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KUR|land 01.08.2020

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6 | Städtische

6 | Städtische Rehakliniken Stabilität und Ruhe mit Yoga Yogalehrerin Ulli Schmid von den Städtischen Rehakliniken über hilfreiche Therapieangebote Bad Waldsee - Was kann uns Halt geben in Zeiten großer Belastung und Unsicherheit? Was kann uns stärken, uns ermutigen? Wie verhindern wir, dass wir uns verlieren in einem Strudel aus Sorgen und Verunsicherung ? Ulli Schmid, Yogalehrerin und Tanztherapeutin bei den Städtischen Rehakliniken Bad Waldsee, rät zu einer wohltuenden Dosis Yoga. Yoga stärkt und ermutigt auch in schwierigen Zeiten. Ulli Schmid (Zweite von rechts) bei der Yoga-Therapie in den Städtischen Rehakliniken Bad Waldsee - das Foto entstand noch vor der Coronakrise. Fotos (2): Rolf Schultes In außergewöhnlichen Zeiten, wie wir sie derzeit angesichts der Corona-Pandemie erleben, müssen die Abläufe unseres Lebens durchdacht und umgestaltet werden. Sie müssen der neuen, ungewohnten Situation angepasst werden. Deshalb haben auch die Städtischen Rehakliniken Krisenkonzepte entwickelt und umgesetzt: Die Therapiegruppen wurden verkleinert, die Gegebenheiten im Speisesaal zweckdienlich umgestaltet, Hausregeln erstellt und die Maskenpflicht eingeführt. Das sind äußere Veränderungen, die uns Schutz und Sicherheit geben können.Doch auch die Inhalte der Therapieangebote erfahren während dieses weltumspannenden Wandels eine Aktualisierung. So versteht sich unser klinikinterner Yoga-Unterricht seit Ausbruch dieser Pandemie verstärkt als Ruhe- und Entspannungsinsel. Die Yogastunden wurden danach ausgerichtet, einen inneren Ruhepol als Stabilität zu entwickeln und zu festigen. Yoga - dieser uralte Übungsweg aus Indien - hat uns viel zu bieten, im Alltag wie in Krisenzeiten. Da gibt es - und das ist sicherlich der bekannteste Anteil des Yoga - die Körperübungen („Asana“). Mit hochkonzentriertem, bewusstem und langsamem Üben bieten wir unserem Körper Mobilisierung, Aktivierung, Dehnung, Spannkraft und Entspannung. Wir finden in diesem körperbetonten Üben aber auch die Möglichkeit, abzuschalten und herauszutreten aus einem gedanklichen Kreisen um belastende Themen. Unsere Aufmerksamkeit wird zu anderem gelockt: zu unserem Körpererleben. Damit wird der Weg frei für ein inneres Umschalten, für ein Aufatmen, für ein Kraftschöpfen. Auch die Atemübungen des Yoga - „Pranayama“ genannt - sind hilfreich und wohltuend. Indem wir unsere Aufmerksamkeit auf unser Atemgeschehen fokussieren, verlieren sich sorgenvolle, bedrohliche Gedanken an Raum und Macht. Auch lernen wir in diesem Übungsbereich des Yoga, den Atem zur Entspannung zu nutzen. Beispielsweise durch eine Verlängerung und Vertiefung des Ausatmens. Yogahaltungen mit unseren Händen - „Mudra“ genannt - ergänzen diese Erfahrungen. So gibt es die „Schalenmudra“: Mit unseren Händen bilden wir eine Schale und stellen uns vor, wie sich diese Schale mit Kraft und Zuversicht füllt und wie sich diese über unsere Hände und Arme ausbreiten, in unserem gesamten Körper und unserem gesamten System. Die Nutzung unserer menschlichen Fähigkeit, uns innere - kraftvolle, wohltuende, stärkende, ermutigende - Bilder zu erschaffen, ist eine weitere Übungsebene des Yoga. Imagination wird diese Fähigkeit genannt, mit der wir uns nicht nur in schwierigen Zeiten innere Orte von Geborgenheit und Ruhe gestalten können. Auch die Meditation - eine weitere Übungsebene des Yoga - lehrt uns auf vielfältige Weise, im „Hier und Jetzt“ anzukommen, den Augenblick bewusst und vorurteilsfrei zu erleben und anzunehmen. So bieten uns die vielfältigen Übungsebenen des Yoga Ruhe und Entspannung in den kleinen und großen Krisen unseres Lebens - sie lehren uns Standfestigkeit und Stabilität. Die äußeren, wohldurchdachten Strukturen der Städtischen Rehakliniken und die inhaltlichen Konzepte unserer Therapieangebote gehen deshalb Hand in Hand. Schutz, Sicherheit, Entspannung und Zuversicht sind dabei tragende Säulen - gerade in der Krise! Weitere Informationen rund um das Therapieangebot bei den Städtischen Rehakliniken, die seit Mitte Juli erstmals wieder zu 100 Prozent ausgelastet sind, finden sich im Internet unter www. rehakliniken-waldsee.de.

