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Laupheimer Anzeiger 21.04.2021

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Laupheimer Anzeiger LAUPHEIM Mittwoch, 21. April 2021 ANZEIGEN Semmelbraten 1kg 10,49 € Fleischkäsbrät 1kg 8,49 € Fleischsalat 250-g-Becher 1,99 € Paprikalyoner 100g 1,19 € Weiße Lady 60 % Fett i.Tr. 100g 1,99 € Weideglück Gouda 48 % Fett i.Tr. 100g –,89 € Wochenangebot von Dienstag, den 27.4. bis Donnerstag den 29.4.2021 Schweineschnitzel 1kg 8,49 € Fugentechnik Hagel • Silikon- und Hochbaufugen • Fugensanierungen • Fugenlose Duschrückwände Telefon 0174 1819897 88480 Achstetten www.fugentechnik-hagel.de Bauernweg 20 89195 Staig/Altheim Tel.: 0 73 46 – 83 49 Fax: 0 73 46 – 30 73 81 eMail: info@metzgerei-edel.de Sieben Bauplätze für Obersulmetingen Der Ortschaftsrat stimmt für den Bebauungsplan – Anwohner sehen diverse Probleme und sind verärgert Am „Grünen Weg“ soll das Baugebiet angeschlossen werden, der in diesem Zuge ebenfalls komplett erschlossen werden soll. FOTO: SIMON SCHWÖRER OBERSULMETINGEN (hb) - In Obersulmetingen sollen sieben neue Bauplätze entstehen. Der entsprechende Bebauungsplan „Grüner Weg – Schalmenweg“ wurde in der jüngsten Ortschaftsratssitzung vorgestellt. Obwohl das Gebiet vergleichsweise klein ist, sorgt es bei einigen Bürgerinnen und Bürgern für Ärger – fehlende Kommunikation, eine mangelhafte Kanalisation und hohe Erschließungskosten machen ihnen Sorgen. Bereits Ende 2019 wurde in öffentlicher Sitzung der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Grüner Weg – Schalmenweg“ gefasst. Da der Plan bestimmte Kriterien erfüllt – beispielsweise schließt das Gebiet an drei Seiten an bebautes Gelände an –, kann er im beschleunigten Verfahren aufgestellt werden. „Das spart Zeit und ist für uns die ideale Gelegenheit, dringend benötigte Bauplätze zu erschließen“, sagt Ortsvorsteher Elmar Dehler in der Ortschaftsratssitzung. Eine 5,50 Meter breite Stichstraße soll vom „Grünen Weg“ in das künftige Wohngebiet führen. „Die Sackgasse endet in einem breiten Wendehammer, wo auch ein dreiachsiges Müllfahrzeug wenden kann“, erklärt Ann-Christin Flesch, die bei der Stadt Laupheim im Amt für Stadtplanung und Baurecht tätig ist und den Bebauungsplan mit erstellt hat. Der bestehende „Grüne Weg“ wird im Zuge dieser Maßnahme vollständig erschlossen – ein Ärgernis für die Anlieger, die am Mittwochabend bei der Sitzung anwesend sind und ihren Unmut in der Fragerunde kundtun. „Ich habe von dem Baugebiet gewusst“, sagt Helene Hensinger. „Aber ich dachte, so wie viele andere Bürger auch, dass es von Norden her über den Schalmenweg angeschlossen wird.“ Dass dem nicht so ist, habe sie überrascht, denn der „Grüne Weg“ sei wesentlich schmaler als der gut ausgebaute Schalmenweg. „Ich weiß nicht, woher der Eindruck kommt, dass das Gebiet von Norden über den Schalmenweg angeschlossen werden soll“, sagt Flesch in der ersten Beantwortungsrunde. Das sei nie geplant gewesen. Die Idee sei gewesen, das Grundstück daneben ebenfalls in den Bebauungsplan mit aufzunehmen. „Zu einem Verkauf durch den Eigentümer an die Stadt Laupheim ist es jedoch nicht gekommen.“ Ortsvorsteher Dehler ist bei dem Thema sichtlich um einen sachlichen Ton bemüht. „Wir versuchen schon seit Jahren, dieses Gebiet zu bebauen. Keiner der Eigentümer war aber bereit, mehr Boden zu verkaufen“, sagt er. „Wir hätten gerne sehr viel mehr Fläche gehabt und würden dann von allen Seiten Straßen reinführen. Aber jetzt müssen wir eben mit dem arbeiten, was uns geblieben ist.