Aufrufe
vor 6 Monaten

KUR|land 25.12.2020

  • Text
  • Waldsee
  • Telefon
  • Licht
  • Wurzacher
  • Stadt
  • Januar
  • Waldseer
  • Hofgarten
  • Kornhaus
  • Klinik

10 | Kurort Skilanglauf

10 | Kurort Skilanglauf und „Winterleuchten“ Gäste des Fürstlichen Golf- und Naturresorts hoffen auf baldiges Ende des Lockdowns Bad Waldsee - Bewegung in der freien Natur bleibt auch im Corona-Winter wichtig zur Stärkung des Immunsystems. Abhängig von der Dauer des Lockdowns, der vorerst bis zum 10. Januar dauert, dürfen sich Waldseer Bürger und Gäste danach hoffentlich nochmals austoben beim Skilanglauf auf den Loipen im Fürstlichen Golfund Naturresort Hopfenweiler. Oder durchatmen bei einem Spaziergang und sich vom „Winterleuchten“ rund um das Golfhotel inspirieren lassen. KURLAND-Redakteurin Sabine Ziegler berichtet. Das naturnahe Golf- und Naturresort vor den Toren der Kurstadt zieht nicht nur im Sommer viele Bürger und Gäste an. Auch für den Winter haben sich Geschäftsführer Sascha M. Binoth und sein Team einiges vorgenommen und mit dem „Winterleuchten“ im Advent bereits viele Spaziergänger begeistert. Aufgrund des verschärften Lockdowns mit Ausgangsbeschränkungen muss dieses Angebot seit Mitte Dezember allerdings bis mindestens 10. Januar pausieren. In Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen könnten diese Lichtilluminationen auf einer Strecke von fünf Kilometern danach noch bis Mitte Februar bestaunt werden - je nachdem, wann Das „Winterleuchten“ beim Golfhotel hat Spaziergänger begeistert und nach dem Lockdown soll‘s deshalb wieder leuchten. Ewald, Laurin und Paulina Fast (von links) haben den ersten Schneefall dieses Winters gleich genutzt für eine Trainingseinheit auf den Loipen im Hopfenweiler. Fotos (2): Rolf Schultes die Politik im neuen Jahr Lockerungen im Freizeitbereich gestattet. Gleiches gilt für das Wintersportangebot „Skilanglauf“ in Kooperation mit der Ski- und Bergsteigerzunft (SBZ) Bad Waldsee, das seit diesem Winter wieder mehrere gespurte Loipen im Golf- und Naturresort umfasst. Die von Ewald Fast im Auftrag der SBZ gespurten Loipen für Skating und klassischen Stil tragen Namen wie „Schneehasenloipe“ (leicht), „Polarsternloipe“ (mittel) und „Zauberwaldloipe“ (schwer). Sie sind fünf bis sieben Kilometer lang und führen durch die schöne Winterlandschaft im Hopfenweiler. Gute 20 Zentimeter Schnee reichen aus, dann kann „White-Keeper“ Ewald Fast auf den „Greens“ ein attraktives Streckennetz anlegen für geübte Skilangläufer ebenso wie für Anfänger. „Ich freue mich sehr, dass wir das Loipennetz zurückhaben auf unserem weitläufigen Golfgelände. Skilanglauf ergänzt das Portfolio unseres winterlich illuminierten Sportparks geradezu ideal und wir werden alles dafür tun, dass sich die Langläufer bei uns wohlfühlen“, umreißt Binoth die wieder aufgenommene Kooperation zwischen Golfresort und SBZ. Gleich beim ersten Schneefall Anfang Dezember legte Ewald Fast los mit seinem 75 PS starken Motorschlitten und spurte die ersten Loipen. Kaum angelegt, spurteten die ersten Läufer auch schon los - allerdings machte einsetzendes Tauwetter dem Winterspaß rasch wieder ein Ende. Die Verantwortlichen von SBZ und Golfresort appellieren in der Coronapandemie übrigens an die Eigenverantwortung der Skilangläufer, auch an der frischen Luft die „AHA“-Regeln zu beachten und Ansammlungen am Startpunkt beim Golfhotel unbedingt zu vermeiden. Über die aktuelle Schneelage, das zur Verfügung stehende Loipennetz bzw. über Verbote im Rahmen der geltenden Coronaverordnungen in Sachen „Wintersport“ und „Winterleuchten“ informiert das Fürstliche Golf- und Naturresort im Hopfenweiler im Internet unter www.waldsee-golf.de. Auf den Loipen ist die Fahrtrichtung einzuhalten, eigene Spuren dürfen nicht gezogen werden und das Betreten ist Fußgängern und Hunden nicht gestattet. Saison- und Tageskarten für 15 bzw. vier Euro für Erwachsene werden an der Hotelrezeption ausgegeben - Kinder bis 16 Jahre zahlen nichts.

