Aufrufe
vor 1 Jahr

Laupheimer Anzeiger 02.06.2021

  • Text
  • Laupheim
  • Laupheimer
  • Juni
  • Vergangenen
  • Anzeiger
  • Wochen
  • Menschen
  • Wetter
  • Region
  • Regen

Laupheimer Anzeiger LANDWIRTSCHAFT Mittwoch, 2. Juni 2021 Kälte und Nässe bremsen die Erdbeeren Rund 14 Tage Verzögerung für die Erdbeerernte - Verfügbarkeit ist momentan begrenzt EHINGEN (mt) - Die Erdbeeren aus der Region haben zwar schon seit Wochen ihren Platz im Hofladen oder auf dem Markt eingenommen, aber die richtig großen Mengen scheinen noch nicht vorhanden zu sein. Das kalte und regnerische Wetter der vergangenen Wochen hat nämlich dazu geführt, dass sich die Erdbeerernte auf dem freien Feld verzögert hat. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Erntedauer, sondern auch auf den Preis der roten Früchte. Florian Mall, Inhaber des Erdbeerhofs Mall in Schwörzkirch, hatte nach den warmen Temperaturen Ende März bis Anfang April damit gerechnet, dass die Erdbeerernte am 20. April losgehen könnte. Doch das nasskalte Wetter der vergangenen Wochen hat ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht: „Die Freilanderdbeere ist ungefähr 14 Tage verspätet. Zwar pflücken wir schon seit ein paar Wochen die Erdbeeren aus den Folienhäusern, aber auch da ist die Menge begrenzt, weil es einfach zu kalt ist.“ Wind, Regen und kühle Temperaturen verzögern das Nachreifen der Früchte. Auch die Wetteraussichten der kommenden Tage machen Mall noch keine große Hoffnung. REGION (br)- Kaum war der laut dem Wetterexperten Roland Roth kälteste April seit 20 Jahren überstanden, wurde auch noch der Mai seinem Ruf als Wonnemonat wenig gerecht. Von kurzen Unterbrechungen abgesehen, blieb es für die Jahreszeit zu kühl, Regenschauer und Wind waren weitere unangenehme Begleiterscheinungen. Die Grundwasserspeicher haben sich wieder etwas gefüllt, und Schädlinge wie der Borkenkäfer haben schlechtere Voraussetzungen als in den vergangenen Jahren. „Im Mai sind wir deutlich im Niederschlagsplus“, freut sich Albert Basler, Leiter des Landwirtschaftsamts in Biberach. Das sei auch dringend nötig, um die ausgezehrten Grundwasserreserven wieder etwas aufzufüllen: „Da sind wir insgesamt unter dem Schnitt.“ Weitaus schlimmer wäre jetzt ein Wind, Regen und kühle Temperaturen verzögern das Nachreifen der Früchte. FOTO: ARNE DEDERT/DPA „Wenn wir Temperaturen um rund 20 Grad gehabt hätten, hätte es jetzt ganz anders ausgesehen. Es war halt durchgehend zu kalt für die Erdbeeren.“ Der Landwirt hat die Erdbeeren auf drei unterschiedliche Weisen heranwachsen lassen: Im Folientunnel, auf dem freien Feld und weitere auf dem freien Feld mit einer leichten Fliesabdeckung. Der Folientunnel schütze zwar vor schlechtem Wetter, aber wenn es im Freien kalt ist, dann sei es unter der Folie auch heißes Frühjahr mit wenig Niederschlägen. Dass der Mairegen stetig und moderat gefallen ist, komme den landwirtschaftlich genutzten Flächen zugute. Bei Starkregen wie in den vergangenen Jahren erodieren die Böden, Nährstoffe gehen verloren und die Wassermassen verschwinden zum größten Teil über Bäche und Flüsse. Der Niederschlag sei mit 100 bis 150 Liter pro Quadratmeter in diesem Monat optimal gewesen. Der Jahresschnitt liege bei 700 bis 900 Liter. „Das ist eine gute Grundlage für das Pflanzenwachstum.“ Nach Feierabend kann sich auch Hubert Moosmayer über das „schlechte“ Wetter ärgern. Bis dahin kann der Leiter des Kreisforstamts dem nasskalten Wetter nur Gutes abgewinnen. Vor allem dem Borkenkäfer werde dadurch das Schwärmen vermiest. In den sechs Revieren des Landkreises werden die Aktivitäten des Schädlings in einem Monitoring überwacht. „Momentan sind die Fangzahlen im ein- bis zweistelligen Bereich“, berichtet Moosmayer. Zum Schwarmzeitpunkt seien dagegen Zahlen im vierstelligen Bereich zu verzeichnen. nicht markant wärmer. „Die Folie hat natürlich einen Effekt und seine Vorteile, der ersichtlich ist, aber auch hierfür wären 20 Grad besser als zehn“, so Mall. Daher sei die Ernte aus dem Folientunnel auch nicht „so üppig“ wie sonst und auch die Dauer bis neue Früchte