“ Eine Erschließung über den Schalmenweg sei auch deshalb nicht möglich, weil dort ein Gefälle bestehe. „Das heißt, das Wasser fließt schon von Natur aus in Richtung des ‚Grünen Wegs‘“, sagt Flesch. Bei einer Erschließung über den Schalmenweg müssten eventuell sogar Pumpen oder Ähnliches eingebaut werden, was die Kosten in die Höhe treiben würde. Die Kosten der Erschließung des „Grünen Wegs“ seien noch nicht bekannt – auch das ist ein Sorgenpunkt der Anlieger, die diese Kosten zu 95 Prozent tragen müssen. „So weit sind wir mit den Planungen noch nicht“, sagt auch Ortsvorsteher Dehler. Dass das Regenwasser sowieso in Richtung des „Grünen Wegs“ fließt, ist den Anwohnern schmerzlich bewusst. „Schon seit Jahren haben wir dort Probleme bei Starkregen oder bei der Schneeschmelze“, sagt Zuhörer Michael Schiller. „Haben Sie ein Gutachten machen lassen, ob die bestehende Kanalisation überhaupt noch mehr Wasser aufnehmen kann?“, will er von Flesch wissen. Dass diese Probleme bestehen, sei ihr bewusst, antwortet Flesch – allerdings sei sie nicht zuständig dafür. Einer der Zuhörer ist Reiner Leicht. Er hat einen ganz anderen Konflikt mit dem geplanten Baugebiet: „Als Landwirt habe ich schon seit Jahren Probleme mit neuen Beschlüssen zum Thema Tierwohl“, sagt er. Falls die Regierung in nächster Zeit beschließen würde, dass jedem Tier mehr Platz zur Verfügung stehen muss, müsse er seine Stallungen erweitern. „Das funktioniert aber nicht, wenn ich den Abstand zum Baugebiet einhalten muss“, sagt er. Aufgrund der Emissionen müssen Stallungen eine gewisse Entfernung zu bebautem Gebiet einhalten. „Wir haben ein umfangreiches Emissionsgutachten erstellen lassen“, erklärt Flesch dazu. Das sei zu dem Schluss gekommen, dass nichts gegen eine entsprechende Bebauung spricht. Der Ortschaftsrat hat dem Bebauungsplanentwurf einstimmig zugestimmt. „Ich verstehe, dass viele Punkte für die Anwohner schwierig sind. Aber wir sollten froh sein, dass wir wenigstens das bisschen an Bauplätzen bekommen“, sagt Ratsmitglied Günther Werz. Jeder solle deshalb sachlich bleiben und nicht aus privaten Gründen diese Chance für junge Familien zerschlagen. Zumal im Moment keine Aussicht bestehe, an einer anderen Stelle Bauplätze zu erschließen, ergänzt Dehler.

Laupheimer Anzeiger UMLAND Mittwoch, 21. April 2021 Start der Öchsle-Museumsbahn am 1. Mai muss verschoben werden Corona verlängert die Zwangspause - Neue Fahrzeughalle in Warthausen ist entstanden An den Waggons des Öchsle wurde in den vergangenen Monaten kräftig gewerkelt. FOTO: BECHTER OCHSENHAUSEN (red) - Die Öchsle-Museumsbahn muss weiter in der Corona-Zwangspause bleiben. Der für den 1. Mai traditionell vorgesehene Saisonstart muss wegen der Pandemie abgesagt werden. Die Museumsbahn richtet sich damit nach den Vorgaben des Bundes und des Landes Baden- Württemberg. In der Corona- Verordnung des Landes ist ein Betrieb von touristischen Eisenbahnfahrten gleich wie für sonstige Freizeiteinrichtungen explizit untersagt. Die Verantwortlichen der Öchsle Museumsbahn hoffen nun auf einen Start im Juni. In den vergangenen Jahren vor Corona hatte die Museumsbahn stetig ihre Fahrgastzahlen ausgebaut. Allein 2019 waren mehr als 48000 Menschen mit dem Öchsle gefahren. Im ersten Jahr der Pandemie musste man deutliche Einbußen hinnehmen, dennoch sind 2020 noch rund 14000 Fahrgäste gezählt worden. „Wir setzen darauf, dass wir spätestens Mitte Juni auf der malerischen Strecke zwischen Warthausen und Ochsenhausen wieder fahren können“, sagt Öchsle-Geschäftsführer Andreas Albinger. „Dann würden wir in etwa zum selben Zeitpunkt loslegen wie im vergangenen Jahr.“ Einen Normalbetrieb ab 1. Mai werde es vermutlich erst 2022 wieder geben. Ob die beliebten Sonderfahrten wie die „Kulinarische Reise“ oder der „Teddybärtag“ stattfinden können, werden die nächsten Wochen zeigen. Auf jeden Fall wird in allen Medien rechtzeitig informiert, wenn eine Betriebsaufnahme möglich ist. Sobald der Fahrbetrieb erlaubt ist, wird die Museumsbahn bis Mitte Oktober jeweils am ersten Samstag im Monat sowie an den Sonntagen, von Mitte Juli bis September auch an Donnerstagen, fahren. Der beliebte Sommerwagen, der im vergangen Jahr aufwendig einer Hauptuntersuchung unterzogen werden musste, wird wieder in jedem Zug zu finden sein. „Das Cabrio-Feeling bei der Öchsle- Fahrt ist dann wieder möglich“, betont Vereinsvorsitzender Benny Bechter, der auch klarstellt, dass Lok und Waggons sofort einsatzbereit sind. „Wir haben in den Wintermonaten unter Beachtung der Corona- Auflagen notwendige Reparaturen und Wartungsarbeiten durchgeführt und alle Fahrzeuge sind fristgerecht fertiggestellt worden sind.