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Laichinger Anzeiger 19.05.2021

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Laichinger Anzeiger BILDER DER WOCHE Mittwoch, 19. Mai 2021 Besondere Stimmung auf dem Sellenberg in Westerheim. Im Hintergrund strahlt die Sellenbergkapelle. FOTO: JULIA SCHMID Pfarrer Karl Enderle und die vier Golden Retriever im Garten des Pfarrhauses (v. l.): Rüde Kerry, die 15-jährige „Oma“ Yarell, die dreijährige Faye mit ihrer jungen Tochter Elora. FOTO: SCHNEIDER Ein Quartett der Gruppe Vox singt in der Westerheimer Christkönigskirche. FOTO: STEIDLE Abendstimmung in Laichingen. FOTO: JUHN Sie haben ein „Bild der Woche“? Blütenpracht im Wonnemonat Mai an der Ecke Steinstetter Straße und Kirchgasse in Ennabeuren. FOTO: PR Stefan Wörner aus Römerstein nach der Bürgermeisterwahl in Pfullingen mit Ehefrau Sandra und Töchtern Lea und Mia. FOTO: PR Liebe Leser, Sie haben ein besonders schönes Foto, das Sie gerne an dieser Stelle veröffentlicht sehen möchten? Gerne drucken wir dieses auf unserer Seite „Bilder der Woche“ honorarfrei ab, ob Vereinsausflug, Kindergarten- oder Schulfest. Bitte schicken Sie maximal zwei Fotos im JPG- Format mit einer Bildgröße von mindestens 500 kb an redaktion.laichingen@schwaebische.de mit einer kleinen Bildunterschrift (zwei bis drei Sätze), was auf dem Bild zu sehen ist sowie den Namen des Fotografen/der Fotografin. Die Veröffentlichung ist abhängig von der Qualität des Fotos und dem vorhandenen Platz. Wichtig ist auch, dass die abgebildeten Personen mit der Veröffentlichung einverstanden sind und diese keine gewerblichen Zwecke verfolgen. Eine Haubenmeise nimmt ein kleines Bad. Der Spinnen-Ragwurz ist eine Orchideenart. FOTO: KÜNKELE FOTO: STEINLE

Laichinger Anzeiger LAICHINGEN Mittwoch, 19. Mai 2021 Pfingstmarkt ist abgesagt LAICHINGEN (la) - Die Stadt Laichingen sagt den diesjährigen Pfingstmarkt ab. Das schreibt Marktmeisterin Cathrin Radtke: „Aufgrund der aktuellen Situation und der Ungewissheit, wie sich die Lage entwickelt, wurde entschieden, auch den für Pfingstmontag, 24. Mai, geplanten Pfingstmarkt in Laichingen abzusagen“. So erreichen Sie uns Laichinger Anzeiger Redaktion 07333/9657-20 Fax 0751/2955-99-7698 redaktion.laichingen@ schwaebische.de Anzeigen gewerbliche Anzeigen Telefon 07333/9657-11 Telefax 0751/2955-99-7699 anzeigen.laichingen @schwaebische.de private Kleinanzeigen Telefon 0751/2955-5444 Abonnement Telefon 0751/2955-5555 Geschäftsstelle Marktplatz 25/1, 89150 Laichingen Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 - 13 Uhr ●» schwäbische.de Laichinger Anzeiger Die Wochenzeitung der Schwäbischen Zeitung für die Laichinger Alb erscheint jeden Mittwoch kostenlos in die Haushalte mit einer Auflage von 12.850 Exemplaren Redaktionsleiterin: Maike Scholz Verlag: Schwäbische Zeitung Laichingen GmbH & Co. KG Geschäftsleitung: Jens Backhaus Verlagsleiterin: Kathrin Schüle (verantwortlich für Anzeigen) Anschrift: Marktplatz 25/1, 89150 Laichingen, Telefon 07333/9657-0 Druck: Druckhaus Ulm-Oberschwaben GmbH & Co. Ulm Buch über Hölderlin: „Der Dichter und der Banker“ Peter Michalziks biografische Erzählung handelt von der unglücklichen Liebe zu einer Bankiersgattin So sieht das Buch von Peter Michalzik über Hölderlin aus (l.). Zeitgenössische Darstellung des Dichters (r.). FOTO: PRIVAT LAICHINGEN/TÜBINGEN (la) - Nach dem Dichter Friedrich Hölderlin (1770-1843) sind in ganz Deutschland Straßen benannt. Auch in Laichingen gibt es einen Hölderlinweg. Peter Michalzik widmet sich in seiner biografischen Erzählung „Der Dichter und der Banker“ (Reclam-Verlag, 188 Seiten, 16 Euro) einem prägenden Lebensabschnitt Hölderlins. Hölderlin, Absolvent des Tübinger evangelischen Stifts, verdiente sein Brot zunächst als junger Privatlehrer unter der Bezeichnung „Hofmeister“. Und so kam Hölderlin auch herum – von Ende 1795 bis Ende 1798 war er in Frankfurt am Main Lehrer des zehnjährigen Sohnes des Bankiers Jacob Gontard im Haus zum Weißen Hirsch. „Hölderlin, der große Unglückliche“, schreibt Michalzik, „konnte glücklich sein!