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Laupheimer Anzeiger 02.06.2021

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Laupheimer Anzeiger LAUPHEIM/UMLAND Mittwoch, 2. Juni 2021 ANZEIGEN Gem. Gulasch 1 kg 10,49€ Schnitzelröllchen 3 Stück 4,50€ 4 Stück 5,40€ Paprikalyoner 100 g 1,19€ Käsekrainer 100 g 1,29€ Käseaufschnitt 100 g 1,19€ Käsesalat 100 g 1,09€ Wochenangebot von Dienstag, 8.6. bis Donnerstag, 10.6.2021 Husarentopf 1 kg 8,99 € „Vorsorge treffen“ Wer soll für mich Entscheidungen treffen, wenn ich dies aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kann. Wir informieren Sie gerne kostenlos über – Patientenverfügung – Vorsorgevollmacht – Betreuungsverfügung Der nächste Zusatztermin ist am 17. Juni 2021 von 13:30 Uhr bis 16:30 Uhr im Rathaus Laupheim, Marktplatz 1. Sie werden am Seiteneingang zur König-Wilhelm-Str. (gegenüber Drogeriemarkt Müller) abgeholt. (Nur über telefonische Anmeldung unter: 07392/704-149) Laupheim, den 29.05.2021 Dezernat Bildung, Betreuung und Soziales Bauernweg 20 89195 Staig/Altheim Tel.: 0 73 46 – 83 49 Fax: 0 73 46 – 30 73 81 eMail: info@metzgerei-edel.de Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. Tel. 0228-33889-500, E-Mail: info@prostatakrebs-bps.de Internet: www.prostatakrebs-bps.de Überraschung im Zeichen der Biodiversität Zwei bemalte Steine sind bei der Stadt abgegeben worden LAUPHEIM (red) - Biodiversität ist ein Thema, das in Laupheim einen hohen Stellenwert hat. So scheint auch das Projekt zum internationalen Tag der Biodiversität, der am 22. Mai stattfand, Anklang zu finden. Darauf weist jedenfalls die kleine Freude, welche diese Woche im Rathaus abgegeben wurde, hin. So wurden diese Woche am Empfang zwei bemalte Steine und eine Postkarte abgegeben. Die Steine zieren sowohl die Biene Laubee, die durch den Actionbound zur Biodiversität führt, als auch eine „Laupheimer Henn“, die natürlich ein passendes Gefieder in den Laupheimer Stadtfarben trägt. „Leider stand auf der Karte kein Name, sondern nur die Initialen der Absenderin bzw. des Absenders. Auf diesem Weg möchte ich mich ganz herzlich im Namen der Stadtverwaltung für diese schöne Geste und die lieben Worte bei dem oder der unbekannten Absender/in bedanken. Das war eine wirklich tolle Überraschung“, freut sich Oberbürgermeister Gerold Rechle. Wer mit Laubee die Vielfalt der Laupheimer Biodiversität kennenlernen möchte, der kann die App Actionbound und die dazugehörige digitale Schnitzeljagd nutzen. Das dazugehörige Gewinnspiel läuft Zwei bemalte Steine sind bei der Stadt eingegangen. FOTO: STADT LAUPHEIM noch bis einschließlich Freitag, 4. Juni. Dazu die Schnitzeljagd erfolgreich durchspielen, ein Foto in der App hochladen und dieses Foto ebenso an die E- Mail-Adresse presse@laupheim.de senden. Bei der E-Mail bitte Kontaktdaten sowie auch gerne einen zum Bild dazugehörigen Text einfügen, damit Kurz berichtet ● Hospizliche Begleitung wieder erlaubt SCHWENDI/WAIN (red) - Die anhaltende Corona-Pandemie mutet unserer Gesellschaft viele schwere Themen zu. Auch wenn es in diesen Tagen offensichtlich wieder aufwärts geht und die Inzidenzzahlen weiter zurückgehen. Das „normale“ Leben rückt einen Schritt näher. Dennoch gab und gibt es schwere Schicksale. Manche haben Freunde oder Verwandte durch das Virus verloren, sind mit Tod und Trauer konfrontiert und sehr belastet. Viele Menschen machen sich Sorgen um ihre Gesundheit und die ihrer Angehörigen. Manche habe auch große Existenzsorgen. Manche sind bereits geimpft oder warten auf einen Termin, einige sind noch zurückhaltend bei diesem Schritt. Man hat inzwischen mehr Erfahrungen mit dem Virus, sodass man weiß, was ohne großes Risiko erlaubt werden kann. Die hospizliche Begleitung sterbender Menschen ist wieder möglich. In den Pflegeheimen im Umkreis von Schwendi-Wain ist der Zutritt schon seit Längerem nach einem Test wieder erlaubt. Es gibt gute Schutzmaßnahmen und alle Hygieneregeln werden eingehalten. Die Ehrenamtlichen des ambulanten Hospizdienstes können so ihrer hospizlichen Aufgabe wieder