“ So mussten unter anderem auch bei beiden betriebsfähigen Dampfloks die Dampfkessel einer nötigen Kesselfristverlängerung unterzogen werden. Neben viel Arbeit, müssen die Vereinsmitglieder seit längerem auf die gewohnten vereinsinternen geselligen Veranstaltungen wie Stammtische, Ausflüge und Grillfeste verzichten. Aber die Freude an der bald wieder unter Volldampf stehenden Bahn überwiegt und schweißt zusammen. Von November bis März waren in den Lokschuppen in Ochsenhausen und Warthausen knapp ein Dutzend ehrenamtliche Helfer am Werk, um Loks und Waggons für die neue Saison fit zu machen. In Warthausen wird zudem ein Normalspurwagen aufgearbeitet. Dazu wurde der Rahmen des Wagens extern sandgestrahlt und lackiert. Der Wagen soll nach Fertigstellung das Gelände des Bahnhofes Warthausen bereichern und den Fahrgästen den früheren Gütertransport beim Öchsle mithilfe von schmalspurigen Rollböcken veranschaulichen. Das Hauptaugenmerk lag in den vergangenen Monaten darauf, dem Bahnhofsgelände in Warthausen neuen Glanz zu verschaffen. So wurden einige Dinge entsorgt und die Gleisanlagen wieder auf Vordermann gebracht. Ziel ist das Bahnhofsgelände in Warthausen in einen ansprechenden, museal stimmigen, Zustand aufzuwerten. So könnte bei Sonderveranstaltungen das früher alltägliche „Aufbocken“ der Normalspurgüterwagen auf die schmalspurigen Rollböcke vorgeführt werden. Eine solche Vorführung könnte in ganz Europa nur in Warthausen erlebt werden. Auch ist in Warthausen seit Jahreswechsel eine neue Fahrzeughalle in Bau, sodass die historischen Öchsle-Wagen nun witterungsgeschützt untergestellt werden können. „Wir haben richtig aufgeräumt und werden auch den Service für unsere Besucher und Fahrgäste nochmals durch weitere Schautafeln verbessern“, sagt Andreas Albinger. „Die Gäste sollen sich noch stärker in die „gute alte Zeit“ versetzt fühlen.“ Um das Öchsle-Gelände ökologisch aufzuwerten, werden in den nächsten Wochen auch noch zwölf Bäume im Bereich des kleinen Stationsgebäudes gepflanzt. „Damit werten wir das Gelände weiter auf und unsere Fahrgäste können ihre Autos zukünftig unter schattigen Bäumen abstellen. Für eine erfolgreiche Saison sind somit alle Voraussetzungen gegeben“, betont Andreas Albinger. INFO: Weitere aktuelle Informationen gibt es auf der Homepage unter www.oechsle-bahn.de oder auf Facebook: fb.me/ oechslebahn SZ-Vorschau ● Veranstaltung zum 1. Mai online LAUPHEIM - Eine öffentliche Videokonferenz zum Thema „Arbeitsplätze sichern statt Managementfehler ausbaden“ bietet der Deutsche Gewerkschaftsbund am Samstag, 1. Mai – mit für Laupheim aktuellen lokalen Bezügen zum Flugzeugausstatter Diehl Aviation und zum Autozulieferer MSR. Ein Vorbericht. Jugendarbeit kurz und praktisch: Beteiligung BIBERACH (red) - Der Kreisjugendring Biberach bietet am Montag, 26. April von 19 bis 20 Uhr einen kostenlosen Workshop zum Thema Beteiligung an. Kinder- und Jugendarbeit lebt davon, dass sich die, um die es geht – die Kinder und Jugendlichen – mit ihren Ideen und Vorstellungen einbringen können. Doch wie kann das Kostenloser Workshop des Kreisjugendrings Biberach funktionieren? Welche Formen von Beteiligung gibt es? Wenn du Neues kennenlernen willst oder mal reflektieren, wie es in deinem Verein oder deiner Jugendgruppe um tatsächliche Beteiligung steht, dann schau auf jeden Fall vorbei. Benedikt Kellerer vom BDKJ der Diözese Rottenburg- Stuttgart wird ganz kurz und praktisch das Stufenmodell der Beteiligung vorstellen und Möglichkeiten, wie man dies konkret umsetzen kann, zeigen und demonstrieren. Neugierig geworden? Dann schnell über info@kjr-biberach.de anmelden. Nach der Anmeldung wird der Zugangslink für die Videoplattform zoom zugeschickt. Offene Jugendarbeit. FOTO: PR