“ Viel Glück war Hölderlin im Hause Gontard jedoch nicht beschieden. Denn er verliebte sich offenbar in Susette Gontard, die Dame des Hauses. Und das konnte nicht gut enden. Hölderlin arbeitete an seinem Briefroman „Hyperion“ und schuf in diesem Zug die weibliche Hauptfigur Diotima, in die er laut Michalzik „alles hineindenken konnte, was seine suchende Seele begehrte.“ So schwärmte der Dichter und Schulmeister: „Ich bin in einer neuen Welt.“ Die verborgene Liebe zwischen ihm und Susette Gontard, der schönen Hausherrin mit den sehr dunklen Haaren, ist verewigt in „Hyperion“: „Eh es eins von uns beenden wußte, gehörten wir uns an.“ Aber diese unlebbare Liebe machte Hölderlin – so seine Selbstbezichtigung – zur „Memme“. Michalziks Buch bietet eine Alternative zu einer oft erzählten Geschichte. In diesem Fall geht es auch um das Verhältnis von Poesie und Ökonomie, von Geist und Geld. Aber berührte überhaupt die Welt der Anleihen, Subsidien, Debitoren und dergleichen den jungen Verfasser der vielen Diotima-Verse, dessen Ideal die Schönheit war? Wilhelm Zimmermann, der als Student Hölderlin besuchte und später Dettinger, Hülbener und Owener Pfarrer wurde, nannte Hölderlin im Jahr 1833 einen „der größten lyrischen Dichter der Deutschen“. Das sah der Frankfurter Bankier Jacob Gontard völlig anders. Ihm platzte Ende 1798 der Kragen: „Worauf gründet der Herr Hölderlin sein Recht, dass er beständig bei meiner Frau sitzt?“ Er verwies den Hauslehrer des Tisches. Die Ehefrau eilte nach: Er solle sich entfernen – „auf der Stelle!“ Und es folgten dennoch mehr als ein Dutzend sehnsüchtige Liebesbriefe, niedergeschrieben von einer Frau, „die diese unmögliche Beziehung möglich machte“. Nach dem Auszug aus dem Hause Gontard vollendete Hölderlin seinen „Hyperion“ mit der Widmung des zweiten Buches an Susette Gontard: „Wem sonst als Dir“. Michalzik rekonstruiert das entscheidende Streitgespräch zwischen Banker und Dichter und legt Hölderlin diese Worte in den Mund: „Geld ist ein eigenartiges Ding. Es gibt Wohlstand. Aber es stiehlt uns Liebe, Treue, Vaterland, das sind wichtigere Werte.“ Die Erstausgabe von Hölderlins Briefroman „Hyperion“ aus dem Besitz des Tübinger Schreinermeisters Ernst Zimmer, in dessen Haus der erkrankte Hölderlin für 36 lange Jahre Aufnahme fand, stand später in der Privatbibliothek des Laichinger Psychiatriedirektors Dr. Carl Adolph Louis Koch (1804-1887). Koch, der ab 1826 an der Tübinger Universität Medizin studierte, hatte noch zu Lebzeiten Hölderlins den Weg zum Turm am Neckar gefunden: „Ich sah Hölderlin oft bei Schreiner Zimmer in Tübingen.“ Seine Freude sei gewesen, den „sanften Tönen“ der Äolsharfen „lange, lange zuzuhören.“ Von Koch stammen Markierungen und Bemerkungen in dem Hölderlinschen „Hyperion“-Exemplar, das neuerdings wieder im Museum Hölderlinturm in Tübingen ausgestellt ist. So hinterließ der Laichinger Psychiater den handschriftlichen Eintrag: „Es ist gegenwärtiges Exemplar dasjenige welches Hölderlin für sich benutzte, und noch in den Tagen hatte wo sein Geist umnachtet ...“ Das Museum Hölderlinturm in Tübingen ist geöffnet montags, donnerstags, freitags Samstags von 11 bis 17 Uhr. Die Wilhelm Zimmermann-Gedenkstätte in Dettingen/Erms steht offen jeden ersten Sonntag im Monat von 11 bis 12 Uhr. Weitere Informationen: www.literaturland-bw.de ANZEIGE KFZ−Angebote