nachkommen und sterbende Menschen und ihre Angehörigen begleiten, ihnen zuhören und sie entlasten. Gerade die Anfragen die Bilder den Absendern zugeordnet werden können. Die Bilder werden dann auf Facebook hochgeladen und die drei Bilder mit den meisten Likes gewinnen attraktive Preise. Die Stadtverwaltung hofft, dass sich durch diese Aktion noch mehr Bürgerinnen und Bürger für das Thema Biodiversität begeistern lassen. einer Begleitung aus dem privaten Bereich kommen sehr zurückhaltend. Dabei ist es hier ebenfalls möglich, sich vorher zu testen. So können die Hospizmitarbeiterinnen und Mitarbeiter für sterbende Menschen und ihre Angehörigen auch zuhause an ihrer Seite sein in diesen schweren Zeiten. Im ambulanten Hospizdienst wird weiterhin Beratung und Gespräche über das Telefon angeboten. Wer sich Unterstützung und Begleitung wünscht, erreicht den Hospizdienst Schwendi-Wain unter folgender Telefonnummer: 01 52 / 59 57 52 76. Informationen auch unter: www.hospizdienste-regionbiberach-saulgau.de

Laupheimer Anzeiger UMLAND Mittwoch, 2. Juni 2021 Steigt der Pegel, wächst die Unruhe Fünf Jahre nach dem Hochwasser sind viele in Mietingen enttäuscht von Politik und Behörden Am 29. Mai 2016 wurde die Dürnach zum reißenden Strom, große Teile Baltringens wurden überflutet. ARCHIVFOTO: BERND BAUR MIETINGEN (fli)- Zum fünften Mal hat sich am vergangenen Samstag jener Tag gejährt, an dem über der Region ein Starkregen nicht gekannten Ausmaßes niederging. Das Gewitter richtete millionenschweren Schaden an, die Fluten waren für die betroffenen Menschen traumatisch. Die Wettervorhersage ließ für den 29. Mai 2016 keine Unbill ahnen. Die Wetterwarte Süd sprach von einer „äußerst unstabilen und gewitterträchtigen Wetterlage“, die sich kaum vorhersagen lasse. Gewarnt wurde „kleinräumig“ vor „Gewitterböen, Starkregen und Hagel“. Sommergewitter eben. Später lieferte der Wetterexperte Roland Roth in der Mehrzweckhalle Baltringen eine Analyse des Wettergeschehens an jenem verhängnisvollen Tag. Zwei überaus feuchte Luftmassen seien aufeinandergestoßen und hätten sich nur allmählich weiterbewegt. Bis zu 140 Liter Niederschlagswasser seien in kurzer Zeit pro Quadratmeter niedergegangen. Man hat jetzt die freie Wahl: War es ein 100-, ein 500- oder ein 1000-jähriges Hochwasser? Von einem 100-jährigen Hochwasser zu sprechen, verbietet sich eigentlich von selbst. Denn schon vier Wochen später trat die Dürnach erneut über die Ufer und richtete massiven Schaden an. In Mietingen führten die großen Einzugsgebiete von Tälesgraben und Aufhofer Bach dazu, dass es zu Überflutungen kam. Ein von einem Biber gebauter Damm hielt dem Wasserdruck nicht stand und barst, was die dramatische Lage noch verschärfte. In Baltringen trat die Dürnach über die Ufer und flutete zahlreiche Keller bis zur Decke. Auch Wohnbereiche im Erdgeschoss waren vom Hochwasser betroffen. In einer Rettungsaktion mussten Bewohner und Bewohnerinnen in jener Nacht evakuiert werden. Besonders hart traf es Gebäude in Ufernähe. Dazu zählte das Feuerwehrhaus, vor allem aber der Sankt-Nikolaus-Kindergarten. Im östlichen Bereich von Baltringen drang die Regenflut von den Äckern in die Häuser, Rückstau überschwemmte zahlreiche Keller. Wie geht es den Menschen, die vor fünf Jahren von den dramatischen Ereignissen unmittelbar getroffen wurden, heute? Zu ihnen gehört Jens Kuhn in der Dürnachstraße. Er erzählt: „Meine Frau wollte nach den schrecklichen Erlebnissen eigentlich wegziehen. Ich habe dann begonnen, nach der Vorgabe der Versicherung rund ums Haus Vorsorge zu treffen, um die schlimmsten Auswirkungen eines Hochwassers zu verhindern. Danach sind die Ängste allmählich verschwunden. Beunruhigung steigt hoch, wenn der Wasserspiegel steigt. Das ist bei allen Nachbarn ringsum so. Ich beobachte den Wasserstand immer an den Stufen zum Bach bei den Nachbarn auf der gegenüberliegenden Bachseite. Steigt dieser, nimmt die Beunruhigung zu. Aber Angehörige sind oft noch mehr besorgt als wir selber.