Markttagen werde die obere Mittelstraße gesperrt – „da stehen wir und werden fast umgefahren“. Sie könne die Einzelhändler verstehen, sagte Fromm, aber es sei auch eine Frage der Einstellung, ein paar Meter mehr zu Fuß zurückzulegen. „Es geht ums Klima und wir gucken immer noch drauf, dass jedes Auto einen Stellplatz mitten in der Stadt hat.“ Und es gehe um Aufenthaltsqualität. Attraktive Parkangebote an die Autofahrer wie in Biberach, etwa eine kostenlose erste Stunde, könnten hilfreich sein, warf Marlene Reible ein. Eine Sperrung der oberen Mittelstraße an Markttagen sei Thema im Rat gewesen und noch nicht vom Tisch, antwortete Eva-Britta Wind. „Dem möchte man sich nochmal nähern.“ Während der Sperrzeiten der Rabenstraße beim Schulcampus könnte das Parkhaus nicht vom Marktplatz her angefahren werden, bestätigte Robert Wenzel Martina Millers Vermutung. Das passe aber zur Strategie, Parkhäuser tunlichst von außen her – in diesem Fall von der Biberacher/Ulmer Straße – zu erschließen. Das Parkhaus muss attraktiver werden Das Parkhaus stehe fast leer und ziehe so kaum Verkehr aus der Innenstadt ab, konstatierte Ingrid Fromm – „was kann man tun, dass es angenommen wird?“ Das sei eine berechtigte Frage, entgegnete Eva-Britta Wind. Das Parkhaus sei zu einem höchst ungünstigen Zeitpunkt eröffnet worden – „seit November sind wir im Lockdown“. Die Belegungszahlen seien deshalb momentan nicht repräsentativ. „Aber ja, dieses Angebot muss attraktiver werden“, räumte Wind ein. „Wir haben schon Ideen, aber unter Corona-Bedingungen ist vieles momentan nicht umsetzbar.“ Ulrike Beth aus Untersulmetingen mahnte, man möge die Teilorte nicht vergessen. Dort kämen viele erst gar nicht auf die Idee, den Bus zu nehmen, weil der Fahrplan so unattraktiv sei. Mit einem 20- Minuten-Takt tagsüber „wäre vielleicht schon viel geholfen“.

Sonderveröffentlichung GESUND UND NAH - METZGERHANDWERK Qualität durch Nähe Die Metzgereibetriebe in der Region setzen auf Qualität und Fachwissen. REGION - Das Metzgerhandwerk in der Region verfolgt die aktuellen Geschehnisse in der industriellen Fleischindustrie und grenzt sich ab. In den regionalen, handwerklich geführten Metzgereien wird anders gearbeitet. „Es herrschen grundsätzlich andere Arbeitsbedingungen als in vielen Industriebetrieben“, sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm. Die Metzgereien in der Region sind größtenteils kleinere Betriebe mit bis zu 25 Mitarbeitern. Die Beschäftigten sind dual ausgebildete Fachkräfte und arbeiten in festen, oft langjährigen Anstellungsverhältnissen . Diese gelernte Fachkraft besitzt das nötige Fachwissen über Ausbildung und gegebenenfalls Meisterstudium. Handwerksbetriebe kaufen und verkaufen vor Ort. Sie arbeiten mit kurzen Wegen: Tier, Futter, Schlachtung, Verarbeitung, Verkauf und Konsum sind regional. „Das Handwerk ist regional, setzt auf eine hochwertige Fleischverarbeitung und hält Standards durch Ausbildung und Qualifizierung ein. Mit nahem Schlachten und ohne lange Transportwege. Tiere gehören nicht auf die Autobahn“, sagt Mehlich und ergänzt: „Die Beschäftigen im Handwerk sind gut ausgebildete Fachkräfte und werden ordentlich bezahlt. Beim Metzger werden die Kunden fachmännisch beraten, man erfährt wo das Fleisch herkommt und wie es verarbeitet und hergestellt wurde. All das zeigt: Handwerk ist anders als die Fleischindustrie. Damit wollen wir nicht verglichen werden“, sagt Mehlich. Quelle: Ulm Handwerkskammer Wurst und Fleischwaren aus der Region. Metzgerei Sax, Schwendi Wir in unserer Traditionsmetzgerei legen großen Wert auf Frische und Lokalität. Dies beginnt für uns schon bei der Auswahl unserer Tiere, die wir im eigenen Haus schlachten. Tierschutz, Hygiene und ein respektvoller Umgang mit unseren Mitarbeitern ist für uns ein zentrales Thema. Zu unserer Firmen-Philosophie gehört, dass wir nur hochwertige Rohstoffe aus den umliegenden Dörfern verarbeiten. Durch handwerkliches Geschick und meisterliche Verarbeitung erzielen wir eine außerordentliche Vielfalt und Frische in alles unseren Sax-Produkten. Direkt zum Reinbeißen und Genießen. FOTO: THOMAS EINBERGER Heimische Metzger setzen auf Qualität Landschlächterei Angele, Walpertshofen Damit wir Ihnen täglich frische Produkte anbieten können, achten wir darauf, dass unsere Lieferanten aus der Region kommen. So wissen wir ganz genau, wo die Tiere herkommen und wie sie gehalten werden. In unserer Schlachterei werden sie schonend geschlachtet, das Fleisch wird sofort weiterverarbeitet. Nur so erreichen wir absolute Frische und höchste Qualität. Das Wissen um das Fleischhandwerk wird bei uns seit drei Generationen weitergegeben. In unserer Produktion werden Tradition und Handwerk mit modernster Technik verknüpft, was zu geschmacklich und hygienisch einwandfreien Produkten führt. son DINKELBERGER Ein saftiges Dinkelvollkornbrot, körnig im Biss mit ausgezeichneter Frischhaltung. Eine Alternative, um sich bewusst und ausgewogen zu ernähren. www.metzgerei-sax.de Schwendi 07353/2941 Burgrieden 07392/914773 Munderkingen 07393/3155 Aktionswoche: Do., 22.04. – Sa., 24.04.2021 Gyros-Steak vom mageren Schweine-Rücken für Grill und Pfanne mariniert 100 g 1,09 € Schweinefleisch in eigenem Saft auch dünn geschnitten 100 g 1,19 € Irrtum vorbehalten – Weitere tolle Angebote im Aushang Wir sind für Sie da - Traditionell lecker 88480 Achstetten Buchenhain 5 Tel. 07392 / 6327 Landschlächterei Angele Steige 1 88487 Walpertshofen Telefon 0 73 53 / 98 04-0 Telefax 0 73 53 / 98 04-24 DER EINE HAT’S – DER ANDERE BRAUCHT’S Der Kleinanzeigenmarkt der Schwäbischen Zeitung Rufen Sie an: Tel. 0751 2955 5444 Buchen Sie online: schwäbische.de/anzeigen