Kurseelsorge | 7 Sommerzeit ist Ferienzeit Pfarrerin Birgit Oehme über das etwas andere Leben in der Corona-Pandemie Birgit Oehme ist Pfarrerin in Bad Waldsee Liebe Leserinnen und Leser, Eine unbeschwerte Sommerund Ferienzeit wünschten wir uns - ohne Corona, ohne Krankheit, ohne Sorgen. Doch trotz mancher Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen wird dieser Wunsch nicht ganz in Erfüllung gehen. Die Tourismusbranche muss schauen, wie sie unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln ihren Betrieb wieder aufnehmen und Geld verdienen kann. Und die Touristen müssen schauen, ob sie sich unter diesen Bedingungen gut erholen können. Andere wiederum mussten coronabedingt zwangsweise ihren Urlaub in den vergangenen Wochen nehmen und müssen jetzt arbeiten. Wieder andere sind freiberuflich tätig und wollen zumindest teilweise ihre Defizite aus dem „Lockdown“ aufholen. Während für viele Gesunde wieder ein halbwegs normaler Alltag begonnen hat, müssen diejenigen mit Vorerkrankungen eigenverantwortlich abwägen, wo und wie sie Kontakte zu Familie und Freunden halten und neu aufnehmen können. Geht das, dass man trotz Einschränkungen, Krankheit und Bedrohungen genügend Raum zum Leben hat? Mir fällt dazu Psalm 23 ein: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.“ Wunderbare Bilder der Geborgenheit und Fülle werden uns hier vor Augen gemalt. Wir sehen saftig grüne Weiden. Munter sprudelt eine Quelle. Unbeschwertes Leben, Idylle pur. Aber der Psalmbeter weiß auch von den dunklen Seiten des Lebens - davon, dass das Leben ständig bedroht ist. Er fährt fort: „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück.“ Er spricht vom finstern Tal. Damit ist das Todesschattental gemeint. Es sind die Momente, Stunden und Monate im Leben eines Menschen, in denen wir dem Tod gegenüberstehen: dem leiblichen Tod in Form von Leid, Krankheit, Schmerzen. Und dem Tod, in dem es in der Seele finster wird und sich Verlassenheit, Verzweiflung und Angst breit machen. Oder wo es einen in der Seele zerreißt, wegen der vielen Widersprüche. Und der Beter fährt fort: „Du bereitest vor mir einen Tisch » Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln « im Angesicht meiner Feinde.“ Auch hier werden die Schwierigkeiten und Bedrohungen des Lebens nicht einfach übergangen. Der Beter spricht vom gedeckten Tisch im „Angesicht der Feinde“! Heiles, unbeschwertes Leben gibt es nicht. Leben ist und bleibt bedroht: durch Krankheit und Tod, durch die Widrigkeiten des Lebens, Mangel, Verluste oder Einsamkeit. Unser Gott hilft uns jedoch, dass wir auch im Angesicht all dessen nicht zugrunde gehen oder dauerhaft mit schmerzhaftem Mangel leben müssen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie in diesen Sommermonaten trotz mancher Einschränkungen, die Ihnen das Leben zumutet, immer wieder neu die Güte und die Fülle des Lebens erfahren. In diesem Sinne: eine gesegnete Sommerzeit! Herzlich grüßt Sie Pfarrerin Birgit Oehme „Der Herr weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.“ Foto: Rolf Schultes Gottesdienstzeiten: Kath. Pfarrkirche St. Peter: Eucharistiefeier: Samstag, 19 Uhr; Sonntag, 9:30 Uhr und 11 Uhr; Rosenkranz: Sonntag, 17:30 Uhr Ev. Kirche (Burghalde): Sonntag, 9:30 Uhr Abendmahl jeden 3. Sonntag im Monat Ökum. Gottesdienste: Samstag: 17:00 Uhr, Maximilianbad (Kapelle); 19:00 Uhr, Klinik im Hofgarten (Säulenhalle); 19:00 Uhr Waldsee-Therme (Vortragsraum) ___________________________ Programm Kur- & Reha-Seelsorge: Montag: 16:30 Uhr Sinnvoll leben, Maximilianbad (Kapelle); 19:30 Uhr Meditation, Therme (Vortagsraum); 20:00 Uhr, Vortrag, Therme (Vortragsraum). Dienstag: 16:30 Uhr, Sinnvoll leben, Mayenbad (M1); 19:30 Uhr Meditation, Hofgarten (Säulenhalle); 20:00 Uhr Vortrag, Hofgarten (Säulenhalle). Mittwoch: 16:30 Uhr Sinnvoll leben, Hofgarten (Säulenhalle); 19:30 Uhr, Meditation, Maximilianbad (Kapelle); 20:00 Uhr Vortrag, Maximilianbad (Kapelle). ___________________________ Die Kur- und Reha-Seelsorger: Katholisch: Egon Wieland Kur- & Reha-Seelsorge Telefon 07524/4041-12 egonwieland@kurseelsorge-bw.de www.kurseelsorge-bw.de Klosterhof 1 (Eingang 4) 88339 Bad Waldsee Evangelisch: Pfarrerin Verena Engels Finkenweg 9 88339 Bad Waldsee Telefon 07524/40940 – 22 Mail: Verena.Engels@elkw.de Telefax 07564/948786