nachreifen strecke sich immens. „Von der ersten Blüte bis zur letzten dauert es normalerweise zwei bis drei Wochen, dieses Jahr hat auch das viel länger gedauert“, so Mall. Die Erdbeeren auf dem freien Feld – ohne irgendwelche unterstützenden Maßnahmen – haben in Schwörzkirch erst begonnen zu blühen. Nun könne es sich noch in etwa um drei Wochen handeln, bis diese geerntet werden können. „Um einen Teil der Freilanderdbeeren etwas zu verfrühen, haben wir sie mit Flies abgedeckt. Diese kann man dann schon in etwa zehn Tagen pflücken“, schätzt Mall. Sollte es jedoch wieder wärmer werden, könnte es die Dauer verkürzen. Ob der Ertrag im Vergleich Der Borkenkäfer hat schlechte Bedingungen Nasskaltes Wetter hat positive Seiten für die Land- und Forstwirtschaft — auch in den Wäldern Für drei Generationen ist der Borkenkäfer zu spät. ROLAND WEIHRAUCH/DPA FOTO: Für die Forstwirtschaft bedeute das eine Borkenkäfergeneration weniger: „So spät im Jahr werden wir keine dritte Generation mehr kriegen.“ In den vergangenen Jahren sei die Situation für den Baumbestand dramatischer gewesen. Der Regen habe dem Wald gutgetan. Trotz des überdurchschnittlich feuchten Monats Mai sei der Wasserhaushalt nach einigen trockenen Jahren aber immer noch angespannt: „Was über lange Zeit gefehlt hat, jetzt aufholen zu wollen, wäre eine lllusion.“ Betroffen sei die Fichte als Hauptbaumart, aber auch Tanne und Buche leiden unter Trockenschäden. „Wenn wieder ein trockener Sommer kommt, stehen wir vor der gleichen Situation“, befürchtet Moosmayer. Die Ursache sei eindeutig im Klimawandel zu suchen. Zum einen wirke sich dies direkt durch Dürre zum Vorjahr geringer ausfallen könnte, kann der Landwirt noch nicht sagen. „Wenn es in der Blütezeit nur regnet, dann ist das nicht so ideal. Deshalb haben wir Glück, dass unsere Freilanderdbeeren erst jetzt zu blühen beginnen und den ganzen Regen und den Wind der vergangenen Tage nicht direkt abbekommen haben.“ Dass die Erdbeeren momentan etwas teurer sind, sei völlig normal, da sie nur in begrenzten Mengen verfügbar sind, erklärt Florian Mall. „Wenn es beispielsweise ab morgen für zwei Wochen 30 Grad werden, dann sieht es ganz schnell anders aus.“ Anders sieht es bei dem Edelgemüse aus, mit dessen Ernte der Landwirt sehr zufrieden ist. „Wir hatten den Spargel mit Mini-Tunnel überdeckt, was dieses Jahr Gold wert war“, so Mall. Dank neu angeschafften Folien, die besser wärmen als ältere Folien, sei der Ertrag zufriedenstellend. Das Einzige, über das sich Florian Mall beschweren kann, ist der Regen während der Erntezeit, der seinen Mitarbeitern „die Stiefel ausgezogen hat“. „Schönes Wetter haben wir dieses Jahr leider noch nicht gehabt. Es war immer irgendetwas zwischen Wind, Regen und kalt.“ aus, zum anderen aber auch indirekt: „Die Bäume sind im Stress und nicht mehr so vital.“ Mangels natürlicher Abwehrkräfte werden sie dann leichte Opfer von Schädlingen. Das habe er in den vergangenen drei Jahren zur Genüge erlebt, berichtet Moosmayer: „Da waren Käferlöcher überall.“ So habe das Orkantief „Sabine“ im vergangenen Jahr auch in der Region beträchtliche Waldschäden anrichten können. „Im Illertal sind wir mit dem Aufarbeiten gar nicht mehr nachgekommen.“ Aktuell seien die Schnittholzpreise angesichts einer hohen Nachfrage und einem verknappten Angebot durch den hohen Exportanteil der Sägereien enorm angestiegen. Moosmayer geht aber auch beim Rundholz wegen der voraussichtlich geringeren Käferschäden von steigenden Preisen aus.

Optimale Hau aushaltsabdeckung und zuverlässige Verteilung! g!!! Verteilung nach Ausgaben, Städten oder Gemeinden möglich, d. h. Sie können Ihre Prospekte und Beilagen gezielt nach individuellen Wünschen verteilen lassen – schon ab 1.000 Exemplaren. schon ab 1.000 Exemplaren! pro 1.0000 Exemplare für Firmen aus unserem Verbreitungsgebiet (bis 20 g) Haben Sie noch hF Fragen? ?Wir beraten Sie gerne! e! 884 8471 Laupheim · Mittelstraße 2 Tel. 07392 9631-2 -21 Fax 0751 2955-99-779 799 Michael Lenz Tel. 0739 392 9631-28 Fax 0751 2955-99-77999 E-Mail: Anzeigen.laupheim@ m@schwaebische.de