“ Elisabeth und Franz Gantner sind enttäuscht vom badenwürttembergischen Innenminister Thomas Strobl und dem CDU-Bundestagsabgeordneten Josef Rief. Sie hätten große Versprechungen gemacht im Hinblick auf den Hochwasserschutz. Dem Ehepaar ist ein Schaden von mehr als 100 000 Euro entstanden. „Ängste sind und waren keine da“, versichern sie. Sie haben Vorsorge getroffen für den Fall einer nochmaligen Flut. „Enttäuscht bin ich allerdings von der Umsetzung des Notfallhandbuchs.“ Nach Meinung Gantners sollten mehr Katastrophen-Übungen stattfinden. Nur wenige Schritte von der Dürnach entfernt wohnt die Familie Beck. Sie wurde vor fünf Jahren schwer in Mitleidenschaft gezogen. Auch sie hat bauliche Konsequenzen gezogen und viel Geld in die Hand genommen, um künftig vor nassen Füßen im Haus gefeit zu sein. „Ängste sind keine mehr da, eher ein mulmiges Gefühl“, sagt Martin Beck. „Uns wäre es lieber, wenn die von den Ämtern geplanten Maßnahmen wie Rückhaltebecken umgesetzt wären. Dass sich das Thema so hinzieht, da bin ich schon enttäuscht, verärgert und habe wenig Verständnis.“ Nicht spurlos sind die Ereignisse an einer Frau vorbeigezogen, die nicht namentlich in der Zeitung genannt werden möchte: „Bevor wir wegfahren, schauen wir erst in den Wetterbericht, ob Unwetter droht. Was sich ereignet hat, kann sich doch jederzeit wiederholen, insofern sind schon noch gewisse Ängste da.“ Wetterexperte Roland Roth nahm in seinem Vortrag anlässlich einer Bürgerversammlung Stellung zu den Ursachen der Überflutungskatastrophe. Er nannte die von den Menschen gemachte Klimaveränderung, die Versiegelung der Böden und die „Vermaisung“ der Landschaft. Für ihn steht fest: „Das hat es früher nicht gegeben, das ist Fakt.“ Das könne sich wiederholen, niemand wisse, wo ein Gewitter solchen Ausmaßes das nächste Mal niedergeht. Bei derselben, sehr gut besuchten Zusammenkunft wenige Wochen nach den Hochwasserereignissen sprach der Amtsleiter des Wasserwirtschaftsamts Biberach, Jürgen Nagler, von der Notwendigkeit, an der Dürnach Rückhaltebecken zu bauen. Er setzte damals bis zur Verwirklichung einen Zeitraum von drei Jahren an. Innenminister Strobl machte sich persönlich ein Bild vom Schaden in Baltringen. Er empfahl, die Hochwasserschutzmaßnahmen für Baltringen zu intensivieren. Strobl: „Wenn ich mithelfen kann, dass das in einer schnelleren Geschwindigkeit passiert, dann will ich das gerne tun.“ SZ-Vorschau ● Schulen starten in Wechselunterricht LAUPHEIM (sisc) - Nach den Pfingstferien starten die Schulen in der Region wieder in den Wechselunterricht. Das bedeutet für die Schüler mehr Normalität, denn es ist wieder mehr Unterricht vor Ort an den Bildungseinrichtungen möglich. Wie sich die Schulen darauf vorbereiten und welche Regeln gelten. Laupheimer Anzeiger Der Laupheimer Anzeiger erscheint in der Schwäbischen Zeitung Laupheim GmbH & Co. KG Anschrift: 88471 Laupheim, Mittelstraße 2 Geschäftsführung: Juliana Rapp Verlagsleiter: Michael Lenz Verantwortlich für Anzeigen Redaktion: Roland Ray (verantwortlich), Barbara Braig Zur Zeit gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 72 vom 01.01.2020 Druck: Druckhaus Ulm-Oberschwaben GmbH & Co., Ulm Kurz berichtet ● Terrasse vor Gotteshaus kann vollendet werden LAUPHEIM (ry) - Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde kann die vor ihrem Gotteshaus am Judenberg geplante Terrasse vollenden. Das bei Erdarbeiten offengelegte Teilstück des Fundaments der 1938 von den Nationalsozialisten zerstörten Synagoge muss zuvor mit einem Geovlies abgedeckt und geschützt werden; es bleibt im Boden unter der künftigen Terrasse erhalten. Mit der Baptistengemeinde sei einvernehmlich vereinbart, dass der Pflasterbelag über dem Fundamentstreifen farblich abgesetzt ausgeführt wird, sagte Hartmut Lammer vom Baudezernat. Dieses Vorgehen ist mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt. „Der unterschiedliche Belag macht deutlich: Hier stand die Synagoge“, sagte Lammer. Überlegungen zielten darauf, dies durch ein Hinweisschild zusätzlich hervorzuheben. Der Fund sei eingemessen und dokumentiert worden, so das Landesamt.