Klinik im Hofgarten| 11 Auch im Corona-Winter bewegen! Birgit Stangassinger, Physiotherapeutin der Klinik im Hofgarten, rät zu körperlicher Aktivität im Freien Bad Waldsee - Die einen können und wollen, die anderen müssen und sollen, wieder andere sind süchtig danach und für manche bedeutet sie eine riesige Überwindung: Bewegung! Eines ist jedoch sicher, Bewegung ist Leben. Stellt sich die Frage, warum es manchmal so schwierig ist, in Bewegung zu kommen und auch zu bleiben. Für KURLAND berichtet darüber Birgit Stangassinger, Physiotherapeutin in der Waldburg-Zeil Klinik im Hofgarten in Bad Waldsee. Der menschliche Körper sollte auch im Corona-Winter in der freien Natur gefordert werden - das steigert Kraft, Ausdauer und Koordination. Fotos (2): adobestock/Klinik im Hofgarten Bewegung ist überall möglich - auch abends nach Feierabend daheim mit kreativen Online-Übungen vor dem Laptop. Bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts war Aktivität im Alltag selbstverständlich. Auto, E-Mobilität, Aufzüge und andere „Bewegungserleichterungen“ nehmen diesem Grundprogramm des Körpers heute jedoch den Raum. Die Folgen sind Degenerationen, Unwohlsein, Übergewicht und Immobilität. Werden Menschen durch Krankheit oder Funktionseinschränkungen ausgebremst, wird ihnen rasch bewusst, wie sehr sie sich gerade dieses wünschen: die Fähigkeit, in Schwung zu kommen. Bewegung kann fordern, anstrengen und überfordern. Die ersten beiden Aspekte sind wohl der Gesundheit am förderlichsten. Doch auch das gelegentliche Überschreiten der eigenen Komfortzone hat seinen Nutzen und seine Berechtigung. Kommen Kreislauf und Stoffwechsel richtig auf Touren, wird der Körper wie von einer guten Waschmaschine gespült. Gewebe und Organe werden mit Nährstoffen versorgt und die Stoffwechselendprodukte gleichzeitig von dort entsorgt. Den eigenen Körper zu nutzen und zu fordern steigert Kraft, Ausdauer und Koordination. Bewegung schafft zu jedem Zeitpunkt nervale Vernetzungen im Gehirn, die es abspeichert. So entsteht ein „Guthaben“, auf das jeder vor allem nach Verletzungen und Operationen sowie im Alter zugreifen kann, um fit zu werden oder zu bleiben. Bewegung ist zudem an emotionale Erlebnisse gebunden. Körperliche Aktivität kann den Kopf frei machen und Glücksgefühle produzieren. Und solche nachhaltigen Erlebnisse machen stark für die Bewältigung von Alltagsproblemen. Im Gesamturteil verdient Bewegung also die Auszeichnung „Sehr gut“! Und sie ist auch im Corona-Winter möglich - Kreativität vorausgesetzt. Nehmen Sie sich die Zeit, das Wohnzimmer gegen die Natur zu tauschen, Wanderwege zu erkunden oder ‘mal querfeldein zu laufen. Unebene oder verschneite Wege fordern alle Sinne, stärken Gleichgewicht und Gelenkstabilität. Vielleicht erlebt auch der „Trimm-Dich-Pfad“ in der Einsamkeit der Coronaverordnungen seine Renaissance? Schneeschuhwandern, Langlaufen und Walking können direkt vor der Haustüre attraktiv sein und den Feierabend im Schein einer Stirnlampe erhellen. Auch die Gymnastikmatte ist daheim schnell ausgerollt und der PC nicht weit für ein Online-Workout. Vielleicht haben Sie auch Glück und Ihr Pilates- oder Yogatrainer gibt Online-Kurse? Und bleiben Sie auch im „best age“ in Bewegung. Wie sagte ein Senior zu diesem Thema: „Bewegung gibt mir das Gefühl, im Leben zu sein!“ Hier nimmt körperliche Aktivität einen Stellenwert ein, der vor Jahren noch nicht bekannt war. Je regelmäßiger sich ältere Menschen fordern, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie lange Zeit unabhängig, vital und verletzungsfrei bleiben. Bewegungstipps im Winter Schneeschuhlaufen, Nachtwanderung zu Aussichtspunkten, Schneespaziergang, Wald- und Feldwege bevorzugen, „Trimm-Dich-Pfad“, Online-Gymnastikangebote nutzen und „Fünf-Minuten-Pause“ für die Bewegung.